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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Toll

Luzie Alvenstein – Erbin der Duftapotheke (1). Ein Geheimnis zieht durch die Zeit
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Das Buch „Luzie Alvenstein – Erbin der Duftapotheke – Ein Geheimnis zieht durch die Zeit“ wurde von der Autorin Anna Ruhe verfasst und stellt einen spannenden Spin-off zur beliebten „Duftapotheke“-Reihe ...

Das Buch „Luzie Alvenstein – Erbin der Duftapotheke – Ein Geheimnis zieht durch die Zeit“ wurde von der Autorin Anna Ruhe verfasst und stellt einen spannenden Spin-off zur beliebten „Duftapotheke“-Reihe dar. Für mich war dies der erste Kontakt mit dieser faszinierenden Welt.
Im Zentrum der Geschichte steht Luzie, die mit einer einzigartigen Gabe geboren wurde. Als Sentifleurin kann sie nicht nur Düfte auf intensive Weise wahrnehmen, sondern auch mit ihnen durch die Zeit reisen. Als in der geheimen Duftapotheke plötzlich mysteriöse Flakons verschwinden, begibt sich Luzie auf ein aufregendes Abenteuer. Gemeinsam mit ihren Freunden Elodie und Mats führt ihre Spur ins Jahr 1871, mitten nach Rom.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf und bleibt dabei stets stimmungsvoll und detailreich erzählt. Bis zur letzten Seite fesselt die Geschichte mit kontinuierlicher Spannung: Es wird gerätselt, geforscht und durch die Vergangenheit gejagt – stets begleitet von einem Hauch Magie. Die stimmungsvollen Illustrationen verleihen dem Buch einen besonderen Charme und verstärken das Abenteuergefühl.
Die gesamte Gestaltung des Buches ist äußerst ansprechend. Die vielen Illustrationen fangen nicht nur die Stimmung perfekt ein, sondern machen die Geschichte auch noch anschaulicher und runder. Insgesamt ist es für mich ein rundum gelungenes Werk, das mit seiner Mischung aus Abenteuer, Magie und Detailverliebtheit begeistert.
Von mir eine klare Leseempfelung

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Sehr gut

Wir sehen uns wieder am Meer
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Das Buch „Wir sehen uns wieder am Meer“ von Trude Teige, welches von Yara Blümel eindrucksvoll als Hörbuch gelesen wird, ist der dritte Teil einer Reihe, die sich mit dem Schicksal norwegischer Frauen ...

Das Buch „Wir sehen uns wieder am Meer“ von Trude Teige, welches von Yara Blümel eindrucksvoll als Hörbuch gelesen wird, ist der dritte Teil einer Reihe, die sich mit dem Schicksal norwegischer Frauen im Zweiten Weltkrieg beschäftigt.

Die Hauptfigur, Birgit, ist Krankenschwester in Bodø, Norwegen. Als ein Krankheitsfall eintritt, wird sie als Russisch-Übersetzerin hinzugezogen und trifft dabei auf die Ukrainerin Nadia. Diese wurde unter dramatischen Umständen von den Deutschen verschleppt und muss in einer Fischveredelungsfabrik unter erschwerten Bedingungen schuften. Birgit verspürt den tiefen Wunsch, den Frauen und Kindern im Lager zu helfen, und schließt sich einer Widerstandsgruppe im Krankenhaus an, was sie in große Gefahr bringt. In einer Umgebung, in der es auch Norweger gibt, die die deutschen Besatzer unterstützen, muss sie besonders vorsichtig agieren. Trotz der ständigen Bedrohung bleibt Birgit unbeirrt. Ihre Russischkenntnisse, die nur wenigen bekannt sind, ziehen bald die Aufmerksamkeit der Geheimdienste auf sich und stellen ihre Loyalität auf eine harte Probe.

Die Charaktere sind hervorragend und einfühlsam ausgearbeitet, was es den Lesern erleichtert, sich in ihre Lage hineinzuversetzen. Bis zu diesen Büchern der Autorin hatte ich nur wenig Wissen über die Situation in Norwegen während des Krieges. Glücklicherweise wird die Handlung zwar ernst, aber nicht übertrieben grausam dargestellt, wodurch die eindrucksvollen Bilder dennoch im Gedächtnis bleiben. Der Erzählstil ist fesselnd, mitfühlend und gut recherchiert.

Yara Blümel verleiht dem Hörbuch eine besondere Intensität; mit Empathie, Klarheit und Ausdrucksstärke erweckt sie die Geschichte zum Leben. Das Buch über den Zweiten Weltkrieg vermittelt seine Botschaft ohne moralischen Zeigefinger und erzählt von Angst, Wut und Hoffnungslosigkeit, aber auch von Liebe, Freundschaft und Mut. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Die letzte Reise

Onigiri
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Das Buch „Onigiri“ von Yuko Kuhn, gelesen von Inka Löwendorf, umfasst etwa 200 Seiten und ist damit ideal für ein Wochenende. Das dazugehörige Hörbuch hat eine Spieldauer von rund sechs Stunden.

Ich habe ...

Das Buch „Onigiri“ von Yuko Kuhn, gelesen von Inka Löwendorf, umfasst etwa 200 Seiten und ist damit ideal für ein Wochenende. Das dazugehörige Hörbuch hat eine Spieldauer von rund sechs Stunden.

Ich habe einen Teil des Buches gelesen und gleichzeitig das passende Hörbuch gehört. In „Onigiri“ treffen zwei ganz verschiedene Kulturen aufeinander und zeigen, wie sie das Leben der Protagonisten beeinflussen. Im Zentrum der Geschichte steht Aki, deren Mutter an Demenz leidet. Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter verstorben ist, beschließt sie, ihre Mutter ein letztes Mal nach Japan zu bringen, um ihr die Möglichkeit zu geben, ihre frühere Heimat und ihre Familie ein letztes Mal zu erleben. Japan wird hier als Ort dargestellt, an dem alte Wunden aufbrechen und Familiengeheimnisse ans Licht kommen – ein Konzept, das sowohl spannend als auch emotional klingt.

Leider empfand ich das Buch eher als eine Sammlung von Momentaufnahmen, die nicht harmonisch miteinander verbunden waren. Die Erzählweise ist ruhig und distanziert, was zwar eine gewisse Atmosphäre schafft, jedoch auch dazu führt, dass die Handlung an vielen Stellen ins Stocken gerät. Die vielen Rückblenden und Zeitsprünge behindern den Lesefluss, sodass ich oft Schwierigkeiten hatte, den Gedankengängen zu folgen. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven – teils in der Gegenwart, teils in der Vergangenheit – verleihen der Geschichte keine klare Struktur. Diese Unbeständigkeit und der Schreibstil führten dazu, dass es mir schwerfiel, den Geschehnissen zu folgen. Die Erzählung wirkte manchmal wirr und so, als ob sie aus vielen losen Fäden zusammengestellt wurde.

Trotz dieser kritischen Punkte hat mir der Roman insgesamt gut gefallen. Er präsentiert eine berührende deutsch-japanische Familiengeschichte und beleuchtet eindrucksvoll die Unterschiede zwischen der deutschen und der japanischen Kultur. Besonders interessant sind die generationenübergreifenden Konflikte, die zwischen Aki, ihrer Mutter Keiko und deren deutschen Großeltern bestehen. Die Passagen, in denen Akis Mutter behandelt wird, sind sehr eindrucksvoll; man spürt, wie sie aufblüht, als sie in ihre alte Heimat zurückkehrt und dort ihre Familie und alten Freunde wiedertrifft.

Das Buch hat definitiv viel Potenzial und enthält tiefgründige Themen. Dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt nicht vollständig fesseln, was schade ist, da die Grundlagen für eine packende Erzählung vorhanden sind.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Mal etwas anderes

Die Bibliothek meines Großvaters
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Das Buch „Die Bibliothek meines Großvaters“ von Masateru Konishi, übersetzt von Peter Aichinger-Fankhauser, ist eine Sammlung von faszinierenden Einzelgeschichten über ungewöhnliche Vorfälle und geheimnisvolle ...

Das Buch „Die Bibliothek meines Großvaters“ von Masateru Konishi, übersetzt von Peter Aichinger-Fankhauser, ist eine Sammlung von faszinierenden Einzelgeschichten über ungewöhnliche Vorfälle und geheimnisvolle Begebenheiten. Das ansprechende Cover, das die asiatische Herkunft des Romans unterstreicht, sowie der liebevoll gestaltete Buchschnitt mit Kirschblüten ziehen sofort die Aufmerksamkeit auf sich und wecken die Neugier, in die Geschichte einzutauchen.

Im Mittelpunkt der Familiengeschichte steht Kaede, eine junge Lehrerin, deren Großvater an Demenz leidet. Dieser Aspekt verleiht der Erzählung einen klaren roten Faden. Die einzelnen Teile sind zwar jeweils abgeschlossen, ergänzen sich jedoch zu einem stimmigen Ganzen, das berührt und zum Nachdenken anregt.

Kaedes Reise beginnt, als sie in einem alten Buch Zeitungsschnipsel entdeckt. Was zunächst wie ein kleines Rätselspiel erscheint, entwickelt sich rasch zu einer tiefgreifenden Reflektion über das Leben und die Vergänglichkeit. Der Schreibstil Konishis ist fluid und zugänglich, wodurch das Lesen zu einem wahren Vergnügen wird.

Besonders beeindruckend ist die Liebe zu Büchern, die in dieser Erzählung spürbar wird. Sie verdeutlicht, wie Geschichten Menschen über Generationen hinweg verbinden können, selbst wenn das Erinnern schwerfällt. Die anhaltende Spannung wird durch die Rätsel, mit denen sich Kaede in jedem Kapitel auseinandersetzt, aufrechterhalten. Immer wieder erhält sie bei der Lösung dieser Herausforderungen die Unterstützung ihres Großvaters, was den Leser dazu einlädt, aktiv mit zu raten.

Die Hörbuch-Version, gesprochen von Charlotte Puder, bringt der Geschichte eine zusätzliche Dimension. Ihre warme und einfühlsame Stimme verleiht den Charakteren Leben und vermittelt die emotionalen Nuancen der Erzählung. Puder versteht es, die innere Zerrissenheit von Kaede und die Sanftheit des Großvaters eindrucksvoll darzustellen, wodurch die Hörer in die Welt des Buches eintauchen können, als wären sie Teil der Geschichte selbst. Diese gelungene Darbietung macht das Hörbuch zu einem besonderen Erlebnis und ergänzt die Lektüre des Buches auf wunderbare Weise.

Insgesamt ist „Die Bibliothek meines Großvaters“ ein sehr gelungenes Werk, das sowohl durch seine fesselnde Erzählung als auch durch die emotionale Tiefe überzeugt. Es vermittelt auf berührende Weise, wie wichtig der Austausch von Geschichten in einer Familie ist und wie diese Brücken schlagen können, selbst in herausfordernden Zeiten.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Mega gut

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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„Der Totengräber und die Pratermorde“ ist der vierte Fall für Leopold von Herzfeldt, verfasst von Oliver Pötsch. Das begleitende Hörbuch wurde von Hans Jürgen Stockerl eindrucksvoll eingesprochen. Die ...

„Der Totengräber und die Pratermorde“ ist der vierte Fall für Leopold von Herzfeldt, verfasst von Oliver Pötsch. Das begleitende Hörbuch wurde von Hans Jürgen Stockerl eindrucksvoll eingesprochen. Die Geschichte beginnt tragisch, als bei einem Zaubertrick eine Frau stirbt, gefolgt von weiteren mysteriösen Todesfällen von Frauen. Inspektor Leopold von Herzfeldt nimmt die Ermittlungen auf, während die Reporterin Julia Wolf nach Hinweisen sucht. Gemeinsam ziehen sie den Totengräber von Wien, Augustin Rothmayer, zurate, um Licht ins Dunkel zu bringen. Die Handlung entfaltet sich im Wien des Jahres 1896, einer faszinierenden Kulisse für diesen spannenden Krimi. Obwohl ich die vorherigen Bände nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, was das Eintauchen in die Handlung erleichtert. Er ist sowohl locker als auch bildlich und lässt den Leser im Wien des 19. Jahrhunderts schwelgen. Die Handlung entführt uns in eine Zeit, in der die Kriminaltechnik noch in den Kinderschuhen steckte, und bietet liebenswürdige Charaktere sowie eine durchdachte Hintergrundgeschichte. Insgesamt ist der Schreibstil erneut hervorragend gelungen und fängt die Atmosphäre des damaligen Wiens auf lebendige Weise ein. Von der ersten Seite an fühlt man sich mitten im Geschehen und kann das Abenteuer kaum erwarten.

Hans Jürgen Stockerl bringt mit seiner eindrucksvollen Stimme und seinem facettenreichen Vortrag die Charaktere und die Atmosphäre des Wien des 19. Jahrhunderts meisterhaft zum Leben. Seine Fähigkeit, verschiedene Emotionen und Stimmungen zu transportieren, verstärkt das Hörerlebnis erheblich und lässt die Szenen vor dem inneren Auge der Zuhörer lebendig werden. Zudem schafft er es, durch subtile Betonungen und modulierende Intonationen die Spannung kontinuierlich zu steigern und das Publikum ganz in die fesselnde Erzählung hineinzuziehen.

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