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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

Überzeugender Reihenauftakt

Die weiße Nacht
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Die neue Reihe von Anne Stern um den Kriminalkommissar Alfred König versetzt den Leser in das Berlin der Nachkriegszeit. Als eine Frauenleiche gefunden wird treffen Kriminalkommissar König und Lou Faber, ...



Die neue Reihe von Anne Stern um den Kriminalkommissar Alfred König versetzt den Leser in das Berlin der Nachkriegszeit. Als eine Frauenleiche gefunden wird treffen Kriminalkommissar König und Lou Faber, eine Fotografin, aufeinander und werden bald zu einem unfreiwilligen Ermittlerduo.

Langsam aber stetig kommt die Handlung ins Rollen, wobei auch den beiden Hauptakteuren einiges abverlangt wird. Die Beschreibungen des zerstörten Berlins und die unmenschlichen Bedingungen in jenem Winter 1946/47 sind eindrücklich in die Krimihandlung eingeflochten. Zusammen mit den überzeugenden Charakterzeichnungen und einigen geschichtsträchtigen Themen jener Epoche ergibt es einen lebendigen und atmosphärisch dichten historischen Kriminalroman.

Fazit: Ein gelungener erster Band dessen unterschwellige Krimispannung gut mit dem historischen Setting verbunden ist. Dem Ermittlerduo wider Willen bei ihren Aktivitäten über die Schulter zu schauen bot angenehme Krimiunterhaltung, deshalb gern mehr davon.


Veröffentlicht am 13.01.2026

Romantasy, die fesselt und nach mehr verlangt

The Ordeals
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Sophia, die seit Kindertagen an ihren Onkel auf magische Weise gebunden ist, und endlich davon loskommen will, sieht in ihrer Flucht an die Killmarth-Acadamy den entscheidenden Ausweg. Doch auch hier ...



Sophia, die seit Kindertagen an ihren Onkel auf magische Weise gebunden ist, und endlich davon loskommen will, sieht in ihrer Flucht an die Killmarth-Acadamy den entscheidenden Ausweg. Doch auch hier ist das (Über-)Leben kein Zuckerschlecken. Sophia muss alle Willenskraft und Findigkeit einsetzen um hier zu bestehen.

The Ordeals ist eine atmosphärische und fesselnde Dark-Academia-Geschichte, die eine faszinierende Weltgestaltung, eine komplexe Handlung und eine heiße Romanze miteinander verbindet. Die Autorin versteht es meisterlich ihre Leserschaft in eine zauberhafte Welt mitzunehmen, die geprägt ist von einem fantastischen Magiesystem und einer Vielzahl von magischen Kreaturen und Figuren mit allerlei spezifischen Fähigkeiten. Dazu kommen Handlungen/Prüfungen mit unvorhersehbaren Wendungen und einer cleveren Hauptprotagonistin, mit der man förmlich mitfiebert.

Fazit: Wunderbar düster, mit einer knisternden Romanze, aber auch erschreckend geheimnisvoll, voller Spannung und Tempo erzählt, bietet dieser 1. Teil der Killmarth Academy-Reihe fabelhafte Unterhaltung. Ich kann dieses Buch allen Genre-Fans, aber selbstredend auch allen anderen Leseratten, absolut empfehlen.


Veröffentlicht am 09.11.2025

Wieder beste Unterhaltung

Apfelstrudel-Alibi
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Nun gibt es ihn doch noch, den 13. Eberhofer. Und ich sage nur - Gott sei Dank.

Was war das wieder für eine Gaudi, den Franz, die Susi, den Rudi und all die anderen liebgewonnen Figuren hier wieder ...



Nun gibt es ihn doch noch, den 13. Eberhofer. Und ich sage nur - Gott sei Dank.

Was war das wieder für eine Gaudi, den Franz, die Susi, den Rudi und all die anderen liebgewonnen Figuren hier wieder zu treffen. Auf sehr unterhaltsame Art und Weise begleitet man Franz und seine Getreuen beim Ermitteln. Souveräne Polizeiarbeit sieht zwar eigentlich irgendwie anders aus, aber sei es drum, das Ergebnis zählt, und dass der Fall gelöst wird ist ja wohl klar, bei soviel Hilfe "von außen" für den Franz.

Die Autorin mixt auch diesmal wieder einfallsreiche Ermittlungen mit witzigen Dialogen und dem so typisch bayerischen Lokalkolorit. Genauso wie es der bekennende Eberhofer-Fan mag.

Fazit: Auch wenn der Fall an sich nicht allzu tiefgründig ist, ist das Buch aber trotzdem wieder beste Unterhaltung - ich kann es empfehlen.


Veröffentlicht am 09.11.2025

Interessante Sicht auf Nichts

Dr. No
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Wala Kitu, dessen Name „Nichts Nichts“ bedeutet, ist ein theoretischer Mathematiker, der das Nichts zu seinem Studienfach und paradoxerweise zu seiner Spezialisierung gemacht hat und hier auf John Milton ...



Wala Kitu, dessen Name „Nichts Nichts“ bedeutet, ist ein theoretischer Mathematiker, der das Nichts zu seinem Studienfach und paradoxerweise zu seiner Spezialisierung gemacht hat und hier auf John Milton Bradley Sills, einen Milliardär trifft, der gewillt ist ihm eine unglaubliche Summe dafür zuzahlen, das Nichts zu finden um es dann als Waffe gegen die Vereinigten Staaten einsetzen zu können.

Der Titel allein lässt einen gleich mal an James Bond und Dr. No denken – was ja vielleicht auch gewollt ist, denn eben dieser Dr. No wollte die Weltherrschaft übernehmen. Doch dieses Buch hier ist eher eine beißende Satire gegenüber dem bekannten Spionageroman und ein Mix aus Tragik und Komik über das Thema Nichts. Und dieses Nichts-Thema wird dann bis zum Absurden geführt und zeigt aber auch wie viel Realität darin steckt - denn Geld regiert die Welt.

Auf grotesk-aberwitzige Weise übt der Autor hier Sozialkritik und parodiert die Verhältnisse der Macht, die durch Geld bestimmt werden. Aber auch den noch immer existierenden Rassismus prangert er dabei sehr subtil an. Alles in allem eine Roman, der aktueller nicht sein könnte – sehr empfehlenswert.


Veröffentlicht am 09.11.2025

Spannende Fälle für Eve und ihr Team

Eve Dallas Band 7-9: - Liebesnacht mit einem Mörder / Der Tod ist mein / Ein feuriger Verehrer (3in1-Bundle)
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Liebesnacht mit einem Mörder: Leutnant Eve Dallas taucht bei ihren Ermittlungen tief ein in eine Welt, in der angeblich jeder nach der wahren Liebe sucht – und doch oft genug nur ein kleines schmutziges ...


Liebesnacht mit einem Mörder: Leutnant Eve Dallas taucht bei ihren Ermittlungen tief ein in eine Welt, in der angeblich jeder nach der wahren Liebe sucht – und doch oft genug nur ein kleines schmutziges Geheimnis verbirgt. Eine Welt, in der irgendjemand schon die Grenze zwischen grenzenloser Liebe und abgrundtiefen Hass überschritten hat. Durch ihren neuesten Fall wird Eve in ihre leidvolle Vergangenheit katapultiert. Man leidet dabei förmlich mit. Nur gut, dass sie ihren Roarke hat, der sie immer wieder erdet. Genau das ist es, was diese Buchserie ausmacht. Der gekonnte Spagat zwischen Krimi und Romance. Auch die anderen Figuren, Peabody, McNab, Feeney, Summerset sind wieder mit dabei und ergänzen das Geschehen wunderbar und zusammen wird der Fall gelöst. Ich kann mich nur wiederholen was diese Serie betrifft - eine absolute Leseempfehlung.

Der Tod ist mein: Diesmal muss Eve sich ihrer Haut erwehren und um ihren Job kämpfen sowie gleichzeitig die Arbeit der Ärzte ganz genau unter die Lupe nehmen. Eve stellt dabei fest, das beide Gebiete vieles gemeinsam haben. Plötzlich stellt Eve vieles was für sie Stabilität bedeutet hat in Frage. Wem nutzt was und zu welchem Zweck? Wie immer wenn Eve ins Straucheln gerät fangen Roarke und ihr Ermittlerteam sie auf. Und wie das geschieht erzählt die Autorin wirklich meisterlich. Auch wenn diesmal die Krimihandlung nicht so tiefgreifend daherkommt ist die Story dank aller wieder auftretenden bekannten Charaktere eine super runde Sache.

Ein feuriger Verehrer: Eve wird von einem unbekannten Verehrer mit Briefen – und mit einer Serie entsetzlicher Morde und Bombenanschlägen verfolgt. Das Netz zieht sich immer enger um Eve zusammen und bedroht schließlich das, was ihr am Wichtigsten ist: ihre Stadt, ihre Familie, ihre Karriere. Eve beginnt zu ermitteln und findet dabei immer mehr Hinweise auf die Identität des Psychopathen. Aber ausgerechnet Eves heißeste Spur führt bis vor ihre eigene Haustür. Während der gewohnt routinierten Ermittlungsarbeit wird auch die sich anbahnende Liebesbeziehung Peabody/McNab mehr in den Fokus gerückt. Was im Hinblick auf „einen feurigen Verehrer“ absolut passte. Die Auflösung um den „Verehrer“ war für mich überraschend. Trotz der gut gehaltenen Krimispannung konnte ich mir bei so manchem Eve-Spruch das Grinsen nicht verkneifen. Diese Kommentare passen immer punktgenau – einfach super.