Und wieder ist ein Mord in Castle Knoll geschehen und wieder ist Annie mittendrin. Nur gut, dass es das Archiv der unlängst gemeuchelten Tante über die Dorfbewohner gibt, welches Annie einen kleinen ...
Und wieder ist ein Mord in Castle Knoll geschehen und wieder ist Annie mittendrin. Nur gut, dass es das Archiv der unlängst gemeuchelten Tante über die Dorfbewohner gibt, welches Annie einen kleinen Wissensvorsprung gewährt. Denn als Krimiautorin sollte es ihr doch möglich sein einen Mordfall zu lösen – nicht wahr?
Was sich laut Klappentext wie ein richtig guter (Wohlfühl-)Krimi liest entpuppt sich allerdings Seite um Seite als ein zu kompliziertes und wenig mitreißendes Konstrukt. Erzählstränge aus Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab, wobei eine Vielzahl von Charakteren ihre Auftritte haben, bei denen man allerdings nur all zu schnell den Überblick verliert. Hier wäre ein Personenregister schon sehr hilfreich gewesen. Kennt man nämlich den ersten Teil nicht, sind die Querverbindungen der einzelnen Figuren zueinander gerade zu Beginn schwer zu erfassen, so dass das Lesevergnügen schon beträchtlich sinkt.
Es passiert zwar einiges in diesem Buch, aber so richtiges Krimifeeling, selbst CosyCrime-Feeling, wollte sich bei mir nicht einstellen. Alles wirkte zu hölzern und bemüht, es kam kein Tempo geschweige den Spannung auf, selbst vom Humor, der ja u. a. ein Merkmal bei CosyCrime ist, war hier nichts zu lesen. Die Hauptfiguren blieben allesamt eher blass und haben auch in diesem Band nicht weiter an Profil gewonnen. Den Fall konnte Annie natürlich dank des Mörderarchivs und eigener Überlegungen selbstredend lösen, nur wie das letztlich erzählt wurde wirkte auf mich leider auch alles andere als überzeugend.
Fazit: Ich hatte mir so viel mehr von diesem Band erhofft – schade.