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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

Perfekte Krimi-Unterhaltung

Blutmond (Ein Harry-Hole-Krimi 13)
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Harry wurde versetzt und bewältigt seine Trauer um den Tod seiner Frau auf seine übliche Art: mit Alkohol. In Los Angeles denkt er über seinen eigenen Tod nach, doch plötzlich holt ihn etwas zurück ...




Harry wurde versetzt und bewältigt seine Trauer um den Tod seiner Frau auf seine übliche Art: mit Alkohol. In Los Angeles denkt er über seinen eigenen Tod nach, doch plötzlich holt ihn etwas zurück in die Realität.

Um seinen angenommen Auftrag erfüllen zu können, stellt Harry ein etwas ungewöhnliches Team zusammen. Lesern der Reihe werden diese Teammitglieder allerdings bekannt vorkommen. Allesamt haben „besondere“ Fähigkeiten, sind skrupellos und kommen dank ihrer außergewöhnlichen Lebenserfahrungen zu erstaunlichen Erkenntnissen, die den Fall in die richtige Bahn lenken.

Wie stets bei Jo Nesbø versteht er es, den Leser zu täuschen und ihn dadurch am Buch zu halten. Sowohl das Tempo als auch die Spannung werden durch die wechselnden Perspektiven, darunter auch die des Täters, gesteigert. Mit seinem flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil gipfelt das Buch in einem temporeichen Finale vor dem Hintergrund des Blutmondes.


Veröffentlicht am 19.04.2026

Als Hörspiele gelungen

Die Neapolitanische Saga
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Meine geniale Freundin: Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre Gewalt die Norm sind. Während Elena die Chance hat ihrem Leben dort durch ...

Meine geniale Freundin: Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre Gewalt die Norm sind. Während Elena die Chance hat ihrem Leben dort durch Bildung zu entkommen, bleibt ihrer Freundin nur die Aussicht im Schuhgeschäft des Vaters zu arbeiten. Das Buch gibt dem Leser einen Einblick in die Verhältnisse der einfachen Leute in der Zeit der 1950er bis 1960er Jahre in Neapel am Bild der beiden heranwachsenden Mädchen. Die kurzen Kapitel aber auch der sehr angenehm zu lesende Schreib- und Erzählstil sorgten dafür, dass ich in Null Komma Nichts das Buch schon wieder beendet hatte. Die einzelnen Figuren aber auch die beschriebenen Lebensbedingungen wirkten auf mich sehr authentisch. Der Roman ist im besten Sinne des Wortes episch und doch ruhig und persönlich in seinem Umfang.

Die Geschichte eines neuen Namens: Dieser zweite Teil der Neapolitanischen Saga setzt die Geschichte der Freundschaft von Lenu und Lila bis ins junge Erwachsenenalter fort. Es ist eine komplexe, konkurrierende Verbindung, die zu vielen Kämpfen, gebrochene Herzen, Verrat und viel Drama führt. Aber ich war absolut fasziniert und gefesselt, wie die Autorin es geschafft hat die unterschiedlichen Entwicklungen von Lenu und Lila in Szene zu setzen. Der Kampf, es aus der heimischen Umgebung heraus zu schaffen, etwas zu tun, was einen letztlich auch voranbringt, der Beste zu sein, durch Bildung einen Weg aus der Enge und der Armut zu finden und somit seine Träume und Hoffnungen und natürlich auch die Liebe zu leben ist sehr anschaulich erzählt. Ich war erneut überrascht wie schnell ich diesen Schmöker doch durch hatte. Einmal begonnen war ich wieder so eingenommen von der Geschichte, dass ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen konnte. Auch der 2. Teil hat mir wieder gut gefallen.

Die Geschichte der getrennten Wege: Auch der 3. Teil der Neapolitanischen Saga ist in Hinsicht auf die Seitenzahl alles andere als ein „Leichtgewicht“. Aber auch diesen Roman hatte ich im Nu ausgelesen. Der Roman, der ja die Geschichte um die beiden Hauptprotagonistinnen Elena und Lila weiterführt, ist in deren 20er bis 30er Lebensjahre angekommen. Parallel und sich auch gelegentlich überschneidend, werden ihre beider Lebenswege mit Heirat, Kinder, Familie, Liebhaber aber auch vielen Selbstzweifeln erzählt. Als Leser erkennt man, wie die beiden Frauen durch die Gesellschaft in der sie leben bzw. mit den Menschen mit denen sie sich umgeben geprägt werden und sich verändern oder verändert werden. Da der Hauptfokus auf Elena und Lila liegt bleiben andere Charaktere eher blass, aber wirklich unangenehm fand ich das im Ganzen betrachtet nicht. Ich fand es sehr überzeugend, wie es der Autorin gelungen ist, die beiden doch recht unterschiedlich verlaufenden Leben letztlich wieder so gekonnt zu verweben. Ich bin schon jetzt auf den nächsten Teil gespannt.

Die Geschichte des verlorenen Kindes: Auch in Teil 4 dieser Saga über die Leben von Elena und ihrer Freundin seit Kindertagen Lila kann die eine nicht ohne die andere. Es geht auch hier um die Liebe, Familie und Kinder. Was oberflächlich betrachtet wie ein Frauenroman anmutet ist aber vielmehr. Geht es doch auch um Politik und den Status als Frau in einer noch immer männerdominierten Gesellschaft. Dabei ist der Schreib- und Erzählstil so überzeugend, dass die Emotionen und das Erlebte der beiden Hauptcharaktere so echt und gut beschrieben sind, dass es sich fast wie eine Autobiografie als ein fiktiver Roman anfühlt. Ein bisschen traurig bin jetzt schon, dass ich mich von Elena und Lila verabschieden muss, waren sie mir doch sehr ans Herz gewachsen. Für alle die die Beiden erst noch kennenlernen möchten, empfehle ich diese Saga in der richtigen Reihenfolge zu lesen, aber auch keinen Teil auszulassen. Ich empfehle also nicht nur diesen 4. Teil sondern in diesem Fall die gesamte Neapolitanische Saga.

Die Umsetzung als Hörspiele ist gelungen und eine angenehme Alternative zu den Büchern.


Veröffentlicht am 19.04.2026

Sehr unterhaltsam

Neapolitanische Saga
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Meine geniale Freundin: Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre Gewalt die Norm sind. Während Elena die Chance hat ihrem Leben dort durch ...



Meine geniale Freundin: Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre Gewalt die Norm sind. Während Elena die Chance hat ihrem Leben dort durch Bildung zu entkommen, bleibt ihrer Freundin nur die Aussicht im Schuhgeschäft des Vaters zu arbeiten. Das Buch gibt dem Leser einen Einblick in die Verhältnisse der einfachen Leute in der Zeit der 1950er bis 1960er Jahre in Neapel am Bild der beiden heranwachsenden Mädchen. Die kurzen Kapitel aber auch der sehr angenehm zu lesende Schreib- und Erzählstil sorgten dafür, dass ich in Null Komma Nichts das Buch schon wieder beendet hatte. Die einzelnen Figuren aber auch die beschriebenen Lebensbedingungen wirkten auf mich sehr authentisch. Der Roman ist im besten Sinne des Wortes episch und doch ruhig und persönlich in seinem Umfang.

Die Geschichte eines neuen Namens: Dieser zweite Teil der Neapolitanischen Saga setzt die Geschichte der Freundschaft von Lenu und Lila bis ins junge Erwachsenenalter fort. Es ist eine komplexe, konkurrierende Verbindung, die zu vielen Kämpfen, gebrochene Herzen, Verrat und viel Drama führt. Aber ich war absolut fasziniert und gefesselt, wie die Autorin es geschafft hat die unterschiedlichen Entwicklungen von Lenu und Lila in Szene zu setzen. Der Kampf, es aus der heimischen Umgebung heraus zu schaffen, etwas zu tun, was einen letztlich auch voranbringt, der Beste zu sein, durch Bildung einen Weg aus der Enge und der Armut zu finden und somit seine Träume und Hoffnungen und natürlich auch die Liebe zu leben ist sehr anschaulich erzählt. Ich war erneut überrascht wie schnell ich diesen Schmöker doch durch hatte. Einmal begonnen war ich wieder so eingenommen von der Geschichte, dass ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen konnte. Auch der 2. Teil hat mir wieder gut gefallen.

Die Geschichte der getrennten Wege: Auch der 3. Teil der Neapolitanischen Saga ist in Hinsicht auf die Seitenzahl alles andere als ein „Leichtgewicht“. Aber auch diesen Roman hatte ich im Nu ausgelesen. Der Roman, der ja die Geschichte um die beiden Hauptprotagonistinnen Elena und Lila weiterführt, ist in deren 20er bis 30er Lebensjahre angekommen. Parallel und sich auch gelegentlich überschneidend, werden ihre beider Lebenswege mit Heirat, Kinder, Familie, Liebhaber aber auch vielen Selbstzweifeln erzählt. Als Leser erkennt man, wie die beiden Frauen durch die Gesellschaft in der sie leben bzw. mit den Menschen mit denen sie sich umgeben geprägt werden und sich verändern oder verändert werden. Da der Hauptfokus auf Elena und Lila liegt bleiben andere Charaktere eher blass, aber wirklich unangenehm fand ich das im Ganzen betrachtet nicht. Ich fand es sehr überzeugend, wie es der Autorin gelungen ist, die beiden doch recht unterschiedlich verlaufenden Leben letztlich wieder so gekonnt zu verweben. Ich bin schon jetzt auf den nächsten Teil gespannt.

Die Geschichte des verlorenen Kindes: Auch in Teil 4 dieser Saga über die Leben von Elena und ihrer Freundin seit Kindertagen Lila kann die eine nicht ohne die andere. Es geht auch hier um die Liebe, Familie und Kinder. Was oberflächlich betrachtet wie ein Frauenroman anmutet ist aber vielmehr. Geht es doch auch um Politik und den Status als Frau in einer noch immer männerdominierten Gesellschaft. Dabei ist der Schreib- und Erzählstil so überzeugend, dass die Emotionen und das Erlebte der beiden Hauptcharaktere so echt und gut beschrieben sind, dass es sich fast wie eine Autobiografie als ein fiktiver Roman anfühlt. Ein bisschen traurig bin jetzt schon, dass ich mich von Elena und Lila verabschieden muss, waren sie mir doch sehr ans Herz gewachsen. Für alle die die Beiden erst noch kennenlernen möchten, empfehle ich diese Saga in der richtigen Reihenfolge zu lesen, aber auch keinen Teil auszulassen. Ich empfehle also nicht nur diesen 4. Teil sondern in diesem Fall die gesamte Neapolitanische Saga.

Veröffentlicht am 19.04.2026

Locker-leichter CosyCrime

Tee, Tod und die versiegelte Tür
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Wer tötete den Lord und was war das Motiv? Diese und andere Fragen stellen sich die 80jährige Dame des Hauses und der neue Unterbutler Stephen Pike am Morgen nach der Tat. Gemeinsam beschließen sie ...




Wer tötete den Lord und was war das Motiv? Diese und andere Fragen stellen sich die 80jährige Dame des Hauses und der neue Unterbutler Stephen Pike am Morgen nach der Tat. Gemeinsam beschließen sie Antworten und somit den Täter zu finden. Denn eines weiß Pike genau, er ist nicht der Täter, auch wenn das alle in diesem Haushalt glauben. Nur gut, dass Miss Decima auf seiner Seite ist, denn mit ihrem Verstand ist sich Pike sicher, werden sie den wahren Mörder finden.

Ein herrlich klassischer britischer Krimi ganz im Stile einer Agatha Christie. Denn auch hier gibt es als Parallelen einen von der Umwelt abgeschiedenen Schauplatz, jede Menge Verdächtige und ein ungleiches Ermittlergespann. Und nicht zu vergessen, das Buch lädt zum Mitraten ein und zieht einen somit ganz subtil in die Geschichte hinein und lässt einen bis zum überzeugenden Finale auch nicht mehr los.

Fazit: Dieser Krimi, eher CosyCrime, ist eine locker-leichte Lektüre, bei der sowohl die Atmosphäre als auch Figuren und Handlung gut miteinander harmonieren. Ich hoffe auf weitere Fälle und vergebe bis dahin eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.


Veröffentlicht am 19.04.2026

Der 20. Fall...

Windjammer (Mamma Carlotta 20)
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...für Mamma Carlotta bietet erneut einen angenehmen Mix aus Krimi, Humor und Syltfeeling und somit angenehme Unterhaltung.

Leicht und locker und mit jeder Menge Inselflair engagiert sich auch diesmal ...




...für Mamma Carlotta bietet erneut einen angenehmen Mix aus Krimi, Humor und Syltfeeling und somit angenehme Unterhaltung.

Leicht und locker und mit jeder Menge Inselflair engagiert sich auch diesmal Mamma Carlotta zum Leidwesen ihres Schwiegersohns, dem Kriminalhauptkommissar Wolf, sehr umfänglich in seinem neuesten Fall. Und wie immer ist die Mamma auch diesmal ihrem Schwiegersohn einige Längen voraus.

Hat man die quirlige Mamma Carlotta, den grantelnden, spröden Kommissar samt Kinder und die zahlreichen immer wieder ihre Auftritte habenden Inselbewohner einmal ins Herz geschlossen, ist es immer wieder schön mit jedem neuen Serienband wieder ein Teil der Familie und der Insel zu sein.

Wie sich der Fall entwickelt und gelöst wird ist im CosyCrime-Stil erzählt, also weniger Crime dafür viel Cosy, und unterhält wieder bestens – empfehlenswert.