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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2021

Guter Serienstart

Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)
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Nach der Henkerstochter-Reihe war ich gespannt auf diese neue Reihe, die im Wien des Jahres 1893 angesiedelt ist. Die Hauptprotagonisten Leopold von Herzfeldt, junger, ambitionierter Inspektor bei der ...

Nach der Henkerstochter-Reihe war ich gespannt auf diese neue Reihe, die im Wien des Jahres 1893 angesiedelt ist. Die Hauptprotagonisten Leopold von Herzfeldt, junger, ambitionierter Inspektor bei der Wiener Polizei, und Augustin Rothmayer, Totengräber auf dem Wiener Zentralfriedhof, bilden hier das unfreiwillige Ermittler-Gespann. Denn der Totengräber besitzt viel nützliches berufliches Wissen, welches Leopold bei seinen Ermittlungen von Nutze ist, muss er doch die Morde an mehreren Dienstmädchen klären. Wie ich mir erhofft hatte, sind auch hier die einzelnen Figuren, egal ob Haupt- oder Nebencharakter, wieder liebevoll dargestellt. Auch die fiktive Story in das historische Wien einzufügen, ist dem Autor gut gelungen. Selbst den typischen Dialekt und die damalige Sprechweise flossen mit ein und runden so die Geschichte gut ab. Dass man bei aufmerksamem Lesen trotz eingefügter falscher Fährten auf den Täter schließen kann, ist aus meiner Sicht nicht wirklich ein Manko, weiß man ja noch nicht wie alles zusammenhängt.
Fazit: Mir hat es Spaß gemacht Leopold und Augustin bei ihren Kenntnissen und Ermittlungen „über die Schulter“ zu schauen. Der noch etwas ungestüm agierende Leopold aber auch die sich entwickelnden Ermittlungsmethoden bieten auf jeden Fall viel Potenzial für weitere Folgen. Für den ersten Fall hier vergebe ich eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.08.2021

Düster, bildhaft, intensiv

Die Toten von Thunder Bay
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Dies war mein erstes Buch von Douglas Skelton. Und ich kann sagen, der Autor ist für mich eine Entdeckung.
„Die Toten von Thunder Bay“ ist eine düstere und atmosphärische Geschichte über Verbrechen, Geheimnisse, ...

Dies war mein erstes Buch von Douglas Skelton. Und ich kann sagen, der Autor ist für mich eine Entdeckung.
„Die Toten von Thunder Bay“ ist eine düstere und atmosphärische Geschichte über Verbrechen, Geheimnisse, Geheimhaltung und Loyalität auf einer fiktiven schottischen Insel. Als Rebecca, ambitionierte junge Reporterin, hier eine gute Story wittert, reist sie nach Stoirm, um dem Mysterium um Mhairis Tod nachzugehen. Allerdings sind die Einheimischen nicht allzu kommunikativ und erleichtern Rebecca somit ihre Arbeit nicht gerade. Und genau dieser Fakt gibt der Handlung etwas geheimnisvolles und dunkles. Man hat stets das Gefühl jeder hat etwas zu verbergen und tut alles, damit Verborgenes auch verborgen bleibt. Durch ihre Nachforschungen erfährt sie nicht nur einiges über die Inselbewohner, sondern kann auch endlich das Mysterium über ihre eigene Herkunft lüften.

Der Autor hat hier wunderbar das raue Inselfeeling mit seiner scheinbar undurchdringbaren, eingeschworenen Inselgemeinschaft eingefangen. Das Erzähltempo ist perfekt und der Schluss war für mich so dann doch sehr unerwartet.

Fazit: Dieser 1. Teil der Rebecca-Connolly-Reihe ist ein stimmungsvoller, bildhafter und intensiv erzählter Roman. Er hat mich von Beginn an gefesselt und begeistert. Ich kann diesen Krimi absolut weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.08.2021

Atmosphärisch dichter, komplexer Thriller

Narbenherz
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Im nunmehr 2. Teil der Heloise-Kaldan-Serie verbindet die Autorin die Themen traumatisierte Kriegsheimkehrer, das Verschwinden eines kleinen Jungen, Kinder die in ihrer Familie kein wirkliches Gehör finden ...

Im nunmehr 2. Teil der Heloise-Kaldan-Serie verbindet die Autorin die Themen traumatisierte Kriegsheimkehrer, das Verschwinden eines kleinen Jungen, Kinder die in ihrer Familie kein wirkliches Gehör finden und nicht zuletzt Heloises private Situation zu einem dicht gewebten intensiven Thriller.
Wie schon in Teil 1 wird Heloise über ihre Recherchearbeit in den Fall eines vermissten Jungen hineingezogen und trifft hier dann erneut auf Kommissar Schäfer. Jeder kann schließlich über die eigenen Nachforschungen wichtige Informationen zur Lösung beitragen.

Der Autorin ist es wieder gelungen, einen atmosphärisch dichten und komplexen Thriller zu schreiben. Viele mögliche Täter rücken ins Visier der Polizei und bieten so dem Leser viel Potenzial zum mitraten. Durch geschickt gesetzte falsche Fährten schafft es die Autorin sowohl den Fall lange offen als auch die Spannung zu halten. Sie hat eine eingängige und sehr detailreiche Art Sprach- und Erzählstil zusammenzuführen. Und man spürt deutlich ihre Liebe zu Kopenhagen, die immer wieder wunderbar in Szene gesetzt wird.

Fazit: „Narbenherz“ ist erneut ein sehr gelungener Thriller mit einer durchdachten Handlung und authentischen Charakteren. Neben der gründlichen Recherche der forensischen Details spart die Autorin auch nicht an Gesellschaftskritik. Beides runden hier sehr gut den fiktiven Fall ab. Ich vergebe eine absolute Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.08.2021

Elena, die letzte Werwölfin ist zurück

Biss der Wölfin
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Kelley Armstrong hat sich wieder eine tolle Story mit einer Vielzahl starker Charakter einfallen lassen, die absolut überzeugend miteinander in ihrem jeweiligen Part agieren. Dabei gab es genügend Gute ...

Kelley Armstrong hat sich wieder eine tolle Story mit einer Vielzahl starker Charakter einfallen lassen, die absolut überzeugend miteinander in ihrem jeweiligen Part agieren. Dabei gab es genügend Gute und Böse um daraus eine spannende und action- und temporeiche Geschichte für das Otherworld-Universums zu erzählen. Das ungewohnte Ambiente – Alaska – passt hier absolut und die Beschreibungen der Kämpfe waren genauso toll in die Handlung eingebaut wie die erotischen Szenen. Wobei hier wunderbar erklärt wurde, welche Gefühle die Wandlung von Mensch zu Wolf und umgekehrt auslöst bzw. welche Vor- und Nachteile die jeweilige Daseinsform hat. Die dabei aufblitzenden humorvolle Einlassungen fand ich wunderbar und rundeten die Probleme mit denen sich Elena und Co. befassen mussten super ab.
„Der Biss der Wölfin“ hat mir, anders als sein Vorgänger, wieder um Längen besser gefallen. Auch diesen Teil empfehle ich natürlich gern weiter und vergebe hier 4,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.08.2021

Kann nicht ganz mit den anderen Serienteilen mithalten

Nacht der Dämonin
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In diesem Buch geht es um Hope Adams, eine Chaosdämonin. Neben Hope bekommen wir auch Lucas Cortez' Sichtweise zu lesen, der Hope nämlich bittet ihn bei einem Problem innerhalb des des Cortez-Kabal zu ...

In diesem Buch geht es um Hope Adams, eine Chaosdämonin. Neben Hope bekommen wir auch Lucas Cortez' Sichtweise zu lesen, der Hope nämlich bittet ihn bei einem Problem innerhalb des des Cortez-Kabal zu helfen. Und natürlich willigt Hope ein. Die Geschichte beginnt für meinen Geschmack etwas gefällig steigert sich aber im Verlauf dann doch noch. Und ab da entspinnt sich eine spannende und dramatische Story, bei der man wieder spürt, wie viel Herzblut Kelley Armstrong in diese Serie investiert hat. Denn die Ereignisse, Wendungen und Informationen werden immer umfangreicher und verbinden in so mancher Szene Geschehnisse zu den Vorgängerbänden.
Auch wenn dieser Teil für meinen Geschmack nicht ganz mit anderen Serienteilen mithalten kann, ist es aber eine Geschichte aus dem Otherworld-Universum, die ich nicht missen wollte. Von mir gibt es für „Nacht der Dämonin“ wie schon für die anderen Bände eine Leseempfehlung allerdings diesmal nur 3,5 von 5 Sterne.