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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2025

Die Handy-Falle

Die drei !!!, 1, Die Handy-Falle
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In ihrem ersten Fall scheinen Handys ein Eigenleben zu führen. Sie beginnen plötzlich zu klingen und verwenden dabei völlig andere Klingeltöne. Schon merkwürdig, aber doch ein interessanter Fall dem ...




In ihrem ersten Fall scheinen Handys ein Eigenleben zu führen. Sie beginnen plötzlich zu klingen und verwenden dabei völlig andere Klingeltöne. Schon merkwürdig, aber doch ein interessanter Fall dem sich die drei Ermittlerinnen nur zu gern widmen wollen.

Kim, Franzi und Marie sind drei Freundinnen, die gern mysteriösen Vorkommnissen auf die Spur kommen. Kim, die Gründerin des Detektivclubs, liebt Krimis und sieht sich hier als die mit dem richtigen Gespür für das Kriminelle. Franziska, genannt Franzi ist die Sportliche und muss deshalb des öfteren die Verfolgung aufnehmen. Und dann ist da noch Marie, die gern in andere Rollen schlüpft, was bei manchem Fall schon sehr hilfreich sein kann.

Hier wird Spannung und Spaß (nicht nur) für Mädchen garantiert und zeigt aber auch wie clever und mutig die drei Freundinnen zur Sache schreiten um den Fall mit Bravour zu lösen.


Veröffentlicht am 22.01.2025

Nichts für Zartbesaitete

Die Spur der Mädchen / Die Macht des Täters / Mit den Augen des Opfers – Drei »Mörderfinder«-Thriller in einem Band
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Max Bischoff, Hauptcharakter der neuen Serie von Arno Strobel, ist nicht mehr bei der Polizei, sondern ist an die Polzeihochschule gewechselt, wo er junge engagierte Polizeianwärter im Fach Fallanalyse ...



Max Bischoff, Hauptcharakter der neuen Serie von Arno Strobel, ist nicht mehr bei der Polizei, sondern ist an die Polzeihochschule gewechselt, wo er junge engagierte Polizeianwärter im Fach Fallanalyse jetzt ausbildet. Aber auch hier wird er immer wieder um Mithilfe bei komplizierten und mysteriösen Fällen gebeten.

Genau wie Max hangelt sich der mitratende Leser von einem Hinweis zum nächsten, nur um ein ums andere Mal festzustellen, dass es doch wieder nur eine Sackgasse ist. Clever und fesselnd entwickelt der Autor die Fälle von Max Bischoff. Die auftretenden Figuren werden anschaulich und überzeugend in Szene gesetzt und dank der falschen Fährten und der Art des Erzählens, wird die Spannung bis zum jeweiligen Schluss auf einem soliden Level gehalten.

Fazit: Alle drei sind intensive, fesselnde Thriller - Nervenkitzel pur. Mit unkonventionellen Ermittlungsmethoden kommt Bischoff den Mördern Stück für Stück auf die Spur. Aber Achtung - Die Mörderjagden sind nichts für Zartbesaitete - seinen Sie also gewarnt...


Veröffentlicht am 22.01.2025

Erfrischend unkonventionelle Anwaltsserie

Pirlo - Gegen alle Regeln / Pirlo - Falsche Zeugen / Pirlo - Gefährlicher Freispruch – Drei Fälle für die Strafverteidiger Pirlo und Mahler in einem Band
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Der Autor Ingo Bott, selbst Anwalt, weiß genau worüber er hier schreibt. Und das nicht etwa trocken und humorlos, nein ganz im Gegenteil. Der Hauptcharakter Pirlo ist ein facettenreicher Typ, der sehr ...




Der Autor Ingo Bott, selbst Anwalt, weiß genau worüber er hier schreibt. Und das nicht etwa trocken und humorlos, nein ganz im Gegenteil. Der Hauptcharakter Pirlo ist ein facettenreicher Typ, der sehr authentisch und charismatisch, aber auch sehr findig in Bezug auf die Lösung des jeweiligen Falles daherkommt.

Einen tollen Gegenpart stellt Sophie Maler, junge Anwältin und Partnerin in der Kanzlei, dar. Das Zusammenspiel der Beiden ist wunderbar in Szene gesetzt. Und wenn dann noch Pirlos Familie ins Spiel kommt...
Die Handlungen selbst sind wendungsreich erzählt, Schreib- und Erzählstil angenehm und leicht zu lesen und an Spannung und Humor mangelt es auch in keinem der Bücher.

Fazit: Ich kann diesen dreifachen Pirlo weiterempfehlen und vergebe in Summe 4 von 5 Sterne.


Veröffentlicht am 09.01.2025

Drei starke Thriller

Sonderdezernat Q I
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Erbarmen: Der Thriller hat 2 Erzählperspektiven. Zum einen die, die Carl und seine Ermittlungen betreffen und zum anderen die Vergangenheit rund um Merete Lynggaad. Auch wenn man bei Zeiten ahnt wer ...



Erbarmen: Der Thriller hat 2 Erzählperspektiven. Zum einen die, die Carl und seine Ermittlungen betreffen und zum anderen die Vergangenheit rund um Merete Lynggaad. Auch wenn man bei Zeiten ahnt wer der Entführer ist, weiß man jedoch noch nicht wieso, weshalb, warum. Diese Fragen klären sich erst zum Schluss. Und so „muss“ man am Ball/Buch bleiben, will man die Motivation des Entführers erklärt bekommen. Die einzelnen Charaktere werden gekonnt mit all ihren Macken und Eigenarten beschrieben. Allen voran natürlich Carl, der so wunderbar starrköpfig und eigenbrötlerisch daherkommt. Ganz im Gegenteil dazu Assam, der gelassen und durch seine verdrehten Aussprüche manchmal sogar ungewollt ulkig ist. Selbst Merete wirkt in ihren Qualen aber auch in ihrem Überlebenskampf authentisch. Kurzum: Mit diesem Buch ist Jussi Adler Olsen ein hervorragender Thriller und Serienauftakt gelungen.

Schändung: Dieser Band kommt in seiner Grundstimmung schonungsloser und brutaler daher. Das liegt zum einen an den Beschreibungen der Taten, die die Mitglieder der Clique verüben, und zum anderen an deren Mitglieder selbst. Ihre Motive für ihre ausufernde Gewalt mit Blut und Tod, schildert der Autor sehr detailliert. Die Spannung beschreibt diesmal keinen Bogen sondern bleibt von Anfang an konstant hoch. Die Hauptfigur Carl ist wie schon in Teil 1 dargestellt – streitsüchtig aber liebenswert. Wohingegen Assam, zwar immer noch Redewendungen falsch zitierend, plötzlich aggressiver und unausgeglichener wirkt. Dieser Fakt wird in diesem Band aber noch nicht näher erklärt. Vielleicht mehr dazu dann in Band 3? Den Fall lösen die beiden trotz aller Widerstände letztlich souverän. Kurzum: „Schändung ist ein würdiger Nachfolgeband.

Erlösung: Diesmal haben es die Ermittler vom Sonderdezernat Q mit einem/mehreren Fällen von Kindesentführung(en) zu tun. Wie sie herausfinden ist der Täter von einst – denn man hätte ihn vielleicht schon schnappen können, hätte sich jemand mit der Flaschenpost näher beschäftigt – immer noch aktiv. Es ist also schnelles Handeln angesagt, denn der Täter schreckt nicht vor Erpressung und Mord zurück. Da es sich nicht nur um einen zu bearbeitenden Fall handelt bekommt in diesem Band auch die Recherchearbeit ihren Raum. Die Charaktere bekommen weiter Profil, und Assads neu formulierte Weisheiten bringen einen trotz des düsteren Falls ab und an zum Schmunzeln. Nur Rose, die Sekretärin, spielt eine merkwürdige Rolle – irgendwas stimmt mit ihr nicht. Und gerade durch dieses Verschiedensein aller drei harmoniert diese Truppe hervorragend und kommt dadurch dem raffinierten Täter doch noch auf die Spur. Kurzum: Adler-Olsen versteht es auch im 3. Band den Krimiplot mit den zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Ermittlerteams gut zu verbinden und die Spannung gewohnt hochzuhalten.


Veröffentlicht am 09.01.2025

Routiniert und solide

Die Polarkreis-Krimi-Reihe I
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Kalt und Still: Die Geschichte ist überraschend düster, mit einer ziemlich arglistigen Krimihandlung. Die Charaktere sind gut gezeichnet, wobei Hanna Ahlander, die weibliche Hauptfigur, da sie aus der ...


Kalt und Still: Die Geschichte ist überraschend düster, mit einer ziemlich arglistigen Krimihandlung. Die Charaktere sind gut gezeichnet, wobei Hanna Ahlander, die weibliche Hauptfigur, da sie aus der Großstadt nach Åre gekommen ist und als „Exotin“ betrachtet wird, der fesselndere Part ist. Doch leider ist der Krimi alles in allem sehr überschaubar. Es gibt keine unnötigen Wendungen, die richtige Anzahl von Verdächtigen und eine logisch fortschreitende Handlung sind gegeben. Leider konnte ich den Mörder zu früh erraten, so dass die Spannung folglich für mich nicht bis zum Schluss gegeben war - schade.
Kurzum: Als Unterhaltung funktioniert das Buch jedoch ganz gut, und es lebt vor allem von dem interessanten neuen Schauplatz und weniger von der bahnbrechenden Krimihandlung oder den Figuren. Für Fans skandinavischer Krimis ist dieser erste Fall für Hanna Ahlander durchaus empfehlens- und lesenswert. Mich konnte er leider nicht in ganzem Umfang überzeugen, so dass ich ihn mit guten 3 von 5 Sternen bewerte.

Tief im Schatten: Es ist wieder einiges los im kalten und verschneiten Åre. Wie schon bei ihrem ersten Fall ist Hanna auch diesmal wieder mit Leidenschaft und Tatendrang auf der Jagd nach dem Täter, wobei sie sich auch gern mal von ihrem Bauchgefühl leiten lässt. Daniel ist ihr dabei ein hilfreicher und engagierter Kollege. Gemeinsam trotzen sie nicht nur den Wetterunbilden, sie kommen auch Schritt für Schritt dem Wer und Warum auf die Spur. Neben den Schilderung zu den Ermittlungen und Beschreibungen der Schauplätze am Polarkreis werden auch die privaten Befindlichkeiten der beiden Hauptprotagonisten thematisiert. Dank der zahlreichen möglichen Verdächtigen bleiben die Tatumstände und somit auch der Täter lange im Verborgenen, die Enthüllung des Täters und dessen Motiv waren letztlich schlüssig.
Fazit: „Tief im Schatten“ ist wieder routinierte und solide Krimikost, die abgesehen vom gegensätzlichen Handlungsort, jedoch viele Parallelen zur Sandhamn-Krimi-Reihe aufweist. Meine Bewertung sind aufgerundete 3 von 5 Sterne.