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Veröffentlicht am 20.03.2021

Tragisches Schicksal vieler Kinder

Die Schwabenkinder
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Das tragische Schicksal vieler Kinder aus ärmlichsten Verhältnissen wird hier am Fall des neunjährigen Kaspanaze Melzer, dessen Familie ein sehr ärmliches Dasein fristet, erzählt. Um der Familie zu helfen ...

Das tragische Schicksal vieler Kinder aus ärmlichsten Verhältnissen wird hier am Fall des neunjährigen Kaspanaze Melzer, dessen Familie ein sehr ärmliches Dasein fristet, erzählt. Um der Familie zu helfen verdingt der Vater Kaspar Melzer seinen Sohn ins Schwabenland. Oje, diese Geschichte ging mir sehr nah. Erstmal die Beschreibung der gefährlichen Wanderung bis ins Schwabenland in Schnee und Kälte. Angekommen hat Kaspanaze kein Glück mit seinen Gasteltern. Er hält es schließlich nicht mehr aus und läuft weg. Die Schilderungen rund um das Dasein Kaspanazes ließ mich schon teilweise hilflos zurück. Der Schreibstil ist eindrücklich aber auch gefühlvoll. Wer ein Stück geschichtlicher Tatsachen lesen möchte ist mit diesem Buch auf der richtigen Seite. Aber man sollte vielleicht eine Packung Tempo-Taschentücher in der Nähe haben, wenn man "nah am Wasser gebaut" ist. Von mir bekommt dieses Buch eine absolute Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.03.2021

Toller HistoKrimi

Das Bestiarium von Mähren
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Mit „Das Bestiarium von Mähren“ schickt Vlastimil Vondruska sein Ermittler-Duo Ulrich von Kulm und dessen Knappen Otto zum wiederholten Mal im Auftrag des Königs auf Verbrecherjagd. Dieser historische ...

Mit „Das Bestiarium von Mähren“ schickt Vlastimil Vondruska sein Ermittler-Duo Ulrich von Kulm und dessen Knappen Otto zum wiederholten Mal im Auftrag des Königs auf Verbrecherjagd. Dieser historische Kriminalroman wartet mit einer guten Portion Mystik in Form der Werwolfthematik auf. Der dazugehörige Kriminalfall ist intelligent und klassisch aufgebaut. Ulrich wird ja als durchaus fortschrittlich in seinem Denken und Handeln dargestellt, deshalb kann er an einen solchen Verlauf der Ereignisse nicht recht glauben. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern versuchen sie nun die Hintergründe zu entschlüsseln. Mit seinen geschmeidigen und humorvollen Dialogen bietet auch dieser Teil wieder jede Menge Lesefreude. Die auftretenden Personen sind facettenreich dargestellt und die Beschreibungen des Mittelalters passen wieder wunderbar in die Handlung. Der Roman ist temporeich erzählt und bleibt bis zum Schluss spannend.
Kurzum: Ein durch und durch gelungener Historienkrimi mit mystischem Flair, den ich allen Fans des Genres absolut empfehlen kann.

Veröffentlicht am 20.03.2021

Unterhaltsam und spannend

Die siebte Leiche
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Mit „Die siebte Leiche“ schickt Vlastimil Vondruska sein Ermittler-Duo Ulrich von Kulm und dessen Knappen Otto erneut auf Mörderjagd. Als positiv zu werten ist in diesem Buch das vorangestellte Personenverzeichnis ...

Mit „Die siebte Leiche“ schickt Vlastimil Vondruska sein Ermittler-Duo Ulrich von Kulm und dessen Knappen Otto erneut auf Mörderjagd. Als positiv zu werten ist in diesem Buch das vorangestellte Personenverzeichnis und wie schon im ersten Teil gibt der Autor eine Zusammenfassung der historischen Hintergründe. Beides ist wirklich hilfreich für die nachfolgende Geschichte. Das Geschehen wird dann hauptsächlich aus Sicht von Ulrich erzählt. Da ja Ulrich als durchaus fortschrittlich in seinem Denken und Handeln dargestellt ist, bekommt die Erzählung durch diesen Schreibstil Dynamik und bietet Einblicke hinsichtlich Kirche und Aberglauben in diesen Zeiten. Auch die anderen Figuren sind mannigfaltig dargestellt. Und wunderbar harmonisch passen die mittelalterlichen Beschreibungen der Burg und deren Umgebung zum Verlauf der Handlung. Dank des detektivischen Gespürs Ulrichs kann er den Mordfall trotz aller auftretenden überraschenden Wendungen souverän lösen.
Auch dieser Teil ist erneut ein spannungsreicher historischer Kriminalroman mit tollen Charakteren und informativen historischen Begebenheiten. Empfehlenswerte Lektüre.

Veröffentlicht am 20.03.2021

Spannender historischer Krimi

Die Toten vom Jakobsweg
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„Die Toten vom Jakobsweg“ ist ein historischer Kriminalroman der im Böhmen des 13. Jahrhunderts spielt. Alles andere als leicht ist der Einstieg in diesen Roman. Der Autor umreißt die historische Situation ...

„Die Toten vom Jakobsweg“ ist ein historischer Kriminalroman der im Böhmen des 13. Jahrhunderts spielt. Alles andere als leicht ist der Einstieg in diesen Roman. Der Autor umreißt die historische Situation in dem sein Roman angesiedelt ist, und wirft mit einer Vielzahl Namen und Begebenheiten nur so um sich. Es wird also Aufmerksamkeit von Anfang an vom Leser verlangt. Denn gleich im 1. Kapitel werden die beiden Hauptprotagonisten Ulrich von Kulm und sein Knappe Otto vorgestellt. Man erfährt einiges über sie und in den Unterhaltungen, die die beiden miteinander führen, spürt man, das sie ein sehr vertraute Verhältnis haben. Ulrich wird als grüblerischer Mensch dargestellt, der belesen und offenen Auges die Welt um sich herum wahr nimmt. Otto wiederum ist keinem Liebesabenteuer abgeneigt, seinem Herrn aber stets zur Stelle. Der Autor beschreibt zudem das Leben und vor allem den Umgang mit Glauben und Kirche zur damaligen Zeit. Auch wenn das alles recht passend in der Geschichte ihren Platz findet, hat der Mittelteil einige Längen und die Aufklärung der Todesfälle kommt aus meiner Sicht etwas zu schnell und unspektakulär. Nicht alles wird letztlich geklärt. Ich hoffe sehr, dass dies in einem Folgeband aufgelöst wird. Alles in allem ein spannender historischer Krimi mit tollen Charakteren, den ich gern weiterempfehlen möchte.

Veröffentlicht am 20.03.2021

Überzeugender Psychothriller

Die Rabentochter
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Auch wenn ich etwas schwer in die Geschichte gefunden habe, änderte sich das dann von Kapitel zu Kapitel. Je mehr ich über die Psyche von Diana erfuhr, desto interessanter aber auch blutiger wurde die ...

Auch wenn ich etwas schwer in die Geschichte gefunden habe, änderte sich das dann von Kapitel zu Kapitel. Je mehr ich über die Psyche von Diana erfuhr, desto interessanter aber auch blutiger wurde die Geschichte. Der Schreib- und Erzählstil ist dabei eingängig und intensiv. Die Protagonisten, egal ob Haupt- oder Nebenfiguren, sind sehr gut dargestellt und wirkten auf mich authentisch. Wunderbar detailreich waren das herrschaftliche Jagdhaus und die vielfältige Tierwelt beschrieben. Das schließlich stimmige Ende hat mir den langersehnten „Gott sei Dank“-Effekt beschert und rundete das tolle Leseerlebnis hervorragend ab.
Mein Fazit: „Die Rabentochter“ hat die Bezeichnung Psychothriller mehr als verdient. Es ist zwar ein Thriller mit schwerer Kost, aber der Autorin gelingt es gut die widerstrebenden Gefühle der Mutter/Eltern, aber auch die späteren Aktionen Rachels überzeugend zu erzählen. Nur die arg „blutigen“ Handlungen Dianas hätten nicht so ausführlich beschrieben werden müssen. Mich hat dieser Thriller sehr gut unterhalten und ich möchte ihn hiermit auch gern weiterempfehlen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.