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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2021

Zu viele Klischees

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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Ach was hatte ich mich auf diesen Thriller gefreut. Der Inhalt las sich so viel versprechend und der Beginn war es dann auch. Aber leider konnte die Autorin diesen fulminanten Beginn nicht halten. Irgendwie ...

Ach was hatte ich mich auf diesen Thriller gefreut. Der Inhalt las sich so viel versprechend und der Beginn war es dann auch. Aber leider konnte die Autorin diesen fulminanten Beginn nicht halten. Irgendwie wurde die ganze Story wie ein Puzzle zerlegt und passte dann aber irgendwie nicht mehr richtig zusammen. Zu viele aus anderen Thrillern bekannte und in diesen übernommene stereotype Wendungen und Charaktere vermiesten mir langsam aber sicher mein Lesevergnügen. Vor allem die Hauptfigur Anjelica Henley fand ich im weiteren Verlauf nur noch nervig. Ich konnte mit ihr einfach nicht Warmwerden. Die Grundidee des Thrillers ist ja nicht schlecht und hat Potential für einen guten Thriller, aber die Umsetzung war zu klischeebehaftet und dadurch für mich langweilig.
Mein Fazit: Der Thriller ist routiniert geschrieben, hatte aber nichts Neues, Raffiniertes zu bieten. Für ein kurzweiliges entspannendes Lesewochenenden geeignet, wenn man nichts allzu Tiefgründiges erwartet. Von mir gibt es für diesen Thriller 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2021

Serienstart mit Längen

Old Bones - Tote lügen nie
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Diese neue Serie der Erfolgsautoren Preston/Child könnte man als Ableger der Agent Pendergast-Reihe ansehen. Denn in dieser Serienauskoppelung sind Nora Kelly und Corrie Swanson, beide Nebencharaktere ...

Diese neue Serie der Erfolgsautoren Preston/Child könnte man als Ableger der Agent Pendergast-Reihe ansehen. Denn in dieser Serienauskoppelung sind Nora Kelly und Corrie Swanson, beide Nebencharaktere bei Agent Pendergast, jetzt die Hauptcharaktere.
Wie bei der Pendergast-Reihe bleiben die Autoren ihrem Schreib- und Erzählstil treu und erzählen sehr weit schweifend. Das führt leider dazu, dass gerade im Mittelteil die Spannung einen beträchtlichen Absturz erfährt. Da die Story mit einem tatsächlichen Ereignis, der Donner Party, seinen Aufhänger bekommen hat, hätte man die Geschichte spektakulärer raffen können. So ist der Beginn durchaus interessant, die Mitte – naja – und am Ende blitzt dann noch einmal das schriftstellerisch gute Niveau der Autoren durch und entschädigt ein wenig für den langatmigen Mittelteil.
Mein Fazit: Das Buch ist ein routiniert verfasster Roman mit zwei Hauptcharakteren, die mich beide noch nicht wirklich als Story tragende Figuren überzeugen konnten. Wie gewohnt leicht und flüssig ist der Schreib- und Erzählstil. Die Geschichte um die realen Begebenheit fand ich spannend und interessant, auch wenn mich im großen und ganzen der Roman nicht vollkommen fesseln konnte. Für mich leider nur gutes Mittelmaß, deshalb auch nur 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2021

Krimi mit Logikfehlern

Die Tote von Dresden
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Eigentlich hatte ich mich auf diesen Krimi gefreut. Die Handlung ist in Dresden angesiedelt, was ich schon sehr reizvoll fand. Aber was ich dann zu lesen bekam enttäuschte mich doch sehr. Die Handlung ...

Eigentlich hatte ich mich auf diesen Krimi gefreut. Die Handlung ist in Dresden angesiedelt, was ich schon sehr reizvoll fand. Aber was ich dann zu lesen bekam enttäuschte mich doch sehr. Die Handlung war arg verwirrend, die beiden Ermittler Haberking und Slakow blieben bis zum Ende für mich blass und die eigentliche Krimihandlung hatte für mich nichts fesselndes. Aber was ich noch viel schlimmer fand, waren die zahlreichen Logikfehler. Denn durch diese Logik- bzw. Zeitangabenfehler wird das durch die krude Story schon arg gebeutelte Lesevergnügen noch mehr gemindert.
Wenn das der Serienstart für Haberking und Slakow gewesen sein sollte, war der alles andere als gelungen. Wirklich neugierig auf weitere Fälle der Beiden bin ich leider nicht geworden. Ich vergebe deshalb auch nur 2 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2021

Tolle Fortsetzung

Das Königsschwert
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Auch im nun schon 12. Band der Sachsen-Saga kommt keine Langeweile auf. Uhtred, der im wahrsten Sinne des Wortes ein mittlerweile „alter Recke“ ist, kommt einfach nicht zur Ruhe. An seinen Eid gebunden ...

Auch im nun schon 12. Band der Sachsen-Saga kommt keine Langeweile auf. Uhtred, der im wahrsten Sinne des Wortes ein mittlerweile „alter Recke“ ist, kommt einfach nicht zur Ruhe. An seinen Eid gebunden muss er wieder für seinen König in die Schlacht ziehen. Neben vielen Kämpfen und Schlachten blitzt aber auch hier und da wieder Uthreds Humor auf und seine Streitgespräche mit Finan lockern die Handlung mit ihren vielen kriegerischen Auseinandersetzungen auf.
Bernard Cornwell hat es auch in diesem Band erneut geschafft die wahren geschichtlichen Begebenheiten mit seinen fiktiven Figuren so geschickt zu verknüpfen, dass ich das Buch am liebsten an einem Stück gelesen hätte. Besonders hilfreich fand ich die beigefügte Karte und das Ortsnamen-Register. Solche Ergänzungen finde ich immer besonders interessant, führen sie einem doch vor Augen, dass doch ein gewisses Maß an Authentizität in dem Roman enthalten sind.
Mir hat dieses Abenteuer mit Uhtred und seinen Getreuen wieder viel Lesevergnügen bereitet und ich vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2021

Leben in Ost und West im Nachkriegsdeutschland

Kinder ihrer Zeit
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Mit dem Buch „Kinder ihrer Zeit“ hat Claire Winter wiedereinmal bewiesen, dass sie eine Autorin ist, die Geschichten mit historischem Bezug wunderbar in Worte fassen kann. Claire Winter erzählt hier die ...

Mit dem Buch „Kinder ihrer Zeit“ hat Claire Winter wiedereinmal bewiesen, dass sie eine Autorin ist, die Geschichten mit historischem Bezug wunderbar in Worte fassen kann. Claire Winter erzählt hier die Geschichte der Schwestern Emma und Alice, die als Kleinkinder getrennt werden, sich wiederfinden und dann einen Weg finden müssen sich nicht wieder zu verlieren. Als Hintergrund dient hier das Berlin der Nachkriegszeit – Ost und West – mit samt den Geheimdienstaktivitäten von CIA, BND und KGB. Der Autorin gelingt es bravourös die historischen Fakten und Figuren mit der fiktiven Geschichte der Schwestern zu verknüpfen. Sie bedient sich dabei einem Schreib- und Erzählstil, dem ich mich nicht entziehen konnte. Sehr einfühlsam schildert sie die Lebensumstände und das Gefühlschaos von Emma und Alice. Es wirkte auf mich alles sehr authentisch und hat mich bei mancher Passage schon mal tief durchatmen lassen.
Mein Fazit: Dieser Roman ist ein rundum gelungener Roman der durch den angenehm zu lesenden Schreib- und Erzählstil die Nachkriegszeit in Berlin wieder lebendig werden lässt. Mich hat der Roman gut unterhalten und ich empfehle ihn gern weiter.