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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2020

Brillante Fortsetzung

Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2)
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Im zweiten Teil der Henkerstochter Reihe von Oliver Pötzsch bekommen es Henker Kuisl, seine Tochter Magdalena und ihr Freund Simon mit marodierenden Banden, einem Mord und dem sagenhaften Templerschatz ...

Im zweiten Teil der Henkerstochter Reihe von Oliver Pötzsch bekommen es Henker Kuisl, seine Tochter Magdalena und ihr Freund Simon mit marodierenden Banden, einem Mord und dem sagenhaften Templerschatz zu tun. Es sind unruhige Zeiten im Schongau des Jahres 1660. Der ortansässige Pfarrer wurde vergiftet und es kommt immer wieder zu Gewalttaten. Kuisls Gespür Zusammenhänge in solchen Auseinandersetzungen zu erkennen und die Täter zu überführen bereitet wieder den Boden für einen sehr gelungenen HistoKrimi. Neben den historisch teils belegten Begebenheiten und Personen erfährt der Leser auch einiges über Heiltränke und -mittel. Dank des sehr bildhaften Erzähl- und des sehr flüssigen und der Epoche angepassten Schreibstils war es für mich ein wunderbares Lesevergügen. Die einzelnen Figuren gewinnen immer mehr an Profil und ich bin gespannt wie es mit der Familie Kuisl, Simon und den Freunden und Feinden weitergeht. Für diesen großartig recherchierten und unterhaltsam erzählten 2. Teil vergebe ich 5 von 5 Sterne und empfehle ihn sehr gern weiter.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Sehr gelungener Serienstart

Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)
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Die „Henkerstochter" ist der Debütroman von Oliver Pötzsch. Es ist ein historischer Krimi, der spannend und fesselnd geschrieben ist. Schon das erste Kapitel versetzt uns Leser in das doch sehr blutige ...

Die „Henkerstochter" ist der Debütroman von Oliver Pötzsch. Es ist ein historischer Krimi, der spannend und fesselnd geschrieben ist. Schon das erste Kapitel versetzt uns Leser in das doch sehr blutige Mittelalter, denn hier beschreibt der Autor, wie der Henker bei einer Exekution vorzugehen hatte. Also der richtige Einstieg, um uns auf seinen Hauptcharaktere einzustimmen.
Jakob Kuisl, Henker von Schongau, soll der Hebamme unter der Folter ein Geständnis entlocken, doch er glaubt nicht an ihre Schuld. Gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena und dem Stadtmedicus macht er sich auf Tätersuche. Dabei nimmt die Geschichte immer mehr an Spannung zu und es fehlt auch nicht an den falschen Fährten. Aber diese werden dann auch nachvollziehbar erklärt und der Leser in eine neue Richtung geschickt. Sowohl die einzelnen Charaktere als auch die vielen Handlungsorte sind sehr gut dargestellt. Man wähnt sich förmlich mittendrin im mittelalterlichen Schongau. Sehr präzise und logisch sind die historischen Begebenheiten und Personen in die fiktive Handlung eingebaut und dank des mitreißenden Erzählstils ist es eine Freude die Suche nach dem Mörder zu verfolgen. Ich kann diesen HistoKrimi absolut weiterempfehlen und vergebe hierfür auch volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Hat mich nicht wirklich überzeugt

Mädchenjäger (Mark-Heckenburg-Reihe 1)
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„Mädchenjäger“ ist das Krimidebüt von Paul Finch und der erste Einsatz für Detective Sergeant Mark "Heck" Heckenburg. Eine Gruppe, die Nice Guys, kidnappen im Auftrag zahlungskräftiger Klienten junge Frauen ...

„Mädchenjäger“ ist das Krimidebüt von Paul Finch und der erste Einsatz für Detective Sergeant Mark "Heck" Heckenburg. Eine Gruppe, die Nice Guys, kidnappen im Auftrag zahlungskräftiger Klienten junge Frauen für eine „heiße Nacht“, die diese Frauen allerdings nicht überleben. 38 Vermisstenanzeigen liegen schon vor ohne dass bei den Ermittlungen auch nur eine vielversprechnende Spur gefunden worden wäre. Also wird der Fall zu einem Cold Case bis der bis dahin glücklose Ermittler Heckenburg von Lauren Wraxford förmlich gedrängt wird ihr bei der Suche nach ihrer Schwester zu helfen.
Während des Lesen spürt man schon, dass es ein Erstling ist. Es hakt an manchen Stellen, an anderen wiederum merkt man, dass der Autor den Polizeialltag aus eigener Erfahrung kennt. Was den Fall betrifft so fing er für mich interessant an konnte mich aber letztlich nicht richtig packen. Für mich war die Story nicht so richtig fesselnd. Der Schreibstil ist modern und flüssig zu lesen. „Mädchenjäger“ ist ein solider Thriller der zu unterhalten vermag. Ich vergebe 2,5 von 5 Sterne, weil mir für einen Thriller das gewisse Etwas gefehlt hat.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Gute und preisgünstige Krimi-Box

Die Bodenstein-Kirchhoff-Box (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi)
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Man spürt von Beginn an, dass die Autorin in der beschriebenen Gegend, dem Taunus, zu Hausen ist. Die Handlungen sind geschickt aufgebaut und die Ermittler bekommen es in allen 3 Fällen mit reichlich Verdächtigen ...

Man spürt von Beginn an, dass die Autorin in der beschriebenen Gegend, dem Taunus, zu Hausen ist. Die Handlungen sind geschickt aufgebaut und die Ermittler bekommen es in allen 3 Fällen mit reichlich Verdächtigen und möglichen Motiven zu tun.
Der Leser wird jeweils stückchenweise an neue Informationen herangeführt, so dass ein mitermitteln alles andere als einfach ist. Die Beschreibungen der verschiedenen Örtlichkeiten sind dabei sehr ausführlich und für Kenner des Taurus mit Sicherheit wiederzuerkennen.
Die Charakterisierungen sowohl von Bodensteins als auch von Kirchhoff fand ich gelungen und bieten auf jeden Fall noch viel Potential für kommende Folgen. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt und werde auch möglichen Nachfolgebänden eine Chance geben. Wer also einen Krimi mit viel Lokalkolorit, sympathischen Ermittlern und spannenden Kriminalfällen lesen möchte, in diesem Fall natürlich hören, sollte es mal mit diesem Hörbuch versuchen. Ich vergebe hierfür im Durchschnitt 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Fall 3 und 4 für Leo Wechsel

Die Tote von Charlottenburg - Mord in Babelsberg
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Die Tote von Charlottenburg: Im Berlin von 1923 soll Leo Wechsler einen Todesfall klären, der anfänglich gar keine Anzeichen eines Mordes aufweist. Doch je weiter Leo und seine Kollegen graben, je mehr ...

Die Tote von Charlottenburg: Im Berlin von 1923 soll Leo Wechsler einen Todesfall klären, der anfänglich gar keine Anzeichen eines Mordes aufweist. Doch je weiter Leo und seine Kollegen graben, je mehr müssen sie von ihrem Anfangsverdacht abrücken.
Wer die 2 Vorgänger-Bände bereits kennt, dem dürfte es wie mir gegangen sein, es ist wie ein Treffen mit guten alten Bekannten. Man kennt Leo Wechslers Familie, die Kollegen die Lebensumstände - und ich bin schon zu Beginn gespannt, wie und was sich jetzt wieder alles zum Guten bzw. Schlechten entwickelt hat.
In diesem Band beschreibt die Autorin neben der fesselnden Krimihandlung die Auswirkungen der Inflation, die auch vor den Reichen keinen Halt macht. Aber auch die Veränderungen des politischen Klimas bringt Susanne Goga in diesem Krimi unter. Ich muss sagen, sie findet hier die richtige Balance zwischen Historie und Fiktion. Das Buch hat mir wieder wunderbare Lesestunden beschert und ich vergebe für diesen sehr gelungenen HistoKrimi volle 5 Sterne.

Mord in Babelsberg: Wir sind im Berlin des Jahres 1926 angekommen. Leo Wechsler bekommt es mit einem Fall zu tun bei dem er von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Doch er hat keine Zeit damit zu hadern geschieht doch als bald ein weiterer Mord auf gleiche Weise...
Im vierten Fall müssen Leo Wechsler und sein Team, Robert Walther und Jakob Sonnenschein, in der schillernden Welt des Films ermitteln. Die Weltwirtschaftskrise ist überwunden, die Menschen haben wieder Geld, auch für die Kultur, gönnen sich wieder was. Es gibt Neues zu entdecken auf diesem Gebiet, wandelt sich doch das Kino gerade vom Stumm- zum Tonfilm. Ein interessantes Thema, welches Susanne Goga hier als „Kulisse“ für ihren neuen Wechsler-Roman genommen hat. Die Ermittlungen werden, wie nicht anderes gewohnt, sehr stringent geführt. Die Autorin vergisst aber auch hier nicht, die einschneidenden Veränderungen in der politischen Landschaft mit einfließen zu lassen. Die Weiterentwicklung bei den familiären Verhältnissen Wechslers und seinen Kollegen wurden ebenfalls weiter vorangetrieben. Das der Fall gelöst wird steht außer Frage. Doch das Wie, Weshalb, Warum müsst ihr schon selber lesen. Ich kann den HistoKrimi nur wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sterne.