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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2020

Gute und preisgünstige Krimi-Box

Die Bodenstein-Kirchhoff-Box (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi)
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Man spürt von Beginn an, dass die Autorin in der beschriebenen Gegend, dem Taunus, zu Hausen ist. Die Handlungen sind geschickt aufgebaut und die Ermittler bekommen es in allen 3 Fällen mit reichlich Verdächtigen ...

Man spürt von Beginn an, dass die Autorin in der beschriebenen Gegend, dem Taunus, zu Hausen ist. Die Handlungen sind geschickt aufgebaut und die Ermittler bekommen es in allen 3 Fällen mit reichlich Verdächtigen und möglichen Motiven zu tun.
Der Leser wird jeweils stückchenweise an neue Informationen herangeführt, so dass ein mitermitteln alles andere als einfach ist. Die Beschreibungen der verschiedenen Örtlichkeiten sind dabei sehr ausführlich und für Kenner des Taurus mit Sicherheit wiederzuerkennen.
Die Charakterisierungen sowohl von Bodensteins als auch von Kirchhoff fand ich gelungen und bieten auf jeden Fall noch viel Potential für kommende Folgen. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt und werde auch möglichen Nachfolgebänden eine Chance geben. Wer also einen Krimi mit viel Lokalkolorit, sympathischen Ermittlern und spannenden Kriminalfällen lesen möchte, in diesem Fall natürlich hören, sollte es mal mit diesem Hörbuch versuchen. Ich vergebe hierfür im Durchschnitt 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Fall 3 und 4 für Leo Wechsel

Die Tote von Charlottenburg - Mord in Babelsberg
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Die Tote von Charlottenburg: Im Berlin von 1923 soll Leo Wechsler einen Todesfall klären, der anfänglich gar keine Anzeichen eines Mordes aufweist. Doch je weiter Leo und seine Kollegen graben, je mehr ...

Die Tote von Charlottenburg: Im Berlin von 1923 soll Leo Wechsler einen Todesfall klären, der anfänglich gar keine Anzeichen eines Mordes aufweist. Doch je weiter Leo und seine Kollegen graben, je mehr müssen sie von ihrem Anfangsverdacht abrücken.
Wer die 2 Vorgänger-Bände bereits kennt, dem dürfte es wie mir gegangen sein, es ist wie ein Treffen mit guten alten Bekannten. Man kennt Leo Wechslers Familie, die Kollegen die Lebensumstände - und ich bin schon zu Beginn gespannt, wie und was sich jetzt wieder alles zum Guten bzw. Schlechten entwickelt hat.
In diesem Band beschreibt die Autorin neben der fesselnden Krimihandlung die Auswirkungen der Inflation, die auch vor den Reichen keinen Halt macht. Aber auch die Veränderungen des politischen Klimas bringt Susanne Goga in diesem Krimi unter. Ich muss sagen, sie findet hier die richtige Balance zwischen Historie und Fiktion. Das Buch hat mir wieder wunderbare Lesestunden beschert und ich vergebe für diesen sehr gelungenen HistoKrimi volle 5 Sterne.

Mord in Babelsberg: Wir sind im Berlin des Jahres 1926 angekommen. Leo Wechsler bekommt es mit einem Fall zu tun bei dem er von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Doch er hat keine Zeit damit zu hadern geschieht doch als bald ein weiterer Mord auf gleiche Weise...
Im vierten Fall müssen Leo Wechsler und sein Team, Robert Walther und Jakob Sonnenschein, in der schillernden Welt des Films ermitteln. Die Weltwirtschaftskrise ist überwunden, die Menschen haben wieder Geld, auch für die Kultur, gönnen sich wieder was. Es gibt Neues zu entdecken auf diesem Gebiet, wandelt sich doch das Kino gerade vom Stumm- zum Tonfilm. Ein interessantes Thema, welches Susanne Goga hier als „Kulisse“ für ihren neuen Wechsler-Roman genommen hat. Die Ermittlungen werden, wie nicht anderes gewohnt, sehr stringent geführt. Die Autorin vergisst aber auch hier nicht, die einschneidenden Veränderungen in der politischen Landschaft mit einfließen zu lassen. Die Weiterentwicklung bei den familiären Verhältnissen Wechslers und seinen Kollegen wurden ebenfalls weiter vorangetrieben. Das der Fall gelöst wird steht außer Frage. Doch das Wie, Weshalb, Warum müsst ihr schon selber lesen. Ich kann den HistoKrimi nur wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.12.2020

HistoKrimi im Doppelpack

Leo Berlin - Tod in Blau
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Leo Berlin: Leo Wechsler, Witwer und alleinerziehender Vater zweier Kinder ist Kriminalbeamter bei der Mordkommission in Berlin des Jahres 1922. Gemeinsam mit seinen Kollegen muss er den Mord an einem ...

Leo Berlin: Leo Wechsler, Witwer und alleinerziehender Vater zweier Kinder ist Kriminalbeamter bei der Mordkommission in Berlin des Jahres 1922. Gemeinsam mit seinen Kollegen muss er den Mord an einem Wunderheiler aufklären. Alles andere als einfach, spürt man doch überall noch die negativen Auswirkungen des letzten Krieges. Jedermann versucht so gut es geht seinen Lebensunterhalt zu sichern. Mit viel Zeit- und Lokalkolorit hat Susanne Goga ihre Krimihandlung in die damaligen politischen und wirtschaftlichen Begebenheiten eingebaut. Die Figurenzeichnung fand ich sehr gelungen, nicht zuletzt deshalb, weil ihre Hauptfigur ein Herz für „den kleinen Mann“ hat, und ab und an auch mal etwas durchgehen lässt. Auch wenn durch die Darstellung der Umstände im Berlin der 1920er Jahre sehr vordergründig erzählt wird und der eigentliche Krimi dadurch etwas zu kurz kommt, fand ich diesen historischen Krimialroman atmosphärisch und fesselnd. Mich hat der Roman gut unterhalten und ich empfehle ihn gern weiter. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Sterne.

Tod in Blau: Im seinem zweiten Fall bekommt es Leo Wechsler mit einem Mordfall zu tun, der sich im Künstlermilieu Berlins des Jahres 1922 ereignet hat. Die Autorin macht hier den Unterschied in den Lebensbedingungen zwischen Arm und Reich zum Thema und baut darum herum ihren Kriminalfall auf. Sehr intensiv zeigt sie den Kontrast in den Jahren der Weimarer Republik auf, und es entfaltet sich ein atmosphärisch dichter HistoKrimi. Wer den 1. Fall kennt, wird hier schnell auf bekannte Figuren treffen, aber auch einige Örtlichkeiten wiedererkennen. Der Schreib- und Erzählstil ist wie schon im Vorgänger sehr angenehm und dadurch sehr unterhaltsam zu lesen. Da sich die Krimihandlung Stück für Stück entwickelt, bleibt bis zum Schluss die Spannung wer nun der Täter war, erhalten. Dieser neue Fall für Leo Wechsler hat mir einen ticken besser gefallen als sein Vorgänger. Leser die das Flair der 1920er Jahre in Berlin erlesen wollen, denen sei dieser HistoKimi sehr empfohlen. Ich vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2020

Für mich bisher bester Teil der Reihe

Böser Wolf (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 6)
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In „Böser Wolf“ bekommen es Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff mit einem Fall zu tun, bei dem sie anfänglich gar nicht wissen wo sie mit ihren Ermittlungen ansetzen sollen. Könnte es doch von Pädophilie ...

In „Böser Wolf“ bekommen es Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff mit einem Fall zu tun, bei dem sie anfänglich gar nicht wissen wo sie mit ihren Ermittlungen ansetzen sollen. Könnte es doch von Pädophilie bis Kinderhandel alles und noch mehr sein. Nele Neuhaus hat in diesem Band, so schien es mir jedenfalls, ihren Erzählstil geändert. Sie weicht nicht von der eingenommenen Linie ab und erzählt stringent die Story, so dass bei mir keine Langeweile aufkam. Das fand ich äußert angenehm im Verhältnis zu seinen Vorgängern. Das beide Ermittler natürlich ihren Beitrag zur Lösung des Falls beisteuern ist selbstredend und hat mir Spaß gemacht zu verfolgen. Im Vergleich zum Buch „Wer Wind sät“ hat die Autorin hier eine Steigerung ihres literarischen Könnens vorgelegt. Mich hat dieser Teil der Taunus-Krimi-Reihe exzellent unterhalten und ich kann nur hoffen, dass auch der nächste Teil auf diesem Niveau sein wird. Ich empfehle „Böser Wolf“ weiter und vergebe 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2020

Konnte bei mir keinen Sturm entfesseln

Wer Wind sät (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 5)
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Auch der fünfte Band der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe unterscheidet sich im Aufbau, sprich Komplexität – viele mögliche Täter und ihre jeweiligen Motive – nicht von seinen Vorgängern. Aber wer die Reihe ...

Auch der fünfte Band der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe unterscheidet sich im Aufbau, sprich Komplexität – viele mögliche Täter und ihre jeweiligen Motive – nicht von seinen Vorgängern. Aber wer die Reihe bis hierher verfolgt hat, wird auch diesen Band nicht missen wollen. Wird doch auch hier neben der Krimihandlung die Charakterisierung der beiden Ermittler weiter vorangetrieben. Genau das möchte man ja als Serienfan auch verfolgen. Mich konnte die Krimihandlung nicht wirklich packen. Der eigentliche Plot um einen Windpark und seine „Machenschaften“ drum herum waren mir zu plakativ und weit schweifend erzählt. Es gibt zu viele Figuren die von der eigentlichen Handlung ablenken, dafür aber die Seitenzahl nach oben treiben.
Mein Fazit: „Wer Wind sät“ ist ein typischer Nele Neuhaus Taunus-Krimi. Der Schreibstil ist wie immer schnörkellos, wobei der Erzählstil in manchen Passagen hätte geraffter sein können. Mich hat dieser Band zwar ganz gut unterhalten, aber einen Sturm konnte er bei mir nicht entfesseln. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sterne.