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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2024

Mystery im New York in den Goldenen Zwanzigern

Diviners – Aller Anfang ist böse
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Das Buch ist ein mystisch angehauchter Jugendroman mit stimmiger 20er Jahre Atmosphäre und sympathischen Protagonisten. "The Diviners" spielt in den 20er Jahren des 20. Jh. Das Flair New Yorks zu dieser ...


Das Buch ist ein mystisch angehauchter Jugendroman mit stimmiger 20er Jahre Atmosphäre und sympathischen Protagonisten. "The Diviners" spielt in den 20er Jahren des 20. Jh. Das Flair New Yorks zu dieser Zeit wird von der Autorin mit viel Liebe zum Detail skizziert. Für meinen Geschmack allerdings ein paar Details zu viel. Man hat das Gefühl die eigentliche Handlung geht dadurch gar nicht richtig vorwärts. Im Mittelpunkt steht die 17jährige Evie die den bestehenden Konventionen entfliehen will. Kurz gesagt sie will das Leben genießen. Zu ihren Freundinnen zählen Mabel und Theta. Weitere schillernde Figuren kommen später noch dazu. Man ahnt, dass diese auch spezielle Fähigkeiten haben – also Diviners sind. Gemeinsam und dank ihres mystischen Know-Hows wollen sie den Täter überführen. Und wie die Mörderjagd verläuft – lest selbst. OK - meinen Geschmack hat der MysteryRoman nicht so ganz getroffen. Vielleicht weil das Buch eher für die „jüngere Generation“ gedacht ist? Ich kann es nicht festmachen. Eine Leseempfehlung gibt es trotzdem. Aber nur 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.10.2024

CosyCrime mit charmanter Hauptprotagonistin

Die Tote trug Diamanten
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Angesichts der traurigen Ereignisse im Jahr 2022, habe ich mich anfangs gefragt wie die Autorin die Reihe um The Queen Investigates fortsetzen wird. Doch ganz geschickt verlagert sie diese Geschichte ...


Angesichts der traurigen Ereignisse im Jahr 2022, habe ich mich anfangs gefragt wie die Autorin die Reihe um The Queen Investigates fortsetzen wird. Doch ganz geschickt verlagert sie diese Geschichte ins Jahr 1957 und lässt eine blutjunge Queen in Aktion treten.

Dieser 4. Band ist wieder eine gelungene Mischung aus Fakten und Fiktionen. So liest man viel über die politische Lage jener Zeit, bekommt aber auch Einblicke ins Private. Und diese Erzählstränge werden nun mit dem Mordfall verbunden, in dem die Queen, in aktiver Mithilfe ihrer neuen Sekretärin Joan den Fall Stück für Stück löst.

Auch dieser Band wird wieder gemächlich erzählt/ermittelt. Es gibt keine rasante Action, die Ermittlungen werden eher diskret und ohne viel Aufsehen durchgeführt. Trotzdem wollte ich wissen wie alles zusammenhängt und was Motiv und wer Täter war.

Alles in allem ist dieser 4. Serienteil wieder eine interessante „Geschichtsstunde mit Mord“ gewesen. Lesern, die einen kurzweiligen CosyCrime mit einer charmanten Hauptprotagonistin suchen, kann ich diese Buch empfehlen.

Veröffentlicht am 06.10.2024

Hat mich erneut überzeugt

In der Erde
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In ihrem 3. Fall ist Lilly Hed ein weiteres mal gefordert. Denn wo andere nur Unglücksfälle sehen erkennt Lilly, dass mehr hinter diesen Vorfällen steckt und beginnt genauer hinzuschauen. Wie schon in ...


In ihrem 3. Fall ist Lilly Hed ein weiteres mal gefordert. Denn wo andere nur Unglücksfälle sehen erkennt Lilly, dass mehr hinter diesen Vorfällen steckt und beginnt genauer hinzuschauen. Wie schon in den Vorgängerbänden lässt die Autorin ihre Hauptfigur mit viel Elan, Durchsetzungsvermögen und Zielstrebigkeit die Ermittlungen aufnehmen und Stück für Stück die Zusammenhänge für Motiv und Tat aufdecken. Was Lilly letztlich herausfindet ist niederträchtig und tragisch zugleich.

Erzählt wird dabei zum einen aus Lillys Sicht und zum anderen aus der von Maja. Diese sich abwechselnden Perspektiven helfen das Tempo und die Spannung auf einem guten Niveau zu halten. Auch diesmal muss Lilly während einer Extremwetterlage ermitteln, diese und der Fall selbst, gehen ihr immer mehr an die eigene Substanz und man leidet sowohl mit Lilly als auch mit Maja mit.

Dieses Zusammenspiel von Wetterkapriolen, Ermittlungen und Privatem ist wieder glaubhaft und lebensnah in Szenen gesetzt. Mich konnte dieser dritte Band der Vier-Elemente-Reihe wieder in seinen Bann ziehen. Schreib- und Erzählstil sind wie immer flüssig und mitreißend und die Krimihandlung ist durchdacht und nachvollziehbar - deshalb meine Empfehlung: Kaufen und lesen.

Veröffentlicht am 06.10.2024

Solider Serienstart

Tode, die wir sterben
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Die neue Krimi-Reihe um die Ermittler Nordh und Karhuu haben das deutsch/schwedische Autorenpaar Danielsson+Voosen diesmal in Malmö angesiedelt. Und gleich in ihrem ersten Fall sind die Kriminalisten ...


Die neue Krimi-Reihe um die Ermittler Nordh und Karhuu haben das deutsch/schwedische Autorenpaar Danielsson+Voosen diesmal in Malmö angesiedelt. Und gleich in ihrem ersten Fall sind die Kriminalisten gefordert. In einem Problemviertel der Stadt wird ein 13jähriger Junge erschossen aufgefunden. Was steckt dahinter? In welche dubiosen Geschäfte war er verwickelt? Oder was er gar ein Zufallsopfer? Kein leichter gemeinsamer Beginn für Jon Nordh, der ein gehöriges privates Päckchen mit sich herumträgt und Svea Karhuu, eine strafversetzte, dunkelhäutige Polizistin, die sich immer wieder gegen Anfeindungen anderer Kollegen zur Wehr setzen muss.

Die Autoren erzählen gewohnt fesselnd, verknüpfen die Krimihandlung allerdings zu weit schweifend mit aktuellen gesellschaftlich-politischen Themen wie Zuwanderung und Drogenkriminalität und den so typischen Privatproblemen ihrer Hauptfiguren. Und das sind auch schon meine Kritikpunkte. Es war mir für einen Krimi einfach zu viel Politik und Privates, wodurch die Handlung zu sehr aufgebläht wurde und der Spannungsbogen immer wieder einen Knick bekam. So richtig warm geworden bin ich auch mit Nordh und Karhuu noch nicht, obwohl sie schon ganz schön einstecken müssen.

Fazit: Ein solider Einstieg in eine neue Reihe, die allerdings noch Luft nach oben hat. Empfehlen möchte ich das Buch trotz meiner subjektiven Kritik aber und vergebe 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.10.2024

Lebendig, magisch, berührend

Das Geheimnis der Glasmacherin
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Dieses Buch ist einerseits eine Liebesgeschichte, die sechs Jahrhunderte umspannt und andererseits ein Hohelied an die zeitlose Handwerkskunst der Glasherstellung.

Im Mittelpunkt steht hier Orsola aus ...


Dieses Buch ist einerseits eine Liebesgeschichte, die sechs Jahrhunderte umspannt und andererseits ein Hohelied an die zeitlose Handwerkskunst der Glasherstellung.

Im Mittelpunkt steht hier Orsola aus der Familie Rosso de Murano, die ihr Herz nicht nur an das filigrane Glashandwerk verloren hat. Auf magische Weise verfolgt der Leser wie sich nicht nur Orsala im Lauf der Zeit, von der Renaissance bis zur Gegenwart, entwickelt, sondern mit ihr auch die Historie und die sozialen, gesellschaftlichen Fortschritte wandeln und sich das Glasmachergewerbe der Familie innerhalb eines halben Jahrtausends stetig neu erfindet.

Mit eindringlichen Schilderungen der teils harten Arbeit der Glasmacher und einer Liebe, die für die Ewigkeit zu sein scheint, zieht die Autorin den Leser Seite um Seite immer weiter in die Faszination Venedigs und Orsolas Familiengeschichte hinein. Die Figuren wirken dabei so lebensecht und haben eine beeindruckende Tiefe und der Erzählstil ist einfach ein Vergnügen und machen das Lesen zu einem intensiven Erlebnis.

Fazit: Mir hat es gefallen, Venedig über die verschiedenen Epochen hinweg immer wieder neu zu entdecken. Diesen lebendigen, magischen und teils berührenden Roman kann ich absolut empfehlen und vergebe hier volle 5 Lesesterne.