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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2023

Würdiger Abschluss

Glanz der Ferne
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Diesmal steht die junge Victoria im Mittelpunkt des Geschehens. Anhand der gut recherchierten historischen Fakten, die geschickt in die Handlung eingearbeitet sind, lernt man Victorias Welt kennen. Dabei ...

Diesmal steht die junge Victoria im Mittelpunkt des Geschehens. Anhand der gut recherchierten historischen Fakten, die geschickt in die Handlung eingearbeitet sind, lernt man Victorias Welt kennen. Dabei wird dem Leser die Situation der Frau zu jener Zeit nähergebracht und was das wiederum für Auswirkungen/Konsequenzen für die Hauptfigur hat.

Ich fand dieses Zusammenspiel sehr gelungen. Die auftretenden Charaktere sind keine Stereotypen, sie haben alle ihre kleinen Macken. Das wiederum macht sie aber auch realistisch und lebensecht und sie passen so auch in die beschriebene Zeitepoche.

Mit diesem finalen Band ist Iny Lorentz ein würdiger Abschluss gelungen. Ich möchte allerdings empfehlen die Vorgängerbände zu kennen, damit man die vielen Charaktere leichter zuordnen kann.

Dieser Roman der Historisches mit Liebe, Ränke und Geheimnissen verbindet hat mich nicht enttäuscht. Ich wurde gut unterhalten. Von mir gibt es dafür eine Empfehlung und 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.09.2023

Die Suche nach dem Glück

Aufgetaut
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Wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, hat David Safier auch diesmal wieder eine total aberwitzige und extrem abenteuerliche Geschichte zu Papier gebracht. Allen Figuren voran steht hier Urga, die ...

Wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, hat David Safier auch diesmal wieder eine total aberwitzige und extrem abenteuerliche Geschichte zu Papier gebracht. Allen Figuren voran steht hier Urga, die Steinzeitfrau, im Mittelpunkt, liebenswert in Szene gesetzt mit all ihren „Lebenserfahrungen“, die in der Jetzt-Zeit für besondere Erheiterungen sorgen oder auch bei ihrer Sorge um das letzte Mammut, das gerettet werden muss. Als gekonnten Kontrapunkt kommt dann Felix ins Spiel. Er, der Looser auf ganzer Linie, versucht nun Urga glücklich zu machen, um damit wiederum seine Familie und letztlich sich selbst glücklich zu machen.

Der Roman ist kurz gesagt die Suche nach dem Glück. Die vielen neuen Lektionen, die Felix für sich lernt, bringen den Leser immer wieder zum Lachen. Die Geschichte ist herzerfrischend und hat einen locker leichten Erzählstil. Die einzelnen Charaktere tun ihr übriges der Geschichte ihren Stempel aufzudrücken.

Mich hat die Geschichte gut unterhalten. Ich empfehle sie somit gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.09.2023

Spannender neuer Fall für Leander Lost

Weiße Fracht
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Endlich ist er da, der 3. Teil der Leander-Lost-Reihe von Gil Ribeiro. Erneut gelingt dem Autor der perfekte Mix aus leichter Sommer-/Urlaubslektüre und einem herausragenden und fesselnden Kriminalroman. ...

Endlich ist er da, der 3. Teil der Leander-Lost-Reihe von Gil Ribeiro. Erneut gelingt dem Autor der perfekte Mix aus leichter Sommer-/Urlaubslektüre und einem herausragenden und fesselnden Kriminalroman.

Im neuen Fall müssen Lost und sein Team den Mord an einem Deutschen klären und finden sich plötzlich im Drogenmilieu wieder. Zu allem Übel werden auch noch zwei deutsche Ermittler zur Unterstützung geschickt, mit denen Leander aber nichts anfangen kann und will. Der Sympathieträger ist wie gehabt Leander mit seiner Andersartigkeit, durch die er einerseits die Fälle analysieren und logisch lösen kann, aber mit den zwischenmenschlichen Gepflogenheiten nicht klarkommt und sich dadurch immer wieder selbst im Weg steht. Das wird zum Beispiel wunderschön und sensibel mittels seiner Beziehung zu Soraia geschildert. Aber auch die anderen Teammitglieder bekommen wieder mehr Profil und so wachsen auch sie dem Leser immer mehr ans Herz. Auch die Algarve-Region wird wieder gekonnt als Kulisse genutzt und somit die Vorzüge der Region elegant in Szene gesetzt.

Mich konnte der 3. Teil wieder absolut überzeugen und hat mir viele schöne Hörstunden beschert. Ich empfehle auch diesen Krimi weiter und vergebe erneut 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.09.2023

Ein Stück Zeitgeschichte

Die Schule am Meer
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Dieser Roman ist ein interessantes Stück Zeitgeschichte, denn „Die Schule am Meer“ gab es tatsächlich. Sie wurde von Anni und Paul Reiner gegründet und legte neben den eigentliche Schulfächern viel Wert ...

Dieser Roman ist ein interessantes Stück Zeitgeschichte, denn „Die Schule am Meer“ gab es tatsächlich. Sie wurde von Anni und Paul Reiner gegründet und legte neben den eigentliche Schulfächern viel Wert auf ein eigenständiges Handeln und gleichrangiges Miteinander von Lehrern und Schülern.

Die Autorin verknüpft in diesem Roman Historisches mit Fiktivem, was ihr wunderbar gelingt. Anfänglich war es nicht einfach die vielen Personen auseinander zu halten, man sollte also am Ball/Buch bleiben, damit man die Beziehungen richtig einordnen kann. Es wird erzählt, wie die Schüler und Lehrer in ihrer kleinen Welt auf der Insel Juist mit ihren alltäglichen Problemen, Sorgen aber auch Freuden zurecht zu kommen lernen.

Der Erzählstil ist eingängig und flüssig. Die Beschreibungen rund um die Schule schildert die Autorin überzeugend und detailreich. Die einzelnen Charaktere waren gut ausgearbeitet. Allerdings hätte man nach meinem Geschmack einige Passagen etwas kompakter erzählen können. Dadurch fehlte es ab und an am Erzähltempo.

Ich kann aber das vorliegende Hörbuch weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.09.2023

ergreifender Roman

Das Haus der Frauen
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In dem Roman geht es wie der Titel ja schon sagt um einen Frauenhaus. Dabei springt die Handlung immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Wird in der Vergangenheit von Blanche Peyron ...

In dem Roman geht es wie der Titel ja schon sagt um einen Frauenhaus. Dabei springt die Handlung immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Wird in der Vergangenheit von Blanche Peyron erzählt, die 1926 in Paris eine Haus für bedürftige Frauen gründete, beschreibt der Jetzt-Strang von der Anwältin Solène, die nach einem Burnout dorthin findet und den Frauen hier mit Rat und Tat zur Seite steht. Angesprochen werden dabei verschiedene Themen wie häusliche Gewalt, Drogenmissbrauch, Flucht und Armut, die aber nicht tiefgründig erzählt werden. Sie sind faktisch nur die „Stichwort-Geber“ für Solenes Agieren.

Der Roman ist solide erzählt, doch blieben für mich trotz der durchaus emotionalen und berührenden Geschichte die Charaktere zu blass. Der Grundtenor des Romans ist klar ersichtlich, der Kampf für die Rechte und Freiheit von Frauen ist noch lange nicht zu Ende. Allerdings hätte die Autorin den einzelnen Schicksalen mehr Platz einräumen sollen, das hätte mehr direkten Bezug sowohl zum Haus der Frauen als auch zu den Charakteren geboten.

Das Hörbuch kann ich trotzdem empfehlen und vergebe 3 von 5 Sterne.