Profilbild von eiger

eiger

Lesejury Star
offline

eiger ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit eiger über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2019

Ein Ermittler, der keiner ist

Tödliche Fremde
0

„Tödliche Fremde“ von Wolfgang Borsich, erschienen im Piper- Verlag, ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe um den Münchner Broker Ambrosius Salas Radlbeck, genannt Salas. Schauplatz dieses Krimis ...

„Tödliche Fremde“ von Wolfgang Borsich, erschienen im Piper- Verlag, ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe um den Münchner Broker Ambrosius Salas Radlbeck, genannt Salas. Schauplatz dieses Krimis ist die Vulkaninsel Lanzarote. Schon das Cover zeigt die dramatische und archaische Seite dieser Kanareninsel. Der Autor, Wolfgang Borsich, ist ein ausgezeichneter Kenner Lanzarotes, denn seit 1983 verbringt er viel Zeit hier. Er hat bereits verschiedene Sachbücher über diese Insel verfasst und legt mit dieser spannenden und ungewöhnlichen Geschichte seinen ersten Kriminalroman vor.

Im Mittelpunkt steht der sympathische Endvierziger Salas, der sich auf Lanzarote eine Auszeit aus seinem stressigen Job als Broker nehmen will. Gleichzeitig möchte er mehr über die Insel erfahren, wo seine Eltern ihren ersten und einzigen glücklichen Urlaub verlebt haben.

Doch es kommt alles ganz anders. An einem seiner ersten Abende im Hotel wird er von einem Unbekannten beschimpft und kurze Zeit später von der Polizei als potentieller Mörder verhaftet. Neun Tage verbringt er in Untersuchungshaft. Seinem Anwalt gelingt es sein wahres Alibi zu bestätigen. Doch wenige Tage danach wird er erneut verhaftet, weil er einen weiteren Mord in den Salinen begangen haben soll, wo er noch nie war. Am Tatort wird seine DNA gefunden.
Wie kann er seien Unschuld beweisen? Die Geschichte, die der Autor erzählt, fesselt den Leser von Beginn an. Er weiß, dass Salas die Morde nicht begangen hat, denn er lernt er durchaus sympathischen Menschen kennen und erfährt manches aus seinem Privatleben. Salas ist ein solider Durchschnittsbürger, der bisher vor allem für seine Arbeit gelebt hat. So ist auch seine Beziehung zu Dora in die Brüche gegangen. Eine sehr enge Verbindung hat er zu seinem Halbbruder Bruno, der Mönch in einem bayrischen Kloster ist. Bruno ist aber alles andere als weltfremd und steht bedingungslos zu Salas, als dieser zweier Morde verdächtigt wird.

Die archaische Insel Lanzarote mit ihrem Vulkanismus, den abwechslungsreichen Küste und Salinen sowie der schwarzen Vulkanasche ist geheimnisvoll und bietet eine grandiose Kulisse für diese ungewöhnliche Geschichte. Warum wurden zwei Menschen – ein englischer Immobilienmakler und ein nigerianischer Flüchtling - brutal ermordet? Ist es eine Beziehungstat? Welches Motiv steckt dahinter?
Salas ermittelt nun in eigener Sache, denn niemand anderes kann seine Unschuld beweisen. Dabei muss er sich auch Fragen zu seiner Herkunft stellen. Aber seine Mutter schweigt und Bruno kann nur Vermutungen äußern. Ein geheimnisvoller Doppelgänger scheint eine Schlüsselrolle zu spielen. Doch hier endet der Krimi und ich kann es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen.

Fazit: Wer einen spannenden Krimi mit viel Lokalkolorit und authentischen Charakteren auf der geheimnisvollen Insel Lanzarote lesen möchte, dem ist „Tödliche Fremde“ zu empfehlen. Der flüssige Schreibstil und unterschiedlichen Ermittlungsansätze erzeugen eine stetig steigende Spannung. Gern vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Teil.

Das Rezensionsexemplar wurde mir dankenswerter Weise von NetGalley zur Verfügung gestellt und hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

Veröffentlicht am 28.03.2019

Leas kirgisisches Abenteuer

Spuren aus Eis
0

Die Biologin Lea Winter muss überraschend nach Kirgistan reisen, um mit dem renommierten Dokumentarfilmer Manfred Fuchs einen Film über den seltenen Schneeleoparden zu drehen.

Mit einer Tierschutzorganisation ...

Die Biologin Lea Winter muss überraschend nach Kirgistan reisen, um mit dem renommierten Dokumentarfilmer Manfred Fuchs einen Film über den seltenen Schneeleoparden zu drehen.

Mit einer Tierschutzorganisation sind sie im Tian-Shan-Gebirge unterwegs, um die Tiere zu finden und zu filmen. Zur gleichen Zeit befindet sich ein in London lebender russischer Oligarch mit seinem iranischen Geschäftspartner und Vertretern der kirgisischen Regierung ebenfalls dort. Sie beabsichtigen Schneeleoparden zu jagen.
Zufällig wird der Abschuss eines Tieres von Manni Fuchs gefilmt.

Nun beginnt eine erbarmungslose Jagd auf Lea, Manni und ihre kirgisischen Gefährten, um an das brisante Filmmaterial zu kommen. C.P. gelingt es die Geschichte von Kapitel zu Kapitel spannend zu gestalten. Zufälligerweise ist Leas Freund Ian bei Interpol London tätig und hat nützliche Kontakte zum Geheimdienst SIS. Lea und Manni lernen bei ihrer Flucht durch Kirgistan sehr herzliche und hilfsbereite Kirgisen, einen Lehrer und einen weisen alten Mann kennen, die zeigen dass nicht korrupte Politiker das Land repräsentieren, sondern die liebenswerten Einwohner.

Die Erzählungen des alten Mannes erinnerten mich an die Mythen, die der große kirgisische Schriftsteller Tschingis Aitmatov in seinen Büchern thematisiert.
Auch der kirgisische Polizist Andrej, der Lea und Manni im Auftrag Ian helfen soll und durch die Traumdeutung des Weisen angekündigt wird, ist eine faszinierende Person, die die Widersprüche im heutigen Kirgisien vereint, bis alles eine ganz andere Wendung nimmt.
Die Situation von Lea und Manni wird immer dramatischer, glücklicherweise ist auch Leas Freund Ian inzwischen in Kirgistan eingetroffen und greift selbst helfend ein, so dass Gerechtigkeit und Wahrheit siegen und auch einem glücklichen Happy-end nichts mehr im Wege steht.

Fazit: Ein durchweg gut und spannend erzähltes Buch mit einem aktuellen Bezug zu Themen wie Tierschutz, Filmgeschäft, Nutzung der Atomenergie im Iran mit vielen nachdenkenswerten Aspekten und interessanten Schauplätzen im kirgisischen Hochgebirge, Iran und London.

Veröffentlicht am 26.02.2019

Von Ostfriesland nach Fernost

Inselkiller. Ostfrieslandkrimi
0

„Inselkiller“ von Nick Stein ist der vierte Fall für Lukas Jansen, der inzwischen als Kommissar beim LKA Niedersachsen arbeitet und dort für Umweltdelikte zuständig ist. Derzeit hospitiert er bei der ...

„Inselkiller“ von Nick Stein ist der vierte Fall für Lukas Jansen, der inzwischen als Kommissar beim LKA Niedersachsen arbeitet und dort für Umweltdelikte zuständig ist. Derzeit hospitiert er bei der Dienststelle in Wittmund.
Ein Liebespaar wird erschossen in den Dünen von Langeoog, einem Naturschutzgebiet, gefunden. Wer waren die beiden? War Eifersucht hier im Spiel? Es ist nicht einfach Motiv und Täter zu finden.

Plötzlich wird ein engagierter Naturschützer vermisst. Da im ersten Fall nach einer Woche keine neuen Erkenntnisse vorliegen, sucht Lukas nach Spuren des Verschwunden. Bei Ermittlungen zur Tatwaffe des ersten Mordes stößt auf heiße Spuren. Ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen scheint nicht völlig ausgeschlossen.

Lukas geht akribisch jedem Hinweis nach und findet Verdächtige, die gerade von Bremen über London nach Hongkong wollen. Doch er handelt eigenmächtig, ohne sich mit Kollegen anderer Dienststellen abzustimmen. Der Krimi nimmt rasant an Tempo zu und Lukas, der schon die Zielpersonen verhaften will, wird von der Bundespolizei auf dem Flughafen gestoppt und auf den Boden der Tatsachen gebracht.

Doch so schnell gibt er nicht auf und nutzt seine Kontakte zu seinem Freund Holger von Interpol. Gemeinsam reisen die beiden Polizisten nach Hongkong, um die ostfriesischen Mordfälle und einige Umweltdelikte zu klären. Was er dann alles in Fernost passiert, darüber möchte ich hier nichts verraten. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Mit einem lockeren, humorvollen und spannenden Schreibstil kann der Autor überzeugen und unterhaltsam ernste Problem darstellen. Das Thema illegaler Handel mit geschützten Tieren und Heilmitteln tierischen Ursprungs wird in dieser spannenden Geschichte interessant und lehrreich dargestellt.

Natur- und Artenschutz sind in China auch nicht unbekannt, doch Profitgier und Machtmissbrauch sind der Boden, auf dem Verbrechen gedeihen. So verwundert es nicht, dass noch immer seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere verzehrt oder zu zweifelhaften Medikamenten verarbeitet werden. Hier kämpft Lukas Jansen mit allen Mitteln für den Natur- und Artenschutz und gewinnt weitere Sympathien. Mir hat gefallen, dass bei der Darstellung der Situation in China differenziert wurde. Geldgierige und gewissenlose Menschen gibt allen Ländern. Doch auch in China versucht man mittlerweile die Natur zu schützen und vom Aussterben bedrohte Arten zu bewahren.

Lukas Jansen ist sympathisch und sehr ambitioniert. Dabei zeigt er sich aber auch ein wenig selbstgefällig und ist sehr von sich überzeugt. So gerät er immer wieder unfreiwillig in gefährliche, aber auch komische Situationen.

Die länderübergreifende Lösung der Fälle war in sich schlüssig und nachvollziehbar. Nick Stein ist ein erfrischender und unterhaltsamer Krimi gelungen, der einen von der ersten Seite an fesselt und den Alltag vergessen lässt. Ich freue mich schon auf weitere Fälle und vergebe 5 Sterne und ein klare Leseempfehlung.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Veröffentlicht am 19.02.2019

Ein Schriftsteller taucht ab

Korsische Gezeiten
0

„Korsische Gezeiten“ von Vitu Falconi, alias Thomas Thiemeier, ist ein neuer Krimi um den Pariser Schriftsteller Eric Marchand, der inzwischen auf Korsika lebt.
Hier fand man vor einigen Jahren eine Vielzahl ...

„Korsische Gezeiten“ von Vitu Falconi, alias Thomas Thiemeier, ist ein neuer Krimi um den Pariser Schriftsteller Eric Marchand, der inzwischen auf Korsika lebt.
Hier fand man vor einigen Jahren eine Vielzahl römischer Goldmünzen im Meer, den sogenannten Schatz von Lava. Hunderte Münzen wurden bereits von Plünderern geborgen und weltweit verkauft. Während die Archäologen nach dem Wrack suchten, ermittelte der französische Staat und Interpol mit dem Ziel, die Fundstücke zu beschlagnahmen und anschließend in französischen Museen auszustellen. Doch die Korsen sahen das ganz anders.

Plötzlich erschüttert ein Erdbeben die Insel und ihre Umgebung. Das zu dem Schatz gehörende Wrack taucht auf und weitere Münzfunde wecken Begehrlichkeiten unterschiedlicher Art. „Die Insel wird von einem regelrechten Goldrausch erfasst, "ehrenwerte" korsische Familien wollen unbedingt vor der Pariser Regierung an den Schatz gelangen. Das Wrack kann nur mithilfe eines Apnoe-Tauchers geborgen werden, der in der Lage ist, sich ohne hinderliche Sauerstoffflaschen durch die Felsspalten in der Tiefe zu zwängen.“ (Inhaltsangabe)

Die einzige Taucherin auf der Insel mit diesen Fähigkeiten ist Laurine, die eine gute Freundin von Eric geworden ist. Wird sie das Unmögliche wagen? Eric sieht sie in großer Gefahr und sorgt sich um sie.
Doch dann wird er von seiner Pariser Vergangenheit in Gestalt seiner Ex-Freundin Monique eingeholt. Wer hat ein Interesse an ihrer Anwesenheit auf der Insel? Warum wurde die Begegnung zwischen ihr und Eric arrangiert?

Der professionelle norwegische Schatzsucher, der das Erdbeben im Meer überlebt hat und den Fundort kannte, wird nach der Befragung durch den Santini-Clan ermordet. Chefinspektor hat Mahmoud Clément hat kaum Anhaltspunkte, um den Fall aufzuklären. Doch seine Scharfsinnigkeit bringt ihn bald auf die richtige Spur.

In rasantem Tempo entwickelt sich eine spannende Geschichte, die leider durch die akribische Beschreibung der Tauchgänge und ihrer Vorbereitung einige Längen aufweist. Musste Eric, der kaum Taucherfahrung hat, wirklich Laurine unter Wasser beobachten und das Team durch seine Selbstüberschätzung in Gefahr bringen?

Gern hätte ich mehr über die geheimnisvollen Personen erfahren, die Mateu Santini und seinen Vater bei einer Autofahrt überfallen. Genau wie im ersten Teil gibt es nur vage Andeutungen und ich bin auf eine weitere Folge gespannt.

Dem Autor ist ein ungewöhnlicher Krimi mit vielen Informationen über Erics Pariser Zeit und Wissenswertem aus der Welt der Taucher gelungen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Aufgelockert wird der Fall durch umfangreiche private Geschichten um Eric, Monique und Laurine.
Die malerischen Beschreibungen der Insel mit ihrer wild zerklüfteten Granitküste wecken Fernweh, wenn der Autor sie so beschreibt: „… die Calanche. Eine Felslandschaft aus rotem Granit, die mit ihren bizarren Schlössern und Türmen eines der größten Naturwunder Korsikas darstellt.“

Fazit:
Die Spannung wäre bei kleinen Straffungen größer. Dennoch ist es eine abenteuerliche und unterhaltende Lektüre und ich vergebe gern 4 Sterne. Wer einen ungewöhnlichen Krimi mit viel Lokalkolorit und authentischen Charakteren auf der facettenreichen Insel Korsika lesen möchte, dem ist dieser neue Krimi von Vitu Falconi zu empfehlen.

Das Rezensionsexemplar wurde mir dankenswerter Weise von NetGalley zur Verfügung gestellt und hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Dänemark kann überall sein

Das kleine Café in Kopenhagen
0

„Das kleine Café in Kopenhagen“ ist der gelungene Auftakt der Reihe „Romantic Escapes“ aus dem Rowohlt Verlag.
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht die sympathische PR-Frau Kate Sinclair aus London. ...

„Das kleine Café in Kopenhagen“ ist der gelungene Auftakt der Reihe „Romantic Escapes“ aus dem Rowohlt Verlag.
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht die sympathische PR-Frau Kate Sinclair aus London. Sie ist ehrgeizig und engagiert, aber derzeit scheint ihr Leben nur aus Pechsträhnen zu bestehen.

Dennoch stellt sie sich neuen beruflichen Herausforderung, eine Kampagne für einen dänischen Kunden, der eine Niederlassung seines Kaufhauses „Hjem“ in London eröffnen will, zu mehr als kurzfristig organisieren, obwohl sie keine Ahnung vom Motto „Wir bringen das Herz von Hygge nach London“ hat. Ihr unkonventionelles Herangehen gefällt dem Kunden, ihre Agentur bekommt den Auftrag und sie muss für eine Pressereise nach Kopenhagen sechs Journalisten finden und ihnen dabei das dänische Lebensgefühl und den Trend Hygge vermitteln, um passende Pressearbeit zu erhalten.

Nach dem Treffen zum gemeinsamen Abflug nach Kopenhagen, als nur fünf Personen erscheinen und der sechste zunächst unauffindbar ist, bekommt man als Leser Zweifel, wie Kate hier bestehen soll.
Die Erlebnisse von Kate und ihrer bunten Truppe sind so amüsant und witzig beschrieben, dass es pures Lesevergnügen ist. Die Charaktere können nicht unterschiedlicher sein und jeder einzelne ist an sich ein spezieller Fall. Der Journalist Benedict Johnson ist die personifizierte Widerspenstigkeit. Beide geraten immer wieder aneinander, doch es entwickelt sich eine unerklärliche Beziehung zwischen den beiden oder doch nicht?

Kate muss Situationen meistern, die der Alptraum von jedem Reiseführer sind. Aber sie gibt nicht auf und kümmert sich rührend um ihre schwierigen Schäfchen. Zum Glück gibt es noch Eva, der das Café „Varme“ gehört. Sie schaut in das Innere von Menschen und gibt Kate eine völlig neue Sicht auf ihr Leben. Von ihr lernen Kate und die anderen Journalisten auch was „hygge“ wirklich bedeutet und beginnen zu verstehen, warum die Dänen so glücklich sind. Dazu gehören ein bewusstes, achtsames Leben und die wahrhafte Freude an ausgewählten Stücken. Hier ist weniger mehr.

Die Beschreibung von Kopenhagen und seinen Sehenswürdigkeiten, die Kates Gruppe zu Fuß, mit dem Zug und per Boot besucht ist wunderschön und kann mit jedem Reiseführer mithalten. Dänisches Flair und hyggelige Momente wecken die Sehnsucht, dieses Land einmal selbst zu besuchen. Die Spezialitäten und wunderbaren Lokale machen Appetit auf mehr.
Doch plötzliche holt die Realität Kate in Gestalt ihres Exfreundes Josh, der zu ihrer Unterstützung von der Agentur nach Kopenhagen geschickt wurde, wieder ein. Aber ihre Reisegruppe zeigt sich jetzt von einer ganz anderen Seite und als Leser kommt man aus dem Staunen nicht heraus.

Das Buch ist so leicht, amüsant und unterhaltsam geschrieben, dass es eine Freude ist, immer weiter zu lesen. Aber für mich hat es auch Züge einer gekonnt geschrieben Satire zu PR-Arbeit und Journalismus. Man merkt die Autorin Julie Caplin, die selbst viele Jahre als PR-Agnetin gearbeitet hat, weiss genau, worüber sie schreibt. So gelingt es ihr das Buch bis zum Ende unterhaltsam und überraschend zu gestalten.
Ich freue mich schon auf die weiteren Bände. Band 2 „Die kleine Bäckerei in Brooklyn“ in dessen Mittelpunkt Sophie steht, wird am 21. Mai 2019 erscheinen und der 3. Band „Die kleine Patisserie in Paris“ wird am 23. Juli 2019 erscheinen.

Fazit:
Diese originelle Story, die humorvoll, witzig und mit leichter Feder flott geschrieben wurde, kann ich nur empfehlen. Die Handlung ist in sich stimmig mit vielen Überraschungsmomenten und mit Kate und Eva kann man sich identifizieren. Es werden vielfältige Einblicke in die dänische Mentalität gewährt. „Das kleine Café in Kopenhagen“ bereitete mir wunderbare und humorvolle Lesestunden. Aus meiner Sicht eine absolute Leseempfehlung, die ich mit 5 Sternen bewerte.