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Veröffentlicht am 19.03.2026

Sommer

Der Sommer, der uns blieb
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„Der Sommer, der uns blieb“ von Greta Herrlicher ist für mich ein Roman, der viel leiser und nachdenklicher ist, als es Titel und Gestaltung zunächst vermuten lassen. Schon optisch macht das Buch einiges ...

„Der Sommer, der uns blieb“ von Greta Herrlicher ist für mich ein Roman, der viel leiser und nachdenklicher ist, als es Titel und Gestaltung zunächst vermuten lassen. Schon optisch macht das Buch einiges her – vom verträumten Cover über die liebevollen Details im Inneren bis hin zu den kleinen Zitaten vor jedem Kapitel. Das sorgt direkt für eine besondere Atmosphäre beim Lesen.

Inhaltlich geht es um die drei ehemaligen Nachbarskinder Martin, Britta und Pia, die in ihrer Kindheit eng miteinander verbunden waren – allerdings nicht so unbeschwert, wie es auf den ersten Blick scheint. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte und familiäre Belastung mit, was der Freundschaft von Anfang an eine gewisse Tiefe gibt. Als Pia nach dem Abitur plötzlich verschwindet, bricht der Kontakt komplett ab. Erst viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren, wobei die Kapitel angenehm kurz gehalten sind. Dadurch entsteht ein gutes Lesetempo, und man bleibt leicht am Ball, auch wenn zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und hergesprungen wird. Besonders spannend fand ich, wie sich nach und nach zeigt, dass die vermeintlich schöne Kindheit doch von vielen unausgesprochenen Dingen geprägt war.

Was ich allerdings etwas schade fand: Gerade bei Britta und Martin hätte ich mir stellenweise mehr Einblick in ihre Gedanken und Gefühle gewünscht. Manche Entwicklungen wirken dadurch ein wenig angerissen, ohne ganz ausgeschöpft zu werden.

Emotional hat mich das Buch trotzdem erreicht. Es ist keine klassische leichte Sommerlektüre, sondern behandelt durchaus ernstere Themen und kann auch nachdenklich oder traurig stimmen. Wer also eine tiefgründigere Geschichte über Freundschaft und Vergangenheit sucht, wird hier eher fündig als bei einem typischen Wohlfühlroman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2026

Wichtig und lehrreich

Das Zauberwort heißt Nein!
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In ihrem ersten Kinderbuch widmet sich Rebecca Mir einem Thema, das im Alltag vieler Menschen eine große Rolle spielt: dem Mut, „Nein“ zu sagen. Viel zu oft möchte man anderen gefallen und macht dadurch ...

In ihrem ersten Kinderbuch widmet sich Rebecca Mir einem Thema, das im Alltag vieler Menschen eine große Rolle spielt: dem Mut, „Nein“ zu sagen. Viel zu oft möchte man anderen gefallen und macht dadurch Dinge, die man eigentlich nicht machen möchte oder sollte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der kleine Kater Fiete, der genau dieses Problem kennt. Er möchte seine Freunde nicht enttäuschen und hat Angst, sie zu verlieren. Doch diese bemerken schnell, dass Fiete kaum widerspricht – und nutzen das zu ihrem Vorteil aus. Erst eine unerwartete Begegnung mit einer kleinen Maus hilft ihm dabei, auf sein eigenes Gefühl zu hören. Schritt für Schritt gewinnt er an Selbstvertrauen.

Die Autorin erzählt in kurzen, klaren Sätzen, die sich gut für jüngere Kinder eignen. Mein Sohn ist vier Jahre alt und konnte der Geschichte gut folgen, anhand von täglichen Beispielen konnte ich dann das Gelesene auch in seinen Alltag transferieren.

Die großformatigen, farbenfrohen Illustrationen unterstreichen die Handlung wirkungsvoll. Besonders die Mimik und Körpersprache der Figuren machen ihre Gefühle nachvollziehbar und verstärken die emotionale Wirkung der Geschichte.

Einen Kritikpunkt habe ich jedoch, für mich wirkt die Geschichte am Ende zu abrupt beendet, irgendwie bleibt das Gefühl, dass noch etwas fehlt.