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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Herzensprojekt

Elli Energiekuh und ihr Zauberfutter
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'Elli Energiekuh und ihr Zauberfutter' ist ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das sich auf eine ganz besondere Weise mit Ernährung, Körpergefühl und Achtsamkeit beschäftigt. Statt Kindern vorzuschreiben, ...

'Elli Energiekuh und ihr Zauberfutter' ist ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das sich auf eine ganz besondere Weise mit Ernährung, Körpergefühl und Achtsamkeit beschäftigt. Statt Kindern vorzuschreiben, was 'gesund' oder 'ungesund' ist, vermittelt die Geschichte spielerisch, wie wichtig es ist, auf den eigenen Körper zu hören. Genau das macht das Buch für mich so besonders.

Die kleine Elli nimmt Kinder mit auf eine Entdeckungsreise zu ihrem Bauchgefühl und zeigt auf kindgerechte Weise, dass Essen mehr ist als nur satt werden. Besonders schön fand ich, dass das Buch nicht belehrend wirkt, sondern zum Mitmachen, Nachdenken und Fühlen einlädt. Die liebevollen Illustrationen und kleinen Gesprächsimpulse machen es außerdem perfekt zum gemeinsamen Lesen mit Kindern.

Auch hinter dem Buch steckt ein spannendes Herzensprojekt: Hinter dem Namen 'Karate Jana' steht Jana Wollfarth, die viele Jahre im Marketing gearbeitet hat und sich später zur Fachberaterin für Kinder- und Säuglingsernährung weitergebildet hat. Durch ihre Arbeit in der Kita und ihre Erfahrungen als zweifache Mutter entstand die Idee, Kindern einen natürlichen und positiven Zugang zu Essen und Selbstwahrnehmung zu vermitteln und das ganz ohne Druck oder erhobenen Zeigefinger. Genau diese liebevolle Haltung spürt man beim Lesen auf jeder Seite.

Für mich ist es deshalb viel mehr als nur ein Vorlesebuch. Es ist ein achtsames Mitmachbuch, das Kindern auf spielerische Weise zeigt, wie wichtig es ist, auf sich selbst und die eigenen Gefühle zu hören.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

locker, leicht, harmonisch

Blaue Zitronen – Der Sommer, als alles anders wurde
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Wir haben hier ein Sommerbuch, das sich sehr leicht lesen lässt. Der Schreibstil ist flüssig und unkompliziert, sodass man ziemlich schnell in der Geschichte drin ist und gar nicht so sehr darüber nachdenkt, ...

Wir haben hier ein Sommerbuch, das sich sehr leicht lesen lässt. Der Schreibstil ist flüssig und unkompliziert, sodass man ziemlich schnell in der Geschichte drin ist und gar nicht so sehr darüber nachdenkt, wie viele Seiten man schon gelesen hat.

Die Geschichte transportiert viel Sommerfeeling. Die italienische Insel, das Meer und die kleinen Alltagsmomente ergeben zusammen eine Atmosphäre, die sofort Urlaubsstimmung auslöst. Gleichzeitig bleibt die Handlung nicht nur leicht, sondern bekommt immer wieder ruhigere, emotionalere Momente, die gut zur Zielgruppe ab 11 Jahren passen und die Geschichte etwas abrunden, ohne sie schwer wirken zu lassen.

Die Handlung wirkt insgesamt sehr nah an der Realität. Es gibt kein überzogenes Drama und keine künstlich aufgebauschten Missverständnisse. Stattdessen entwickeln sich die Situationen eher so, wie sie im echten Leben auch passieren könnten, was die Figuren glaubwürdig macht und ihnen etwas Bodenständiges gibt. Im Mittelpunkt stehen Freundschaft, Selbstfindung und Familie. Besonders die familiären Aspekte und die kleinen oder größeren Geheimnisse darin spielen eine wichtige Rolle und begleiten Antonia durch ihren Sommer auf der Insel. Dazu kommen neue Freundschaften, die sich Schritt für Schritt entwickeln und einen großen Teil der Geschichte ausmachen.

Das Ende ist ruhig und rund gelöst und passt gut zu dem Verlauf der Geschichte. Es bleibt nichts offen, was sich unausgeglichen anfühlt, und die Entwicklung der Figuren wird stimmig abgeschlossen. Insgesamt ist es ein Buch, das sich angenehm wegliest, viel Sommerstimmung mitbringt und gleichzeitig genug emotionale Tiefe hat, um nicht belanglos zu wirken. Eine Mischung aus Feriengefühl, Freundschaftsgeschichte und Selbstfindung, die gut funktioniert und beim Lesen einfach Spaß macht.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

düster und chaotisch

Ein unheimlich guter Mensch
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Das ist eine ungewöhnliche, düstere und zugleich faszinierend chaotische Geschichte, die vor allem durch ihre moralisch fragwürdige Hauptfigur und den schwarzen Humor heraussticht. Das Buch hebt sich für ...

Das ist eine ungewöhnliche, düstere und zugleich faszinierend chaotische Geschichte, die vor allem durch ihre moralisch fragwürdige Hauptfigur und den schwarzen Humor heraussticht. Das Buch hebt sich für mich klar von klassischen Spannungsromanen ab, weil es weniger auf traditionelle Genre-Strukturen setzt, sondern vielmehr auf emotionale Eskalation, Obsession und gesellschaftliche Dynamiken.
Besonders interessant finde ich die Grundidee rund um Trennung, verletzten Stolz und die daraus entstehende Besessenheit. Lillian ist dabei bewusst keine klassische Sympathieträgerin – sie wirkt oft impulsiv, überfordert und teils anstrengend, was sie für mich einerseits spannend, andererseits stellenweise auch frustrierend macht. Genau diese extreme, chaotische Darstellung sorgt zwar für einen hohen Unterhaltungswert, kann aber phasenweise auch etwas überzogen wirken.
Der Schreibstil gefällt mir insgesamt schon gut, da er modern, direkt und angenehm bissig ist. Trotz der düsteren Themen bleibt die Sprache zugänglich und wird durch schwarzen Humor sowie satirische Elemente aufgelockert. Dadurch liest sich das Buch schnell und entwickelt einen starken Sog. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr emotionale Tiefe oder psychologische Feinzeichnung gewünscht, da einige Entwicklungen eher auf Eskalation als auf tiefere Ausarbeitung setzen.
Emotional lebt die Geschichte für mich vor allem von innerer Unruhe, Frustration, Unsicherheit und obsessiven Dynamiken. Klassische emotionale Nähe oder berührende Tiefe stehen weniger im Vordergrund, was zwar gut zur Handlung passt, aber nicht immer eine nachhaltige emotionale Bindung schafft.
Insgesamt eine originelle, bissige und sehr unterhaltsame Geschichte über toxische Beziehungen, Selbstzerstörung und gesellschaftliche Fassaden. Auch wenn manche Entwicklungen etwas überdreht wirken und nicht immer maximale Tiefe erreichen, überzeugt das Buch vor allem durch seinen scharfen Stil, die ungewöhnliche Protagonistin und seine moderne, chaotische Energie.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

humorvoll und locker

Crushed On Ice
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Aus meiner Sicht ist das eine sehr unterhaltsame, humorvolle und definitiv spicy Sports-College-Romance, die vor allem durch ihren lockeren Schreibstil und ihre originelle Grundidee punktet. Besonders ...

Aus meiner Sicht ist das eine sehr unterhaltsame, humorvolle und definitiv spicy Sports-College-Romance, die vor allem durch ihren lockeren Schreibstil und ihre originelle Grundidee punktet. Besonders die Fanfiction-Thematik rund um Cammie hebt die Geschichte für mich von vielen typischen College-Romances ab und sorgt immer wieder für witzige, charmante und teilweise herrlich schräge Momente. Der Schreibstil liest sich angenehm leicht, modern und flüssig, sodass ich sehr schnell durch die Seiten gekommen bin. Gerade der Humor und die oft skurrilen Situationen machen das Buch für mich zu einer perfekten lockeren Unterhaltung zwischendurch. Auch die Opposites-attract-Dynamik zwischen der eher introvertierten, nerdigen Cammie und dem beliebten Hockey-Star Chase funktioniert insgesamt wirklich süß und sorgt für einige charmante Momente.
Allerdings hatte ich aus meiner Sicht auch das Gefühl, dass die Geschichte emotional eher an der Oberfläche bleibt. Die Charakterentwicklung – besonders bei Cammie – geht teilweise sehr schnell, fast schon etwas zu abrupt, wodurch manche Entwicklungen nicht immer ganz glaubwürdig wirken. Auch die Beziehung zwischen Cammie und Chase schreitet stellenweise sehr rasant voran, sowohl emotional als auch körperlich. Der Spice-Anteil ist für meinen Geschmack recht hoch und setzt auch ziemlich früh ein. Zwar passt das grundsätzlich zur lockeren, schnellen Erzählweise, teilweise hätte ich mir aber etwas mehr Fokus auf emotionale Tiefe und Beziehungsentwicklung gewünscht, bevor die körperliche Ebene so stark in den Vordergrund rückt.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten, weil es sich selbst nicht zu ernst nimmt und mit Humor, Charme und einer ungewöhnlichen Fanfiction-Komponente punktet. Für mich ist es daher vor allem eine leichte, witzige und spicy Romance, die weniger durch Tiefgang, dafür aber umso mehr durch Spaß, Tempo und originelle Ideen überzeugt.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Viel Schmerz und Gefühl

Seven Rules For A Perfect Marriage
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Aus meiner Sicht ist Seven Rules for a Perfect Marriage eine beeindruckend ehrliche und emotionale Geschichte, die sich wohltuend von klassischen Liebesromanen abhebt. Statt einer typischen Verliebtheitsgeschichte ...

Aus meiner Sicht ist Seven Rules for a Perfect Marriage eine beeindruckend ehrliche und emotionale Geschichte, die sich wohltuend von klassischen Liebesromanen abhebt. Statt einer typischen Verliebtheitsgeschichte zeigt das Buch für mich auf sehr realistische Weise, wie komplex, herausfordernd und gleichzeitig tief verbunden eine langjährige Ehe sein kann.
Die Auseinandersetzung mit der Diskrepanz zwischen Social Media und Realität ist ein starker Pluspunkt. Gerade dieser Kontrast zwischen perfekter Außendarstellung und den tatsächlichen Problemen innerhalb einer Beziehung wirkt auf mich sehr modern und glaubwürdig. Themen wie Unfruchtbarkeit, Machtungleichgewichte, Karrierekonflikte und Kommunikationsprobleme werden dabei intensiv behandelt und verleihen der Geschichte viel emotionale Tiefe.
Was ich wirklich positiv hervorheben möchte, ist der ehrliche, teilweise rohe Blick auf moderne Beziehungen. Die Autorin zeigt nicht nur Liebe, sondern auch Frust, Verletzungen und die schwierigen Phasen einer Partnerschaft. Trotzdem bleibt der Schreibstil angenehm zugänglich und stellenweise sogar humorvoll, was die oft schweren Themen etwas auflockert. Auch die duale Perspektive sowie die Rückblenden empfinde ich als sehr gelungen, weil sie beide Seiten der Beziehung greifbarer machen und nach und nach ein vollständigeres Bild entstehen lassen.
Jessica und Jack sind aus meiner Sicht bewusst nicht immer leicht zu mögen. Ihre Entscheidungen und Dynamiken können teilweise frustrierend wirken, gleichzeitig macht genau das sie für mich aber auch authentisch. Die Geschichte fühlt sich dadurch weniger idealisiert, sondern vielmehr wie ein realistischer Einblick in eine Ehe mit all ihren Brüchen und Belastungen an.
Stellenweise empfand ich das Tempo etwas langsamer und emotional fordernd, was bei den behandelten Themen jedoch nachvollziehbar ist. Auch das Ende hätte für meinen Geschmack etwas ausführlicher oder tiefer ausfallen können, da manche Entwicklungen recht schnell abgehandelt wirken.
Insgesamt ist das Buch für mich eine intensive, kluge und bewegende Auseinandersetzung mit moderner Ehe, Selbstinszenierung und den Herausforderungen langfristiger Liebe. Gerade weil es nicht nur romantisch, sondern auch unbequem ehrlich ist, hat mich die Geschichte nachhaltig beeindruckt.

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