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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Viel zu ausschweifend , daher langweilig

Die Töchter der Tuchvilla
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Paul wird zum Wehrdienst eingezogen und muss seine Frau Marie mit den Zwillingen alleine in der Villa zurücklassen. Während sich die Schwestern um den Haushalt kümmern und die Dienstboten unterstützen, ...


Paul wird zum Wehrdienst eingezogen und muss seine Frau Marie mit den Zwillingen alleine in der Villa zurücklassen. Während sich die Schwestern um den Haushalt kümmern und die Dienstboten unterstützen, übernimmt Marie die Führung der Firma.
Um die vielen Verletzten zu versorgen, eröffnet Elisabeth ein Lazarett in der Villa.
Dann kommt es ganz hart, Ehemänner versterben an der Front oder werden vermisst….
Der Klappentext verspricht wieder einmal Spannung und viel Emotionen, was das Buch leider nicht halten kann. Wie schon im ersten Teil "Die Tuchvilla" wurde alles bis ins kleinste Detail ausgebreitet und mir damit den Lesespaß genommen. Die meisten Seiten habe ich nur noch überblättert weil ich wissen wollte wie es weitergeht. wäre dies kein Buch zum rezensieren gewesen, dann hätte ich es abgebrochen.
Die Geschichte selbst ist sehr interessant, wenn auch sehr kriegslastig, die Umsetzung leider missglückt. Oft ist weniger mehr und ohne die ganzen Ausschmückungen hätte mich die Story auch fesseln und berühren können. Schade

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbares Buch über verschiedene Kulturen

Der goldene Sohn
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Anil und Leena verbringen gegen den Widerstand der Eltern fast ihre gesamte Kindheit zusammen, bis Anil nach seinem College Abschluss nach Amerika geht um dort Arzt zu werden.
Leena wird, wie in Indien ...

Anil und Leena verbringen gegen den Widerstand der Eltern fast ihre gesamte Kindheit zusammen, bis Anil nach seinem College Abschluss nach Amerika geht um dort Arzt zu werden.
Leena wird, wie in Indien üblich, verheiratet und muss in einer schlimmen Ehe ausharren bis ihr, schwer verletzt, die Flucht gelingt.
Anil hat in den USA mit dem Kulturschock und den harten Ausbildungsbedingungen zu kämpfen. Für ihn wird es auch nicht gerade leichter wenn er in seine Heimat kommt, da er dort die Arbeit seines Vaters, als Streitschlichter, übernehmen muss.
Beide haben es nicht leicht, bis sie sich wiedersehen und die alten Gefühle wieder da sind, als seine sie nie verschwunden gewesen.
Ein wunderbares Buch, das sich so flüssig lesen lässt, dass man es kaum aus der Hand legen mag. In den Kapiteln wird abwechselnd aus der Sicht von Anil und Leena geschrieben und da ich in beide Welten vollkommen abtauchen konnte, wollte ich immer wissen wie es mit dem anderen weitergeht und war so gefesselt, dass ich Kapitel um Kapitel lesen musste.
Alle Leser, die sich für fremde Kulturen interessieren, sollte diese Geschichte auf jeden Fall lesen, man lernt viel über das Leben in Indien, aber auch die Ausbildung in den Staaten und das zurechtfinden für einen Fremden dort, fand ich sehr gut und authentisch beschrieben. Sehr gefühlvoll, aber nie kitschig, alles nachvollziehbar.
Einen halben Stern Abzug gibt es wegen dem Ende, dass ich so nicht erwartet hatte und das ich auch unpassend und zu schnell abgearbeitet fand.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gelähmt ist nicht gestorben / Tom Gschwandtner

Gelähmt ist nicht gestorben
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Bei einem Autounfall vor 20 Jahren hat sich Tom Gschwandtner den Hals gebrochen. Mit 26 Jahre ist er Querschnittsgelähmt und muss sich zurück ins Leben kämpfen.
Auch seine Lebensgefährtin Gaby wird bei ...

Bei einem Autounfall vor 20 Jahren hat sich Tom Gschwandtner den Hals gebrochen. Mit 26 Jahre ist er Querschnittsgelähmt und muss sich zurück ins Leben kämpfen.
Auch seine Lebensgefährtin Gaby wird bei dem Unfall schwer verletzt und muss monatelang en Gipskorsett tragen.
Ich muss sagen dass ich von dem Buch etwas anderes erwartet hatte und vielleicht auch aus diesem Grund skeptisch rezensiere. Sehr ausführlich beschreibt der Autor seine Zeit auf der Intensivstation, der Krankenstation und der anschließenden REHA. Dis tut er mit sehr viel Humor, der alles auflockern sollte, mir aber entschieden zu viel wurde. Ich selbst bin auch ein Mensch mit Galgenhumor und konnte vieles nachvollziehen und darüber schmunzeln, gestört hat mich die Ausgiebigkeit, zum Teil über mehrere Seiten, so dass ich teilweise überblättert habe. Es wirkte auf mich aufgesetzt und nicht mehr echt.
Zwischen Toms Bericht konnte man immer wieder einmal Tagebucheinträge von Gaby lesen, die fand ich dann wesentlich informativer weil sachlich formuliert.
Die eingestreuten Arztberichte waren für einen Laien nicht zu verstehen, zu viel Fachchinesisch. Da hätte Tom lieber in eigenen Worten formulieren sollen welche Folgen der Unfall hatte.
Der Teil über die Genesung war, wenn auch zum Teil informativ, viel zu lang und es folgten am Ende nur noch ein paar wenige Seiten über seinen Zustand nach der Entlassung aus der REHA und wie er zurück ins Leben gefunden hat. Dieser Teil hat mir viel besser gefallen, zumal er sachlich geschildert wurde und nicht fast ins lächerliche Abtrifftete wie seine Krankengeschichte.
Viel neues konnte ich aus dem Buch nicht erfahren und es konnte mich auch leider emotional nicht berühren wie ich es erwartet hatte. Ich vergebe 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die fremde Schwester / Lauren Willig

Die fremde Schwester
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Die fremde Schwester / Lauren Willig 3/5
1927 arbeitet Rachel als Gouvernante für Reiche als sie die Nachricht erreicht dass ihre Mutter in England schwer erkrankt ist. Da ihre Arbeitgeberin sie nicht ...

Die fremde Schwester / Lauren Willig 3/5
1927 arbeitet Rachel als Gouvernante für Reiche als sie die Nachricht erreicht dass ihre Mutter in England schwer erkrankt ist. Da ihre Arbeitgeberin sie nicht freistellen möchte, kündigt Rachel fristlos und reist sofort ab. Leider kommt sie zu spät ab und ihre Mutter ist Tage zuvor verstorben. Bei der Übernachtung im Haus der Mutter findet Rachel einen Zeitungsausschnitt mit einem Mann, der ihrem angeblich verstorbenen Vater zum verwechseln ähnlich sieht.
Sie fährt zu ihrem Onkel um mehr darüber zu erfahren und ist entsetzt als sie erfährt dass sie die Tochter von Graf Ardmore, dem Mann auf dem Foto ist, mit dem ihre Mutter ein Verhältnis hatte.
Bei ihrem Onkel lernt sie den Klatschkolumnisten Simon kennen, der die Chance seines Lebens auf eine gute Story wittert. Er gibt Rachel als seine Cousine Vera Morton aus Frankreich auf und reist mit ihr zusammen nach London um sie dort in die Hight Society einzuführen und in das Haus ihres Vaters zu bringen.
Die Charaktere werden gut beschrieben und haben Tiefe, Vera kommt symphytisch und witzig rüber. Schnell findet sie sich in ihre Rolle herein und durch die vielen Dialoge kann man sich alles bildlich gut vorstellen und in ihre Lage versetzen. Leider konnte ich mit den Dialogen, die platt und hölzern wirkten und nicht von der Stelle gekommen sind nicht viel anfangen. Es war so als würde ständig über das Gleiche geredet.
Auch als Vera dann John, den Verlobten ihrer Halbschwester, kennen lernt geht es nicht richtig voran und ich hatte mir von der Geschichte wesentlich mehr Spannung erwartet. Fesseln konnte mich das Ganze nicht und es hat mich auch nicht großartig unterhalten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Erbe und Schicksal / Jeffrey Archer Clfton Saga Teil 3

Erbe und Schicksal
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Harry Clifton und sein Freund Giles Barrington haben den Krieg überlebt und zumindest Harry hat sein Glück gefunden und kann Emma heiraten. Zusammen mit ihrem gemeinsamen Sohn Sebastian müssen sie gegen ...

Harry Clifton und sein Freund Giles Barrington haben den Krieg überlebt und zumindest Harry hat sein Glück gefunden und kann Emma heiraten. Zusammen mit ihrem gemeinsamen Sohn Sebastian müssen sie gegen allerhand Intrigen ankämpfen. Auch Giles, der als Abgeordneter kandidiert, muss sich gegen Fisher behaupten, der sich mit der intriganten EX-Frau Virginia von Giles zusammen getan hat, um selbst an die Macht zu kommen und das aufgebaute Imperium der Barringtons zu zerstören.
Archer hat es wieder, wie kein anderer verstanden, von der ersten Seite an Spannung zu erzeugen und den Leser nur so durch die Seiten zu jagen. Mit seinem bildhaften Schreibstil ist es ihm wieder einmal gelungen dem Leser vorzugaukeln er sei in einem Film gefangen, ich war förmlich mit dabei, und konnte miterleben wie sich die Familien gegen den Verrat und die ganzen gesponnenen Intrigen zur Wehr setzen mussten.
Auch die Geschichte um Sebastian, hat mich voll überzeugt und war jederzeit glaubwürdig. Seinen Weg habe ich mit besonderer Spannung verfolgt und war am Ende ganz gefesselt als ihm seine schwerste Hürde bevorgestanden hat.
Gemeinerweise endet das Buch wieder mit einem Cliffhanger, so dass man am liebsten gleich den nächsten Band in Händen halten und lesen könnte.
Den einzigen Nachteil den ich an dieser Serie finden kann, ist dass man sie wirklich der Reihe nach lesen muss damit man der Geschichte folgen kann.