Gut als Einstieg ins Epic Fantasy Genre
Der Flug der DrachenreiterDer Flug der Drachenreiter ist mal wieder so ein Buch, bei dem es mir etwas schwer fällt, meine Meinung so richtig in Worte zu fassen.
Es hat mir durchaus gut gefallen und ich werde auch den 2. Teil gerne ...
Der Flug der Drachenreiter ist mal wieder so ein Buch, bei dem es mir etwas schwer fällt, meine Meinung so richtig in Worte zu fassen.
Es hat mir durchaus gut gefallen und ich werde auch den 2. Teil gerne lesen, aber ich trotzdem einige Kritikpunkte bzw. Punkte, die für mich persönlich noch etwas besser hätten sein können.
Ich glaube, dieses Buch eignet sich sehr gut als Einstieg ins Epic Fantasy Genre. Es befindet sich irgendwo zwischen YA und Adult Fantasy, ist keine Romantasy und baut viele Völker, viele Wesen und einen Krieg ein, ohne dabei zu komplex zu sein. Wer sich also noch nicht so ganz an das Genre ran getraut hat, sollte es mal hiermit versuchen.
Da ich persönlich wirklich gerne und viel Epic Fantasy lese, hätte es für mich noch etwas komplexer sein können. Die Welt mit ihren Völkern ist sehr nah an unsere angelehnt, was für mich stellenweise etwas simpel gestrickt gewirkt hat, so als hätte man es sich einfach gemacht, eine Fantasywelt zu kreieren, indem man quasi einfach unsere einbaut.
Trotzdem waren die verschiedenen Völker interessant dargestellt und hatten alle ihre Eigenheiten.
Was mir wirklich gut gefallen hat, ist dass es nicht nur Drachenreiter gibt, sondern auch die Greifen-Garde und andere Wesen, mit denen man sich verbinden kann. Das war eine wirklich schöne Abwechslung zu üblichen Drachenreiter Geschichten und hat auch die Welt nochmal etwas interessanter gemacht. Am Drachenreiter-Aspekt haben mich ein paar Kleinigkeiten sehr an Eragon erinnert, aber gerade die mit den Drachen verbundene Magie kannte ich so noch nicht und dieser Aspekt wurde auch sehr ausführlich behandelt.
Mein Haupt"problem" mit dem Buch, war das Pacing und der Handlungsverlauf. Es dauert recht lange, bis überhaupt spannende Ereignisse eintreten und nach diesen kommt dann leider auch wieder ein Mittelteil, in dem nicht viel passier und der sich ziemlich zieht. Trotz der bedrohlichen Situation hat mir etwas die Dringlichkeit im Verhalten der Charaktere gefehlt. Generell hat es auf mich manchmal etwas gewirkt, als würde den Charakteren eine wirkliche Motivation und Begründung für ihre Handlung fehlen - stattdessen ist ihnen eher alles zugefallen.
Ein paar Handlungsentwicklungen habe ich so nicht kommen sehen und gegen Ende hat es dann auch nochmal gut an Spannung zugelegt, aber andere Plot Twists hingegen waren von Anfang wirklich offensichtlich und die Auflösung wurde ewig hingeschoben.
Alles in allem war es absolut kein schlechtes Buch, es hat mir nur etwas an Tiefe und Komplexität gefehlt. Als Einstieg in Epic Fantasy ist es aber mit Sicherheit eine wirklich gute Wahl.