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Veröffentlicht am 19.04.2026

gelingsichere, vielseitige und ansprechende Rezepte, überaus schön präsentiert

Die Marmeladen-Königinnen
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Bei „Kuchentratsch“ handelt es sich um eine Münchner Backstube, in der SeniorInnen zusammen backen und Marmelade einkochen, traditionelle Rezepte erhalten und neue stimmen zunächst ein wenig in die Geschichte ...

Bei „Kuchentratsch“ handelt es sich um eine Münchner Backstube, in der SeniorInnen zusammen backen und Marmelade einkochen, traditionelle Rezepte erhalten und neue stimmen zunächst ein wenig in die Geschichte des Einkochens ein, unterscheiden Konfitüre, Gelee, Marmelade, Chutney & Co., erläutern alles Wissenswerte rund ums Marmeladeeinkochen, von Säure bis Gelierprobe, Hygiene, benötigte Utensilien, Ideen für Dressings, Verfeinern von Konfitüren, alte und moderne Methoden des Einkochens. Sehr gut gefallen mir enthaltene Tabellen, wie jene zur Fehler-/Problemlösung.

Und dann folgen die Rezepte, unterteilt in die Kapitel:

Klassiker & Familienrezepte
Blüten, Kräuter & feine Aromen
Exotisch & Überraschend
mit Gemüse, Kräutern & Würze
Fruchtkompositionen mit Twist
Zitrus & Frische
Herzhaft eingelegt & klassisch konserviert
Besondere Anlässe & Geschenke aus der Küche

Schon alleine diese Übersicht zeigt, wie vielfältig und abwechslungsreich die ausgewählten Rezepte ausfallen. Jedes der Rezepte wurde ganz ausführlich erklärt und mit einem einführenden kurzen Text der/des rezeptgebenden „Oma“ oder „Opas“ mit namentlicher Nennung sowie meistens mit einem passenden, schönen, gemalten Bild versehen. Die bezaubernde Illustration und diese „persönliche“ Weitergabe der Rezepte machen das Buch schon zu etwas Besonderem. Die Retepte selber finde ich allesamt ansprechend, häufig in ihrer Zusammenstellung sehr pfiffig. Eigentlich gehöre ich, was den Brotbelag angeht eher zu den Herzhaften, auch, weil ich als Kind nur absolut langweiliges Johannisbeer- oder Himbeergelee (und das auch noch ohne Kerne) kennen- und nicht liebengelernt habe. Die hier weitergegebenen Rezepte werde ich nach und nach ausprobieren, freue mich, dass sie gelingsicher sind und ich mich an ein ganz neues Thema in der Küche heranarbeiten kann. Sehr gut gefällt mir, dass nicht nur mit Gelierzucker sondern auch mit Gelfix, also ohne mögliche Zugabe von Zucker, oder unter anderem mit Pektin gearbeitet wird und ganz viele Varianten durchgespielt werden. Mich sprechen unter anderem besonders an: Holunderblüten-Apfel-Gelee mit Pfirsichstückchen, Erdbeer-Basilikum-Konfitüre, Quittengelee mit Sternanis, Aperol-Spritz-Gelee, Kürbis-Orangen-Marmelade, Winterchutney oder Orangen-Rhabarber-Konfitüre mit Weisswein und Orangenlikör.

Für mich bietet dieses hochwertig erstellte Buch sehr gute Anleitungen, auch in traditioneller Weise, wie meine Großmutter Marmelade eingekocht hat, jede Menge schöner, ansprechender Rezepte. Abgerundet wird dieses Erlebnis noch durch mehrere Bögen bezaubernd illustrierter, selbstklebender Etiketten, mit denen man seine oder vielleicht auch zu verschenkende Gläser verzieren kann. Das Buch halte ich sowohl für Marmeladeneinsteiger wie mich als auch für Passionierte gleichermaßen ansprechend, inspirierend und interssant.

Veröffentlicht am 18.04.2026

eine Pflichtlektüre

Essen und essen lassen
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Marlene Borchardt und Nora Burgard-Arp, beide unter anderem als Journalistinnen für DIE ZEIT tätig, durchleuchten in diesem Buch viele verschiedene Aspekte zum Thema Ernährung, versuchen diese wieder zu ...

Marlene Borchardt und Nora Burgard-Arp, beide unter anderem als Journalistinnen für DIE ZEIT tätig, durchleuchten in diesem Buch viele verschiedene Aspekte zum Thema Ernährung, versuchen diese wieder zu einer wertfreien Betrachtung und ebensolchen Umgang mit ihr zu bringen. Dabei thematisieren sie beispielsweise verletzende oder unbedachte Sprüche bezüglich zu Tellerinhalt, Figur oder Essverhalten anderen gegenüber, Fatshaming und Ableismus, Ernährungstrends, auch sehr isolierten mit radikaler Überzeugung, Selbstoptimierung und Trecking, Longlivety oder Diätmoral. Besonders interessant fand ich Ausführungen bezüglich des vorbildhaften Umgangs mit Kindern und prägenden Sätzen zum Essverhalten sowie das Ausmaß an CretorInnen, Youtubern… die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, unsere Kinder in eine Essstörung zu treiben. Einzelne Aspekte davon habe ich etwas mitbekommen, obwohl ich bewusst nicht in den sozialen Medien unterwegs bin und dort niemandem folge. Die Frage bleibt schon, weshalb die Politik unsere Kinder und Jugendliche nicht besser schützt. Ein großes Thema bleiben auch Vorbilder wie Kate Moss, wobei, das muss ich anmerken, schon Twiggy in den 60er und 70er Jahren starkes Untergewicht populär und erstrebenswert machte und bereits damals viele Jugendliche Essstörungen entwickelten. Es ist also nicht einfach ein Phänomen der heutigen Zeit, wenngleich der Einfluss der heutigen Medien viel größeren Einfluss und Zugriff bietet.

Die verschiedenen Aspekte werden kapitelweise besprochen und manchesmal mit einem Gedankenkatalog oder einer Aufgabe abgeschlossen. Häufig enthalten sie Gespräche oder Erlebnisse de beiden Autorinnen, die eigentlich jede von uns kennen dürfte. Bei etlichen Punkten war ich im Glauben, dass es sich bereits erledigt hätte und sich eine andere Sichtweise etabliert hätte. Nach Lesen des Buches muss ich feststellen, dass dieses Buch überfällig war, und ich hoffe es wird viele LeserInnen haben. Ändern kann man nur „auf breiter Front“ und hier erfährt man so viele Hilfestellungen zur Betrachtung und Vermeidung von Unüberlegtem, das eigentlich eher schadet als nützt sowie eine neue oder wiederentdeckte Sichtweise auf das Essen, das keine Verbote oder Entsagungen, sondern Genuss und Freude mit sich bringen soll und sowohl Kindern und Jugendlichen als auch Erwachsenen den Weg zu besserem Wohlbefinden zeigen wird. Ich finde dieses Buch überaus wichtig und empfehle es unbedingt weiter.

Veröffentlicht am 16.04.2026

französische Pâtisserie- Gebäcke und -Kunstwerke mit einzelnen japanischen Zutaten

Japanisch Backen
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Die bekannte Takumi Pâtisserie hat in Paris zwei Filialen: in der Rue de Pyramides und in der Rue Dauphine. Wer an deren Schaufenster vorbei geschlendert oder aber hineinspaziert ist, wird sich beim Anblick ...

Die bekannte Takumi Pâtisserie hat in Paris zwei Filialen: in der Rue de Pyramides und in der Rue Dauphine. Wer an deren Schaufenster vorbei geschlendert oder aber hineinspaziert ist, wird sich beim Anblick der in diesem Buch vorgestellten Gebäcke, genau wie ich, zweifelsohne daran erinnern. Mir war der Name der Pâtisserie nicht im Gedächnis geblieben, wohl aber die Macarons samt Prägung.

In diesem Buch vermittelt also TAKUMI, dass moderne Coffeeshops in Japan sehr gefragt sind, dass es sich um eine Fusion handelt aus japanischem Gebäck und Kaffee. In der Takumi Pâtisserie werden also Gebäcke hergestellt, die in Japan, und sonst auch, zum Kaffee passen, japanisch inspiriert und kreiert wurden; es handelt sich eher nicht um japanische O-Rezepte, vielmehr wurden japanische Zutaten, Gewürze und Geschmacksrichtungen genutzt um diese Fusion zu erleben und genießen zu können. Nach einer Einführung in eben diese Geschmacksvielfalt werden die Rezepte vorgestellt, eingeteilt in die Kapitel:

Brot, Brioche & Kleingebäck
Grundrezepte der Konditorkunst
Kuchen & Torten
Feingebäck
Plätzchen, Konfekt, Kleine Kuchen & andere Köstlichkeiten
Getränke

Das Buch ist schön gestaltet; für meinen Geschmack könnten jedoch mehr Fotos enthalten sein – ich schätze das eigentlich als Ergänzung zu jedem Rezept sehr. Auch war mir, bevor ich das Buch in den Händen hielt, nicht bewusst, dass es sich überhaupt nicht um japanische Rezepte handelt, für mich, nach dem Betrachten und Lesen des Buches genaugenommen auch nicht um japanisches Backen. Ich hatte eher Originalrezpte erwartet, wenngleich ich aber sehrwohl ansprechende Rezepte gefunden habe. Dennoch spricht es mich überhaupt nicht an, dass im ersten Drittel des Buches Grundrezepte wie Sandwich, auch belegt, die Herstellung von Crriossants, Brandteig, süßer sowie salziger Mürbeteig, Biskuit, Crêpes, Pancakes, Baise, Konditorcreme… ausführlich beschrieben wird. Für mich macht es kein japanisches Backen aus, wenn unter den vielen verschiedenen Maccarons, Bisquitrollen oder Galette/Crêpe-Kuchen-Tortenvarianten auch eines mit Matcha als Zutat enthalten ist. Genaugenommen zieht sich dieses durch das ganze Buch, mal etwas mit Yuzu, mal mit schwarzem Sesam, Marzipan-, Himbeer- oder Schokocreme abgewandelt – oder ein klassisches Rezept, in dem Matcha oder Yuzu eingesetzt wird, wie beispielsweise der Marmorkuchen mit Matcha.

Die Rezepte an sich finde ich schon ansprechend, besonders die der vielen kleinen Törtchen, beispielsweise Cheese Tarts mit Yuzuglasur, oder Cheeset Tarts mit Saint-Honoré oder die verschiedenen eingefärbten und gefüllten Windbeutel (echt was fürs Auge!). Die gefüllten Doroyaki sehen fast aus wie Maccarons, nur, dass sie kleine Pancakes als Deckel haben, wieder mit den immer wiederkehrenden und dadurch langsam etwas monoton wirkenden Füllungen. Zum Ende des Buches erfreuen mich dann wieder einzelne und nicht in bunter Serie gearbeitete Leckereien wie Matcha-Tiramisu, Schokoladenstäbchen mit Farbverlauf (mit Matcha), Matcha Latte heiß oder kalt, Yuzu-Limonade. Bei fast allen Rezepten handelt es sich um Kunstwerke eines Pattissiers, die echtes Können voraussetzen und diese Schönheit durchaus benötigen um vom ersten Augenblick an zu beeindrucken. Auf dem Cover sieht man auf dem unteren Foto den Creme-Windbeutel Saint-Honoré, der nach der Kühlung mit Craquelins ummantelt nochmals gebacken, mit Konditorencreme gefüllt, mit einem karamellisierten, mit einer besonderen Vanillecreme gefüllten, Mini-Windbeutel als Topping dekoriert wurde. Das sieht umwerfend aus und schmeckt sicherlich auch phantastisch; den Feiertag, für den ich mir derart viel Arbeit machen würde, muss ich erst noch ausmachen. Es sind aber auch alltagstauglichere Rezepte enthalten, die sicherlich auch begeistern.

Veröffentlicht am 12.04.2026

ansprechende, gelingsichere Back-/Rezepte mit Buchweizen und Hafer

Backen mit Buchweizen und Hafer
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Modesta Bersin hat dieses Buch in zwei Kapitel geteilt, erklärt in jedem zunächst Grundlegendes zu Buchweizen oder Hafer, wobei auch einfache Rezepte, wie beispielsweise verschiedene Haferbreie enthalten ...

Modesta Bersin hat dieses Buch in zwei Kapitel geteilt, erklärt in jedem zunächst Grundlegendes zu Buchweizen oder Hafer, wobei auch einfache Rezepte, wie beispielsweise verschiedene Haferbreie enthalten sind und teilt dann ihre Rezepte. Das Kapitel zum Buchweizen fällt deutlich umfangreicher aus, was mich sehr freut. Traditionelle Rezepte lassen sich nicht einfach durch Ersetzen von Mehl durch Buchweizenmehl ändern; es benötigt wohl viele Versuche und Hintergrundwissen um entsprechende Rezepte zu erschaffen. Diese sind, in beiden Kapiteln, umfangreich und ausgesprochen ansprechend. Ob Torte, Kuchen, Kleingebäck, man kann alles Dank der sehr leicht verständlichen und gelingsicheren Rezepte nachbacken. Jedes Rezept wird durch ein ganzseitiges Foto der fertigen Speise ergänzt, häufig auch durch Vorschläge von Varianten. Dir Rezepte finde ich allesamt sehr aufregend, werde mich also nach und nach durch das gesammte Buch backen. Unter den vielen Rezepten, die mich ansprechen, finden sich unter anderem eine Eierlikörtorte, ein Zwetschgenkuchen mit Streuseln, Rhabarberbaiser, das südtiroler Rezept für eine Buchweizen-Preiselbeertorte, Quiche Lorraine, Schwarzwälder Kirschtorte, Crêpes-Varianten und verschiedene Plätzchen; unter den Rezepten mit Hafer finden sich verschiedene für Frühstücksbrei, Brote und Plätzchen.

Nicht nur bei Unverträglichkeiten, sondern schon alleine rein geschmacklich treffen diese Rezepte genau ins Schwarze, bieten eine große Auswahl sowie ergänzende Variationen.

Veröffentlicht am 09.04.2026

wunderbare Reise, auch kulinarisch, durch Mexiko

Mexico mi Amor
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Wenn Luis Fernando Gonzales Cortes gefragt wird, was Mexiko für ihn bedeutet, antwortet er „Alles. Es ist meine Kindheit, meine Urlaube, meine Identität, meine Erinnerung an Gerüche, Stimmen und Musik.“ ...

Wenn Luis Fernando Gonzales Cortes gefragt wird, was Mexiko für ihn bedeutet, antwortet er „Alles. Es ist meine Kindheit, meine Urlaube, meine Identität, meine Erinnerung an Gerüche, Stimmen und Musik.“ Und mit Sicherheit auch sein mexikanisches Restaurant in München….

In diesem sehr hochwertig und fotoreich erstellten Buch nimmt er also den Leser mit, um „Alles“ zu zeigen, zu erklären, zu schwärmen und anzustecken und mexikanische Rezepte aus Familie, Alltag und eigener Küche, möglichst authentisch, verbunden mit Erinnerungen, weiterzugeben. Er erklärt Grundprodulte und Zutaten, Zubereitungsarten und Techniken, Werkzeuge und Küchenhelfer; man erfährt vieles über Chilis, Tortillas, Salsas und Persönliches. Die Rezepte nehmen den Leser mit auf eine Reise, bringen Rezepte aus verschiedenen Regionen, Streetfood und auch Getränke genauso wie Tipps, wie man sich als Gast in Mexiko verhalten sollte.

Die Rezepte enthalten alle erstmal eine kurze Einstimmung, eine Zutatenliste sowie eine leicht verständliche Zubereitungsanleitung. Mir gefällt sehr, dass auch Angaben zur Vor- sowie Zubereitungszeit und dem Schwierigkeitsgrad gemacht und werden meistens durch ein ganzseitiges Foto der fertigen, angerichteten Speise ergänzt wird.

Die Rezepte fallen vielfältig und abwechslungsreich aus; unter ihnen finden sich beispielsweise verschiedene Salsas, Picadillo, Sopa de Tortilla, Short Ribs estilo Flanken-Cut, verschiedene Eintöpfe, verschiedene Tacos-Rezepte, Pambazo, Garnelen a la Cucuracha, Chilaquiles. Sowohl die stimmungsvollen Bilder aus Mexiko als auch die Rezepte bereiten bereits beim ersten Durchblättern Freude; insgesamt vermittelt dieses Buch eine schöne, auch kulinarische Reise durch Mexiko.