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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2020

Toll erzählt; was für ein Spaß!

Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte
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Auf knapp 390 Seiten erzählt Jonas Jonasson in 74 Kapiteln, mit schnellen Wechseln und jeder Menge Humor, in seiner ganz eigenen, köstlichen Art die Geschichte eines geldgierigen Kunsthändlers Victor, ...

Auf knapp 390 Seiten erzählt Jonas Jonasson in 74 Kapiteln, mit schnellen Wechseln und jeder Menge Humor, in seiner ganz eigenen, köstlichen Art die Geschichte eines geldgierigen Kunsthändlers Victor, von Kevin, der in Afrika vom Himmel und vor die Füße des Massaikriegers und Medizinmannes Ole Mbatian fiel und an Sohnes statt angenommen wurde, wie die beiden, unabhängig von einander nach Schweden reisen, auf Jenny treffen, Victors Exfrau, und auch von Hugo, der die Agentur der süßen Rache betreibt.

Die Schicksalsfäden dieser und noch weiterer Personen sind fein und humorvoll mit einander verwoben und als zwei Werke von Irma Stein ins Spiel kommen, gerät alles außer Kontrolle, verzettelt sich, skurrile Ideen und Wendungen scheinen immer weiter ins Aussichtslose zu führen…..

Die erzählte Geschichte hat mich großartig unterhalten; Jonas Jonasson sprüht wieder vor lauter schrillen Ideen, führt in die Irre, hinaus und in noch wildere Szenarien, mit soviel Humor und Komik, das ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mochte. Sehr interessant fand ich auch die Ausflüge in die Welt der Malerei, insbesondere die Beschreibungen zu Irma Stern und ihrem Leben, über das man so ganz nebenbei bei der fein gesponnenen Geschichte um zwei ihrer plötzlich aufgetaucheten Bilder erfährt.

Toll erzählt; was für ein Spaß!

Veröffentlicht am 14.12.2020

charmant, herzerwärmend und lehrreich

Die Katze des Dalai Lama und die vier Geheimnisse des Glücks
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Die Katze des Dalai Lamas lebt seit sieben Jahren im Kloster des Dalai Lama; sie hat viele Namen, u.a. nennt man sie auch KSH (Katze seiner Heiligkeit), Rinpoche oder „Schneelöwin“ und in „Die vier Geheimnisse ...

Die Katze des Dalai Lamas lebt seit sieben Jahren im Kloster des Dalai Lama; sie hat viele Namen, u.a. nennt man sie auch KSH (Katze seiner Heiligkeit), Rinpoche oder „Schneelöwin“ und in „Die vier Geheimnisse des Glücks“ erhält sie noch den der „Therapiekatze“.

Bei einem Gespräch hört die Schneelöwin über die vier Geheimnisse des Glücks; der Dalai Lama stellt ihr die Aufgabe diese für ein neues Buch zu erforschen.Wie schon in vorherigen Büchern erforscht sie also ihre Umgebung, besucht Orte und bekannte Personen um sich ein wenig verwöhnen zu lassen, belauscht und beobachtet dabei alte Freunde, Mönche, Yogis und Gelehrte, unter anderem in der Yogaschule des herabschauenden Hundes, den Himalaya-Buchcafé oder im naheliegenden Altenheim, in dem sie den Bewohnern Mitgefühl und Glück entgegenbringt und als Therapiekatze bezeichnet wird. Bei ihren Begenungen erinnert sich Rinpoche an Begebenheiten in ihrem Leben, die sie anhand der neuen Erkenntnisse besser verstehen kann. Sie erfährt Geheimnisse des Glückes wie liebende Güte, Mitgefühl, loslassen und aufhören, sich mit sich selber zu beschäftigen.

David Michie hat in leisen und fast schon poetischen Worten eine wundervolle Geschichte erzählt, in der er Weisheiten des Buddhismus mit einer Leichtigkeit vermittelt, die mich beim Lesen entspannt und beruhigt hat. Mir hat sehr gut gefallen, dass in diesem Buch wieder Rinpoche die Erzählerin ist – im letzten gab es von ihr nur das Vorwort. Ich finde sie ausgesprochen charmant und ihre Art zu lauschen, zu erkennen und verstehen besonders herzerwärmend.

Mein Fazit: Ein wundervolles Buch, das auf äußerst charmante Weise viele Denkanstöße gibt.

Veröffentlicht am 07.12.2020

super erklärt, tolle Rezeptauswahl

Der ultimative Brau-Guide
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Die Autoren vermitteln mit viel Leidenschaft und Liebe zum Bier eine kurze Stippvisite zu dem Beginn des Bierbrauens in der eigenen Küche, erwähnen Jean Pütz und seine Wegbereitung für das heute in geringem ...

Die Autoren vermitteln mit viel Leidenschaft und Liebe zum Bier eine kurze Stippvisite zu dem Beginn des Bierbrauens in der eigenen Küche, erwähnen Jean Pütz und seine Wegbereitung für das heute in geringem Maße erlaubte Bierbrauen daheim, stellen Brauausrüstung, Brauschritte und verschiedene Rohstoffe ausführlicher vor.Sehr übersichtlich und schön illustriert, wie eigentlich das ganze Buch, finden sich Tabellen mit unterschiedlichen Hopfensorten samt Kurzprofil, das auch Aromen sowie Vorschläge für die entsprechenden Biersorten aufzeigt. Diese Tabellen erstrecken sich über mehrere Seiten und haben mich mit den ausführlichen Darstellungen der verschiedenen Aromen besonders beeindruckt. Malzsorten und die Mälzerei, viele verschiedene Hefesorten und die Zuordnung zu den entsprechenden Biersorten fallen sehr umfang- und hilfreich aus.

Nach einer ausführlichen, ebenfalls gut bebilderten Brauanleitung folgend 20 Braurezepte, unter anderem für Kölsch, Coffee & Cream Stout, helles Weizenbier, Pils, Alt, Weihnachtsbier. Die Rezepte sind gut aufbereitet und erklärt, von den Zutaten her manches mal etwas umfangreicher als erwartet; da sollte sich besser schon eine kleine Zutatensammlung anlegen. Den Rezepten schließen sich die Vorstellung einzelner Brauer an und, was ich ganz besonders spannend fand, eine genauere Anleitung um Jungbier zu stopfen samt Auswahl an verschiedenen Aromen. Zu guter Letzt werden noch kurz Steuerrechtliches und ausführlicher Fehlaromen sowie Ausrüstungen für Hobbybrauer vorgestellt.

Die Erklärungen und Arbeitsanweisungen fand ich ausgesprochen gut verständlich; besonders die vielen Tabellen und Unterscheidungen von Hefesorten und Aromen waren für mich sehr interessant und ausführlich, die Auswahl an Rezepten weit gefächert und perfekt ausgewählt. Ich denke, sowohl Neulinge als auch schon erfahrenere Hobbybierbrauer werden dieses Buch schätzen und mit (Vor)Freude nutzen.

Veröffentlicht am 06.12.2020

hochwertiges, bezauberndes und inspirierendes Set

Tantra-Yoga - Der Weg zum Großen JA!
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Das Set besteht aus einem Begleitbüchlein und 49 Übungskarten mit Übungen, Reflexionen und Impulsen. Die Karten, die man einzeln ziehen kann, werden im Begleitbuch erläutert.

Das komplette Set wurde sehr ...

Das Set besteht aus einem Begleitbüchlein und 49 Übungskarten mit Übungen, Reflexionen und Impulsen. Die Karten, die man einzeln ziehen kann, werden im Begleitbuch erläutert.

Das komplette Set wurde sehr hochwertig gestaltet und hergestellt; Prägungen der Box sowie die Karten wurden goldfoliengeprägt oder golden gedruckt. Die Inhalte der Karten finde ich sehr ansprechend und anspruchsvoll; man erhält Inspiration, Einblicke, Übungsanleitungen, ergänzt durch Anleitungen im Buch – ein wundervolles Set für sich selber und auch zum Verschenken.

Veröffentlicht am 02.12.2020

geschmackvolle Gerichte, einfach und dabei raffiniert

TANJA VEGETARISCH
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Tanja Grandits, wird als beste Köchin der Schweiz eingestuft, wurde vom Gault Millau mehrfach als „Koch des Jahres“ ausgezeichnet ( 2006, 2013/14 und 2019/20). Auperdem hat sie bereits mehrere Kochbücher ...

Tanja Grandits, wird als beste Köchin der Schweiz eingestuft, wurde vom Gault Millau mehrfach als „Koch des Jahres“ ausgezeichnet ( 2006, 2013/14 und 2019/20). Auperdem hat sie bereits mehrere Kochbücher herausgebracht – dieses ist ihr siebtes.

Tanja Grandits erzählt ein wenig von ihrem Leben mit ihrer Tochter, wie gut sie sich verstehen, ergänzen und inspirieren und, dass sie dieses Kochbuch ihrer Tochter widmet. Immer wieder finden sich auch Fotos der beiden im Buch, die mir allesamt sehr gut gefallen, denn, was ich wirklich selten so wahrnehme, sie sind einfach stimmig, wirken natürlich und zeigen das gemeinsame Glück bei der Zubereitung sowie dem Genuss der selbsthergestellten Speisen. Ganz eindeutig heben sich diese bescheiden anmutenden Fotos ab von denen, die häufig in anderen Kochbüchern nur der Selbstdarstellung dienen ( diese Bilder, mal mit Möhre vor den Lippen und ähnlichem).

Ganz frei von Eitelkeit und voll Sympathie kommt dieses Kochbuch daher, in dem nach Kapiteln geordnet vegetarische, persönlich erprobte und immer wieder weiterentwickelte Rezepte der Autorin Rezepte für Frühstück, Snacks und Sandwiches, Salate, Suppen, Hülsenfrüchte, Gemüse und Kartoffeln, Reis und Pasta, aus dem Ofen, Desserts und Käse und selbsthergestellte Vorräte für die Schatzkammer weitergegeben werden. Jedes Rezpt wird gut erklärt, durch eine kleine Einführung, manchmal mit persönlichen Tipps sowie einem professionelles, ansprechendes Foto ergänzt. Einige meiner Favoriten sind: Ziegenkäse-Sommerrollen mit Chili-Zimt-Sirup, Blumenkohl-Erdnuss-Suppe, Tomaten-Kichererbsen-Curry, Karotten-Basilikum-Puffer, Sellerieschnitzel mit Roquefort, (selbstgemachte Spinat-) Ziegenkäse-Spätzle mit Salbei und die Fenchel-Biscotti.

Insgesamt fallen die vielfältigen Rezepte sehr bodenständig aus, was die Zutaten betrifft; dennoch finde ich sie ausgesprochen raffiniert, weil Zutaten und Würzungen kombiniert werden, die ich so aus dem Stegreif wahrscheinlich niemals ausprobiert hätte und manchesmal unüblich fand. Wer also selber schon seit vielen Jahren routiniert kocht, erhält jede Menge neue Anstöße, Ideen und Rezepte; eher unerfahrenen Kochenden würde ich das Buch gleichmaßen an Herz und Herd legen.