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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2017

Und noch ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe, super !

Dunkel Land
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Roxann Hill sagte mir bislang nichts, aber mit ihren 336 Seiten von „Dunkel Land“ hatte sie mich rasch von ihren Qualitäten als Schriftstellerin überzeugt.

Verena Hofer soll sich auf dem alterwürdigen ...


Roxann Hill sagte mir bislang nichts, aber mit ihren 336 Seiten von „Dunkel Land“ hatte sie mich rasch von ihren Qualitäten als Schriftstellerin überzeugt.

Verena Hofer soll sich auf dem alterwürdigen Anwesen Gut Wuthenow um den angeschossenen Dr. Carl von Wuthenow kümmern – der davon alles andere als begeistert, geschweige denn einverstanden ist. Er leidet unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und erklärt sich nur einverstanden mit Verena (die das Geld dringend braucht und daher ebenfalls auf den Deal eingeht), damit er ihr bei seiner Ermittungsarbeit hilft, denn ohne Hilfe geht es leider nicht...
Und schon der erste Fall hat es in sich: Eine übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden und die Spuren weisen in die rechte Szene …

Wirklich spannend geschrieben, man will immer weiterlesen, kann das Buch nicht zur Seite legen. Die Charaktere überzeugten, gerade der „brummelige“ Carl.

Wirklich super fand ich, dass das Buch für einen Kriminalroman wirklich durchgehend sehr spannend ist und die Spannungskurve auch meines Empfindens nach nicht merklich abflacht, denn das kenne ich sonst nur von Thrillern – von daher war das hier sehr erfreulich und wird als großer Pluspunkt meinerseits gewertet.

Ich kann daher für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen und vergebe die volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 29.11.2017

Hätte man spannender schreiben können...

Der Serienkiller, der keiner war
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Ein Sachbuch ist und bleibt eben ein Sachbuch – das war bei diesen 592 Seiten auch nicht anders...
Leider muss ich allerdings sagen – denn ich hatte deutlich mehr erwartet...

„Einer der größten Justizskandale ...


Ein Sachbuch ist und bleibt eben ein Sachbuch – das war bei diesen 592 Seiten auch nicht anders...
Leider muss ich allerdings sagen – denn ich hatte deutlich mehr erwartet...

„Einer der größten Justizskandale des 20. Jahrhunderts“- sorry, aber da hatte ich schon einen Krimi erwartet und keine Aneinanderreihung von Fakten. Und genauso kam mir das Buch dann doch leider vor...

Ich kann nicht sagen, dass es nicht spannend war, aber es war mir dann teilweise doch zu dröge und langatmig.
Man möchte auch nicht unbedingt wissen, wie es ausgeht, denn den Ausgang der Geschichte kennt man ja nun schon dank Klappentext und der Formulierung „Einer der größten Justizskandale des 20. Jahrhunderts“.

Veröffentlicht am 29.10.2017

Harry is back !

Durst
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Harry is back
Und das ist auch verdammt gut so, denn dieser Krimi trifft wieder mal voll ins Schwarze !

Klappentext
Ein Serienkiller findet seine Opfer über die Dating-App Tinder. Die Osloer Polizei ...

Harry is back
Und das ist auch verdammt gut so, denn dieser Krimi trifft wieder mal voll ins Schwarze !

Klappentext
Ein Serienkiller findet seine Opfer über die Dating-App Tinder. Die Osloer Polizei hat keine Spur. Der einzige Spezialist für Serientäter, Harry Hole, unterrichtet an der Polizeihochschule, weil er mehr Zeit für seine Frau Rakel und ihren Sohn Oleg haben möchte. Doch Holes alter Chef Mikael Bellmann kennt Olegs Vergangenheit und setzt Hole unter Druck. Der Kommissar gibt schließlich nach und arbeitet hochkonzentriert mit seinen Leuten an dem Fall. In einer Atmosphäre der Angst zögern viele Frauen, sich weiter über die App zu verabreden. Die schlimmsten Befürchtungen werden wahr, als tatsächlich eine weitere junge Frau verschwindet, ausgerechnet eine Kellnerin aus Holes Stammlokal. Und der Kommissar kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass der Mörder für ihn kein Unbekannter ist.

624 Seiten sind kein Pappenstiel und normalerweise brauche ich dafür auch eine Weile, aber diese hier waren rasch durch, denn ich „klebte“ förmlich an den Seiten und konnte das Buch gerade mal zum Schlafen aus der Hand legen..!

Harry Hole ist nach all seinen Fällen fast schon ein guter, alter Freund, dem man immer wieder gern begegnet und ich mag es auch, dass sein Leben immer weiter erzählt wird, man immer nah an ihm dranbleiben kann. Das macht die Geschichte nicht langatmig, sondern rundet sie noch schön ab und gehört einfach dazu.

Spannungsmäßig kann man mit einem Nesbo nichts falsch machen !

Veröffentlicht am 29.10.2017

Auch das Glück hat seinen Preis...

Dann schlaf auch du
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Man sollte doch meinen, dass man seinem Babysitter Vertrauen schenken darf.
Doch wie wir aus bereits einigen Filmen und Büchern mittlerweile wissen, sollte man das Vertrauen auch nicht leichtfertig ...



Man sollte doch meinen, dass man seinem Babysitter Vertrauen schenken darf.
Doch wie wir aus bereits einigen Filmen und Büchern mittlerweile wissen, sollte man das Vertrauen auch nicht leichtfertig verschenken...

Myriam und Paul müssen das auch leidvoll am eigenen Leib erfahren...
Mit Louise haben sie anscheinend die perfekte Nanny gefunden...
Doch wie das bei Perfektion oft der Fall ist – manchmal ist sie dies nur oberflächlich, nur scheinbar...
War es klug, einer eigentlich fremden Frau so zu vertrauen..??
Wohl kaum...
Denn damit übergibt man ihr eine gewisse Macht – die sich einschleicht, langsam aber sicher breitmacht...
Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen...
Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht.
Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht - ebenso unaufhaltsam wie schrecklich...
Ein Buch, das einen teilweise sprachlos macht.
Ein Buch, das gut unterhält, aber dennoch absolut kein Unterhaltungsroman ist.
Ein Buch in grandiosem Sprachstil mit einer Geschichte, die berührender kaum noch sein könnte, ohne dabei kitschig zu sein.
Dieses Buch war wirklich „großes Kino“ für mich und ich bin froh, dass ich mal genre-fremd gelesen habe, denn dieses Kleinod wäre mir sonst „verschlossen“ geblieben...

Veröffentlicht am 29.10.2017

Tolle zweiter Fall

Ermordung des Glücks
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Im zweiten Teil der Reihe um Exkommissar Jakob Franck wird das Glück nicht nur sprichwörtlich ermordet, sondern absolut wahrhaftig, schrecklich und in Persona des kleinen Lennard...
Er durfte nur elf Jahre ...

Im zweiten Teil der Reihe um Exkommissar Jakob Franck wird das Glück nicht nur sprichwörtlich ermordet, sondern absolut wahrhaftig, schrecklich und in Persona des kleinen Lennard...
Er durfte nur elf Jahre alt werden und bevor man seine Leiche fand, bangten die Eltern ganze 34 Tage um ihn. 34 Tage voller Kopfkino, voll grausamer Szenarien, von denen dann das schlimmste leider Realität wurde...
Man mag es sich gar nicht vorstellen - das Schlimmste, was Eltern passieren kann..!

Friedrich Ani zeichnet sich ja durch einen sehr feinen, gut beobachtenden und prägnanten Schreibstil – er geht auch dieses Thema sehr behutsam an. Das hat mir ausnehmend gut gefallen, weil es auch dieses Thema verdient hat, sorgsam erzählt zu werden.
Es hätte ein Krimi werden können und auch wenn ich diese gerne lese, so fand ich diese Art, die Geschichte eher als „Psychogramm“ aufzuziehen, viel besser. Das passt einfach besser zum Autor, zur Geschichte und liest sich einfach nicht so gewöhnlich. Viele Krimis tun sich schwer, es wiederholt sich viel, da ist dieser Ansatz erfrischend neu und fand bei mir daher auch großen Anklang.