Im Berlin des Jahres 1907 kommt die Wissenschaftlerin Lise an die Universität Unter den Linden, um bei Max Planck zu forschen. Schnell arbeitet sie neben Otto Hahn. Frauen sind jedoch offiziell nicht an ...
Im Berlin des Jahres 1907 kommt die Wissenschaftlerin Lise an die Universität Unter den Linden, um bei Max Planck zu forschen. Schnell arbeitet sie neben Otto Hahn. Frauen sind jedoch offiziell nicht an Universitäten zugelassen, und auch die zwei Frauen, mit denen sie sich verbündet, müssen einige Schwierigkeiten auf sich nehmen. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Widerstände an....
Dieses Buch zeigt deutlich auf, mit welchen Schwierigkeiten Frauen damals zu kämpfen hatten. Eigene Entscheidungen durften nicht getroffen werden. Dies veranschaulicht die Autorin hier hervorragend. Man lernt hier einige Dinge, die heute unvorstellbar sind. Das Buch liest sich durch den Schreibstil sehr leicht. Hier hat die Autorin wirklich sehr gut recherchiert und es hat Spaß gemacht, durch dieses Buch noch einige Dinge des Zeitgeschehens zu lernen.
Caro steht am Tag ihrer Silberhochzeit vor den Scherben ihrer Ehe. Doch damit nicht genug - auch ihren Job ist sie los und Sohn Felix baut Mist. Ihre Mutter hat nichts besseres zu tun, als all dies mit ...
Caro steht am Tag ihrer Silberhochzeit vor den Scherben ihrer Ehe. Doch damit nicht genug - auch ihren Job ist sie los und Sohn Felix baut Mist. Ihre Mutter hat nichts besseres zu tun, als all dies mit esoterischen Kalendersprüchen zu kommentieren. Doch ihre Freundinnen Sylvia und Hedwig helfen Caro mit viel Humor und guten Ratschlägen den täglichen Kampf aufzunehmen.
Dieses Buch ist eine gelungene Abwechslung zum anstrengenden Alltagsleben. Man kann mit Caro leiden und lachen, drückt ihr die Daumen, daß ihr Leben wieder gut wird. Die Charaktere sind sympathisch und witzig. Über die Kalendersprüche kann man schmunzeln, dabei steckt da meist ein wahrer Kern hinter. Der Roman liest sich locker und ist perfekt, um den Alltag hinter sich zu lassen.
Im Jahre 1925 gründet eine Gruppe von Lehrern auf der Nordseeinseln Juist ein Internat. Es ist etwas Besonderes, denn es gibt Gärten, Seewasseraquarien und eine Theaterhalle. Die Bewohner bilden eine Gemeinschaft, ...
Im Jahre 1925 gründet eine Gruppe von Lehrern auf der Nordseeinseln Juist ein Internat. Es ist etwas Besonderes, denn es gibt Gärten, Seewasseraquarien und eine Theaterhalle. Die Bewohner bilden eine Gemeinschaft, doch bald schon bilden sich Spannungen zwischen den Bewohnern und den Insulanern. Doch dann kommt der katastrophale Eiswinter des Jahres 1929 und die Insel ist vom Festland abgeschnitten. Auf Juist rückt man zusammen. Doch wie geht es weiter?
Dieser historische Roman zeichnet ein Stück deutscher Geschichte an einem Ort nach, der ansonsten eher bei diesem Thema im verborgenen bleibt. Dadurch wird er zu etwas besonderem. Wer weiß schon, was damals auf Juist geschah? Die Charaktere sind sehr gut gestaltet, sie spiegeln die Gesellschaft wieder. Die Autorin hat hier sehr gut historisches in eine erdachte Geschichte verpackt. Das Buch ist eine Bereicherung!
Nadja weiß, daß sie adoptiert wurde. Vom Gefühl her fehlt ihr etwas, auch wenn ihr die Adoption selbst nichts ausmacht. Sie selbst hat sich eine Familie aufgebaut, ist verheiratet und hat eine erwachsene ...
Nadja weiß, daß sie adoptiert wurde. Vom Gefühl her fehlt ihr etwas, auch wenn ihr die Adoption selbst nichts ausmacht. Sie selbst hat sich eine Familie aufgebaut, ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Als sie durch Zufall von einer Zwillingsschwester erfährt, wird ihr klar, warum sie immer das Gefühl hat, daß ihr etwas fehlt. Zusammen mit ihrer Schwester erforscht sie die gemeinsame Vergangenheit und alte Wunden reißen auf.
Dieser Roman ist sehr einfühlsam. Hier wird die innere Zerrissenheit sehr deutlich gemacht und ist gut nachvollziehbar. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt der Leser die Situation hautnah mit. Die Schwestern werden lebendig und auch die Situation der Eltern ist gut dargestellt. Der Roman liest sich flüssig, trotz des Themas.
Clara leidet seit ihrer Kindheit an der unheilbaren Glasknochenkrankheit. Sie wächst deshalb von ihren Eltern behütet im Haus auf. Alles, was sie von der Welt dort draußen weiß, hat sie in Büchern gelesen, ...
Clara leidet seit ihrer Kindheit an der unheilbaren Glasknochenkrankheit. Sie wächst deshalb von ihren Eltern behütet im Haus auf. Alles, was sie von der Welt dort draußen weiß, hat sie in Büchern gelesen, die ihre Mutter ihr bringt. Claras ganze Liebe gehört den Pflanzen im Botanischen Garten von Kew Gardens. Als sie gefragt wird, ob sie auf dem Landsitz Shadowbrook ein Gewächshaus einrichten könnte, ergreift sie sofort die Möglichkeit aus London fortzukommen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Als sie in Shadowbrook ankommt, fällt ihr sofort der krasse Unterschied zwischen dem wunderschönen Garten und dem heruntergekommenen Haus auf. Die Räume stehen leer und die obere Etage darf nicht betreten werden. Das Personal begegnet ihr zwar freundlich, doch Clara spürt, daß ihr etwas verschwiegen wird. Der Hausherr ist ihr auch keine Hilfe, denn er ist ständig verreist. Clark erfährt schließlich, daß es im Haus spuken soll. Sie glaubt nicht an Geister und will der Sache wissenschaftlich auf den Grund gehen. Dabei stößt sie schnell an ihre Grenzen und ist bereit, ihre Meinung zu ändern. Doch dann geschehen Dinge, die Claras Welt auf den Kopf stellen.
Bei diesem Buch fällt zuerst der wunderschön gestaltete Schutzumschlag auf. Das ist nicht nur ein Umschlag - das ist schon Kunst. Die Geschichte ist außergewöhnlich: Die Romanheldin ist hier keine junge hübsche Frau, sondern ein krankes, körperbehindertes Mädchen, das tapfer versucht, ihrem Leben Normalität zu geben. Ihre Unerfahrenheit im Alltag und im Umgang mit Menschen kommen dem Leser schon manchmal kurios oder sogar komisch vor, aber die Situationen, die für uns selbstverständlich sind, sind für Clara eben total fremd. Wie Clara es dennoch schafft, in einer Welt, in der Männer das Sagen haben, sich durchzusetzen, ist in diesem Roman spannend beschrieben. Der Leser kann beobachten, wie aus einem unerfahrenen Mädchen eine selbstbewußte Frau wird, die von ihren Mitmenschen akzeptiert und geachtet wird.
Doch nicht nur Claras Geschichte ist fesselnd, auch die Geschichten um das alte Herrenhaus sind sehr spannend. Auch der größte Zweifler kommt bald zu dem Schluß, daß ein Geist auf Shadowbrook sein Unwesen treibt. So bleibt die Spannung bis zum Schluß erhalten.