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Veröffentlicht am 22.12.2022

Den Kern erfassen

Galater | Kommentar (Die Bibel erklärt)
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Timothy Keller legt mit „Galater“ sowohl einen handlichen Kommentar vor, der die Bibel erklärt als auch gleichzeitig das passende Arbeitsheft.



Wer ist der Autor?

Timothy Keller gründete mit seiner ...

Timothy Keller legt mit „Galater“ sowohl einen handlichen Kommentar vor, der die Bibel erklärt als auch gleichzeitig das passende Arbeitsheft.



Wer ist der Autor?

Timothy Keller gründete mit seiner Frau Kathy die Redeemer Presbyterian Church in New York City. Er ist von der Irrtumslosigkeit der Schrift überzeugt und möchte das Evangelium den Menschen im Hier und Heute verständlich vorstellen. Neben seiner Pastorentätigkeit ist er auch Buchautor und ein beleibter Konferenzredner. 2020 erkrankte er bereits zum zweiten Mal in seinem Leben an Krebs, weshalb der Glaube an Jesus ihm noch mehr Trost in seiner Lebensphase spendete.



Worum geht es in den Büchern?

Der Kommentar entstammt einer Reihe, die sich zum Ziel gesetzt hat, seinem Leser einen Zugang zu einem Buch der Bibel zu verschaffen. „Der Brief des Paulus an die Galater ist Dynamit – eine Explosion der Freude und der Freiheit, die uns jenes erfüllte Leben der Heilsgewissheit, der Geborgenheit und des Segens eröffnet, zu dem Gott sein Volk berufen hat.“ Dabei sind vier Ziele ausschlaggebend:

Die Bibel ins Zentrum stellen
Christus verherrlichen
Relevante Anwendungen auf das Leben bieten
Leicht lesbar sein






Dabei wird explizit auf eine wissenschaftliche Kommentierung verzichtet und es wird auch kein Verständnis der Originalsprache oder ein hohes Maß an biblischem Wissen vorausgesetzt. Vielmehr ist es die Absicht, dass das Lob nicht dem Autor des Buches gebührt, „sondern dem Autor der Bibel“. Hierzu dienen v.a. auch die Fragen zum Nachdenken am Ende einer jeden Erklärung.



Das Arbeitsheft verfolgt das Ziel, zu ermitteln, was in dem entsprechenden Bibelabschnitt steht und wie dies mit dem „großen Bild“ der Bibel als Ganzes zusammenhängt. Nach einem Einstieg wird der Blick auf den Text gerichtet, um anschließend noch tiefer zu schürfen, bevor es dann ab in die Praxis geht, um in eine ganz persönliche Anwendung zu münden, die im Gebet abgerundet wird. In insgesamt sieben Sitzungen erschließt sich der Nutzer so den Galaterbrief. Neben dem Workbook gibt es aber auch Arbeitshilfen für Gruppenleiter, die daran interessiert sind, einen Bibelkreis zu leiten. Wenn man das Heft im Selbststudium nutzt, dienen diese Seiten dazu, seine Ergebnisse mit denen von Keller abzugleichen.



Wer sollte die Werke nutzen?

Ob man die beiden Hilfen nun zum Selbststudium oder im Hauskreis einsetzt, ist nebensächlich. Wichtig ist, dass sich die beiden Bücher als Hilfsmittel verstehen, damit die Kernaussage des Galaterbriefes in das Heute des Lesers übergeht und konkrete Auswirkungen im Alltag nach sich zieht.



Was gibt es Kritisches?

Obwohl Keller wirklich weiß, worauf es ankommt, bleiben manche Details doch etwas ungenau. Gerade in der aktuellen Frauenfrage und ihrer Rolle in der Gemeinde, ist solch ein Satz zu vage: „Weil Christus keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen macht, hat die Gemeinde die Frauen genauso begabt und fähig zu betrachten wie die Männer.“ Auch wenn es klar ist, dass Gott Mann und Frau als gleichwertig ansieht, impliziert diese vage Aussage doch, dass Frauen ebenso alle Ämter in der Gemeinde ausführen können. Ein anderer Aspekt ist der deutlich zu hohe Preis. Zwar sind sowohl Kommentar als auch Arbeitsbuch ansprechend, anschaulich und handlich, aber insgesamt doch nicht unbedingt etwas für den kleinen Geldbeutel. Das Arbeitsheft hat zudem hier und da an Platz gespart, was gerade Schreibwütigen sicherlich nicht entgegenkommt.



Weshalb sollte man die Werke nutzen?



Der Galaterbrief ist mitunter der Brief, der die Freiheit in Christus sehr stark hervorhebt und jedem religiösen Denken und Handeln den Riegel vorschiebt. Zudem weiß der Autor aufgrund seiner langjährigen Arbeit, worauf es beim Evangelium ankommt: Nicht das Hirn, sondern das Herz müssen angesprochen werden. „Das Evangelium verändert meine Zukunft von Grund auf; es verschafft mir einen Platz in der vollkommenen neuen Schöpfung Christi.“ Erwähnenswert ist auch, dass Keller im Anhang des Kommentars auf die Neue Paulus Perspektive eingeht, die er aber nicht als Alternative ansieht. Das Arbeitsheft ergänzt die leichte Auslegung und hilft, den Inhalt des Briefes in den Alltag des 21. Jahrhunderts zu übertragen. Insgesamt ein nützliches und lehrreiches Gesamtwerk, das hilft, den Inhalt dieses bedeutsamen Briefes zu verstehen und seinen Inhalt für sich selbst nutzbar zu machen. Zuletzt sei noch erwähnt, dass es die Werke auch als E-Book gibt.

Veröffentlicht am 21.12.2022

Welt- und Bibelgeschichte

Holocaust
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Wissen Sie, was sich hinter dem Begriff „Holocaust“ versteckt? Historisch ordnet man diesen Begriff in das Dritte Reich (1933-1945) in Deutschland ein. Ziel der Nationalsozialisten war es u. a. Juden vollständig ...

Wissen Sie, was sich hinter dem Begriff „Holocaust“ versteckt? Historisch ordnet man diesen Begriff in das Dritte Reich (1933-1945) in Deutschland ein. Ziel der Nationalsozialisten war es u. a. Juden vollständig zu verbrennen. Susanna Kokkonen geht in „Holocaust“ auf die Geschichte von Hass und Verfolgung gegen Gottes Volk ein.



Wer ist die Autorin?

Susanna Kokkonen ist weltweit unterwegs, um über den Holocaust aufzuklären. Die gebürtige Finnin war u.a. als Kulturattachée der Finnischen Botschaft in Tel Aviv tätig. 2004 erhielt sie von der Hebräischen Universität Jerusalem ihren Doktortitel im Fach Holocauststudien. Bis vor kurzem war Kokkonen Direktorin der Christlichen Freunde Yad Vashems an der Holocaustgedenkstätte Yad Vashems in Jerusalem. Mehr Informationen zur Autorin unter www.susannakokkonen.com.



Worum geht es im Buch?

Wie bereits aus der Vita der Autorin hervorgeht, liegt der Schwerpunkt auf der Aufklärung über Genozid, Antisemitismus und das heutige Israel. Die Autorin beschäftigt sich mit dem Lauf der Geschichte. Dabei enthält es sowohl biblische Inhalte als auch reine Weltgeschichte. Das Ziel dabei ist es, den Zusammenhang zwischen der Geschichtsforschung und der ewiggültigen Offenbarung der Bibel aufzuzeigen. „Antisemitismus ist im Kern die Rebellion gegen Gottes Auswahl, in welcher Form sie sich auch manifestieren mag.“



Und so begibt sich die Autorin auf das Abenteuer Gottes Plan für die Menschheit zu skizzieren, um die Geschichte des Volkes Israel darzulegen. Nachdem die Väter und Mütter der Nation Israels vorgestellt werden, zeigt Kokkonen, wie aus einer verfolgten Glaubensgemeinschaft eine Religion wurde, um danach die Kreuzzüge bis zu den Pestpogromen zu beschreiben. Geistesgeschichtlich hatte die Aufklärung auch Einfluss auf die jüdische Geschichte Europas. Der Nationalsozialismus ebnete den Weg zum Völkermord. Die Rolle des Zuschauers wird den Leser emotional mitnehmen und ihm die Frage stellen, wie er wohl als „Zuschauer“ reagiert hätte. Doch bleibt die Verfasserin hier nicht stehen, sondern zeigt die Lehren aus dem Grauen auf, denn die Totengebeine werden lebendig, was sich in der Staatsgründung Israels 1948 zeigt. Doch leider gibt es auch heute noch Menschen, die den Holocaust leugnen und das atomare Bedrohungspotenzial des Iran ist keineswegs nur eine Drohgebärde. Abgerundet wird das Buch mit einem Kapitel zur Stadt, die der Schöpfer des Himmels und der Erde, für sich bestimmte: Jerusalem. „Diese Stadt Gottes ist das Vermächtnis des Friedens.“



Wer sollte das Buch lesen?

Die Lektüre richtet sich an Leser, die sich für Israel, seine Geschichte und Gottes Wort interessieren. Jedoch ist der Inhalt – aus aktuellen Anlässen – äußerst bedeutsam, weshalb das Buch jedem ans Herz gelegt sei, um aus der Geschichte des Schreckens zu lernen.



Weshalb sollte man das Buch lesen?



In so manchem Kopf hat sich die sogenannte Ritualmordlegende festgesetzt, die jedoch zu den ältesten und beständigsten Falschbehauptungen gegen die Juden gehört. Durch die Lektüre wird eine bedeutsame Aufklärungsarbeit geleistet. Dabei ist es nicht nur die Weltgeschichte, die durch das Fachwissen der Autorin lebhaft beschrieben wird, sondern die Verknüpfung mit der biblischen Wahrheit hebt das Buch über ein reines Sachbuch hinaus. Nach der Lektüre wird man ein Herz für das auserwählte, irdische Volk Gottes haben und verstehen, weshalb Gott seine Geschichte mit Israel schreibt. Denn, wie Nationen sich Jerusalem gegenüber positionieren, wird von entscheidender Wichtigkeit sein für Gottes Umgang mit diesen Ländern. Dieser nationale Aspekt ist aber auch auf der individuellen Ebene des Einzelnen bedeutsam, denn eine Distanzierung gegenüber Israel ist auch in den christlichen Gemeinden immer mehr wahrnehmbar, so Kokkonen. „Wir können nur dann standhaft bleiben, wenn wir fest auf dem Felsen stehen, den die Bibel uns vor Augen führt.“

Veröffentlicht am 14.12.2022

Sachlich ohne Polemik

Gender
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Ein Thema, das aktuell einen großen Raum in der Debatte einnimmt, wird mit dem Schlagwort GENDER versehen. Christoph Raedel geht in „Gender“ darauf ein, wie es von Gender-Mainstreaming zur Akzeptanz sexueller ...

Ein Thema, das aktuell einen großen Raum in der Debatte einnimmt, wird mit dem Schlagwort GENDER versehen. Christoph Raedel geht in „Gender“ darauf ein, wie es von Gender-Mainstreaming zur Akzeptanz sexueller Vielfalt kam.



Wer ist der Autor?

Dr. Christoph Raedel ist Professor für Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt seit vielen Jahren im Bereich der christlichen Ethik. Einer seiner Forschungsschwerpunkte befasst mit dem Themenfeld Ethik der Geschlechter, Gendertheorien und Bedeutung der Familie.



Worum geht es in dem Buch?

Nicht nur aufgrund der hohen Nachfrage, sondern auch der Aktualität liegt bereits die dritte Auflage des Werkes vor. Der Text wurde dabei an einigen Stellen aktualisiert und an wenigen Stellen erweitert. Obwohl inhaltliche Verfeinerungen hinzugekommen sind, erhält der Leser weiterhin Einblick in ein emotional aufgeladenes, politisch überfrachtetes Thema.



Das Buch gliedert sich in zwei große Themenkomplexe. Zunächst stellt Raedel den Werdegang von der Geschlechtertheorie und Gleichstellungspolitik in Bezug auf das Thema Gender vor. Dabei zeigt sich bereits, dass die Geschlechtertheorien so bunt und vielfältig sind wie ihre Inhalte. Zudem zeigt die sachliche Darstellung auf, dass von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung der Geschlechter vor allem die Radikalisierung des Gender-Mainstreamings die Vergleichgültigung aller Geschlechtsidentitäten fördert und so der Weg zu einer diskriminierungsfreien Gesellschaft ermöglicht werden soll.



Der zweite Teil blickt auf das Menschsein in Beziehungen und setzt sich zum Ziel vor Gott zu leben und dabei Gemeinschaft zu gestalten. Raedel plädiert für die Polarität der Geschlechter und sieht in der Binarität die Gabe des Lebens, die zur Aufgabe hat, das von Gott gegebene Leben zu gestalten. So werden u.a. die Wünsche von Männern und Frauen sowie Kindern thematisiert und die Sexualpädagogik einer kritisch-sachlichen Analyse unterzogen. Abgerundet wird dieser Teil mit dem Aufruf zu einer einladenden Apologetik, die sich zwischen Anstand und Aufstand ausbalanciert.



Wer sollte das Buch lesen?

Die Lektüre empfiehlt sich jedem, der sich mit dem Thema sachlich, fachlich und von einer christlichen Weltanschauung kommend, informieren möchte. Raedel bietet dem Leser Argumente, nicht um jeden Streit zu gewinnen, sondern um als Christ begründete Zweifel an der Politik der sexuellen Vielfalt anzubringen.



Weshalb sollte man das Buch lesen?



Zunächst einmal hilft Raedel dem Leser, sich im Wirrwarr der Meinungen zurechtzufinden. Hierzu werden Begriffe erläutert und historische sowie gesellschaftstheoretische Hintergründe aufgezeigt. Dem Autor geht es nicht um Vereinfachung und Vorverurteilung, sondern er möchte Sachlichkeit und Fairness einbringen, um die verschiedenen Positionen kennenzulernen. Stephan Holthaus betont: „Das Buch klärt auf, ordnet ein, deckt auf und gibt Orientierung – ohne polemisch zu werden.“

Veröffentlicht am 09.12.2022

Lass dich verändern

Völlig verändert - Ein Bibelkurs für Jugendliche
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In der Bibel begegnest du Gott, denn sie ist der Liebesbrief Gottes an dich. In „Read it!-Starter“ gibt dir Lothar Jung eine Hilfe, die genialste Story der Welt zu entdecken.



Wer ist der Autor?

Tim ...

In der Bibel begegnest du Gott, denn sie ist der Liebesbrief Gottes an dich. In „Read it!-Starter“ gibt dir Lothar Jung eine Hilfe, die genialste Story der Welt zu entdecken.



Wer ist der Autor?

Tim Hawkins war lange Jahre Jugendpastor in Sydney. Heute lebt er in Kapstadt und fördert junge Menschen in den Bereichen Leitung und Jüngerschaft. Er ist Autor zahlreicher Bücher und ein international gefragter Redner.



Worum geht es in dem Buch?

Der Autor geht davon aus, dass die Nutzer der Bibel glauben und aktiv in der Jesusbeziehung wachsen möchten. Gegen das ständige Auf und Ab setzt er sieben Lektionen, die sich intensiv mit dem Epheserbrief auseinandersetzen, damit der Teilnehmer das neue Leben entdeckt, das Gott ihm in Christus schenkt.



Ausgangspunkt stellt dabei das völlig veränderte Ich dar. „Gott wird dir zeigen, wie man als treuer Gläubiger in Bereichen leben kann, die nicht ganz so einfach sind.“ Daraus resultiert dann eine völlig veränderte Sprache. „Gott will deine Zunge erneuern, damit du deine Worte auf eine Weise benutzt, die für viele andere ein unglaublicher Segen ist.“ So verändert sich auch der Spaß. „Mit dem Geist erfüllt werden, bedeutet, vom Geist kontrolliert zu sein.“ Deshalb kommt es zu einer völlig veränderten Sicht auf das Thema Unterordnung. „Sich anderen unterordnen, bedeutet, dass du nicht nur deine eigenen Bedürfnisse im Blick hast.“ Und so wird auch der Blick auf die Sexualität völlig verändert. „Gott möchte, dass du das absolut Beste aus deiner Sexualität machst. Deshalb gibt Gott dir einen festen Rahmen, in dem dieses Geschenk zu deinem Besten dient.“ Aus all den Veränderungsprozessen wird auch der Auftrag, der dein Leben bestimmt, verändert. „Alles, was das Licht Christi verbirgt, ist ein fruchtloses Werk der Finsternis.“ Am Ende steht ein völlig verändertes Leben, denn der Teilnehmer bricht vom Tod ins Leben auf. „Wenn wir geistlich tot sind, können wir nichts tun. Wir können rein gar nichts unternehmen, damit Gott uns mag, uns annimmt und uns neues Leben gibt.“



Wer sollte das Buch lesen?

Hawkins hat v.a. Teenager und Jugendliche im Blick, was sich aus seinem Engagement als Jugendpastor schon ergibt. Nichtsdestoweniger können die Inhalte auch für ältere Semester nützlich, dienlich und informativ sein, damit der eigene Glauben verändert wird, sodass der Herr Jesus den Alltag prägt.



Was gibt es Konstruktives?

Der Epheserbrief thematisiert das theologisch schwere Thema der Erwählung. Hawkins geht mit dieser brisanten Thematik m. E. weise um, da er sich klar für die Erwählung ausspricht und dennoch dem Menschen nicht die Verantwortung abspricht. „Es lag nicht nur an mir, meine eigene Entscheidung zu treffen und Jesus nachzufolgen. Ich konnte Gott nur wählen, weil er mich zuerst gewählt und zu Jesus hingezogen hatte. Ich gebe zu, das ist nicht leicht zu verstehen, aber wir willen uns ansehen, was wir verstehen können.“



Weshalb sollte man das Buch lesen?



Der Kurs ist so aufgebaut, dass die Oberpunkte in jeweils drei bis vier Unterkapiteln bearbeitet werden. Dadurch wird die Menge des Stoffes reduziert und ist gut zu bewältigen. Ebenso ist der Input nicht zu überbordend. Die Lektionen schonen sich inhaltlich nicht, heiße Eisen anzusprechen (Alkohol, Sexualität, Sprache, Beziehung zu Eltern usw.). Insgesamt liegt ein Bibelstudienkurs vor, dem es primär nicht um Verhaltensänderung geht, sondern der vielmehr die Herzenseinstellung des Teilnehmers vor dem Hintergrund der biblischen Botschaft hinterfragen möchte, um die Jesusnachfolge zu stärken.

Veröffentlicht am 06.12.2022

Erfahre wer du bist

Wer bin ich?
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Immer häufiger haben Jugendliche Schwierigkeiten, ihre Identität zu beschreiben. Jerry Bridges erläutert in „Wer ich bin?“ die Identität eines Gläubigen in Christus.

Wer ist der Autor?

Jerry Bridges ...

Immer häufiger haben Jugendliche Schwierigkeiten, ihre Identität zu beschreiben. Jerry Bridges erläutert in „Wer ich bin?“ die Identität eines Gläubigen in Christus.

Wer ist der Autor?

Jerry Bridges (1929-2016) war Marineoffizier und diente über sechzig Jahre bei den Navigatoren[1]. Neben seinem evangelistischen Engagement zeichnete er sich u. a. durch seine schriftstellerische Tätigkeit aus.



Worum geht es in dem Buch?

Dem Autor ist es bedeutsam, dass Christen ihre Identität in Christus finden und nicht in ihrer subjektiven und oftmals schlechten Lebenserfahrung. Als Mitarbeiter der Navigatoren, dessen Schwerpunkt auf der Mitarbeiterentwicklung liegt, hat er viel mit jungen Menschen zusammengearbeitet, um ihnen aufzuzeigen, was es bedeutet, „in Christus“ zu sein. Diese Stellung umfasst „einige überaus erstaunliche Wahrheiten über uns selbst, aber sie konfrontieren uns auch mit einigen ernüchternden Tatsachen, die ebenso wahr sind.“ Die acht Kapitel stellen jeweils eine Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ dar.



Zunächst betont Bridges die volle Abhängigkeit des Geschöpfes zum Ausdruck, das allerdings moralische Verantwortung besitzt. Anschließend wird verdeutlicht, welches Vorrecht es ist durch Christi Erlösungswerk zu profitieren, denn das Alte ist vergangen und Neues ist geworden, damit die lebendige Einheit gelingt. Dies liegt darin begründet, dass der ehemalige Sünder nun ein Gerechtfertigter ist und nicht mehr im Sündenzustand existiert, sondern der Schuldschein ist durch Jesu Blut getilgt. Aus dieser Tatsache resultierten die Adoption und das Hineinkommen in die Gotteskindschaft. Dadurch erhält der Gläubige eine neue Identität und steht in einer erneuerten Beziehung zu Gott, woraus sich eine neue Lebensweise entwickelt. Denn fortan ist man ein Heilige, weil der Gerechtfertigte Christi Eigentum ist und durch den innewohnenden Heiligen Geist jetzt befähigt ist, in der persönlichen Heiligung voranzuschreiten.[2] Entgegen der modernen Betonung auf dem „Freund und Kumpel Jesu“ zeigt Bridges auf, dass die erneuerte Identität sich dennoch ihrer Stellung als Knecht Gottes bewusst ist. Schließlich wurde man berufen und ausgesondert für den Herrn. Trotz dieser ermutigenden Wahrheiten ist die Vollkommenheit auf Erden noch nicht erreich, denn man befindet sich im Spannungsfeld eines unvollendeten Lebens. Doch ist es die Gnade, die die Leistung übertrumpft.



Wer sollte das Buch lesen?

Besonders solchen Lesern ist die Lektüre ans Herz gelegt, die sich mit der Identitätsfrage beschäftigen und immer wieder verzagen. „Für jeden Blick, den du auf dich in deiner alltäglichen Erfahrung wirst, wirf zwei Blicke darauf, wer du in Christus bist.“



Weshalb sollte man das Buch lesen?

Da vielfach junge Menschen in ihrer Identität immer mehr Hürden in den Weg gelegt bekommen (Stichwort Gender), ist die Ausarbeitung jedem Christen ans Herz zu legen. Hervorzuheben hierbei sind die Anregungen (Anwendungen, Zusammenfassungen, Ausblick), die sich am Ende eines Kapitels befinden und aufzeigen, wie das Dargestellte zur Realität meiner Identität in Christus werden kann. „Unsere richtige und angemessene Reaktion ist es, diesen Wahrheiten über uns selbst Glauben zu schenken, uns an ihnen zu erfreuen und mit dieser Realität im Blick zu leben.“