außen hui, innen pfui
Der AnführerInhaltlich: Das Buch basiert auf einem dualistischen System und ist daher äusserst praxisfern. Es gibt nicht ausschliesslich schwarz oder weiss - die Erwähnung von Zwischentönen und den vielen bunten Farben ...
Inhaltlich: Das Buch basiert auf einem dualistischen System und ist daher äusserst praxisfern. Es gibt nicht ausschliesslich schwarz oder weiss - die Erwähnung von Zwischentönen und den vielen bunten Farben sind fundamental für Orientierung und Anhaltspunkte im praktischen Leben.
Optik & Haptik: Das Cover wirkt ansprechend. Das Buch per se ist ziemlich leicht und liegt gut in der Hand.
Schreibstil: Toll geschrieben. Kurze Sätze und gut verständlich. Nachteil: kein sauber erarbeitetes Quellenverzeichnis.
Denkanstösse:
Warum hat der Verlag höchstpersönlich, das Traditionshaus Orell Füssli, dieses Buch sowohl online als auch offline aus dem Sortiment genommen?
Wie bezeichnet sich jemand, der nicht nur EINE Fitness- und Wellnessanlage führt, sondern ein ganzes Land? Ich denke explizit an Barack Obama oder Nelson Mandela, um Positivbeispiele zu nennen.
* Darf man sich (selbst) unter Berücksichtigung des 2.WK als Anführer bezeichnen? Gibt es einen Begriff, der besser passen würde, wie zum Beispiel Team Leader?
Konstruktives Hintergrundwissen: Amouröse narzisstische Züge scheinen gemäss Cover & Titelwahl ausschlaggebend für das Verhalten diesen Anführers zu sein. Es ist kritisch zu hinterfragen, warum ein CIS-Mann, der in einer FRAUENDOMINIERTEN Branche arbeitet, sich selbst als Anführer bezeichnet. Das sorgt für Interpretationsspielraum.
Persönlicher Eindruck: Wir schreiben das Jahr 2025. Wie frei sind wir Frauen wirklich?