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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2024

Realität und Fiktion

Lupus
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Tierärztin Jenny Rausch ist neu als Wolfsschutzbeauftragte in ihrem Landkreis ernannt worden. Nachdem Jenny ihre Mutter im Teenageralter verloren hat, ist sie bei ihrem Vater allein aufgewachsen. Jo, Jennys ...

Tierärztin Jenny Rausch ist neu als Wolfsschutzbeauftragte in ihrem Landkreis ernannt worden. Nachdem Jenny ihre Mutter im Teenageralter verloren hat, ist sie bei ihrem Vater allein aufgewachsen. Jo, Jennys Vater, ist ein passionierter Jäger. Seine Leidenschaft fürs Jagen hat auch Jenny gepackt.

Nach einer heftigen Auseinandersetzung verschwand dieser im Wald und ist nicht mehr zurückgekehrt. Auf der Suche nach ihm findet Jenny nur sein Auto und Bruno, seinen Hund. Von Jo fehlt jede Spur. Ganz in der Nähe befindet sich ein Hochsitz, unter dem ein Toter aufgefunden wird. Todesursache Genickbruch.

Beunruhigende Beobachtungen eines Start-up-Unternehmens Fanceattack verdichten die Theorie, dass ein äusserst gefährlicher Wolf die umliegenden Wälder unsicher macht. Fanceattack entwickelte einen speziellen Wolfsschutzzaun. Die montierten Kameras sowie mit künstlicher Intelligenz konnte ebenfalls bewiesen werden, dass sich ein sehr gefährliches Wesen in der Nähe aufhält.

Jenny Rausch und Staatsanwalt Frederik Bach verfolgen gemeinsame diverse Spuren. Dabei stossen sie auf ungewöhnliche Vorkommnisse, die weit in die ehemalige DDR-Zeit reichen.

Der Autor hat mit «Lupus» einen Thriller geschrieben, der von der ersten Seite an hochspannend, aber auch dramatisch ist. Realität und Fiktion halten sich gut im Gegengewicht. Der Wolf, von vielen gefürchtet und zudem ein aufgeheiztes Politikum. Gut recherchiert entstand eine unglaubliche Geschichte, wobei der oder die Wölfe einmal mehr für vieles hinhalten mussten, unter anderem auch den Tod einiger Jäger. Der Schreibstil flüssig, die einzelnen Szenen in kurzen Kapiteln gefasst. Dabei kam bei mir auch das Gänsehautfeeling nicht zu kurz.

Die Protagonisten haben ein sehr natürliches Auftreten, ihren Charakteren entsprechend gut beschrieben. Einfühlsam, aber auch sehr direkt.

Das Cover mit dem auffälligen weissen Wolf modern und gelungen und sehr passend zum Inhalt.

Die vielen offenen Fragen werden am Schluss gekonnt erklärt. Ein wissenschaftlicher Thriller, den ich gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

wie immer spannend

Emsfeuer für Pier 13
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Anwalt Jan de Vries wird mitten in der Nacht von einem Telefonanruf geweckt. Zuerst hört er niemand, bis sich einer seiner besten Freund Richard verzweifelt meldet. Jan zögert nicht und eilt seinem Freund ...

Anwalt Jan de Vries wird mitten in der Nacht von einem Telefonanruf geweckt. Zuerst hört er niemand, bis sich einer seiner besten Freund Richard verzweifelt meldet. Jan zögert nicht und eilt seinem Freund zu Hilfe. Dieser betreibt eine Gaststätte, die sehr beliebt ist.

Jan taucht bei der Gaststätte auf, doch niemand öffnet ihm. Kurzerhand verschafft er sich Zutritt über die Hintertür. Dabei kommt er auch in die Küche, wo er auf ein Massaker trifft. Von seinem Freund keine Spur. Was zur Hölle ist hier vorgefallen?

Dirk Trost versteht es einfach, eine Spannung aufzubauen, die einen nicht mehr loslässt. Teilweise überschlagen sich die laufenden Ereignisse förmlich. Richard gilt als Hauptverdächtiger. Jan bietet ihm seine anwaltliche Hilfe an. Bei seinen weiteren Ermittlungen gerät er wie nicht anders erwartet zwischen die Fronten. Die Polizei allen voran Doro Oldenburg, Hauptkommissarin ermittelt ebenfalls und spricht sich laufend mit Jan ab. Der hat aber nur ein Ziel, seinem Freund zu helfen. Dabei gerät er immer mehr unter die Räder.

Ein fulminantes Finale erwartet einen, dabei fliegen buchstäblich die Fetzen. Mir gefällt die Figur Jan de Vries sehr, wie er bedenkenlos hilft, ohne sich zu schonen. Auch das 11. Buch sorgt für spannende Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

wiederum spannend

Der erloschene Traum
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Im 6. Buch mit Nik Pohl und seinen Freunden werden diese mit einem sehr aussergewöhnlichen Fall konfrontiert. In einem kleinen Kaffee sticht eine ältere Dame einen jüngeren männlichen Gast mit einem Skalpell ...

Im 6. Buch mit Nik Pohl und seinen Freunden werden diese mit einem sehr aussergewöhnlichen Fall konfrontiert. In einem kleinen Kaffee sticht eine ältere Dame einen jüngeren männlichen Gast mit einem Skalpell nieder. Alle sind vorerst entsetzt über diese Tat und tappen vorerst betreffend dieses Mordmotivs im Dunkeln. Die ältere Dame wird in Haft genommen, doch diese schweigt. Nik Pohl findet schnell raus, dass diese unter einem falschen Namen lebt. Nur wenig später wird sie tot in ihrer Zelle aufgefunden, vergiftet. Das Rätselraten geht weiter, weder die Polizei noch Nik Pohl kommen dem Ganzen auf die Spur. Einzige Frage, handelte die alte Dame im Auftrag eines Geheimdienstes als Killerin? Der BND schaltet sich ein und möchte die Ermittlungen am liebsten einstellen. Dies gefällt Nik Pohl nicht und ermittelt im geheimen weiter. Dies bringt ihn und seine Freunde richtiggehend in Lebensgefahr.

Der Schreibstil wie immer angenehm, einfach und klar. Die Protagonisten allen vor an Nik und sein Team in ihren Charakteren entsprechend beschrieben. Dazwischen immer wieder humoristische Einschübe, die einen zum Schmunzeln bringen.

Nach einigen Sackgassen gelingt es Nik und seinem Team den Fall zu lösen und alle offenen Fragen zu beantworten. Einziges Problem, wie erklärt er alles der Polizei, da ihre Ermittlungen nicht immer legal waren.

Fazit: Ein weiterer Thriller der viel Spannung und Überraschungen beinhaltet. Alexander Hartung versteht es, düstere und atmosphärische Thriller zu schreiben.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Nervenkitzel versprochen

Deine größte Angst
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Das 4. Buch mit dem Fallanalytiker Falk Hagedorn beginnt mit einem emotionsgeladenen Prolog. Der gutbesuchte Weihnachtsmarkt in Konstanz ist Schauplatz einer unvergesslichen Tragödie. Ein unbekannter Täter ...

Das 4. Buch mit dem Fallanalytiker Falk Hagedorn beginnt mit einem emotionsgeladenen Prolog. Der gutbesuchte Weihnachtsmarkt in Konstanz ist Schauplatz einer unvergesslichen Tragödie. Ein unbekannter Täter schlägt mit einer Brutalität und Schonungslosigkeit zu, indem er mit einem kleinen Lieferwagen durch die engen Gassen rast. Alle, die ihm Wege stehen werden umgemäht. Vor niemanden hält er an, Klein und Gross, ein Riesenblutbad. Als es nicht mehr weiterging, konnte der Fahrer unerkannt abtauchen.

Schnell wird eine eine Soko Vito zusammengestellt unter der Leitung von Hauptkommissar Marius Bannert. Falk Hagedorn war zufällig auf dem Weihnachtsmarkt und das brutale Vorgehen des Täters eins zu eins miterlebt. Nur widerstrebend ist er anfänglich bereit, diese indirekt zu unterstützen.

Matthias Bürgel hat einen flüssigen Schreibstil, der mich sofort abgeholt hat. Mein Kopfkino lief auf Hochtour. Die einzelnen Charakteren hervorragend ausgearbeitet und sehr authentisch. Jedes einzelne Schicksal gut beschrieben. Die Kapitel mit der Lebensgeschichte des Mörders geben einen guten Eindruck über das frühere Leben des Täters, was ihn antrieb. Ist in meinen Augen ein Grund entschuldigt aber gar nichts. Hass, Wut und Rache, Eigenschaften die in der heutigen Gesellschaft immer mehr für Tragödien sorgen.

Die Erzählungen der einzelnen Opfer sorgen für Gänsehautfeeling pur. In diesen Erzählungen musste ich öfters unterbrechen und tief durchatmen. Trotzdem habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Im Finale kommt es nochmals zu einem wahren Showdown.

Das Cover und der Titel reiht sich gut zu den Vorgängerbücher ein.

Ein Thriller der alles beinhaltet. Emotionsgeladen, blutig und leider auch realistisch. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 17.09.2024

Realitätsnaher Polit-Thriller

Höllenfeuer
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München, 12. September 2022 ein Anschlag in der U-Bahn, ausgeführt von einer IS-Terrorzelle. Es gibt viele Tote und noch mehr Verletzte. Dieses Mal haben die Ausführenden zu einer Waffe gegriffen, die ...

München, 12. September 2022 ein Anschlag in der U-Bahn, ausgeführt von einer IS-Terrorzelle. Es gibt viele Tote und noch mehr Verletzte. Dieses Mal haben die Ausführenden zu einer Waffe gegriffen, die viel Leid unter die Bevölkerung rief. So nach dem Motto, der IS gibt niemals auf, um Tot und Verderben unter die Ungläubigen zu bringen.

Peter Grandl zeigt in diesem Buch, was ihn wirklich bewegt. Seine langjährigen intensiven Recherchen zeigen hier eindrücklich die Früchte. Gekonnt hat er Realität und Fiktion verwoben und diese eindrücklich und schonungslos verarbeitet. Wie Menschen manipuliert für den Glauben und instrumentalisiert eingesetzt werden. Von der ersten Seite an wird es dramatisch und tödlich. Diese Situation hat mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen, so nach dem Motto und was kommt jetzt noch, was schlimmer ist als was vorher schon geschehen ist. Dazwischen immer wieder ruhigere Phasen zum Durchatmen.

Zum besseren Verständnis ist am Schluss eine Personalliste angehängt, mit allen vorkommen den Namen und Funktionen. Dies fand ich sehr hilfreich.

Fazit: Ein Polit-Thriller den ich persönlich auf die Besten-Liste setze. Mich hat er nachdenklich zurückgelassen mit der Frage, wohin soll das alles noch führen?

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