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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2017

spannend

Sieben letzte Worte
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Bevor in Salzburg die Festspiele beginnen, läuft blutrotes Wasser durch das Wasserrad der Stiftsmühle. Ein Werbegag? Mitnichten. Denn kurze Zeit später wird an eben dieser Stelle die Leiche der Schauspielerin ...

Bevor in Salzburg die Festspiele beginnen, läuft blutrotes Wasser durch das Wasserrad der Stiftsmühle. Ein Werbegag? Mitnichten. Denn kurze Zeit später wird an eben dieser Stelle die Leiche der Schauspielerin Mira Krainer gefunden.
Sie war lebenslustig, froh und offen gegenüber ihren Mitmenschen. Sie unterstützte soziale Hilfsprojekte in Afrika, war ein herzensguter Mensch. Wer also sollte ihr Feind sein, und sie ermordet haben?

Diese und noch viele weitere Fragen stellen sich dem sympathischen Ermittlertrio um Franco Moll in seinem dritten Fall. An seiner Seite sind Oberhollenzer, ein steirisches Gemüt, Pelegrini, seit kurzer Zeit zugehörig zu ihnen. Auch Reisinger, ein Kollege, der das Arbeiten nicht gerade erfunden hat, hilft bei den Ermittlungen.
Die Protagonisten sind so realistisch dargestellt, nebst Moll`s Sohn Felix, dass man schnell mit ihnen warm wird.

Viel zu viele Puzzleteilchen eröffnen sich den Ermittlern, und man wird oft in die Irre geführt. Sei es durch Briefe, oder in sich geschlossene eigene Kapitel.
Viele düstere Geheimnisse eröffnen sich dem Leser, sei es voyeuristisch oder provokant, doch keineswegs werden Menschen schlecht dargestellt.

Ich habe mal um mal mit meiner Vermutung daneben gelegen, so dass der Mörder zunächst nicht als erkennbar galt.

Der Autor hat die Spannung das Buch über gehalten. Über die Beziehung der Kollegen, die sich die eine Stichelei nach der anderen gaben, waren zum schmunzeln. Obsessionen wurden nicht als verurteilend dargestellt, die psychische Erkrankung einer Person nicht als medizinisch abgetan.
Mich hat das Buch nicht losgelassen. Wann immer es ging musste ich weiterlesen. Ein gelungener Krimi. Gute Ortsbeschreibungen. Und ich hoffe, Band vier lässt nicht lange auf sich warten.

Veröffentlicht am 31.03.2017

unterhaltsam und spannend

Im Schatten der Lady Cumberland
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Dieses Buch ist etwas Besonderes. Einerseits spielt es in der Vergangenheit, und dann wiederum in der Gegenwart.

Zunächst werden uns Emma und Henry, zwei Vierzehnjährige aus Amerika, vorgestellt. Sie ...

Dieses Buch ist etwas Besonderes. Einerseits spielt es in der Vergangenheit, und dann wiederum in der Gegenwart.

Zunächst werden uns Emma und Henry, zwei Vierzehnjährige aus Amerika, vorgestellt. Sie sind allein mit dem Schiff nach England gekommen, um hier ein besseres Leben zu haben. Und sie erscheinen am Herrenhaus der hoch angesehenen Familie Cumberland in Somerset, und bitten um Hilfe. Beide werden aufgenommen. Emma bekommt eine Stelle als Putzhilfe, und Henry wird dem Gärtner zugeteilt.

Doch vieles ist komisch in diesem großen Haus. Es gibt viele Gerüchte, und Tuscheleien, und auch die Lady und der Lord wirken auf Emma so, als müssten sie etwas Schlimmes verbergen.



In der Gegenwart sind wir in Flensburg, bei Lara, die vor fünf Monaten von Marcel verlassen wurde. Er wollte über die Beziehung nachdenken, und nahm sich die Auszeit. Lara ist noch nicht über diesen Verlust hinweg. Lara arbeitet als Friseurin im Haarsalon von Frau Schnick.

Eines Tages schneidet sie einem gut aussehenden jungen Mann die Haare. Sie bekommt von ihm ein Trinkgeld in Höhe von 34 Euro. Lara ist verwundert über diese Art und Weise, doch es alles noch anders kommen.

Lara wird von Daniel, so der Name des edlen Trinkgeldspenders, für ein langes Wochenende nach London eingeladen, wo sie dessen Familie kennen lernt. Die Familie Cumberland. Bereits an diesem Wochenende gesteht Daniel ihr seine Liebe. Doch ist Lara dafür bereit?



Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Durch den Wechsel von Vergangenheit zu Gegenwart kommt immer etwas frischer Wind hinein. Es gibt auch für mich, den Leser, viele Rätsel und Geheimnisse herauszufinden. Puzzleteil für Puzzleteil gilt es miteinander zu verschmelzen.

Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gemocht. Es ist keine anstrengende Literatur. Aber sie ist unterhaltsam, und spannend.

Veröffentlicht am 31.03.2017

berührend

Ein Platz in meinem Herzen
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Auf einer Party lernt die Anwältin Katarina Wolf den Bestsellerautoren Oliver Neuhaus kennen. Schnell merkt Katarina, dass Oliver die Liebe ihres Lebens ist. Als sie kurz vor der Hochzeit schwanger wird, ...

Auf einer Party lernt die Anwältin Katarina Wolf den Bestsellerautoren Oliver Neuhaus kennen. Schnell merkt Katarina, dass Oliver die Liebe ihres Lebens ist. Als sie kurz vor der Hochzeit schwanger wird, scheint das Glück perfekt zu sein. Doch plötzlich treten Komplikationen auf, die erste Schatten auf das junge Glück werfen und die Beziehung von Katarina und Oliver auf eine harte Probe stellen.

Die junge Anwältin Katarina lernt auf der Party einer gemeinsamen Freundin den Autoren Oliver Neuhaus kennen. Er ist Bestsellerautor, und das schöne für Oliver ist, dass sie ihn gar nicht als solchen erkennt.

Die Liebe schlägt wortwörtlich ein wie ein Blitz. Beide merken, dass der jeweils andere die Liebe des Lebens ist. Kurz vor der Hochzeit jedoch ist nichts mehr wie es war.

Es treten Komplikationen mit dem ungeborenen Baby auf. Katarina und Oliver werden nicht vom Glück verfolgt. Das Baby muss schnellstmöglich zur Welt kommen. Und auch sonst sind die beiden wie mit Pech bestrichen.

Wie es mit dem Ungeborenen weitergeht, werde ich Euch natürlich nicht verraten. Dazu ist dieses Buch einfach zu gut.

Doch die vielen Sorgen und Nöte werden von Patrick Osborn hervorragend, ohne viel medizinisches Getue, erklärt. Er scheint mir, als wird hier das Seelenheil erneut durchlebt, um besser verstehen als auch dadurch lernen zu können.

Dieses Buch ist emotionsgeladen, aber nicht kitschig. Viel Ruhe liegt in dem kleinen Kerlchen…

Ich denke, dass hier auch etwas verarbeitet wird, denn solch einen Verlust zu durchleben, muss die wahre Hölle sein.

Die beiden Protagonisten (Katarina und Oliver) werden sehr realistisch beschrieben. Und auch die Szenen können alle so wie aus dem Leben genommen worden sein.

Ein sehr großes Lob für dieses, einfach zu Herzen, rührende Buch. Ich habe mit gelitten, und mitgekämpft. Und doch am Ende verloren.

Es war ein pures Gefühlschaos.

Veröffentlicht am 31.03.2017

unterhaltsam und lehrreich zugleich

Das Simpsons-Syndrom
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In ihrem Buch das „Simpsons- Syndrom“ hat Frau Dr. Baltius 33 verschiedenen Krankheiten eine Bühne gegeben, die wenig erforscht oder kaum bekannt sind.

Die Autorin erzählt humorvoll, doch auch mit Bedacht, ...

In ihrem Buch das „Simpsons- Syndrom“ hat Frau Dr. Baltius 33 verschiedenen Krankheiten eine Bühne gegeben, die wenig erforscht oder kaum bekannt sind.

Die Autorin erzählt humorvoll, doch auch mit Bedacht, um keinen Betroffenen das Gefühl zu geben, er sei mit einer Krankheit geschlagen, die keinen Respekt verdient.

Ob dieses nun Narkolepsie (Schlafkrankheit), die schwarze Haarzunge, Gynäkomastie (Busen bei Männern) oder auch die Stinknase ist.

Jede der 33 Erkrankungen wird ausführlich (auch medizinisch) dargestellt, so dass man sich als Laie dieses vorstellen kann. Der der Klinikalltag, die Auseinandersetzungen als auch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Ärzten wird mit einem Zwinkern beschrieben.

Dadurch, dass die einzelnen Kapitel gut zusammengefasst und beschrieben sind, sind sie relativ zügig zu lesen. Einzelne Themen werden dem Leser sicherlich bekannt vorkommen, doch es hat mich auch überrascht, von Krankheiten zu lesen, von denen ich noch nie gehört habe, z.B. der Akromegalie. Hier wird durch einen Tumor im Kopf das Wachstumshormon gefördert, mehr als der Körper es je vertragen könnte. Das Hormon lässt alles wachsen, was bereits längst ausgewachsen ist.

Frau Dr. Bettina Balbutius ist es gelungen, mich an einem medizinischen Buch zu fesseln. Ich mag ihre Schreibweise, und die Art, dass sie sich selber auch einmal aufs Korn nehmen kann.



Wer einmal Abstand zum Chick- Lit oder zum Krimi sucht, der sollte sich „Das Simspons- Syndrom“ zulegen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

der humor fehlte

Jetzt mal unter uns …
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In Ihrem Buch „Jetzt mal unter uns“ hat Dora Heldt (bekannt geworden durch „Tante Inge haut ab“, „Urlaub mit Papa“ oder auch „Kein Wort zu Papa“) die besten Kolumnen in einem Band zusammengefasst.

Hier ...

In Ihrem Buch „Jetzt mal unter uns“ hat Dora Heldt (bekannt geworden durch „Tante Inge haut ab“, „Urlaub mit Papa“ oder auch „Kein Wort zu Papa“) die besten Kolumnen in einem Band zusammengefasst.

Hier werden die wichtigsten Themen, die die Frauen von heute beschäftigen, ausgeführt. So ist zum Beispiel die Frage, WENN die Diät dann doch mal nicht so angeschlagen hat, wie sie sollte, ob der Bikini es trotzdem sein soll, oder besser der Einteiler, namens Badeanzug.

Auch „Das Geheimnis der schwarzen Strickjacken“ wird endlich gelüftet. Denn, es ist wichtig, dass man sie in allen Schnitten und Formen hat. Offen, geschlossen. Mit Kragen oder auch ohne.

Jede der Kolumnen wird mit einem kleinen Abschusswort beendet.



Ich habe bislang alle Dora Heldt Bücher gelesen, und wollte hier doch wenigstens ab und zu mal lacheln. Was sich allerdings kaum ergeben hat.

Die einzelnen Kolumnen erstrecken sich meist nur über zwei- knapp drei Seiten, und haben noch einige Abschiedsgrüße, der Kolumne zugehörig. Aber das war auch das einzige.

Meist blieb es beim Aha Effekt.

Insgesamt sind es 53 Kolumnen, in denen natürlich alle bekannte Namen aus den vorangegangen Romanen ausftauchen. Ihre Bücher habe ich gerne gelesen, aber gut, dass ich es mir nur aus der Stadtbibliothek ausgeliehen habe. Hätte ich es mir neu gekauft, wäre dieses ärgerlich gewesen.