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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2018

Die Welt dreht sich, weil dein Herz schlägt

Wie die Stille unter Wasser
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Als sie 10 ist, ändert sich Maggies Welt von Grund auf. Durch ein traumatisches Erlebnis hört sie auf zu sprechen und verlässt nie mehr das Haus. Nur ihre Familie und Brooks, der beste Freund ihres Bruders, ...

Als sie 10 ist, ändert sich Maggies Welt von Grund auf. Durch ein traumatisches Erlebnis hört sie auf zu sprechen und verlässt nie mehr das Haus. Nur ihre Familie und Brooks, der beste Freund ihres Bruders, können noch zu ihr durchdringen. Kann sie den Weg ins Leben zurück finden?

Maggie ist ein quirliges und liebenswertes Kind und wird dann zu dieser verängstigten jungen Frau, die nur schriftlich mit ihrer Umwelt kommuniziert. Trotzdem ist sie immer noch witzig und liebenswert. Ihre Liebe zu Brooks, der ihr einst schwor, immer für sie da zu sein, ist wunderschön zu lesen, auch wenn man ahnt, dass er weggehen muss, um sein Leben zu leben. Die Verzweiflung der beiden, aber auch ihre tiefe Liebe sind auf jeder Seite zu spüren. Als Brooks Maggie braucht, ist sie zur Stelle. Ihre Rückkehr ins Leben ist schön zu lesen! Brooks und Maggie, aber auch alle anderen Charaktere in dem Buch begleitete ich gerne, oft traurig, aber ebenso oft voller Freude.

Ein schöner dritter Teil der Elements-Reihe. Brooks und Maggie sind mein Traumpaar des Monats!

Veröffentlicht am 25.01.2018

Wie Entscheidungen Leben beeinflussen

Ein mögliches Leben
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Kurzentschlossen lässt sich Martin auf den Wunsch seines Großvaters ein. Franz möchte noch einmal nach Texas zurück, an den Ort, an dem er nach seiner Gefangennahme im 2. Weltkrieg in einem Gefangenenlager ...

Kurzentschlossen lässt sich Martin auf den Wunsch seines Großvaters ein. Franz möchte noch einmal nach Texas zurück, an den Ort, an dem er nach seiner Gefangennahme im 2. Weltkrieg in einem Gefangenenlager untergebracht wurde. Hier teilte sich das Lager in zwei Gruppen: Soldaten, die darauf warten, dass der Krieg und die Schreckensherrschaft in Deutschland ein Ende finden, und die, die noch immer an einen großen Sieg glauben. Franz‘ Erinnerungen an diese Zeit öffnen ihn aber auch für die Menschen in seinem Leben, zu denen er bisher einen eher verschlossenen Kontakt hat: seine Tochter und seinen Enkel.

Franz und Martin zu begleiten hat mir Spaß gemacht. Der Opa, der erst auf der Reise in die USA mit seinem Enkel über die Erinnerungen an das Lager und die schönen und schlimmen Dinge redet, die während seiner Gefangenschaft passiert sind. Die Aussichten auf ein besseres, ein anderes Leben, die sich durch den Kontakt mit den Amerikanern ergeben haben, die allerdings nicht umgesetzt wurden und deshalb nur „ein mögliches Leben“ waren. Das Gefühl der Nachdenklichkeit, die diese Erinnerungen auch im Enkel und der Tochter ausgelöst haben, so dass die drei endlich notwendige Gespräche führen, lässt die Hoffnung auf eine Änderung zu.

Viele Dinge, die ich in diesem Roman erfahren habe, waren mir neu, obwohl ich mich sehr für das Thema interessiere. So wusste ich nicht, dass deutsche Kriegsgefangene in die USA verbracht wurden, wo sie in Lagern einsaßen und auch als Arbeiter auf Plantagen eingesetzt wurden. Die Kämpfe, die die deutschen Gefangenen gegeneinander geführt haben, weil sie an unterschiedliche Dinge glaubten bzw. nicht glaubten, waren für mich eher unverständlich, doch nach kurzem Nachdenken auch wieder nicht, da es diese Unverbesserlichen ja immer schon gegeben hat und immer geben wird.

Die Geschichte hat mich überrascht und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Zunächst irritierten mich die langen Kapitel, die sich mit der Vergangenheit beschäftigten, doch die Erinnerungen waren so lebhaft und interessant erzählt, dass ich mich schnell in dieser Vergangenheit zurecht fand.

Ein Buch, das aufzeigt, wie Entscheidungen ein Leben und noch Generationen danach bestimmen können.

Veröffentlicht am 23.01.2018

Hush, little Baby

Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)
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Jan Römer und seine Kollegin Stefanie Schneider, genannt Mütze, arbeiten als Journalisten und gehen in ihren Berichten ungeklärten alten Kriminalfällen nach. Ihr neuester Fall führt sie ins Sauerland, ...

Jan Römer und seine Kollegin Stefanie Schneider, genannt Mütze, arbeiten als Journalisten und gehen in ihren Berichten ungeklärten alten Kriminalfällen nach. Ihr neuester Fall führt sie ins Sauerland, wo vor 20 Jahren die junge Sonja Risse ermordet wurde. Der Täter ließ eine Spieluhr bei ihr zurück, doch die Polizei fand ansonsten keine Spuren. Welche Rolle spielt ein geheimnisvolles Haus am Fuß des Berges, in dem Sonja gearbeitet hat? Können Römer und Mütze den alten Mordfall aufklären?

Ich mochte die Konstellation von Römer und Mütze sofort und fand ihre Arbeit und die Ermittlungsansätze der beiden toll. Der geheimnisvolle Mord im Sauerland und die Geheimnisse, die hinter all dem steckten, interessierten mich. Die Funktion des einsam gelegenen Hauses hatte ich schnell vermutet, was der Story aber nur noch mehr Geheimnisvolles verlieh. Leider verlor sich die Geschichte meiner Meinung nach alsbald in zu viel politischen Verstrickungen, die mir ein wenig die Lust am Weiterlesen nahmen. Die Auflösung des Falls war dann wieder eine Überraschung für mich, da ich damit wirklich nicht gerechnet habe. Römer und Mütze, aber auch einige der Nebenrollen – wie z. B. der Chef der beiden oder auch Arslan – konnten mich sehr für sich einnehmen, aber insgesamt hat mir etwas gefehlt.

Ein guter Krimi mit einer verzwickten Geschichte, bei der mir allerdings etwas Spannung gefehlt hat.

Veröffentlicht am 21.01.2018

Wenn Lügen Leben zerstören

Die Eishexe
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In dem kleinen schwedischen Ort Fjällbacka geht die Angst um. Die vierjährige Linnea wird vermisst. Schon einmal verschwand von dem Hof ein Kind und wurde später in den umliegenden Wäldern tot aufgefunden. ...

In dem kleinen schwedischen Ort Fjällbacka geht die Angst um. Die vierjährige Linnea wird vermisst. Schon einmal verschwand von dem Hof ein Kind und wurde später in den umliegenden Wäldern tot aufgefunden. Damals gestanden zwei Mädchen den Mord, nahmen ihre Geständnisse aber wieder zurück. Was ist damals wirklich passiert und was geschah mit Linnea?

Das Buch verknüpft von Anfang an mehrere Erzählstränge miteinander. Zum einen die heutigen Geschehnisse, die Ereignisse von vor 30 Jahren und einen alten Hexenprozess aus dem 17. Jahrhundert. Nach und nach kommt der Leser den jeweiligen Ereignissen auf die Spur. Die vielen Beteiligten sind nicht immer leicht auseinanderzuhalten, doch die Geschichte fesselt von Anfang an. Das Ermittlerteam um Patrik Hedström ist sympathisch, zeigt aber auch unschöne menschliche Züge, die dem Leser nicht immer gefallen. Patriks Frau Erica, die als Journalistin an dem alten Mordfall arbeitet, gibt den Ermittlern immer wieder neue Ermittlungsrichtungen an die Hand, was mir gut gefallen hat. Auch die vielen Einblicke in das Privatleben der Ermittler gefielen mir gut. Obwohl dies mein erstes Buch von Camilla Läckberg war, fühlte ich mich nicht verloren, sondern konnte schnell am Leben der einzelnen Personen teilhaben.

Eine komplexe Geschichte, die spannend erzählt ist und den Leser bis zum Ende fesselt!

Veröffentlicht am 18.01.2018

Wer zieht die Fäden?

Das Joshua-Profil
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Das Leben des Schriftstellers Max Rhode steht plötzlich Kopf. Seine Tochter Jola wird entführt und alle glauben, er hat sie versteckt. Plötzlich ist er mitten in einem Krimi, wird gejagt und versucht, ...

Das Leben des Schriftstellers Max Rhode steht plötzlich Kopf. Seine Tochter Jola wird entführt und alle glauben, er hat sie versteckt. Plötzlich ist er mitten in einem Krimi, wird gejagt und versucht, sein Kind zu finden. Einzig sein Bruder Cosmo, ein verurteilter Kinderschänder, kann ihm helfen. Wird Max Jola rechtzeitig finden.

Ich bin kein ausgesprochener Fitzek-Fan, weil ich immer irgendwie ein Problem mit seinen Büchern habe. "Das Joshua-Profil" gefiel mir zuerst wirklich gut, weil ich mir die Vorfälle in Max' Leben nicht erklären konnte und das Geheimnis gerne lösen wollte. Doch dann kippte die Geschichte für mich und in meinem Kopf war ganz oft diese spöttische Stimme zu hören, die "Echt jetzt?" fragte. So viele Dinge waren unglaubwürdig und zu viele rettende Dinge passierten immer genau im richtigen Moment. Es war mir einfach nicht mehr glaubwürdig genug. Ab der Mitte des Romans musste ich mich zum Weiterlesen zwingen.

Für den guten Einstieg und auch für die Grundidee spreche ich ein Lob aus, aber ab einem bestimmten Punkt konnte mich das Buch einfach nicht mehr überzeugen.