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Veröffentlicht am 03.08.2017

Zombie-Apokalypse

Totes Land - Ausnahmezustand
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Markus nimmt gerade mit Freunden an einem Rollenspiel in den Wäldern nahe Berlin teil, als sie die Nachricht erreicht, dass im Rest des Landes der Notstand ausgerufen wurde. Ein unbekannter Virus tötet ...

Markus nimmt gerade mit Freunden an einem Rollenspiel in den Wäldern nahe Berlin teil, als sie die Nachricht erreicht, dass im Rest des Landes der Notstand ausgerufen wurde. Ein unbekannter Virus tötet die Menschen. Markus hat nur einen Gedanken: So schnell wie möglich nach Hause zu seiner Freundin. Doch die Reise wird zu einem Horrortrip, denn die Toten erwachen wieder zum Leben

Das Buch ist gut geschrieben und die Geschichte fesselnd erzählt. Die Beschreibung der Toten und Untoten ist bildhaft und nichts für zarte Gemüter. Markus' Reise und die Gefährten, die er unterwegs trifft, sind interessant und lassen einen mitfiebern. Hier und da sind Sequenzen etwas langatmig erzählt, aber schon im nächsten Moment passiert wieder etwas Spannendes, so dass man wieder mitfiebert. Zum Ende hin wird noch mal kräftig an der Spannungsschraube gedreht, bevor das Buch mit einem Cliffhanger endet, da es sich bei "Totes Land" um den Auftakt zu einer Trilogie handelt.

Insgesamt ein spannender Endzeitroman mit ekligen Monstern und viel Blut. Macht neugierig auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 02.08.2017

Die Aufarbeitung einer Familientragödie

Die gute Tochter
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1989: Die Schwestern Charlie und Sam werden zusammen mit ihrer Mutter von zwei maskierten Männern überfallen. Gamma wird erschossen, die Mädchen in den Wald verschleppt und misshandelt. 28 Jahre später. ...

1989: Die Schwestern Charlie und Sam werden zusammen mit ihrer Mutter von zwei maskierten Männern überfallen. Gamma wird erschossen, die Mädchen in den Wald verschleppt und misshandelt. 28 Jahre später. Charlie will sich vor Schulbeginn mit einem Lehrer in der Schule treffen, als Schüsse in dem Gebäude fallen. Ein Mädchen soll den Rektor und eine achtjährige Schülerin erschossen haben. Was ist damals und heute wirklich passiert?

Das Buch beginnt mit den unsäglichen Bildern von einst. Die Mädchen und ihre Mutter in der Küche ihres Hauses. Der Mord, das Grauen. Charlies und Sams Leiden, detailliert beschrieben, so dass der Leser das Grauen vor Augen sieht. Charlie lebt heute noch in dem kleinen Ort und ist wie ihr Vater Anwältin, die die Verlierer der Gesellschaft vertritt. Ihr Vater übernimmt den Fall von Kelly Wilson, die die Schüsse in der Schule abfeuerte. Sam lebt mittlerweile in New York und hat seit Jahren keinen Kontakt zu ihrer Familie. Schwer gezeichnet von den damaligen Ereignissen will sie nicht wieder in ihren Heimatort zurückkehren. Das Buch bringt einem die Schwestern nahe, die sich lieben, aber die damaligen Ereignisse nie klären konnten. Von Anfang an ahnt man, dass mehr hinter dem Überfall von damals steckt und nicht alle Details aufgeklärt wurden. Gleiches gilt für den jetzigen Fall. Von Anfang an scheint mehr hinter den Schüssen zu stecken, aber man kann die Wahrheit nicht packen. In den letzten Kapiteln kommen dann alle Wahrheiten ans Licht, überraschend und schockierend.

Karin Slaughter versteht es wieder mal, eine packende Geschichte aufs Papier zu bringen, die den Leser nicht loslässt. Ich habe die 600 Seiten in zwei Tagen verschlungen, weil ich die Wahrheit erfahren wollte.

Packend und mitreißend erzählte Familiengeschichte voller Geheimnisse, mit Wendungen, die überraschen. Toll!

Veröffentlicht am 01.08.2017

Toller Auftakt zur Serie

Oxen. Das erste Opfer
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Der hochdekorierte Ex-Soldat Niels Oxen hat sich von der Gesellschaft zurückgezogen und lebt mit seinem Hund in den Wäldern vor Kopenhagen. Bei einem nächtlichen Besuch an Schloss Norlund, zu dem die Wälder ...

Der hochdekorierte Ex-Soldat Niels Oxen hat sich von der Gesellschaft zurückgezogen und lebt mit seinem Hund in den Wäldern vor Kopenhagen. Bei einem nächtlichen Besuch an Schloss Norlund, zu dem die Wälder gehören, gerät er in einen Überfall auf den Schlossbesitzer Corfitzen und gerät in die Ermittlungen der Polizei. Gemeinsam mit der Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck beginnt er mit eigenen Untersuchungen, ohne zu ahnen, welche Geheimnisse sie aufdecken werden.

Oxen mochte ich von Anfang an. Den traumatisierten Mann, der sich in die dänischen Wälder zurückzieht und nur mit seinem Hund spricht, sprach mich sofort als Held an. Die Einführung in den Roman fand ich insgesamt etwas langatmig und schwer zu verfolgen, auch wenn die beschriebenen Morde spannend und mysteriös sind. Als Leser will man die Zusammenhänge erforschen. Die Zusammenarbeit zwischen Niels Oxen und Margrethe Franck, die ein ähnliches Schicksal wie Oxen hat, ist anfangs schwierig, da beide sich nicht trauen. Doch nach und nach erkennen sie, wie wichtig ihr Verständnis füreinander ist. Das Geheimnis, dem sie auf der Spur sind, ist spannend und führt zu einem Geheimbund, der seine dunklen Machenschaften im Geheimen führt. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte im zweiten Teil weitergeht und wie Oxen weiter vorgehen wird.

Ein spannender Einstieg in eine Trilogie, auf deren Fortgang ich sehr gespannt bin.

Veröffentlicht am 31.07.2017

Ein Wettlauf gegen die Zeit

Blinde Angst
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Die Staatsanwältin Grace Courtemanche erhält Anrufe einer jungen Frau, die in einer Holzkiste lebendig begraben wurde. Trotz aller Bemühungen wird sie tot geborgen. Grace bittet Theodore „Hatch“ Hatcher ...

Die Staatsanwältin Grace Courtemanche erhält Anrufe einer jungen Frau, die in einer Holzkiste lebendig begraben wurde. Trotz aller Bemühungen wird sie tot geborgen. Grace bittet Theodore „Hatch“ Hatcher um Hilfe. Einst ihre große Liebe und heute Mitglied einer FBI-Sondereinheit. Denn der Mörder hat nicht vor, es bei einem Opfer zu belassen.

Grace und Hatch sind ein gutes Gespann und die Suche nach dem Mörder ist spannend. Die Art der Morde ist gruselig, da die Opfer überall vergraben sein könnten. Auch die Nebenschauplätze mit Graces Hund Blue und Hatchs gerade erst entdeckten Sohn Alex machen Spaß und sind unterhaltend. Die Auflösung des Falles ist unerwartet und lässt einen fast ein bisschen Mitleid mit dem Täter haben. Die Beziehung zwischen Hatch und Grace wird etwas zu wenig ausgeführt, alles ein bisschen lieblos erzählt, so dass mich die Liebesbeziehung nicht richtig erreichte. Der Krimianteil ist aber spannend und lässt einen mitfiebern.

Insgesamt ein gut zu lesender, spannender Krimi mit einer guten Geschichte und nachvollziehbar handelnden Charakteren.

Veröffentlicht am 29.07.2017

Logan liebte leise, fast heimlich

Wie das Feuer zwischen uns
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Als Logan und Alyssa sich kennenlernen werden sie beste Freunde, obwohl ihr Lebe nicht unterschiedlicher sein könnte. Er lebt bei seiner drogensüchtigen Mutter, die von seinem Vater misshandelt wird, sie ...

Als Logan und Alyssa sich kennenlernen werden sie beste Freunde, obwohl ihr Lebe nicht unterschiedlicher sein könnte. Er lebt bei seiner drogensüchtigen Mutter, die von seinem Vater misshandelt wird, sie ist die wohlbehütete Tochter aus gutem Hause. Trotzdem verlieben sie sich. Doch die Dämonen in Logans Leben lassen die Liebe nicht zu.

Ich habe den ersten Teil der Serie (Wie die Luft zum Atmen) geliebt und konnte es deshalb gar nicht erwarten, dieses Buch zu lesen. Logans und Alyssas Geschichte zog mich dann auch gleich in ihren Bann, weil ich die innere Zerrissenheit Logans schmerzlich rauslesen konnte und hoffte, dass er seine Dämonen besiegen kann und mit Alyssa glücklich wird. Nach dem Zusammenbruch ihrer Liebe und der Trennung wartete ich darauf, dass sich die Gefühle wieder einstellen würden, aber ihr erneutes Zusammentreffen und die zweite Hälfte der Geschichte nahmen mich nicht mehr so gefangen. Natürlich wollte ich das Happy End und fand das Buch gut zu lesen, aber die Gefühle zwischen Logan und Alyssa fand ich nicht mehr so überzeugend.

Insgesamt eine schöne Geschichte über die Kraft der Liebe, aber nicht so überzeugend wie der Vorgänger!