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mr_nilsby

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Veröffentlicht am 06.01.2021

Achtung!

Trennt Euch!
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Das Buch ist ein Manifest eines zutiefst verunsicherten Autors mit nicht existierender Resilienz. Ein abgebrochenes Jura-Studium des Autor steht allegorisch für sich!

Der Inhalt entspricht dann auch der ...

Das Buch ist ein Manifest eines zutiefst verunsicherten Autors mit nicht existierender Resilienz. Ein abgebrochenes Jura-Studium des Autor steht allegorisch für sich!

Der Inhalt entspricht dann auch der Folgeprofession des Autor als Werbetexter:
Gut formuliert und einen ansprechenden Eindruck erweckend.

Wenn sich jedoch eine instabile Seele, die sich mit einem pro/contra der Beziehungssituation gedanklich beschäftigt, ohne dies offen dem Partner gegenüber zu thematisieren bzw. nicht in der Lage ist dies zu tun, dann ist dieses Buch ein Wegweiser ins eigene Unglück.

Spätestens, wenn nach einer kurzfristig gefühlten Phase der Erleichterung bzw. des Durchatmens festzustellen ist, der eigentlichen Herausforderung entflohen zu sein (der Autor würde an dieser Stelle wohlmöglich von "unüberwindbaren Problemen" sprechen), anstatt sie offen zu besprechen, zu reflektieren sowie Lösungswege zu finden und das GEMEINSAM!

Alleine der, im Imperativ formulierte Titel "Trennt Euch!" erweckt den Eindruck eine "rettende Formel der Weltverbesserung" erschaffen zu haben.

Diskursiv ein hochgradig subjektives, manipulatives Buch ohne nachweisliche Fundierung ("Frei aus dem Bauch").

Abschließend scheint der Autor in autobiographischen Zeilen eigene Enttäuschungen sowie Unzulänglichkeiten verarbeiten zu wollen und durch geschickte Sprachrhetorik monetarisieren zu wollen. Wer dieses Buch mit gesundem Abstand zwischen den Zeilen liest, der wird schnell feststellen, dass der Autor zu demjenigen Menschenkreis gehört, der für vier von fünf Partnerschaften inkompatibel ist. Das eigene charakterliche Unvermögen komplett zu ignorieren indiziert eine graduell dissoziale Störung der eigenen Persönlichkeit. Die Idee auszublenden, wenigstens zu versuchen etwas zu reparieren, ggfs. mit professioneller Unterstützung entspricht genau dem Bild einer konsumgesteuerten Wegwerfgesellschaft, die von Werbetextautoren angefeuert wird.

Fazit: Gegen dieses bedruckte Papier ist der venezolanischer Bolívar noch werthaltig!