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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2022

Du hast die Wahl.

Wicked Game
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Ein Autor, der sein eigenes Buch bewertet. Ist das erlaubt? Heißt es dann überhaupt noch Rezension oder ist das mehr so ein Lesetipp?
Empfehlen kann ich Wicked Game nämlich auf jeden Fall. Ganz objektiv ...

Ein Autor, der sein eigenes Buch bewertet. Ist das erlaubt? Heißt es dann überhaupt noch Rezension oder ist das mehr so ein Lesetipp?
Empfehlen kann ich Wicked Game nämlich auf jeden Fall. Ganz objektiv betrachtet.
Es ist anders als alles, das man bisher von Erotik und Thrillern kennt. Es wird dich überraschen, packen und wachrütteln. Du wirst nicht wissen, wem du trauen kannst und wer ehrlich ist. Du wirst Fragen haben, aber du wirst auch positiv überrascht sein.
Ich will dir eine Story zum Lesen geben, die du so noch nicht gelesen hast. Vielleicht wirst du dich über viele Dinge wundern, wirst verwirrt sein und an deiner Menschenkenntnis zweifeln - aber es wird eine Erfahrung wert sein.
Du hast die Wahl, ob du ein weiteres "typisches" Buch lesen willst, oder ob du dich mal an etwas anderes traust. :)

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Veröffentlicht am 17.01.2022

ABSOLUTES HIGHLIGHT - 2022

Drowning in Stars
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Ich habe alles an diesem Buch geliebt. Es brachte mich zum Lachen, Weinen und Mitfühlen. Vielleicht lehne ich mich weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass es die anderen Bücher 2022 schwer haben werden, ...

Ich habe alles an diesem Buch geliebt. Es brachte mich zum Lachen, Weinen und Mitfühlen. Vielleicht lehne ich mich weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass es die anderen Bücher 2022 schwer haben werden, dieses Buch zu toppen.

Drowning in Stars wird die meiste Zeit aus der Sicht von zwei Zwölfjährigen erzählt. Dass es so spannend sein kann, in die Gedanken- und Gefühlswelt von Kindern einzutauchen, hätte ich nicht gedacht.

Debra hat eine Geschichte geschrieben, die auch ernste Themen behandelt. Alkoholkonsum, Armut und Gewalt. Das bringt den Leser auf jeden Fall zum Nachdenken.

Besonders gefallen hat mir die Freundschaft zwischen Pixie und Gaze, die klar im Vordergrund steht. Wer eine lockere Liebesgeschichte sucht, wird hier nicht fündig. Das Buch ist emotional und geht tief.

Manche Stellen fand ich dann teilweise etwas zu dramatisch, sodass mir die Realität ein wenig abhanden kam. Insgesamt aber eine besondere Geschichte, die mit vielen Momenten und frechen Dialogen überraschen kann.

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Veröffentlicht am 14.01.2022

SCHWERE GEBURT

Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht
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Puh, ich tue mir sehr schwer damit, diese Rezension zu schreiben, da es so viele begeisterte Leser gibt und ich damit etwas aus der Reihe tanze, aber Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Das Cover von ...

Puh, ich tue mir sehr schwer damit, diese Rezension zu schreiben, da es so viele begeisterte Leser gibt und ich damit etwas aus der Reihe tanze, aber Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Das Cover von Hard Liquor gefällt mir nicht. Es passt nicht zu dem intensiven Inhalt. Vom Cover her merkt man nicht, wie spannend es in dem Buch hergeht. Da wurde das Potenzial leider nicht genug ausgeschöpft, was ich schade finde.

Der Klappentext ist dafür umso spannender und passender - leider verrät er zu viel von der Handlung, sodass mich manche Aspekte im Buch gar nicht mehr überrascht haben und ich sie regelrecht erwartet habe.

Der Schreibstil von Marie ist sehr interessant. Sie schreibt auch über Themen, die nicht so oft in Büchern vorkommen (-LGBT, Alkohol, etc.). Ich konnte der Geschichte gut folgen und habe einen guten Eindruck von Tychos Welt bekommen.

Manchmal sind im Buch ganz viele Sachen auf einmal passiert und dann wieder eine lange Zeit gar nichts, da hat es sich so ein bisschen gezogen.

Mit den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich warm werden. Logan war da noch mein Favorit mit seiner mitfühlenden Art, aber Grayson zum Beispiel war mir gleich ein Dorn im Auge. (Vor allem da mich der Klappentext davor gewarnt hat, ihr zu trauen.)

Ich fand es zudem etwas kritisch, wie Alkoholkonsum und Gewalt verherrlicht worden sind. Klar, das war nicht die Intention der Autorin, aber gerade für jüngere Leser könnte es so rüberkommen, als müsste man sich Mut immer antrinken und wäre dadurch stärker.

Davon abgesehen ein interessantes Buch mit viel Potenzial! Es passieren so viele unvorhersehbare Dinge und man ist als Leser ab und zu sprachlos. Ich habe mir das Buch insgesamt zwar anders vorgestellt, aber eine Erfahrung war es trotzdem wert.

Hätte ich durch das Buch nicht so eine Leseflaute gehabt, hätte ich wahrscheinlich auch mehr Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 11.01.2022

Witzig und unvorhersehbar wie immer - typisch Greg.

Gregs Tagebuch 16 - Volltreffer!
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Seit Jahren lese und höre ich jeden Teil von Gregs Tagebuch. Mich begeistern die Geschichten rund um Greg und seine Familie. Immer wieder passieren ihm Missgeschicke und lustige Pannen.
So auch in diesem ...

Seit Jahren lese und höre ich jeden Teil von Gregs Tagebuch. Mich begeistern die Geschichten rund um Greg und seine Familie. Immer wieder passieren ihm Missgeschicke und lustige Pannen.
So auch in diesem Buch. Der Fokus auf Sport konnte mich zwar nicht ganz abholen, da fand ich die anderen Bände stärker, aber witzig war es dennoch.
Die Stimme ist ebenfalls angenehm und das Hörbuch gut in einem Rutsch durchzuhören.
Nicht nur Dialoge werden anderes betont, auch Hintergrundgeräusche und Sounds. So hat man als Hörer jederzeit das Gefühl, ein Teil von Gregs Welt zu sein.
Handlungstechnisch gab es immer wieder ulkige Situationen, die mich überrascht haben und mit denen ich nicht gerechnet habe.
Besonders gefallen haben mir aber wie immer Gregs Monologe und Sprüche. Erst hält er nicht viel von Sport, später ist er der entscheidende Spieler.
Das Buch eignet sich für alle Alterklassen und ist immer wieder witzig zu hören, weil es einfach nicht langweilig wird.
Jeff Kinney hat auch mit diesem Teil bewiesen, wie zeitlos und cool Gregs Tagebücher sind.
Gerne hätte ich in diesem Band mehr von Gregs Familie gehört bzw. von seinem Freundeskreis. Da stand mir der Sport doch zu sehr im Fokus, wobei das den meisten garantiert gut gefallen wird.
Insgesamt wieder ein gelungenes Buch, das ich so jedem empfehlen würde. Eben typisch Greg.

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Gut geschrieben aber ohne genug Informationen für den Leser

Der Junge im gestreiften Pyjama
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Genrell ein schönes Buch aber mit Vorbehalt. Man muss es wirklich bis zum Ende gelesen haben um es entsprechend beurteilen zu können. Hier also meine Rezension:

In dem Buch zieht der junge Bruno mit seiner ...

Genrell ein schönes Buch aber mit Vorbehalt. Man muss es wirklich bis zum Ende gelesen haben um es entsprechend beurteilen zu können. Hier also meine Rezension:

In dem Buch zieht der junge Bruno mit seiner Familie nach Polen da sein Vater als Soldat arbeitet und nun in Auschwitz arbeiten muss. Dort trifft Bruno nach einer Weile auf Schmuel, einen Gefangenen hinter dem Zaun wo sie sich oft unterhalten. Bruno erfährt und erlebt Dinge über das Leben als Junge zur Zeit des Nationalsozialismus. Am Ende trifft ihn ein hartes Schicksal, bis zum Schluss bleibt Bruno jedoch verspielt und kindlich naiv.

Mir hat sehr gefallen, wie einfach und dennoch gut der Schreibstil von John Boyne ist. Es wird nicht viel um den heißen Brei geredet, die Handlung passiert einfach und man ist ständig mittendrin. Ich fand nicht gut, dass quasi keiner der Figuren richtig dreidimensional ist. Über die Mutter oder Schwester von Bruno erfährt man sehr wenig, Bruno selbst lebt im hier und jetzt, über die Charaktereigenschaften wird zu wenig erzählt. Gerade bei dem jungen Schmuel gäbe es sehr viel Potenzial, meiner Meinung nach. Ein Potenzial, das nicht genug ausgeschöpft wird. Schmuel erlebt grausame Dinge, scheint sie bei Bruno aber einfach zu vergessen. Letzterer erfährt bis zum Schluss nicht, was eigentlich in Deutschland vor sich geht. Das ist irgendwo unrealistisch. Und können wir kurz darüber reden, dass Schmuel sich regelmäßig am Zaun aufhält, der natürlich nicht bewacht ist? Wieso hat er Zeit dafür?

Ohne genügend Hintergrundwissen ist das Buch eher Fiktion als wahre Begebenheit für den Leser. Vielleicht hat der Autor es aber auch nur gut gemeint und überlässt die 'Aufklärung' den Eltern oder der Schule der jungen Leser. Garantiert hinterlässt es Fragen und Spuren bei Kindern - das Buch regt also klar zum Nachdenken an. Ich würde sagen, dass das Buch eher für Jugendliche geeignet ist, die sich genügend mit dem Thema des 2. Weltkriegs beschäftigt haben als für unerfahrene Kinder. Eine leichte Lektüre ist es also trotz der leichten Sprache nicht.

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