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Veröffentlicht am 13.04.2025

3 Gäste in Heartbreak Hotel

Heartsick
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„Du musst nicht lange suchen - ein gebrochenes Herz schlägt in jedem von uns, in manchen stärker als in anderen.“ In Heartsick begleitet Jessie Stephens ihre drei Figuren Claire, Ana und Patrick in ganz ...

„Du musst nicht lange suchen - ein gebrochenes Herz schlägt in jedem von uns, in manchen stärker als in anderen.“ In Heartsick begleitet Jessie Stephens ihre drei Figuren Claire, Ana und Patrick in ganz verschiedenen Stadien des Herzschmerzes und gibt ihnen Raum für diese allumfassende Trauer.
Ana ist seit Jahrzehnten mit ihrem Ehemann Paul verheiratet, sie haben zwei tolle Kinder, ein schönes Haus, ihr Leben scheint vollkommen - aber dann ist da Rob, der ihr Herz so doll schlagen lässt, wie sie es mit Mitte 40 gar nicht mehr für möglich gehalten hätte. Niemals anklagend begleitet Stephens Ana dabei, wie sie sich auf eine jahrelange Affäre einlässt, so viel Liebe und Lust erfährt, aber immer wieder auch Scham, Selbstzweifel und das Dilemma, sich zwischen dem Einen und dem Richtigen zu entscheiden. Dass sie sich für ihren Ehemann und ihre Kinder, gegen ihr eigenes Glück entscheidet, war so heartbreaking beim Lesen. All der Schmerz dieses „Was-wäre-wenn?“-Szenarios haben mich GEKILLT

Weniger mitgefühlt hab ich mit Patrick, der sich in seinen Zwanzigern in seine Kommilitonin Caitlin verliebt und mir since day one den Vibe eines leichten Incels mit Anger Issues vermittelt hat. Obwohl er sich selbst reflektiert und aus seinen Fehlern lernt, die eigene Kommunikationsstörung innerhalb seiner Familie aufarbeitet und meine schlimmsten Sorgen sich nie bewahrheiten, tat er mir zwar etwas leid, als Caitlin ihn verlässt, aber mit dieser Figur fiel es mir schwerer zu empathisieren.

Ganz starke Gefühle hatte ich dagegen für Claire, die von Australien nach London zieht, um sich selbst zu finden. Und stattdessen Maggie findet. Eine unfassbar intensive Liebesbeziehung, eine Ehe voller Glück - und dann das plötzliche Ende, das sich nie ganz auflöst. War sie Maggie nicht gut genug? Hatte sie wirklich eine Affäre mit Tiff? Trotz all dieser offenen Fragen findet Claire am Ende ihren Selbstwert wieder und verarbeitet ihren Herzschmerz künstlerisch.

„Heartsick“ vereint drei ganz unterschiedliche Menschen, die eins eint: ihr Herzschmerz. Danke für dieses berührende Buch, was Herzschmerz als ein universelles Gefühl porträtiert, das nicht direkt geheilt werden muss, sondern in dem man sich suhlen kann- und mit dem man nie so allein ist, wie man ursprünglich denkt.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Lieber okaye Tage zusammen als miese Tage allein

Okaye Tage
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Sam und Luc. Luc und Sam. Das sind zwei wie Salz und Pfeffer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber sich vielleicht genau deshalb gut tun - oder auch nicht?
Die extrovertierte, impulsive, direkte ...

Sam und Luc. Luc und Sam. Das sind zwei wie Salz und Pfeffer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber sich vielleicht genau deshalb gut tun - oder auch nicht?
Die extrovertierte, impulsive, direkte Schwedin Sam und der zurückhaltende, routinierte und oft unsichere Brite Luc kennen sich noch von einer Party als Teeanger. Jetzt, Jahre später, treffen sie erneut aufeinander und verbringen einen magischen Sommer in London. Gemeinsame Playlists, Restaurantbesuche, friedliches Koexistieren in ihrer kleinen Blase - hier könnte ein Happy End bereits am Anfang stehen. Allerdings gibt es einen Haken: das Sommermärchen hat ein Ablaufdatum, denn Sam muss zurück nach Stockholm. Von da an verlieren und finden sich Luc und Sam immer wieder - zwischen London und Stockholm, zwischen miesen Tagen ohneeinander und okaye Tagen miteinander.
Jenny Mustard haucht dem
klassischen „Boy meets Girl“ auf jeder Seite
eine authentische Frische ein, die nicht davor zurückschreckt, sich der Realität von ihrer Figuren zu stellen. Solche, mit denen sich viele Mittzwanziger sicherlich identifizieren können. Denn beide versuchen, ihre Leben nach diesem einen Sommer auf die Kette zu kriegen. Sie kämpfen mit Jobasagen, toxischen Chefinnen, Esstörungen und Sucht. Sie sind eifersüchtig, treffen die falschen Entscheidungen und machen sich selbst etwas vor. Ich habe das Cover geliebt, obwohl ich mir für diesen Roman auch ein Cover hätte vorstellen können, auf dem Luc und Sam beide abgebildet werden, da ich es so geliebt habe, dass man die Liebesgeschichte aus beiden Perspektiven miterleben konnte. Außerdem fand ich es so toll, dass geschlechtergerechte Sprache in der deutschen Übersetzung verwendet wurde. Danke an die Lesejury und @le.lyssa für diese tolle Möglichkeit, diesen modernen Liebesroman lesen zu dürfen!

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