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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2024

Zu viel Romance und Drama, zu wenig Cosy und Crime

Spellbound - Tod eines traurigen Trolls
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Emma Hart lebt sich in ihrer neuen Heimat Spellbound immer besser ein. Sie hat gute Freunde gefunden, einen guten Job und auch in der Hexenförderklasse läuft es langsam besser.

Aber eine Sache droht der ...

Emma Hart lebt sich in ihrer neuen Heimat Spellbound immer besser ein. Sie hat gute Freunde gefunden, einen guten Job und auch in der Hexenförderklasse läuft es langsam besser.

Aber eine Sache droht der Jung-Hexe den Verstand zu rauben. Ihr großer Schwarm, der gefallene Engel Daniel, steht offenbar unter dem Einfluss von Zauberei und ist nicht mehr Herr seiner Sinne. Wie sonst könnte er ernsthaft daran denken, die Fee Elsa, die selbstsüchtige Tochter der Bürgermeisterin zu heiraten?

Emma Hart versucht alles um diese Verbindung zu verhindern und darf dabei auf die bedingungslose Hilfe ihrer Freunde zählen. Als es aber trotzdem zur Vermählung kommen soll, bricht ein Ereignisorkan über Spellbound herein, der alles verändern wird - auch für Emma...


Im sechsten Teil der Spellbound-Reihe von Autorin Annabel Chase kommt es zum ultimativen Showdown in Sachen "persönliche Lovestory" der Hauptperson Emma Hart. Der Aufhänger der Story ist zwar ein Kriminalfall, der aber zu Lasten des im absoluten Vordergrund stehenden Beziehungsdramas sträflich vernachlässigt wird. Dieser Band zieht seine vergleichsweise geringe Spannung einzig aus den Fragen: kann Emma die Hochzeit von Daniel verhindern und, wenn ja, wie geht es dann weiter?

Für mich ist in diesem Band zu viel Bessenheit der ansonsten tollen Hauptperson und zu wenig Cosy, und noch weniger Crime. Das bislang mit Abstand schwächste Buch der Spellbound-Reihe, die sich auf diesem Weg leider von einer Crime-Reihe mehr zu einer schwachen Romance-Reihe entwickelt. Hoffentlich stehen in den kommenden Bänden wieder mehr der Humor und die Kriminalfälle im Vordergrund.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Schweden für Anfänger - und solche, die länger bleiben wollen

Ein Jahr in Schweden
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Auch wenn sich ihr Name durchaus schwedisch anhört - die Autorin Marie-Helene Steghöfer ist gebürtige Österreicherin und zog mit Ihrem Mann, der einen Job an der Göteborger Uni annahm, und der gerade erst ...

Auch wenn sich ihr Name durchaus schwedisch anhört - die Autorin Marie-Helene Steghöfer ist gebürtige Österreicherin und zog mit Ihrem Mann, der einen Job an der Göteborger Uni annahm, und der gerade erst geborenen Tochter nach Schweden - ohne große Sprachkenntnisse, ohne Wissen über die Geflogenheiten vor Ort und ohne eine Ahnung zu haben, wie die Schweden so sind.

Ein Sprung ins kalte Wasser (oder in den kalten schwedischen Winter) sozusagen, aber die Autorin erzählt auf humorvolle Art und Weise, wie sie sich nach Anfangschwierigkeiten freigeschwommen und gut eingelebt haben, ihren Alltag meistern und warum auch nach einem Jahr noch jeden Tag etwas Neues entdeckt werden kann, das völlig anders gemacht wird als in Deutschland oder Österreich. Vor allem begeisternd - in Ämtern sind offenbar Menschen für bestimmte Dinge zuständig, die sich mit diesen Dingen auskennen.

Sehr lesenswert, herzlich und humorvoll erzählter Bericht.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Sehr dichte, spannende Story mit aktuellem Hintergrund

Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi
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Liv de Vries, Hoofdinspecteur der niederländischen Landespolizei, durchlebt aktuell eine schwierige Phase. Nachdem ein Einsatz, für den sie die Verantwortung trug, schief ging, wird sie von ihrem Vorgesetzten ...

Liv de Vries, Hoofdinspecteur der niederländischen Landespolizei, durchlebt aktuell eine schwierige Phase. Nachdem ein Einsatz, für den sie die Verantwortung trug, schief ging, wird sie von ihrem Vorgesetzten in den normalerweise ruhigen, beschaulichen Urlaubsort Veere in der Provinz Zeeland versetzt. Sie soll hier mit ihrer neuen Kollegin Noemi Bogaard in einem Vermisstenfall ermitteln, der den Vorgesetzten von Liv de Vries offenbar persönlich betrifft.

Schnell stoßen die beiden Ermittlerinnen, unterstützt vom lokalen Polizeichef Ruben van de Meer, auf Sachverhallte, die teilweise weit in der Vergangenheit liegen, aber mit dem aktuellen Vermisstenfall in direktem Zusammenhang zu stehen scheinen. Zunächst verlaufen die Ermittlungen zäh, aber dann kommt Schwung in die Sache und schon bald bricht eine Welle aus alten Beziehungen, zurückliegenden, nie wirklich aufgeklärten Taten und den aktuellen Geschehnissen über den Ermittlern zusammen. Die Stimmung in Veere heizt sich auf - nationalistische, rechtsradikale Einflüsse werden deutlich, und dann kommt alles noch viel schlimmer...

Mit "Die Toten von Veere" hat der Autor Maarten Vermeer einen spannenden, äußerst lesenswerten Kriminalroman vorgelegt, der viele - in Europa allgemein und in den Niederlanden im Speziellen - hochaktuelle Themen anspricht. Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Radikalismus in jeglicher Form, aber auch Unregelmäßigkeiten, Karrieregier und Vertuschung in Polizeikreisen sind leider so aktuell wie nie.

Ein toller Krimi, der nicht zuletzt aufgrund des Endes nach einer baldigen Fortsetzung verlangt.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Aufstand in Spellbound? - Der Stadtrat ist außer Rand und Band

Spellbound - Magische Missetaten
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Emma Hart hat in ihrer kurzen Zeit in der magischen Kleinstadt Spellbound bereits so einiges verrücktes und unglaubliches erlebt. Aber als Sie eines Tages zu einer Sitzung des Stadtrates erscheint um ihren ...

Emma Hart hat in ihrer kurzen Zeit in der magischen Kleinstadt Spellbound bereits so einiges verrücktes und unglaubliches erlebt. Aber als Sie eines Tages zu einer Sitzung des Stadtrates erscheint um ihren Vorschlag zur Reformierung der gerichtlichen Strafbemaßung vorzustellen, erlebt sie die sonst so seriösen und auf Etikette bedachten Mitglieder der höchsten Vertretung der Stadt außer Rand und Band. Schnell ist klar - jemand hat die Mitglieder verzaubert und in einen kindlichen Zustand versetzt. Aber wer? Und warum, zu welchem Zweck...?

Emma versucht die Antworten auf diese Fragen zu finden, muss sich aber auch weiterhin mit ihren eigenen chaotischen Gefühlen bezüglich der äußerst attraktiven, aber nicht ungefährlichen Männerwelt von Spellbound auseinandersetzen. Vor allem ihr Schwarm, der gefallene Engel Daniel, macht ihr große Sorgen. Ziemlich viel für eine einzelne Hexe in Ausbildung. Aber zum Glück hat sie ja jede Menge Verbündete und gute Freunde...

Die Story im vierten Band der Spellbound-Reihe "Magische Missetaten" ist herrlich verrückt und chaotisch, wird zum Ende hin aber auch ernst und für die Hauptprotagonistin sogar richtiggehend gefährlich. Trotzdem überwiegen - wie in den drei Vorgängerbänden - auch diesmal die humorvollen Passagen. Immer wieder begeistert die Autorin mit der detailreichen und liebevollen Beschreibung der übernatürlichen Wesen. Sehr lesenswert - auch wenn das persönliche Gefühlschaos von Emma Hart (insbesondere in Bezug auf Daniel) langsam ein wenig in ungesunde Obsession umschlägt.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Zauberhafter Mystery-Cosy-Crime mit viel Humor

Spellbound - Der Zwerg im Glassarg
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Emma Hart kommt einfach nicht zur Ruhe. Die Neu-Hexe muss sich in ihrer neuen zauberhaften Heimat Spellbound nicht nur mit ihrer Hexenausbildung und den damit verbundenen vielen Zaubersprüchen beschäftigen, ...

Emma Hart kommt einfach nicht zur Ruhe. Die Neu-Hexe muss sich in ihrer neuen zauberhaften Heimat Spellbound nicht nur mit ihrer Hexenausbildung und den damit verbundenen vielen Zaubersprüchen beschäftigen, sondern auch den nächsten Kriminalfall untersuchen.
Im Wald von Spellbound wurde ein in einem gläsernen Sarg liegender, offenbar mit einem Schlafzauber belegter Zwerg gefunden. Da sie von einem Zeugen in unmittelbarer Nähe zum Zwerg im Sarg gesehen wurde, gerät ausgerechnet Emmas Freundin und Hexen-Förderklassenkameradin Sophie - das vielleicht liebste Wesen von Spellbound - in Verdacht, für den Zustand des Zwerges verantwortlich zu sein.
Da vom unfähigen Sheriff Hugo kaum Hilfe zu erwarten ist, macht sich Emma selbst daran Sophies Unschuld zu beweisen und den Fall aufzuklären - und das, obwohl ihre persönlichen Gefühle ob der männlichen Bewohner des Ortes weiterhin Karussell fahren...

"Der Zwerg im Glassarg" ist der mittlerweile dritte Band der äußerst lesenswerten Reihe um Emma Hart und ihre phantastischen Mitbewohner in der mit einem Fluch belegten und von übernatürlichen Wesen bevölkerten Kleinstadt Spellbound. Die Autorin Annabel Chase versteht es auch diesmal wieder, den Leser mit den verschiedenen, jeder für sich sehr interessanten Erzählsträngen in ihren Bann zu ziehen. Manchmal einfach brachial witzig, manchmal einfühlsam und hintergründig, aber immer auf einer tollen Grundidee basierend, die zum weiterlesen einlädt und den Leser fesselt.

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