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Veröffentlicht am 07.10.2024

Ein Buch über Freundschaft und Zusammenhalt

Das Katzenhuhn: Was macht der Fisch auf dem Dach?
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Dieses ist das erste Katzenhuhn-Buch, das ich lesen durfte. Ich fand es einfach toll.
Der Nordhof ist ein ganz besonderer Bauernhof mit ganz besonderen Tieren und einem ganz besonderen Helden: ...

Dieses ist das erste Katzenhuhn-Buch, das ich lesen durfte. Ich fand es einfach toll.
Der Nordhof ist ein ganz besonderer Bauernhof mit ganz besonderen Tieren und einem ganz besonderen Helden: dem Katzenhuhn.
Das Huhn Timme und sein Freund Max, der Maulwurf bauen sich eine Wippe. Da landet der Karpfen Baldrian, nachdem er sich aus den Fängen eines Reihers befreit hat, plötzlich auf dem Dach des Bauernhauses. Das ist der Moment für den Einsatz von Timme als Katzenhuhn.
Also eilt das Katzenhuhn auf das Dach und dem Karpfen Baldrian zu Hilfe. Doch auch ein Katzenhuhn schafft das nicht alleine. Unter der Anleitung des Katzenhuhns und mit Hilfe der Wippe, die Timme und Max gebaut haben schaffen es alle gemeinsam Baldrian wieder vom Dach herunter in seinen Teich zu transportieren.
Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt und wie man mit Kreativität zu tollen Lösungen kommt.
Ich freue mich schon darauf, das Buch mit den Kindern im Kindergarten zu lesen und was ihnen dazu einfällt.
Absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Düstere Fantasy mit mystischen Elementen und vielen Facetten

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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In Llyr haben Frauen eine eher untergeordnete gesellschaftliche Stellung. Für das „intellektuell anspruchsvolle“ Literaturstudium sind sie gar nicht erst zugelassen. Also studiert Effy notgedrungen Architektur ...

In Llyr haben Frauen eine eher untergeordnete gesellschaftliche Stellung. Für das „intellektuell anspruchsvolle“ Literaturstudium sind sie gar nicht erst zugelassen. Also studiert Effy notgedrungen Architektur – als einzige Frau an der Fakultät.
Dann bietet sich ihr die einmalige Chance das Anwesen ihres kürzlich verstorbenen Lieblingsautors Emrys Myrddin zu besuchen, um Pläne für eine umfassende Renovierung zu erstellen.
Vor Ort trifft sie nicht nur auf Preston, einen Literaturstudenten, der den Nachlass des Autors sichtet, sondern auch auf ein sehr mitgenommenes Anwesen und Ianto, den zwiespältigen Sohn Myrddins.
Im Laufe der Zeit taucht Effy immer tiefer ein in eine Welt aus seltsamen Geheimnissen und den mystischen Geschichten Myrddins. Dabei kommt sie Preston unweigerlich in die Quere und auch näher …

Die Welt von Llyr und Argant bleibt leider oft im Dunkel hinter Andeutungen, die vorauszusetzen scheinen, das Lesende sich auskennen. Warum ausgerechnet ein Student mit argantischen Wurzeln den Nachlass des llyrischen Nationaldichters sichten darf, wo die beiden Länder doch verfeindet sind, sich sogar bekriegen, wird nicht ersichtlich.

Anfangs bin ich schwer in die Geschichte hineingekommen, vieles verliert sich in Andeutungen, in manchen Situationen fehlen mir schlüssige Erklärungen und der Schreibstil ist teilweise sehr anstrengend. Zwischendrin habe ich mich immer wieder gefragt, ob es überhaupt eine Fantasy-Erzählung ist. Im Laufe der Geschichte habe ich mich immer mehr mit der Erzählweise angefreundet und nach einer Weile hat die Handlung auch eine gewisse Fahrt aufgenommen, sodass ich die letzten Kapitel in einem Rutsch durchgelesen habe.

Ava Reid reißt viele Themen an, wie auch der Disclaimer am Ende des Buches deutlich macht. Leider eben oft nur in so wagen Andeutungen, dass vieles der Interpretation der Lesenden überlassen bleibt.

Der Ausgang der Geschichte war jedoch so versöhnlich, dass ich doch 3,5 Sterne vergeben möchte und das Buch vorsichtig und mit den oben genannten Einschränkungen weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Fantastische Welt der Bücher

Liga Lexis – Nachtschwarze Worte
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Als die 16-jährige Annie plötzlich von zwei Agenten der Liga Lexis Besuch erhält, die ihr eröffnen, dass sie eine Migra, halb Mensch halb Buchfigur, ist, ändert sich ihr Leben grundlegend. Fortan soll ...

Als die 16-jährige Annie plötzlich von zwei Agenten der Liga Lexis Besuch erhält, die ihr eröffnen, dass sie eine Migra, halb Mensch halb Buchfigur, ist, ändert sich ihr Leben grundlegend. Fortan soll sie auf Bookford Manor leben und lernen, wie man in die Welt der Bücher reist.

Doch nicht nur, dass sie von den anderen Migras misstrauisch beobachtet wird, weil sie so lange alleine in der Menschenwelt überlebt hat und weil ihre Herkunft misteriös ist. Es geschehen seltsame Dinge in der Welt der Bücher, die niemand erklären kann.

Das Schema der Geschichte ist zwar nicht neu, doch Mo Enders erschafft eine wunderbare Welt, in die sich Buchliebhaber:innen hineinträumen können. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, seinen Lieblingscharakteren so nah zu sein, in deren Welt regelrecht einzutauchen und zu erleben, was sie erleben. All das ist möglich in der Welt der Migras. Immer wieder gibt es Bezüge zu den Büchern, die man kennt und liebt, sei es in Form von Zitaten oder Begegnungen mit Figuren wie Peter Pan, Glöckchen oder Bella und Ed.

Natürlich darf eine romantische Komponente nicht fehlen und so knistert es heftig zwischen Annie und Caspian de Vries, der eigentlich ihr Aufpasser sein soll.

Nachdem man kurz Zeit hat, in Annies neue Welt einzutauchen, nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf und nimmt die Lesenden in eine aufregende Handlung um die Rettung der Bücherwelt und Caspian de Vries, der sich in große Gefahr begeben hat.

Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und fiebert mit ihnen mit. Wobei mir an manchen Stellen die Entwicklung ein bisschen zu schnell ging und ein bisschen mehr Erläuterung der Umstände (wie kommt es zum Beispiel, dass Annie in so kurzer Zeit das Stechen von Tattoos so perfekt beherrscht) angebracht gewesen wären.

Irritierend fand ich auch Pro- und Epilog, weil diese sehr weit von der eigentlich Geschichte entfernt scheinen. Vielleicht klärt sich das dann ja in den nächsten Teilen auf.

Insgesamt ein tolles Buch für alle die Bücher und Fantasy, gespickt mit etwas Romance lieben. Von mir 4,5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf den 2. Teil.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Bedürfnisorientiert und einfach schön

Gute Nacht, kleiner Strubbel − Das Bilderbuch für alle Familien, die ruhige Nächte lieben
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Strubbel ist ein Eichhörnchenkind, das mit Mama und Papa in einem Nest schläft. Das ist nicht immer einfach, denn auch ein Eichhörnchenkind braucht Platz, insbesondere, wenn es träumt und dabei ...

Strubbel ist ein Eichhörnchenkind, das mit Mama und Papa in einem Nest schläft. Das ist nicht immer einfach, denn auch ein Eichhörnchenkind braucht Platz, insbesondere, wenn es träumt und dabei zappelt. Das stört den Schlaf von Mama und Papa.
Gemeinsam suchen sie nach Lösungen, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Sowohl denen von Strubbel, als auch denen der Eltern. Sie schauen, wie es die anderen Familien machen und überlegen, was zu ihnen passt. Sie werden verunsichert vom besserwisserischen Kuckuck, der meint, Strubbel sei ein verwöhntes Kind.
Doch am Ende finden sie ihren Weg und wissen, dass Strubbel in dem Vertrauen auf die Liebe und Sicherheit seiner Eltern immer selbständiger werden kann.
Die Bilder sind liebevoll und hochwertig gezeichnet, die Worte kindgerecht gewählt. Ein wunderschönes Buch für Eltern und Kinder.
Ich empfehle dieses Buch allen, die einen bedürfnisorientierten Umgang miteinander pflegen.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Liebe und Meer

Föhrer Frühling
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Titel und Titelbild haben mich direkt angesprochen. Föhr ist die Insel meiner Kindheit. Hier waren wir in vielen Familienurlauben.

Julia zieht nach dem Tod ihres Mannes Barne mit ihrem 5-jährigen Sohn ...

Titel und Titelbild haben mich direkt angesprochen. Föhr ist die Insel meiner Kindheit. Hier waren wir in vielen Familienurlauben.

Julia zieht nach dem Tod ihres Mannes Barne mit ihrem 5-jährigen Sohn Liam relativ kurzfristig nach Föhr. Barne ist dort aufgewachsen, der Kontakt zu seinen Eltern war aber abgebrochen und Julia weiß nicht warum.

Zufällig lernt sie ihren Schwager Krischan kennen, die beiden verstehen sich von Anfang an gut, während die Schwiegereltern keinen Kontakt zu ihr wünschen.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, allerdings kamen zwischendurch einige Ungereimtheiten durch, die ich irritierend fand. Barnes (sehr plötzlicher) Tod ist noch nicht einmal 8 Wochen her. In dieser Zeit hat Julia eine Beerdigung organisiert, die Entscheidung, nach Föhr zu ziehen getroffen, ohne dort jemanden zu kennen, eine Stelle, eine Wohnung und einen Kitaplatz für Liam gefunden, den Umzug mit einem Umzugsunternehmen organisiert und ihre Sachen gepackt.

Auch das Rollenbild, das die Autorin im Roman beschreibt, empfinde ich als schwierig. Julia hat seit ihrer Hochzeit, also seit ca 10 Jahren nicht mehr gearbeitet, ihr Sohn ist erst 5 Jahre alt. Sie ist also nicht etwa für das Kind zuhause geblieben und war völlig abhängig von ihrem Mann. Das spiegelt sich auch in ihrem Zögern Krischan gegenüber, zu dem sie sich zwar hingezogen fühlt, den sie aber zurückweist, weil er ihr Schwager ist.

Einerseits möchte ich gerne wissen, was vorgefallen ist, dass Julias Mann und seine Familie entzweit hat, es werden ja schon einige Andeutungen im Buch gemacht, andererseits halten mich die genannten Kritikpunkte davon ab.

Schön fand ich den Föhr-Bezug und dass hier auch tatsächlich (hoffentlich echte) Traditionen verarbeitet wurden. Die Frankfurter Pfingsttraditionen haben es ja leider nicht einmal zur Erwähnung geschafft.

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