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Veröffentlicht am 20.08.2024

Viel- Sichtig

Grave 1: Höllenschwur und Knochenflut
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(Leserunde Buch / Rezensionsexemplar)

Selbst die Hölle hat ein Herz, das es zu retten lohnt!

Die Säulen der alten Welt sind gefallen. Seit Zeus, Poseidon und Hades getötet wurden, sind die Throne der ...

(Leserunde Buch / Rezensionsexemplar)

Selbst die Hölle hat ein Herz, das es zu retten lohnt!

Die Säulen der alten Welt sind gefallen. Seit Zeus, Poseidon und Hades getötet wurden, sind die Throne der drei Reiche verwaist. Nun liegt die Hölle im Sterben. Und nur einer kann sie retten: Grave – der Bastard der Unterwelt. Von den Göttinnen des Schicksals auserwählt, ist es an ihm, die Erde vor der dunklen Bedrohung zu beschützen. Denn Nyx, die Göttin der Nacht, lauert auf ihre Gelegenheit. Doch für einen allein ist diese Aufgabe zu groß. In Nero, dem schweigsamen Anführer der Halbgötter, findet Grave einen unerwarteten Verbündeten. Zwischen ihnen brodelt ein Feuer, das selbst die Hitze des Hades in den Schatten stellt.

Was habe ich bei dem düsteren (neuen) Titelbild und dem Klappentext erwartet ? Eine mit Spannung geladene Fantasy Geschichte in der Unterwelt mit vielen bekannten Namen und Figuren aus der griechischen Mythologie mit etwas Spice und etwas Gefühl.

Was ich bekommen habe : eine recht langatmige Geschichte, mit vielen Charakteren, die man zwar namentlich teilweise kennt, aber die durch die endlosen Sichten aus der die Geschichte erzählt wird, mich nur noch verwirrt haben. Zwar bekommen wir ein wenig Spice und viel Gefühl, aber leider kam dieses nicht immer rüber.

Eigentlich lesen wir die Geschichte um die Rettung der Unterwelt aus jeder Perspektive von jedem Charakter, der auftaucht. Dadurch hatte ich große Probleme in die Geschichte reinzufinden bzw. zu blieben. Zwar gibt es ein Glossar, aber man möchte bei lesen ja den Fluss nicht stören und dauernd blättern.

Ich glaube ich bin etwa nach der Hälfte oder im 2. drittel endlich auf alle Sichten und Erzählstränge klar gekommen und konnte dann die Geschichte auch etwas genießen.

Spannung gab es ab und an, aber die ist schnell auch vorbei. Letztendlich begeben wir uns mit der Story auf die typische Heldenreise, nur an verschiedenen Orten und mit verschiedenen Paaren.

Und das war noch so ein Ding. Nachdem jedes noch so ungleiche Paar auf einmal Gefühle für einander entwickelt, konnte ich irgendwie nur noch die Augen verdrehen. Es begann sich eher wie eine Sitcom in der Unterwelt anzufühlen.

Grave und Nero, die ja als Hauptpersonen erscheinen durch den Klappentext, bekomme ich nicht zu fassen. Durch den ständigen Perspektivwechsel und die verschiedenen Spielorte, bekomme ich irgendwie zu keinem richtig eine Verbindung, wodurch entstehende Gefühle mich auch weniger tangieren.

Dank den ganzen Kritikpunkten, aber weil es zum Ende hin einen kleinen Durchbruch für mich gab, gebe ich dem Buch noch 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Chaotisches Coming of Age

Die Sache mit Rachel
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Rachel ist eine irische Studentin, die mit ihrem schwule besten Freund James zusammen wohnt. Doch während James versucht zu verstecken, dass er schwul ist, sehnt Rachel sich nach Liebe , Spaß und eine ...

Rachel ist eine irische Studentin, die mit ihrem schwule besten Freund James zusammen wohnt. Doch während James versucht zu verstecken, dass er schwul ist, sehnt Rachel sich nach Liebe , Spaß und eine gute Zukunft. Dabei stürzt sie sich (auch gerne von James gelenkt) in eine Situation in die andere.

An die Erzählweise von der gegenwärtigen Rachel, die zurückschaut auf ihr Leben zu der Zeit, musste ich mich gewöhnen, denn nicht nur erzählt sie recht locker und ungeschönt, sondern streut auch immer wieder gegenwärtige Dinge mit ein, so dass ich gerne mal verwirrt war, wo wir uns befinden.

Und dann haben wir Rachel. Anfänglich mochte ich ihre lockere Art, doch bald schon erkennt man, dass sie sehr uneigenständig ist und sich immer an jemanden ranhängt. Und gerade James ist da nicht der Beste, würde ich mal sagen. Wenn er nicht da ist, fixiert sie sich auf jemanden anderen. Aber das ist eben ihr Charakter.

Die Geschichte spielt zu den 2010er in Irland und es werden auch ein paar politische Dinge angesprochen, die auch teilweise sehr wichtig für die Geschichte sind.

Die Geschichte ist eine Berg und Talfahrt, hat mich aber wie gesagt, gerne mal verwirrt und auch mit Rachel wurde ich bis zum Schluss nicht hundert Prozent warm.

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Veröffentlicht am 05.07.2024

Lov-it 2.0 mit schwarzen Humor

LOV-IT 20
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Stell dir vor es gibt einen neuartigen Virus, Lov -it 2.0..

Infizierte Menschen verlieren alle Hemmungen und werden von unbändiger Lust überfallen. Und diese wird ausgelebt, egal wo sie sind und es

sie ...

Stell dir vor es gibt einen neuartigen Virus, Lov -it 2.0..

Infizierte Menschen verlieren alle Hemmungen und werden von unbändiger Lust überfallen. Und diese wird ausgelebt, egal wo sie sind und es

sie überkommt. Übertragen wird dieser durch Augenkontakt.

Die PTA Lilly erfährt von den ersten Ausbrüchen in Paris und macht sich ihre Sorgen, dass auch sie befallen sein könnte, denn immer wenn sie den Virologen Mister V sieht oder hört, entwickelt sie auch ungewöhnliche Gefühle und verhält sich nicht, so wie sie es kennt. Und auch ihr Umfeld spielt verrückt aus verschiedenen Gründen.



Die Autorin Jenna Severs verarbeitet in der Geschichte um Lilly, Mister V und dem Virus auf schwarzhumorige und derbe Art die Pandemie, die gerade hinter uns liegt. Immer wieder gibt es Szenen, die es so eins zu eins im Realen Leben gab oder eben etwas abgewandelt

Immer wieder muss man schmunzeln (wenn man über Corona schmunzeln kann, wenn nicht, wird es schwer das Buch zu lesen ), wenn man sieht, wie auch der Lov-it Virus nicht ernst ge­nommen wird und sich eher noch drüber lustig gemacht wird.

Und diese Paralelen haben mich persönlich fast am meisten unterhalten.

Lilly war mir am Anfang sympathisch, entfernte sich aber immer weiter in der fortschreitenden Geschichte, da ich ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen kann. Selbst wenn man sich fragen soll, ob einiges auf Lov-it zurück zu führen ist, sind auch andere Situationen dabei, die ich nicht nachvollziehen kann. Und auch die Nebencharaktere , egal ob Kollegen oder Mitbewohner, sind mir nicht wirklich sympathisch und verhalten sich auch nicht besonders liebenswert. Jeder hat irgendwie irgendwelche Probleme und ist teilweise einfach nur bescheiden zu seinen Mitmenschen. Die meisten Miteinander in der Geschichte sind nicht positiv.

Da ich das Buch in Rahmen einer Leserunde lesen durfte, erklärte mir die Autorin, dass alle Charaktere unter einen Kontrollverlust leiden, auch ohne den Virus. Und ja das tuen alle irgendwie auf ihre Art, mir persönlich waren dadurch aber zu viele Baustellen in dem Buch vorhanden und der Hauptplot um den Virus und Lilly bleibt etwas auf der Strecke.

Zum Ende werden auch einige Fragen gelöst und es gibt einen interessanten Plottwist, der alles weitere für Band 2 aufmacht.

Am interessantesten fand ich eigentlich die Zwischensequenzen, wo wir direkt mitbekommen, wie sich der Virus verbreitet oder jemand seine Hemmungen verliert. Diese werden auch von mal zu mal extremer. Und werden zum Ende zum großen Finale zusammengeführt

Da ich nicht warm wurde mit den meisten Charakteren und die Chemie zwischen diesen auch nicht ganz rüber kam und mir zu dem zu viele Storys erzählt wurden, würde ich dem Buch noch 3 Sterne geben

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Gefühlvolle Kleinstadt Second Chance Romance

Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things
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Da ich gerade erst Fourth Wing und Iron Flame gelesen/ gehört habe, war ich umso entspannter, ob Rebecca Yarros es auch schafft eine gefühlvolle Liebesgeschichte zu kreieren ohne den Nervenkitzel einer ...

Da ich gerade erst Fourth Wing und Iron Flame gelesen/ gehört habe, war ich umso entspannter, ob Rebecca Yarros es auch schafft eine gefühlvolle Liebesgeschichte zu kreieren ohne den Nervenkitzel einer Fantasywelt.

Und vorweg : Ich wurde nicht enttäuscht.



Camden kommt zurück in seine Heimatstadt ...nach 10 Jahren ...denn sein Vater braucht ihn. Doch die Kleinstadt Alba vergisst und verzeiht nichts.

Und so hat er mit den Schatten seiner Vergangenheit zu tun und mit den Verfählungen seiner Jugend.

Dazu gehört auch Willlow, seine ehemals beste Freundin aus der Kindheit. Doch er hat sich geschworen, sich von ihr fernzuhalten, denn sie gehörte zu seinem Bruder. Doch Willow stellt sich vor aller Augen des kleinen Albas auf Camdens Seite und wirkt sich langsam sehr deutlich, wie engstirnig die Kleinstädter doch sind.

Es gibt Kleinstadt Romance in denen ich mich sofort wohl fühle in der Stadt. Als ich mit Camden nach Alba kam, war das anders. Das liegt daran, dass wir mit Camden dort ankommen und direkt in eine bedrohliche Situation geraten. Hinzu kommt, dass er sofort und dauerhaft auf Gegenwehr und Abneigung stößt.

Durchatmen konnte ich, wenn ich die Sicht von Willow lesen kann. Obwohl auch sie zu kämpfen hat. Gerade mit ihrer Familie und dem plötzlichen Auftauchen von Camden.

Doch ich habe den beiden nur das beste gewünscht und konzentriert verfolgt, wie sie ihren Weg durch Alba kämpfen und sich selbst ung gegenseitig finden.

Die Gefühle schafft Rebecca Yarros komplett rüberzubringen und die beiden Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Auch wenn sie nicht komplett ohne Klischees auskam, war die Geschichte komplett nach meinem Geschmack und ich habe mitgelitten, geliebt und gewütet.

Für mich eine volle Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 31.03.2024

Jugendthriller mit wenig Tiefe

Becoming Megan
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Mit Becoming Megan geben das Vater – Tochter Gespann Wekwerth ihr Debüt. Auch wenn Rainer Wekwerth schon einige Bücher geschrieben hat, war es für beide zusammen und gerade für Anna doch ihr erstes Buch.
Kat ...

Mit Becoming Megan geben das Vater – Tochter Gespann Wekwerth ihr Debüt. Auch wenn Rainer Wekwerth schon einige Bücher geschrieben hat, war es für beide zusammen und gerade für Anna doch ihr erstes Buch.
Kat erwacht nach sechs Jahren aus dem Komma, doch nicht in ihrem eigenen Körper. Dr. White hat ihr Bewusstsein in die Stiefschwester von Noah, den Erben eines milliardenschweren Medizinkonzerns, transferiert. Denn sie soll Noahs Vertrauen gewinnen, um ihn dann zu töten, damit Dr. White das Unternehmen übernehmen kann. Und er hat auch ein Druckmittel gegen Kat in der Hand.
So wird aus Kat Megan und sie tut, was Dr. White von ihr verlangt, bis sie Noah kennenlernt.

Mir war bewusst, dass es sich hier um einen Jugendthriller handelt, der mit Sci Fi Aspekten gespickt ist. Dass es verrückt wird, lässt der Klappentext schon erahnen, wobei ich das letzte Wort direkt mal überlesen habe.
Und das ist ein großer Punkt, der mir in diesem Buch nicht zugesagt hat. Die Gefühle der Protagonisten. Kat lernen wir wohl noch am besten kenne, da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist und wir ihre Verwandlung direkt miterleben. Megan (die Person in dessen Körper Kat steckt) lernen wir später auch noch besser kennen, was sich gut gelöst fand.
Aber am blassesten fand ich Noah und seine Handlungen. Gerade zum Ende hin, habe ich seine Handlungsweisen nicht wirklich verstanden und nachvollziehen können. Mir waren die Charaktere allesamt nicht authentisch genug. Und gerade das Thema Liebe, konnte ich in diesem Fall nicht nachvollziehen.
Die Handlung nimmt langsam Fahrt auf und es kommt selten zu Fremdschäm Situationen, was ich sehr gut finde, da ich solche Szenen nicht mag. Gerade das letzte Drittel war spannend, auch wenn ich hier die Handlungen der einzelnen Charaktere nicht wirklich nachvollziehen kann.
Zudem fehlte mir bei manchen Themen etwas die Tiefe und die Erklärungen.
Der Schreibstil war flüssig und dank der großen Schreibweise und den wenigen Seiten flog das Buch nur so dahin.
Für mich war es ein guter Jugendthriller mit interessanter Idee, dem man gut zwischendurch lesen kann, dem es aber an Tiefgang in den Charakteren und den Themen fehlt.

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