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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2020

Spannender Krimi zu einem aktuellen Thema

Im Netz des Lemming
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Inhalt:

Ex-Polizist Leopold „Lemming“ Wallisch ist nicht grade den neuen Medien zugewandt. So kämpft er auch damit, seinen Sohn Ben und seinen neuen Freund Mario verstehen, wenn sie über die neuen Medien ...

Inhalt:

Ex-Polizist Leopold „Lemming“ Wallisch ist nicht grade den neuen Medien zugewandt. So kämpft er auch damit, seinen Sohn Ben und seinen neuen Freund Mario verstehen, wenn sie über die neuen Medien sprechen. Eines Tages fahren der Lemming und Mario zusammen in der Straßenbahn. Nach einem Blick auf sein Handy springt Mario plötzlich auf, rennt an der nächsten Station aus der Tram. Der Lemming schafft es noch, noch die Verfolgung aufzunehmen und versucht den Sprung des Jungen über ein Brückengeländer zu verhindern. Vergeblich, der Junge stürzt direkt vor eine U-Bahn und ist sofort tot.

Meine Meinung:

Aus dieser Situation ergibt sich für Lemming ein Shitstorm im Internet, denn er gerät in Verdacht, den Jungen über das Geländer geworfen zu haben. Ohne sich im den Sozialen Medien wirklich auszukennen, wir er zum Objekt der Internetmeinung. Er verliert seinen Job, gerät unter Mordverdacht und wird zum Ziel des Hasses im Internet.
Zusammen mit seinem Freund Polivka macht er sich auf die Hintergründe der Ereignisse. Schnell wird ihnen klar, dass Mario ein Opfer von Cybermobbing wurde und aus Verzweiflung Selbstmord beging.
Je weiter die beiden in die Sozialen Medien einsteigen, umso mehr wird ihnen klar, wie viele Menschen unter Cybermobbing leiden.
Mich hat die Geschichte sehr berührt. Was bringt einen Menschen dazu, Mitmenschen im Internet zu tyrannisieren und in die Verzweiflung zu treiben. Schockierend war auch der Shitstorm, der sich über den Lemming ergoss, obwohl er Marios Selbstmord eigentlich verhindern wollte. Stattdessen wird er im Internet als Täter verleumdet und schon ergießt sich eine Flut über ihn.
In diesem Buch wird ein wichtiges Thema aufgenommen, das leider immer wichtiger wird: Die Meinungsmache im Internet.
Dieses Buch ist aber auch ein spannender Krimi, die Ermittlungen bringen immer weitere Opfer von Cybermobbing ans Licht und der Fall zieht immer weitere Kreise.
Ein abwechslungsreicher Kimi, zu einem sehr aktuellem und wichtigem Thema. Sehr lesenswert.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2020

Emotionale Suche nach der eigenen Vergangenheit

Geteilt durch zwei
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Inhalt:

Nadja ist eigentlich mit ihrem Leben zufrieden. Sie ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter, ein schönes Haus. Sie weiß, dass sie als Baby adoptiert wurde, aber das Verhältnis zu ihren Adoptiveltern ...

Inhalt:

Nadja ist eigentlich mit ihrem Leben zufrieden. Sie ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter, ein schönes Haus. Sie weiß, dass sie als Baby adoptiert wurde, aber das Verhältnis zu ihren Adoptiveltern ist sehr gut. Trotzdem hat sie schon immer das Gefühl, das in ihrem Leben etwas fehlt.
Eines Morgens hört sie einen Beitrag im Radio von einer Frau, deren Stimme ihr sehr bekannt vorkommt. Irgendwann wird ihr klar, dass das ihre Stimme ist. Nadja ruft im Radio an und erkundigt sich nach der Frau hinter der Stimme und findet so ihre eineiige Zwillingsschwester.

Meine Meinung:

Dieses Buch nimmt ein interessantes Thema auf, nämlich das von Zwillingen, die ihren Zwilling verlieren. Meine Kinder sind Zwillinge und ich kann gut nachvollziehen, dass zwischen getrennt Zwillingspärchen eine besondere Bindung existiert und dass das auch ein Gefühl existiert, dass etwas essenzielles im Leben fehlt, wenn der Bruder oder die Schwester nicht da ist.
Sehr spannend ist die erst Begegnung von Pia und Nadja, die beide nicht wussten, dass sie eine Zwillingsschwester haben. Im Anschluss an dass erste Treffen machen sich die beiden auf die Suche nach ihrer Geschichte und die Gründe für die Trennung.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Schritt für Schritt dringen die beiden in ihre eigenen Lebensgeschichte und die ihrer Mutter ein.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und beide Schwestern lernen wir gut mit ihren eigenen Geschichten kennen.
Eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.01.2020

Ein spannender Thriller

Todesfalle
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Inhalt:

Am Ende eines Sommercamps wartet Jazzi auf ihre Mutter, die ihr versprochen hat, sie abzuholen. Als sie nicht kommt, macht sich Jazzi enttäuscht alleine auf den Weg nach Hause. Dort macht sie ...

Inhalt:

Am Ende eines Sommercamps wartet Jazzi auf ihre Mutter, die ihr versprochen hat, sie abzuholen. Als sie nicht kommt, macht sich Jazzi enttäuscht alleine auf den Weg nach Hause. Dort macht sie eine schockierende Entdeckung: Ihre Mutter liegt erschlagen auf dem Fußboden und der Mörder ist noch am Tatort.
Schwer traumatisiert wird sie einem Therapiezentrum betreut und trifft dort auf die Therapeutin Taylor, die es schafft, das Vertrauen des Mädchens und ihrer Schwester zu erlangen.
Leider hat auch der Mörder die Spur der Mädchen aufgenommen.

Meine Meinung:

Ich habe das Hörbuch zu diesem Buch gehört und es hat mich vollkommen gefesselt. Die Handlung ist extrem spannend und die Sprecherin schafft, die Charaktere mit Leben zu füllen.
Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin die Charaktere entwickelt und auch zeigt, welche Ereignisse den Menschen zu der Person machen, die wir hier kennenlernen. Das gilbt sowohl für den Täter, die Opfer, aber auch für die Taylor.
Spannend sich auf die überraschenden Wendungen, die die Handlung nimmt. Immer wenn man als Leser meint, eine Spur gefunden zu haben und zu ahnen wohin die Geschichte geht, kommt es zu unerwarteten Ereignissen, die alle Erwartungen umwerfen und zu neuen Überraschungen führen.
Die Geschichte wird aus den Perspektiven der verschiedenen Charaktere erzählt, so dass wir als Leser häufig schon mehr Informationen haben, als die agierenden Personen, was der Handlung zusätzliche Spannung gibt.
Der Spannungsbogen ist sehr hoch und bleibt die meiste Zeit auf diesem Niveau, bis zum Show Down zum Finale.
Der Erzählstil flüssig und angenehm zu lesen.
Insgesamt eine (Hör-)buch, dass man empfehlen kann.

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  • Sprecherin
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Veröffentlicht am 08.01.2020

Spannender Krimi mit viel Lokalkolorit

Winteraustern
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Inhalt:

Luc Valain, Kommissar in Bordeaux, ist der Sohn eines Austernzüchters im Bassin d´Arcachon. Für seinen schwerkranken Vater, der seine Zucht aufgegeben hat, hat Luc eine nächtliche Fahrt zu den ...

Inhalt:

Luc Valain, Kommissar in Bordeaux, ist der Sohn eines Austernzüchters im Bassin d´Arcachon. Für seinen schwerkranken Vater, der seine Zucht aufgegeben hat, hat Luc eine nächtliche Fahrt zu den Austernbänken organisiert. Doch die Fahrt ändert anders als geplant, als Lucs Vater zwei Personen findet, die an Pfähle in den Austernbänken gefesselt sind. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die beiden jungen Männer ermordet wurden. Ein spannender Fall liegt vor Luc.

Meine Meinung:

Die Besonderheit dieses Krimis ist der Lokalkolorit, der die besondere Stimmung im Süden Frankreichs aufnimmt. Man fühlt sich beim Lesen in die Region versetzt, die Menschen, die Atmosphäre in den Häfen und auf dem Meer. Auch das Gläschen Wein am Abend und ein schönes Baguette darf nicht fehlen. Leider mag ich keine Meeresfrüchte und damit auch keine Austern, aber der Autor schafft es auf jeden Fall, auch die Austern sehr schmackhaft darzustellen.

Leider wird diese idyllische Urlaubsstimmung durch die Morde überschattet und auch durch die Fakten, die im Laufe der Ermittlungen zu Tage treten. Der Autor gewährt einen tiefen Einblick in das Leben der Austernzüchter, die Rivalitäten untereinander, die harte Arbeit und auch die wirtschaftlichen Probleme der Familienunternehmen.

Die Handlung ist sehr spannend und durch den angenehmen Schreibstil auch flüssig zu lesen. Auch das Privatleben des Ermittler nimmt einen gewissen Raum ein, was mir immer sehr gut gefällt. Mir ist es wichtig, die Charaktere nicht nur bei den Ermittlungen beobachten zu können, sondern auch den Menschen hinter der dem Kommissar kennenzulernen.

Ein interessanter Krimi mit viel Lokalkolorit, der Lust auf eine Reise in das winterliche Frankreich macht.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Spannend mit vielen Überraschungen

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
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Inhalt:

Ally hat einen Flugzeugabsturz in einem abgelegenen Teil der Rocky Mountains überlebt. Nachdem sie festgestellt hat, dass der Pilot nicht überlebt hat, macht sie sich auf den Weg, vermeindlich ...

Inhalt:

Ally hat einen Flugzeugabsturz in einem abgelegenen Teil der Rocky Mountains überlebt. Nachdem sie festgestellt hat, dass der Pilot nicht überlebt hat, macht sie sich auf den Weg, vermeindlich zurück in die Zivilisation. Schnell wird aber klar, dass sie vor irgendjemanden flieht.
Maggie, Allys Mutter ist geschockt von der Nachricht, dass ihre Tochter an Bord eines abgestürzten Flugzeugs war, kann aber nicht glauben, dass ihre Tochter wirklich tot sein soll. Da sie seit 2 Jahren keine Kontakt mehr zu ihrer Tochter hatte, macht sie sich auf die Suche nach dem Leben ihrer Tochter.

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist absolut fesselnd und reißt den Leser direkt in die Handlung. Sehr geschickt entwickelt die Autorin ein Gefühl der unterschwelligen Bedrohung, auch wenn an anfangs noch nicht so ganz weiß, worin diese Bedrohung besteht. Während der weiteren Handlung wird diese Spannungsschraube weiter angezogen. Mir war zwar schnell klar, dass hinter den Ereignissen eine andere Geschichte steckte, als man auf dem ersten Blick dachte, die wirklichen Ereignisse haben mich doch total überrascht.
Sehr geschickt nimmt die Autorin den Leser über die Maggie mit in Allys Vergangenheit. Zusammen mit der Mutter nehmen wir an den Nachforschungen teil, parallel dazu erleben wir Ally Flucht durch die Wildnis.
Dieser Aufbau trägt stark zur Spannung der Handlung bei.
Die Auflösung ist überraschend, aber gut hergeleitet und logisch nachvollziehbar.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und gut gezeichnet, der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lese und kann man sich voll auf die Handlung konzentrieren.
Dieser Thriller ist sehr spannend, voller Überraschungen und ein Pageturner.

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