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Veröffentlicht am 28.09.2022

Wer bist du wirklich?

Die Kunstschätzerin
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Eleanor trägt eine große Last auf ihren Schultern. Ihr geliebter Vater lebt nicht mehr, und bei ihrem Onkel sind erste Zeichen für Demenz zu erkennen. Sie als Frau kann im viktorianischen Zeitalter schlecht ...

Eleanor trägt eine große Last auf ihren Schultern. Ihr geliebter Vater lebt nicht mehr, und bei ihrem Onkel sind erste Zeichen für Demenz zu erkennen. Sie als Frau kann im viktorianischen Zeitalter schlecht das Familienunternehmen allein weiterführen, aber wem kann sie vertrauen? Und als dann eine Vielzahl von unbezahlten Rechnungen auftauchen, droht ihr das Schuldengefängnis.

Das Buch beginnt mit einem geheimnisvollen Auftrag, der von einem Verstorbenen kommt; ein Vater, der sich nicht sicher ist, ob er seinem Sohn und alleinigen Erben vertrauen kann. Eleanor soll überprüfen, ob der Sohn unerlaubterweise Besitztümer seines Vaters verkauft hat, und entscheiden, ob er das Erbe bekommt, oder ob es einem Museum gespendet wird.

Was diese Aufgabe so schwer macht, sind Eleanors Gefühle, denn sie liebt den jungen Erben. Es gab sogar eine Zeit, in der sie dachte, dass Harry ihre Gefühle erwidert, aber nun ist sie sich nicht mehr sicher. Alle seine Freundlichkeiten könnten vorgetäuscht sein, um ihre Entscheidung zu beeinflussen.

Als Kunstschätzerin ist Eleanor ständig mit der Frage konfrontiert, ob etwas echt ist oder eine gute Fälschung. Darum ist sie überzeugt, dass sie unparteiisch entscheiden kann. Doch nicht nur ihre Gefühle für den Sohn ihres Auftraggebers stehen ihr im Weg, sie muss auch den besten Weg finden die Firma und das alleinige Auskommen ihrer Familie zu retten. Als es dann einen mysteriösen Todesfall gibt und es aussieht, als könnte sie das nächste Opfer sein, wird die Frage, wem sie vertrauen kann, noch viel drängender.

Es ist eine Wohltat diesen Roman zu lesen. Eleanor wird schnell zur besten Freundin. Daneben gibt es eine Vielzahl von weiteren liebenswerten Charakteren.

In vielen Kleinigkeiten werden die Schwierigkeiten, die Frauen in dieser Ära zu bewältigen hatten, eindrücklich deutlich gemacht. Nicht nur Eleanor kämpft mit den Hindernissen, die ihr gestellt werden, an anderen Frauen wird ebenso deutlich, dass ein selbstständiges Leben oder gar ein eigener Beruf in dieser Zeit kaum möglich waren.

Auch der Glaube Eleanors wird angesprochen, doch die Hinweise darauf sind unaufdringlich und fügen sich auf glaubwürdige Weise in die Geschichte. Es geht vor allem darum, dass sie Gott um Weisheit bittet und erlebt, dass er bei ihr ist.

Das zentrale Thema in diesem Buch ist das Prüfen auf Echtheit. So wie Antiquitäten überzeugend nachgebildet werden können, um den Betrachter zu täuschen, so wird Eleanor mit der Frage konfrontiert, ob wichtige Menschen in ihrem Leben wirklich diejenigen sind, die sie vorgeben zu sein. Was ist Wirklichkeit, und was ist Täuschung? Auch wenn ihre Lebensumstände ganz anders waren als unsere heute, geben ihre Überlegungen auch dem heutigen Leser Fragen auf.

Fazit: Eine spannende und gleichzeitig berührende Geschichte, die nicht nur interessante Fakten über das Sammeln von Antiquitäten im viktorianischen England verrät, sondern eine bewegende Liebesgeschichte und mehrere Rätsel enthält. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die historische Romane lieben!

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Veröffentlicht am 28.09.2022

Basis Rezepte auf veganisch

Omi, ich bin jetzt vegan!
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Angelique Vochezer nennt sich Sinnfluencerin. Ihr sind Themen wie ein nachhaltiges Leben und ein gesunder Lebensstil sehr wichtig. Die Entscheidung ihre Ernährung umzustellen und vegan zu leben wird aus ...

Angelique Vochezer nennt sich Sinnfluencerin. Ihr sind Themen wie ein nachhaltiges Leben und ein gesunder Lebensstil sehr wichtig. Die Entscheidung ihre Ernährung umzustellen und vegan zu leben wird aus der Not heraus geboren, da schlimme Migräne Anfälle sie plagen. Mit der Ernährungsumstellung fühlt sie sich wohler und gesünder. Doch sie fragt sich, wie wird ihre Familie reagieren, vor allem die Oma, die die Familie liebevoll umkocht? Oma ist schnell Feuer und Flamme, und gemeinsam machen sich Enkelkind und Oma daran, geliebte Rezepte so umzustellen, dass sie keine fleischlichen Produkte enthalten.

Auf den ersten Seiten dieses Buchs erzählen Oma und Enkelin ihre Geschichte. Danach folgen hilfreiche allgemeine Hinweise über Ersatz-Zutaten, Saisonales und wichtige Nährstoffe. Dann kommen die Rezepte.

Es sind insgesamt etwa siebzig Gerichte oder Grundrezepte, die nachgekocht werden können. Die meisten sind Klassiker, wie Hefezopf, Nudelauflauf, Frikadellen, Serviettenknödel oder Apfelkuchen. Darunter sind einige Grundrezepte, beispielsweise für Hefeteig, einen Biskuitteig oder eine Mehlschwitze.

Zu jedem Rezept gibt es ein geschmackvolles Bild. Die Zutaten sind in der Regel gängige und leicht erhältliche Lebensmittel. Auch die Anleitungen sind unkompliziert und gelingen sicher schon Anfängern. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es bewährte Familienrezepte enthält, doch sie sind neu durchdacht, um veganen Ansprüchen gerecht zu werden. Jedes Rezept endet mit einem hilfreichen Tipp.

Als erste Heranführung an das vegane Kochen überzeugt dieses Buch, doch wer höhere Ansprüche hat, wird vielleicht enttäuscht sein, denn Gerichte, Zubereitungsweise und Austauschvorschläge sind stets einfach und unkompliziert. Angaben wie Zubereitungszeit oder Kalorien fehlen.

Fazit: Ein gutes erstes Buch für Vegan-Anfänger, mit einfachen Anleitungen, um Lieblingsgerichte nachzukochen. Mit dem Fachwissen einer langjährigen Familienfrau ist dieses Buch empfehlenswert!

Veröffentlicht am 26.09.2022

Moderne Lopi-Pullover

Isländisch stricken
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Dieses Buch enthält achtzehn außergewöhnlich schöne Strickstücke, siebzehn Pullover und eine Strickjacke. Entworfen wurden die warmen Kleidungstücke von finnischen Designerinnen. Die meisten Anleitungen ...

Dieses Buch enthält achtzehn außergewöhnlich schöne Strickstücke, siebzehn Pullover und eine Strickjacke. Entworfen wurden die warmen Kleidungstücke von finnischen Designerinnen. Die meisten Anleitungen sind für Erwachsene, doch es gibt auch mehrere bezaubernde Kinderpullover.

Die Gestaltung des Buchs ist traumhaft. Die Modelle werden sehr schön in der herrlichen Natur Lapplands in Szene gesetzt, darum macht es so viel Spaß in diesem Buch zu blättern. Doch auch das Nacharbeiten gelingt leicht, dank der ausführlichen Anleitungen. Eine schöne Ergänzung sind die Erklärungen der Designerinnen zu den Modellen, die auch teilweise erzählen, wie es zu einem bestimmten Muster gekommen ist. Das gibt diesem Buch eine persönliche Note.

Die meisten Pullover werden von unten nach oben und in der Runde gestrickt, doch einige beginnen mit der Passe und werden von oben nach unten gestrickt. Es gibt zwar traditionelle isländische Muster, aber auch neue, interessante Interpretationen der beliebten Lopi-Pullover, auf denen Fahrräder, Wikinger-Motive und mehr zu sehen sind. Die Anleitungen werden in der Regel in den Größen S bis XL beschrieben, ein paar Modelle enthalten auch die Größen XS und XXL. Daneben gibt es auch ein paar Modelle in Kindergrößen.

Als Garn stehen dünnere Garne wie Lett-Lopi im Vordergrund, doch es gibt auch dickere Pullover in Alafoss Qualität – die verwendete Maschenproben liegen also zwischen 13 und 20 Maschen.

Fazit: Ein wunderschönes Buch für Liebhaber der nordischen Strickkultur, mit ansprechenden Designs und gut nachzuarbeitende Anleitungen. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 21.09.2022

Wenn Freundschaften auf die Probe gestellt werden

Der Schatten der Vergangenheit und das schleichende Gift
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Die vier Freunde vom Starnberger See haben inzwischen schon einiges miteinander erlebt. Das alles hat sie fester zusammengeschweißt. Doch nun müssen beide Mädchen etwas Schlimmes mitmachen. Werden die ...

Die vier Freunde vom Starnberger See haben inzwischen schon einiges miteinander erlebt. Das alles hat sie fester zusammengeschweißt. Doch nun müssen beide Mädchen etwas Schlimmes mitmachen. Werden die vier weiterhin zusammenhalten und einander helfen können die rätselhaften Vorfälle zu erklären?

Es scheint bewiesen zu sein, dass Emma in der Schule eine große Menge Geld und elektronische Tablets gestohlen hat. Ihre Freunde glauben ihr, dass sie unschuldig ist, aber es fällt ihnen nicht immer leicht zu ihr zu stehen. Das ist erst recht schwierig, da sie eine neue Mitschülerin haben, eine sogenannte Influencerin, deren Internet-Videoclips sehr bekannt sind. Und dann ist da noch der süße Sam, für den Antonia ein kleines bisschen schwärmt.

Es sind nur kleine Missverständnisse, doch auf einmal fliegen die Fetzen, und die Kinder sind zerstritten. In dieser Situation erinnern sie sich an die Worte ihres Ersatz-Opas, der ihnen von einem blinden Bettler erzählt hat. Aus dieser Geschichte lernen sie mit ihren Bitten zu Jesus zu kommen, aber auch Menschen vorurteilsfrei zu begegnen.

In einem zweiten Erzählstrang wird die Geschichte aus dem fünften Band, die im Jahr 1945 spielt, weitererzählt. Vier Kinder, die aus Gründen der Sippenhaft in einem Kinderheim am Starnberger See untergebracht sind, schaffen es endlich zu fliehen. Doch die weite Reise nach Mannheim ist in diesen letzten Kriegstagen ausgesprochen schwierig. Es wird überall nach ihnen gefahndet. Sie sind nirgends in Sicherheit, dabei möchten sie einfach nur wieder bei ihrer Mutter sein.

Diese Geschichte ist sehr gut erzählt und bleibt bis zum Schluss spannend. Wichtige historische Themen kommen ebenso zur Sprache, wie geistliche und aktuelle Themen. Die Dialoge und Erlebnisse der Kinder wirken echt und altersgerecht. In diesem Band der mehrteiligen Reihe geht es vor allem um wichtige Probleme wie Mobbing und Versöhnung. Auch am Ende des Buchs bleiben einige Rätsel offen, doch es wird genug aufgelöst, sodass das Buch mit einem befriedigenden Gefühl und großer Vorfreude auf den nächsten Band abgeschlossen werden kann.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch für Kinder im Alter von zehn bis vierzehn, das wichtige Themen anspricht und bis zum Ende spannend bleibt!

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Veröffentlicht am 19.09.2022

Verlorengegangenes Wissen bewahren

Omas und Opas Schatzkiste des Alltagswissens
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Auf fast 300 dichtbeschriebene Seiten enthält dieses Buch eine Fülle an Informationen, Tipps und Kniffe für alle möglichen Lebenslagen. Dabei ist die erste Hälfte eher gefüllt mit großmütterlichem Rat, ...

Auf fast 300 dichtbeschriebene Seiten enthält dieses Buch eine Fülle an Informationen, Tipps und Kniffe für alle möglichen Lebenslagen. Dabei ist die erste Hälfte eher gefüllt mit großmütterlichem Rat, während die zweite Hälfte Opas Wissen weitergibt.

Die Themenauswahl wirkt beliebig. Da geht es um Benimmregeln, Feiertage, Survival im Wald oder Papierschöpfen. Dazwischen findet sich Kräuterkunde, Rezepte für Marmelade und Eingemachtes, das Setzen eines Baums, ein Überblick über das Universum und viel mehr. Diese kleine Auswahl zeigt wie umfassend die Themengebiete sind. Zum Glück gibt es ein hilfreiches und sehr ausführliches Register am Ende des Buchs. So findet man beispielsweise schnell die richtige Seite um entweder Zitronen als Heilmittel oder als Hautpflegemittel einzusetzen; oder man kann verwundert zur richtigen Seite blättern, um herauszufinden wer oder was eine „kalte Sophie“ ist.

Die Autoren möchten mit dieser Zusammenstellung altes Wissen bewahren, das früher von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde. Mühsam haben sie diese Fundstücke zusammengetragen; aus Erzählungen, alten Kalenderblättchen, Zeitungsausschnitten oder Notizbüchern. Das Ergebnis ist auf jeden Fall gelungen. Die Informationen reichen allerdings nur für einen ersten Überblick und gehen nicht in die Tiefe. So erfährt der Leser zum Beispiel nicht im Detail, wie Wurst hergestellt wird, und die Skizzen von Pflanzen und Tiere sind wenig aufschlussreich.

Fazit: interessant und mit vielen hilfreichen Tipps, ist dies ein Buch, in dem es einfach Spaß macht zu Blättern, um beliebige Informationen herauszupicken. Sehr empfehlenswert!