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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2024

Die perfekte Lektüre für die kältere Jahreszeit

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Meine Meinung:
Dies ist mein das erstes Buch der Reihe von Laurie Gilmore und es wird sicherlich nicht mein letztes sein. Denn obwohl ich zu Anfang des Buches durchaus meine Schwierigkeiten mit sehr umgangssprachlichen ...

Meine Meinung:
Dies ist mein das erstes Buch der Reihe von Laurie Gilmore und es wird sicherlich nicht mein letztes sein. Denn obwohl ich zu Anfang des Buches durchaus meine Schwierigkeiten mit sehr umgangssprachlichen und einfach gehaltenen und langsamen, sehr gemütlich ruhigen Schreibstil hatte, legte sich dieser Umstand nach wenigen Seiten und ich gewöhnte mich an die entschleunigende Art der Autorin ihre Geschichte zu erzählen. Denn diese passte doch wirklich sehr gut zur Geschichte und eben auch zur etwas kälteren kuscheligen Jahreszeit des Herbstes.

Folglich lernte ich diese Art des Erzählens zu schätzen und konnte mich komplett in eine Geschichte fallen lassen, die so geschickt und gekonnt die entspannte und herbstliche cosy Atmosphäre eines romantischen Liebesromans zu transportieren wusste. Ich vergaß sogar ein Buch zu lesen und lebte einfach in dieser Geschichte und fühlte mich dabei pudelwohl.

Zwar folgt dieses Buch einem mainstreamhaften Muster, das dieses Genre definitiv nicht neu erfindet, aber es weiß diesem Weg sehr ansprechend zu folgen und diesem umzusetzen.

Das Buch ist geprägt von sympathischen und herzlichen Charakteren, die authentisch und ansprechend ausgearbeitet sind. Auch die Probleme des Alltags sind ansprechend in Szene gesetzt und bringen sowohl Verständnis, als auch eine gehörige Portion Humor beim Leser hervor. Aber eben auch die nötige Stimmung, die ein solches Buch eben benötigt, damit es funktionieren kann.

Mein Fazit:
Eine lockerleichte und wundervoll atmosphärische Liebesgeschichte, die den Leser in eine heile und schöne Herbstwelt zu entführen weiß.
Wer nach einer atmosphärischen und ruhigen Liebesgeschichte für die kalte Jahreszeit sucht, der ist mit "Meet me in autumn" definitiv gut bedient. Von mir gibt es 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.08.2024

Ein ungemein empfehlenswerter und großer Roman!

Unsere Jahre auf Fellowship Point
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Inhalt:
Zwei Frauen und ein Ort, eine Freundschaft von zwei Frauen, die durch ein ganzes Leben miteinander verbunden sind, welches von größten Glück, größter Trauer und Entscheidungen geprägt ist.
Polly ...

Inhalt:
Zwei Frauen und ein Ort, eine Freundschaft von zwei Frauen, die durch ein ganzes Leben miteinander verbunden sind, welches von größten Glück, größter Trauer und Entscheidungen geprägt ist.
Polly und Agnes verbringen jeden Sommer in Fellowship Point einem malerischen Ort, der besonders dem Naturschutz dienen soll. Obwohl die Freundschaft zwischen beiden Frauen Jahrzehnte währt und sie von Anbeginn ihres Lebens, nunmehr über 80 Jahre befreundet sind, hat sich ihr Leben doch in eine ganz andere Richtung entwickelt. Agnes, die unverheiratete und unabhängige Schriftstellerin und Polly, die ihr Leben ihrer Familie gewidmet hat und die Lebzeiten in den Schatten ihres Mannes getreten ist.
Doch wie war das Leben der beiden und was hat es aus ihnen gemacht, dass sie heute die Frauen sind, die sie geworden sind?
Eine Reise durch die Memoiren und eine Reise durch die prägendsten Stunden ihres Lebens.

Meine Meinung:
Diesem Roman merkt man es anhand seiner Opulenz an, dass die Schriftstellerin Alice Elliott Dark an ihm ganze 17 Jahre gearbeitet hat. Denn dieses Buch bietet dem Leser wahrlich eine einprägsame, ausführliche und gewaltige Lesezeit, durch die Geschichte zweier so unterschiedlicher und doch so verbundener Frauen, die man als Leser dann auch so schnell nicht mehr vergessen wird.
Wie es die Autorin schafft den Leser auf diese Reise mitzunehmen und die Charaktere so authentisch zu zeichnen und über ein ganzes Leben, 80 Jahre hinweg begleiten zu lassen, ist in dieser Intensität und Makellosigkeit des Erzählens einmalig und erinnerte mich beinahe schon an einen der großen Klassiker. Dabei zeigt die Autorin eben auch die gesellschaftlichen Begebenheiten der Frau im 20 Jhd. auf und spart weder mit Systemkritik, noch mit der glasklaren Spiegelung und Aufarbeitung des doch sehr privilegierten Milieus, in welchem die beiden Frauen groß werden.

Doch auch unabhängig von dieser sehr intensiven Darstellung des Lebens und der Freundschaft, ist dieses Buch auch ein ganz fragil geschildertes und zart beschriebenes Landschafts- und Naturepos, welches durch die ruhige Schilderungen einzelner Naturszenen unheimlich zu berühren und zu entschleunigen wissen. Hinzukommt, dass hier auch der Naturschutz eine tragende und zentrale Rolle spielt.

Für mich ein zartes, versiertes und gekonnt geschriebenes Buch, das zwar langatmige Stellen durchaus kennt, diese aber dem Roman die nötige Tiefe und Ausgeprägtheit verleihen, die eine solche, mit literarischer Wucht erzählte Lektüre eben auch verdient hat. In meinen Augen eine wunderbare und empfehlenswerte Lektüre.

Mein Fazit:
Dieses Buch gleicht einen Klassiker, der sich der Stellung der Frau in der Gesellschaft verschrieben hat, aber auch ein Roman über das Leben, die Freundschaft und den Einklang mit der Natur.
Ein ungemein empfehlenswerter und großer Roman!

Veröffentlicht am 22.08.2024

Ein ruhiger und doch wunderschön erzählter Roman über das Leben und die Freundschaft

Das größte Rätsel aller Zeiten
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Inhalt:
Clayton ist das jüngste Mitglied einer ungewöhnlichen Gemeinschaft, deren Mitglieder die Jugendjahre lange hinter sich gelassen haben. Denn die Gemeinschaft der Rätselmacher besteht hauptsächlich ...

Inhalt:
Clayton ist das jüngste Mitglied einer ungewöhnlichen Gemeinschaft, deren Mitglieder die Jugendjahre lange hinter sich gelassen haben. Denn die Gemeinschaft der Rätselmacher besteht hauptsächlich aus Senioren, dabei Clayton gerade einmal Mitte zwanzig. Doch auch wenn sich die Gemeinschaft des Erstellens und Lösens von Rätseln verschrieben hat, so bleibt ein Rätsel doch ungelöst, woher stammt Clayton wirklich.

Denn als vor Jahren eine Schachtel vor den Türen des Anwesens abgestellt und von den Mitgliedern gefunden wird, liegt in dieser ein Baby: Clayton.
Als die Gründerin und "Mutter" von Clayton verstirbt, beginnt ein Rätsel um seine Herkunft, das er zu lösen versucht und durch die Gemeinschaft in solches verwandelt wurde. Dies für Clayton tief in die Entstehungsgeschichte der Rätselmacher und in die Tiefen der Vergangenheit der Mitglieder.

Meine Meinung:
Zunächst einmal war dieses Buch etwas ganz anderes, als ich es zunächst erwartete hätte. Denn der Roman "Das größte Rätsel aller Zeiten" ist keine klassische Geschichte über Rätsel oder eine Art Spannungsroman über die eigene Herkunft, es ist vielmehr eine Geschichte über die Wendungen des Lebens und die Freundschaft von so unterschiedlichen Menschen, die sich mit all ihren schrulligen Eigenschaften genauso akzeptieren und schätzen, wie sie sind.

Hinzukommt Claytons Geschichte die viel mehr eine Coming of age Geschichte gleicht, und dabei unheimlich berührt.

Dennoch muss ich sagen, dass ich nicht nur voll des Lobes für die Geschichte sein kann. Denn der Anfang ist wirklich sehr ruhig erzählt, verliert sich oft in vielen Details und es dem Leser nicht immer unbedingt einfach gemacht, einen Zugang zur Geschichte zu bekommen. Doch nach einer gewissen Zeit lernte ich die Charaktere und deren besondere Beziehung sehr zu schätzen, denn diese ist von einer so authentischen Zuneigung und Sorge geprägt, und von der reinsten Art von Freundschaft, dass mich dabei oft ein ganz warmes Gefühl packte. Man hat als Leser oft das Gefühl durch die Augen der Charaktere das Leben ein wenig mehr zu verstehen und dabei schwappt auch immer das nötige Fünkchen Hoffnung und Zuversicht mit.

Einzig Clayton, der in den Kapitel der Gegenwart, welche sich mit denen der Vergangenheit abwechselnden Kapiteln, der Protagonist ist, wurde ich nie so warm, wie mit der Gemeinschaft der Rätselmacher. Denn im Gegensatz zu diesen, blieb er doch etwas blass und unnahbar.

Mein Fazit:
Wer eine ruhige und wunderschön erzählte Geschichte über das Leben und die Freundschaft lesen möchte und seinen Spaß an den im Roman integrierten Rätseln hat, wird mit diesem Buch sicherlich seine Freude haben.
Ein Buch welches zwar oft langatmig daherkommt, dass aber so wunderbar über das Leben und Freundschaft erzählt, dass man danach durchaus bereichert und glücklicher aus der Geschichte hinaustritt.

Veröffentlicht am 22.08.2024

Ein Roman, dem man Beifall klatschen möchte

Ich komme nicht zurück
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Inhalt:
Hanna lebt im Haus ihrer Großeltern in der Stadt in der sie aufwuchs. Alles ist gleich und doch so anders. Überall scheinen Erinnerungen an ihre Vergangenheit zu haften, besonders als sie immer ...

Inhalt:
Hanna lebt im Haus ihrer Großeltern in der Stadt in der sie aufwuchs. Alles ist gleich und doch so anders. Überall scheinen Erinnerungen an ihre Vergangenheit zu haften, besonders als sie immer wieder denselben Typ Frau sieht, jene Frau, die ihr Leben so geprägt hat und ihre Einsamkeit, denn Zeyna fehlt, sie fehlt sehr.
Früher waren Hanna, Zeyna und Cem ein eingespieltes Team ein Trio, das ohne einander nicht zu denken war. Bis mehrere Ereignisse, bis ihre Herkunft und ihre Vergangenheit die drei unweigerlich trennt. Jeder lebt sein Leben, bis Hanna immer mehr in der Einsamkeit versinkt und sich fragt, was wäre wenn, was wäre wenn Zeyna noch bei ihr wäre...?

Meine Meinung:
Rasha Khayat ist mit ihrem Roman "Ich komme nicht zurück" ein wirklich herausragender Roman gelungen, der mich über viele Strecken auf eine ganz reife, nachdenkliche und reflektierte Art rühren konnte und der nochmals beweist, welch großartige Schriftstellerin Rasha Khayat ist.

Die Autorin erzähl in dieser Geschichte einen Plot, der auf vielen Ebenen funktioniert, zum einen kann man dieses Buch als eine Geschichte über Freundschaft lesen, als eine solche, wie es ist in schwierigen Verhältnissen aufzuwachsen und sich immer ein Stückchen mehr auseinander zu leben. Aber auf der anderen Seite ist dieses Buch auch ein gesellschaftskritisches, eines, welches so viel über Rassismus, über die Trennung im Alltag und kulturelle Unterschiede zu erzählen hat.
Nun könnte man denken, dass man eine solche Geschichte über diese Themen schon so oft gelesen hat, doch was die Autorin aus diesem Stoff zu schöpfen vermag und wie sie dies umsetzt, ist in meinen Augen einmalig und überaus brillant.
Denn sie stößt den Leser nicht auf diese Themen, sie erzählt sie nicht, sie zeigt sie ihm, auf ganz subtile, feine Art, immer mit dem Blick auf die feinen, wesentlichen Alltagssituationen, die oft so viel mehr über Rassismus sagen, als alles andere.
Dabei weiß sie mit ihrer so filigranen und versierten Sprache zu berühren, dass ich das ein oder andere Mal sogar ein Tränchen verdrückt habe. Sie erzählt nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern nur mit einem zarten Lufthauch von Wörtern, die den Leser zum Nachdenken anregen.

Eine Charakterzeichnung die überzeugt und ein Abbild einer Gesellschaft und einer Freundschaft, zwischen Rassismus, Tod und Krieg oder auch nur dem ganz normalen Alltag. Gesellschaftskritik, gefangen in Melancholie und Einsamkeit und dennoch niemals ein hoffnungsloses, sondern stets lebendiges Buch.

Mein Fazit:
Ein Roman, dem man Beifall klatschen möchte. Große Literatur!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2024

Ein kleines Meisterwerk

Und dahinter das Meer
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Meinung:
Dieses Buch hat mich tief im Innern berührt und dies auf eine so ungeschönt wahre und auf den Punkt gebrachte Weise, wie ich es selten im Umgang mit diesem Thema erlebt habe. Ohne Umschweife und ...

Meinung:
Dieses Buch hat mich tief im Innern berührt und dies auf eine so ungeschönt wahre und auf den Punkt gebrachte Weise, wie ich es selten im Umgang mit diesem Thema erlebt habe. Ohne Umschweife und ohne ein Blatt der Beschönigung oder Verniedlichung vor den Mund zu nehmen, führt uns die Autorin ein, in die Welt, zwischen Krieg und Heimatsuche. Ein Mädchen, das im Strudel der Sehnsucht gefangen zu sein scheint und doch ein neues Zuhause findet und doch wieder verliert. Hierbei wählt die Autorin, eine Erzählform, die ganz intim erscheint, aus der wir heraus so viele Emotionen lesen können, die mich teils nahe an die Tränen und die innere Verzweiflung gebracht haben. Denn Autorin beweist ein unglaublich sensibles und dennoch ehrliches Gespür dafür diese Thematik zu beschreiben. Sie packt Gefühle in Worte und zwar so, dass man als Leser an ihren Lippen hängt und die Emotionalität und Tragweite spüren kann.
Gerade durch diese Art, ist das Buch sehr vielfältig, mal macht dieses Buch Mut, lässt aber ebenso Verzweiflung zu, gibt Hoffnung und auch wieder nicht, und es ist einfach nur schockierend und aber auch schön zu sehen, durch was Menschen in Zeiten des Krieges gehen,. Aber es ist auch ein Buch ganz abseits dessen, es ist ein Buch über Heimat, über Familie und die Suche und das Finden von Zusammenhalt und Freundschaft
Die Protagonistin ist eine so tiefgründige und großartig ausgearbeitete, die stets glaubwürdig erscheint, einem so nahe geht und die eine innere Zerrissenheit ausstrahlt, so perfekt authentisch gezeichnet, wie ich es wohl selten erlebt habe !
Ein Buch über ein so wichtiges Thema, welches man in meinen Augen gelesen haben sollte, gerade in Zeiten in denen dieses Thema immer aktueller wird.

Fazit:
Realistisch, unglaublich emotional und wahnsinnig gut geschrieben.
Ein kleines literarisches Meisterwerk