Profilbild von waldzell

waldzell

Lesejury Profi
offline

waldzell ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit waldzell über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend, interessant, eine verloren geglaubte Liebe

Eine Blume für die Königin
0

Schon von außen besticht das Cover. Ein Farbenreichtum aus der Tier und Pflanzenwelt und man sieht gleich um welche Blume es wahrscheinlich geht.
Die Geschichte fängt eher unscheinbar an. Ein alter Mann ...

Schon von außen besticht das Cover. Ein Farbenreichtum aus der Tier und Pflanzenwelt und man sieht gleich um welche Blume es wahrscheinlich geht.
Die Geschichte fängt eher unscheinbar an. Ein alter Mann wird von den Grants im Graben gefunden, sie nehmen mit sich nach Hause, da er durchfroren ist. Sie haben keine Ahnung wen sie da gerettet haben, bis er zu erzählen anfängt. Es ist Francis Masson und er erzählt seine Geschichte.
An einem schönen Sommertag in London wird Mr. Masson mehr oder weniger zwangsüberredet an Bord der Resolution zu gehen und eine Blume zu besorgen die den Namen der Königin tragen soll. Er ist auf dem Schiff von Kapitän Cook, der endlich Terra australia finden will. Hier trifft er unter anderem auf Reinhold Forster der mit seinem Sohn einem ähnlichen Auftrag nachgeht. Noch vor der Abfahrt muß er seine Kabine freigeben für Mr. Burnett, einem Botaniker, der im Auftrag von Sir Joseph Banks unterwegs ist. Er schläft zukünftig in einer Hängematte. In Kapstadt verläßt er das Schiff mit den Forsters und Burnett. Sofort fängt das Abenteuer an. Was er alles erlebt, ob er wirklich die Blume findet, wer Lady Jane Somerton ist und noch so viel mehr, sollen , ja müssen sie sich selber erlesen.
Es ist auf jeden Fall eine super recherchierte Geschichte und speziell für mich verknüpft sie zwei Bücher. "Eine Reise um die Welt" von Claudia Zentgraf beschreibt genau diese Reise. In Vermalles Buch erfährt man noch einiges mehr von den Protagonisten, vor allem von Reinhold Forster.. Sehr, sehr berührend ist der Schluß, mehr wird nicht verraten!
Für mich eine absolute Leseempfehlung, da man auch einiges über die damaligen politischen Zustände in Südafrika mitkriegt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ross und Demelza kämpfen

Poldark - Von Anbeginn des Tages (Poldark-Saga 2)
0

Demelza hat ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Ein Mädchen, daß Julia genannt wird. Sie versucht weiterhin mit dem ihr eigenen Stursinn, ihrerImpulsivität, ihrer natürlichen Grandezza und ihrem großen ...

Demelza hat ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Ein Mädchen, daß Julia genannt wird. Sie versucht weiterhin mit dem ihr eigenen Stursinn, ihrerImpulsivität, ihrer natürlichen Grandezza und ihrem großen Herzen ihrer Rolle als Frau an Ross Seite gerecht zu werden.Man kriegt in den Erzähljahren 1788-1790 wieder viel mit von den Intrigen die gesponnen werden und die Politik mit den Minen. Der Ertrag von Ross´Mine läßt schwer nach. Auch Verity ist nicht glücklich und geht immer mehr ein. Sie liebt ihren Kapitän und ist nur noch aus Pflichtgefühl bei ihrer Familie. Demelza mag das nicht länger mit ansehen und sinnt über eine Lösung nach. Zwischendurch ist Ross auf einer Gesellschaft mal wieder total dem Spiel verfallen, er vergißt seine junge Frau. Letztendlich kommt aber wieder seine gute Seite und sein Gerechtigkeitssinn zum tragen.Am Ende der Geschichte erleben Ross und Demelza noch etwas fürchterliches.

Was das so genau ist und auch sonst noch die interessanten Nebengeschichten sollten sie selber lesen.

Ich warte schon auf den 3.Teil. Wer Familiensagas gerne liest, ist hier gut aufgehoben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr eigener Stil, spannend

Cooper
0

So minimalistisch wie das Cover ist auch der Schreibstil. Manches muß man erahnen, dafür warten Sätze die sehr oft eine halbe Seite einnehmen. Hier ist manchmal Adjektiv an Adjektiv gereiht, das hat für ...

So minimalistisch wie das Cover ist auch der Schreibstil. Manches muß man erahnen, dafür warten Sätze die sehr oft eine halbe Seite einnehmen. Hier ist manchmal Adjektiv an Adjektiv gereiht, das hat für mich die Spannung erhöht. Er versteht es in seinen Sätzen eine Irritation an die andere anzuschließen, ebenso auch mit der Unsicherheit.Rathgeb zeigt sehr schön, daß Glück nicht verläßlich ist und das Schicksal nur einen Punkt sucht, an dem es wieder zuschlagen kann. Alles ist vorbestimmt, so eine der Aussagen.
Jakob und Lisa sind mit ihren zwei Töchtern eigentlich sehr glücklich, es fehlt nur noch ein Wochenendhäuschen. Eines Tages werden sie fündig und machen sich wenig später auf den Weg, daß Haus den Kindern zu zeigen. Schon beim Tankstop geht es irgendwie komisch zu. Die Mädchen sausen aus dem Auto und kommen mit einer Katze zurück. Jakob trifft einen Jungen, der ihm nicht ganz geheuer ist. Endlich kann erbezahlen und sie fahren weiter. Kurz vor dem Haus treffen sie die Katze wieder. Wie kann das sein? Sie sind etliches gefahren, die Katze hätte ja schneller sein müssen. Sie erkunden ihr Haus und schlafen im Zelt. Am nächsten Morgen will Jakob mit den Töchtern zum See, Lisa auf keinen Fall. Als sie zurück kommen erkennt er seine Frau nicht mehr, ihr muß etwas Schreckliches passiert sein. Jahre später, nachdem es seiner Frau wieder geht, fahren sie wieder zum Haus. Diesmal schlafen sie dort. Am nächsten Morgen ist sie allein. Ihr Mann ist mit den Kindern Brötchen holen gefahren. Sie beschleicht ein furchterregendes Gefühl. Warum? Wieder einige Zeit später ist Lisa alleine in einer Siedlung und hat Kontakt mit Cooper. Wer ist Cooper?
Es gilt viele Fragen beantwortet zu kriegen, manches muß man sich zwischen den Zeilen erlesen.
Es war nicht unbedingt mein Lieblingsbuch, aber mal was ganz anderes

Veröffentlicht am 15.09.2016

Interessant, anstrengend

Sommernomaden
0

Puh, ich habe mich schwer getan mit dem Buch. Vielleicht auch weil ich etwas ganz anderes erwartet habe. Von außen betrachtet, das Cover ist ja schon sehr verführerisch. Der Titel war für mich auch etwas ...

Puh, ich habe mich schwer getan mit dem Buch. Vielleicht auch weil ich etwas ganz anderes erwartet habe. Von außen betrachtet, das Cover ist ja schon sehr verführerisch. Der Titel war für mich auch etwas irre führend, tatsächlich ist sie im letzten Kapitel in Indien an Silvester.
In zehn kurzen Geschichten führ uns die Protagonisten um die Welt und ein bißchen auch durch ihre Seele. Nebenher lernt man auch ganz interessante Bekanntschaften kennen, die mir oft besser gefallen haben, als die Protagonistin selber. So richtig hab ich sie nicht verstanden. Im Buch gibt es sehr schöne Zitate.. unter anderem auch... die Suche nach dem Ort, den man Heimat nennt..
Sie hat ihn nicht gefunden und reist wie getrieben weiter. Auch Freundschaften läßt sie anscheinend nie zu eng werden. Schneller Sex, zum Beispiel ist o.k., aber dann ist es auch genug. Meiner Meinung nach sucht sie aber auch nicht richtig. Heimat kann auch eine Verbindung sein, die einen hält und die Unruhe ruhig werden läßt. Mir wurde auch nicht ganz klar, wieso sie sich nicht auf so etwas einläßt.
Die einzelnen Kapitel sind von blaß bis Strahlefunktion einzuteilen.
Manchmal kann man sogar eine Art kleinen Reiseführer entdecken.
Mir hat Island gut gefallen, Schottland, weil es sehr ruhig war und Nevada, weil man hier mal reinlesen durfte, was bei einem Festival so abgeht.
Ich werde das Buch sicher noch ein zweites Mal lesen um die Protagonistin ein bißchen besser zu verstehen.
*

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannende Familiensaga

Poldark - Abschied von gestern (Poldark-Saga 1)
0

Ross Poldark kommt aus dem Krieg in Amerika als Hauptmann zurück. Leider ist sein Vater inzwischen verstorben, sein Gut heruntergekommen und seine große Liebe Elizabeth mit seinem Cousin Francis verlobt. ...

Ross Poldark kommt aus dem Krieg in Amerika als Hauptmann zurück. Leider ist sein Vater inzwischen verstorben, sein Gut heruntergekommen und seine große Liebe Elizabeth mit seinem Cousin Francis verlobt. Es hat sich also viel verändert, auch er ist ein anderer Mann geworden und strahlt eine neue Härte und neues Bewußtsein aus. Er
packt an und bringt die Paynters auf Trab. Stellt einen Jungen, der nicht im Bergwerk arbeiten kann, als Hilfsarbeiter an. Auf einem Markt trifft er auf Demelza, ein heruntergekommenes siebenjähriges Mädchen, das aus aus Angst vor seinem Vater nicht mehr heim möchte, Er nimmt sie mit, wäscht sie höchstperönlich und nimmt sie als Küchenhilfskraft auf. Das führt schnell zu Redereien, auch der Vater will die Tochter zurück haben. Ross läßt sich nicht stören in seinen Ansichten. Demelza entwickelt sich sehr gut, ist fleißig und wächst langsam zur jungen 17jährigen Frau heran, die sich in ihren Dienstherren verliebt hat. Da kommt ihr Vater wieder, sie soll zurück zu ihm, seine neue Frau ist hochschwanger. Jetzt sollen sie liebe Leserin selber die vielen Fragen lösen, die bleiben. Wie geht es Elizabeth? Kann Ross sie vergessen? Was unternimmt Demelza um bleiben zu können? Wer ist Verity? Wird es Ross gelingen die Kupfermine in Gang zu bringen?
Fazit:
Mich hat das Buch sofort hinein gezogen in das Geschehen. Graham hat einen wunderbaren Stil. Man lernt viel vonCornwall Ende des 18.Jahrhunderts. Die Charaktere sind toll herausgestellt und man glaubt ihnen die Intrigen und den Standesdünkel sofort. Ich möchte mehr lesen von den Poldarks!