Cover-Bild MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen
Band 1 der Reihe "MAGIC™: The Gathering - Die Romane"
(22)
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 13.04.2020
  • ISBN: 9783453320949
Brandon Sanderson

MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen

Roman
Ole Johan Christiansen (Übersetzer)

Von klein auf hat Tacenda die Gabe, einen starken Zauber zu wirken, der sie und ihre Familie vor den Monstern in den Wäldern schützt. Doch diese Macht ist zugleich ihr Fluch, denn Tacenda ist dazu verdammt, ein Leben in ewiger Finsternis zu führen: Sobald die Sonne aufgeht, verliert sie ihr Augenlicht, bis es wieder dunkel wird. Eines Nachts versagt der Schutzzauber, und Tacendas Familie wird von den Ungeheuern getötet. Tacenda glaubt, dass der neue Lord, der vor einiger Zeit den alten Herrscher abgelöst hat, dafür verantwortlich ist. Angeblich steht er mit Dämonen im Bunde. Sie bricht in sein Herrenhaus ein, um Rache zu nehmen. Doch schnell muss sie erkennen, dass der Lord alles andere als von dieser Welt ist, und dass sehr viel dunklere Mächte für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2020

Konzept und Umsetzung hervorragend gelungen

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Mein erstes Buch des Autors hat mich auf Anhieb überzeugt. Mir gefielen das Konzept und die Umsetzung. Genaueres erfahrt ihr spoilerfrei unten im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Ich wurde auf das Cover ...

Mein erstes Buch des Autors hat mich auf Anhieb überzeugt. Mir gefielen das Konzept und die Umsetzung. Genaueres erfahrt ihr spoilerfrei unten im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Ich wurde auf das Cover im Newsletter des Verlages aufmerksam und war sofort neugierig. Die Zeichnung des Lords und seine Umgebung haben mich angesprochen – geheimnisvoll und gleichzeitig ein Eye-Catcher. Durch die weiße Gestaltung des restlichen Covers sticht der gezeichnete Teil noch stärker hervor.

Meine Meinung zum Inhalt:
Zuerst möchte ich betonen, dass dies mein erstes Buch des Autors ist und ich keine seiner Welten zuvor kannte. Der Schreibstil des Autors ist locker, erfrischend und detailgetreu. Ich sah die Geschichte in meinen Gedanken für mir und war begeistert.

Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Ich fühlte mich sofort abgeholt und tauchte in das Geschehen ein. Tacenda ist eine junge Frau, die ich mit ihrer bodenständigen und zielstrebigen Art sofort mochte. Trotz dem Fluch und der damit verbundenen Gabe tut sie alles was sie kann und gibt nicht auf. Einen Moment der Schwäche hat jeder einmal. Der Lord hat mich mehr als nur ein bisschen überrumpelt. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Gefallen hat mir die Idee des Autors auf jeden Fall. Vor allem, als ich das Geschehen auch aus der Sicht des Lords lesen konnte. Denn seit der Begegnung von Tacenda und ihm wechselten die Erzählsichten zwischen den Beiden hin und her.

Die verwendete Magie und die darin vorkommenden Dämonen wurden meinen Erwartungen gemäß in raffinierter Manier in die Geschichte eingewoben. So staunte ich mehrmals, konnte aber auch schmunzeln und begeistert lächeln. Was ist Gut und Böse ? Eine interessante Frage, die in der Geschichte aufkommt. Der Story-Verlauf war immer spannend, ich konnte mitfiebern und rätseln. Ganz kurz hatte ich einen Verdacht, denn ich allerdings sofort wieder fallen ließ. Ungewollt wurden mir sogar die Dämonen sympathisch 😉 . Naja zumindest ein Teil davon.

Mit dem was sich in den letzten Kapiteln offenbarte, hatte ich nicht gerechnet. Ich verfolgte das Geschehen mit großem Erstaunen und las das Buch in einem Rutsch zu Ende. Engel, die Magie, die Wesenheit, die Zauber – das alles hat einen bildgewaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Nach dem bewegenden Ende und dem Epilog als gutem Abschluss war ich fast traurig, dass ich nun nicht mehr weiterlesen konnte. Zum Glück ist dies der Auftakt einer Reihe.

Mein Fazit:
Mit meinem ersten Buch von Autor Brandon Sanderson habe ich direkt einen Volltreffer gelandet. Die Geschichte begeisterte mich vollständig und zog mich in eine aufregende Welt mit Dämonen, Engeln und anderen Wesen, die man noch nicht kennt. Tacenda ist eine mutige junge Frau und der Lord auf seine eigenartige Art auch sympathisch. Der Story-Verlauf war immer spannend, sodass ich mitfieberte und das Buch innerhalb von 1,5 Tage las. Brandon Sanderson ist zurecht ein Bestseller-Autor. Ich werde definitiv weitere seiner Bücher lesen.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 04.05.2020

„Eine spannende, dunkle und bedrohliche Welt, voller düsterer Kreaturen und klasse Protagonisten.“

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Ich habe mich total auf dieses Buch gefreut, weil ich schon von Brandon Sanderson's „Tänzerin am Abgrund“ so begeistert war. Nun war ich darauf gespannt in welche Welt er mich diesmal entführen würde und ...

Ich habe mich total auf dieses Buch gefreut, weil ich schon von Brandon Sanderson's „Tänzerin am Abgrund“ so begeistert war. Nun war ich darauf gespannt in welche Welt er mich diesmal entführen würde und ich wurde nicht enttäuscht.

Worum es in der Geschichte geht:

Tacenda lebt in einem kleinen Dorf in den Anfurten, durch einen Fluch ist sie am Tag blind und in der Nacht kann sie sehen. Ihr Fluch ist zugleich auch ein Segen, denn wenn Tacenda bei Nacht singt hält sie all die Monster der Sümpfe davon ab die Menschen im Dorf zu attackieren.

Doch eines Tages ändert sich alles. Zuerst werden ihre Eltern und dann ihre Schwester, von fürchterlichen Geistern, ermordet. Als dann eines Abends ihr Dorf von diesen „Wisperern“ überfallen wird, die jeden bis auf die letzte Seele töten und auch Tacenda's Gesang nicht ausreicht, um die Menschen zu beschützen fasst sie einen Entschluss.

Als einzige Überlebende macht sie sich auf, um den vermeintlichen Täter, den Herrn des Herrenhauses, zu töten,um alle die ihr lieb waren zu rächen. Doch es kommt anders als sie sich das vorgestellt hat und ehe sie es sich versieht ist sie mit dem scheinbaren Mörder und seinen Dämonen auf einer gefährlichen Mission, um das Verbrechen an ihrem Dorf aufzuklären.

Schreibstil und Lesefluss

Ich bin ein Fan von Brandon Sanderson's Schreibstil. Er ist lebendig, anschaulich, wortgewandt, voller Fantasie und herrlich zu lesen.

Ganz besonders die witzigen Dialoge mochte ich und seine Veranschaulichung durch Metaphern.

Er hat dieses gewisse Etwas um die Umgebung, Atmosphäre und Charaktere zum leben zu erwecken und einem so zu sagen in seine Geschichte hineinzuziehen und bis zum Schluss nicht mehr loszulassen.

Der Sprachstil war jeder seiner Protagonisten angepasst, das fand ich klasse und hat alles sehr gut abgerundet und die Charaktere unterstrichen.

Zur Geschichte:

Brandon Sanderson ist bekannt dafür einem seine Welt nicht vor die Füße zu legen, sondern seinen Leser an die Hand zu nehmen und in Zeile für Zeile hineinzuführen, bis sich am Schluss eine fantastische, kreative Welt ergibt. So auch hier. Das Multiversum ist neu und „Die Kinder der Namenlosen“ spielt in einer der vielen Welten, in Innistrad. Diese Welt ist düster und gefährlich, voller sonderbarer Kreaturen. Und das Dorf Verlasen scheint eine Magnet für die Monster des Sumpfes zu sein.

Die Geschichte wird von einem Erzähler aus Tacenda's und Davriel's Perspektive erzählt und nimmt gleich zu Anfang eine Wendung, die ich nicht erwartet hatte.

Die Handlung spielt sich in einer einzigen Nacht ab und ist geheimnisvoll und voller Rätsel, die nach und nach aufgelöst werden, um dann wieder neue Fragen und Rätseln aufzuwerfen.

Die witzigen Dialoge und eine Brise Humor lockern die spürbar düstere Atmosphäre auf.

Die Story ist von Anfang bis Ende sehr fantasiereich und bestens durchdacht, nichts ist wie es scheint. Teilweise ist es gruselig, Actionszenen gibt es auch ein paar genauso wie auch traurige Momente. Das Ende war spannend und fesselnd, das Thema in sich abgeschlossen und trotzdem lässt es genug Raum für Folgebände.

Die Charaktere:

Die Charaktere waren – wie immer – super ausgearbeitet und lebendig beschrieben.

Davriel, der Herr des Herrenhauses, ist im Grunde keine nette Person, er ist trocken, arrogant, überheblich, exzentrisch, total oberflächlich und egoistisch. Also niemand den man mögen müsste und dennoch hat er einen gewissen Witz und Charme, manchmal kam er mir auch wie ein verwöhntes kleines Kind vor und ehe ich es mich versah mochte ich ihn.

Genauso ging es mir auch mit seinem Gefolge, den Dämonen Knirschgnar, Fräulein Hochwasser und Brerig, die in ihrem Wesen dunkel und böse sind, aber durch ihre unverwechselbaren, menschlichen Züge es geschafft haben das ich sie mag und teilweise sogar sehr witzig fand.

Tacenda ging bei diesen starken Charakteren leider ein wenig unter. Sie ist mutig und taff und ich mochte sie, aber sie hat mich nicht wirklich interessiert. Vielleicht erscheint sie nochmal in den Folgebänden und kann mich noch für sich gewinnen.

Meine Meinung:

„Die Kinder des Namenlosen“ hat mich durch und durch begeistert. Ich mochte das düstere Setting und die fantasievollen Kreaturen darin.

Es hat mir Spaß gemacht die neue Welt zu entdecken und darin auf die unterschiedlichsten Wesen zu treffen – Dämonen, Geister, Dämonenjäger, Engel, Magie. Das hatte ein bisschen was von Supernatural.

Mit seinem lebendigen und anschaulichen Schreibstil konnte mich Brandon Sanderson wieder absolut für sich gewinnen, ich konnte mir alles sehr genau vorstellen und die düstere, bedrohliche Atmosphäre geradezu spüren.

Die Story war super durchdacht und erzählt, nichts ist wie es scheint. Die Geschichte ist düster, gefährlich und spannend. Die witzigen Dialoge und die Brise Humor machen es zu einem herrlichen Lesevergnügen. Tacenda und Davriel sind ein sehr ungleiches Paar mit unterschiedlichen Beweggründen, und haben doch das selbe Ziel, auf ihrem Weg ergänzen sie sich super.

Auch die Nebencharaktere, die Dämonen Knirschgnar, Fräulein Hochwasser und Brerig, haben mir sehr gut gefallen und mich einige male zum schmunzeln gebracht.

Das Ende ist fesselnd und rasant und schließt diese Erzählung in sich ab. Wobei aber noch viel Raum für die Folgebände bleibt. Ich bin gespannt wie es im Multiversum weiter geht und bleibe auf jeden Fall an dieser Reihe dran.

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Veröffentlicht am 02.05.2020

Eine Magische Welt mit viel Humor und einer rasenden Story

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Als ich dieses Buch bekommen habe, hatte ich keinerlei Erwartungen oder Vorkenntnisse was die Welt aus dem Magic – The Gathering Multiversum angeht. Bis ich es in den Händen halten durfte, hatte ich nicht ...

Als ich dieses Buch bekommen habe, hatte ich keinerlei Erwartungen oder Vorkenntnisse was die Welt aus dem Magic – The Gathering Multiversum angeht. Bis ich es in den Händen halten durfte, hatte ich nicht mal die Vermutung, dass hier ein Zusammenhang besteht. Daher hatte ich beim Beginnen des Buches etwas Angst. Diese wurde jedoch sofort zerschlagen. Auch wenn der Klappentext etwas Vorbereitend wirkt, wird man trotzdem sofort ins Geschehen hineingeworfen, aber nicht alleine gelassen. Ich fand mich sehr schnell in der Welt zurecht und war sofort Feuer und Flamme für die Magie und die Fehde zwischen Kirche, geheimnisvolle Macht, Engeln und Dämonen. Mittendrin dürfen wir die Geschichte aus Sicht der 15-jährigen Tacenda und dem neuen Lord des Herrenhauses Davriel Crane kennen lernen, welcher mit Dämonen verkehrt.
Beide Protagonisten haben mir in ihrer Gesamtheit sehr gut gefallen. Davriel mit seiner skurrilen Art und seinen Sprüchen hat es mir sogar etwas angetan wenn ich ehrlich bin. Tacenda dagegen wirkt für ihr Alter sehr reif und hätte auch 10 Jahre älter sein können. Beide zusammen haben ein unschlagbares Team abgegeben welches ich so nicht erwartet habe. Die Unterstützung der Dämonen, welche auch sehr interessant und sogar liebenswürdig dargestellt wurden, trug dazu noch positiv bei.

Da das Buch für eine Fantasy Welt eher wenige Seiten hat, wurde ein ordentliches Tempo vorgelegt und bis zur letzten Seite eingehalten. Es kam nicht ein einziges Mal Langeweile auf. Wie auch wenn sich die Handlung innerhalt einer einzigen Nacht abspielt. Außerdem haben mir die Dialoge, der Witz sowie die Spannung unglaublich gut gefallen. Man hat sowohl die Ernsthaftigkeit, das Düstere und den Humor spüren und genießen können.

Auch das Setting und die Welt waren leicht zu verstehen und detailiert ausgearbeitet. Es gab sogar mehr als eine unvorhersehbare Wendung. Der Schreibstil war perfekt und flüssig.

Alles in Allem hat mir die Story und das Buch, welches ich eher als Kurzgeschichte beschreiben würde, sehr sehr gut gefallen. Hier hätte ich sogar gerne noch viel mehr gelesen. Tacenda beweist Mut und am Anfang sogar etwas Leichtsinn. Sie stellt sich einer Macht ohne zu wissen was sie erwartet und doch lässt sich auf ihren Weg von nichts abbringen. Der Sumpf als Gottheit, die Kirche mit einer anderen Religion, Dämonen die den Menschen die Seele stehlen wollen aber trotzdem freundlich sein können und ein Landherr der mich sehr oft hat Schmunzeln lassen, haben dieses Buch für mich rund und perfekt gemacht. Eine Welt die alles andere ist als Schwarz und Weiß. Auch wenn ich nichts mit dem Spiel am Hut habe, werde ich diese Reihe weiter verfolgen und hoffe auf mehr solcher Werke.
Vorkenntnisse zu dem Spiel und der Welt sind definitiv nicht nötig. Einfach genießen …

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Mein erstes Buch des Autors

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Ich schaue super gerne Videos von amerikanischen Booktubern. Dort habe ich zum ersten Mal die Bücher von Brandon Sanderson entdeckt. Seitdem möchte ich unbedingt seine Bücher lesen, aber bevor ich mit ...

Ich schaue super gerne Videos von amerikanischen Booktubern. Dort habe ich zum ersten Mal die Bücher von Brandon Sanderson entdeckt. Seitdem möchte ich unbedingt seine Bücher lesen, aber bevor ich mit den ganz langen Reihen beginne habe ich mir gedacht, dass ich erstmal ein Standalone ausprobiere um zu schauen, ob sein Schreibstil überhaupt etwas für mich ist. Der Schreibstil von Brandon Sanderson hat mir sehr gut gefallen. Er konnte mich direkt abholen, mich fesseln und mich nur so durch das Buch fliegen lassen. Ich habe die Geschichte rund um Tacenda und Davriel sehr genossen und sie förmlich aufgesogen.

Da das Buch mit 272 Seiten sehr dünn ist, hatte ich ein paar Zweifel an der Tiefe der Handlung, die sich aber nicht bewahrheitet haben. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die meiner Meinung nach etwas stärker hätten herausgearbeitet werden können, hat mir an der Handlungstiefe nichts gefehlt. Die erschaffene Welt hat mir sehr gut gefallen, Ich fand es sehr spannend über Tacenda und ihre Zwillingsschwester und ihre Gaben zu erfahren. Tacenda kann nur in der Nacht sehen, ihre Schwester nur am Tag. Tacenda selbst schützt das Dorf in der Nacht durch ihren Gesang vor Angriffen. Ihre Schwester Willia kämpft dagegen am Tag gegen das Böse, allerdings nicht mit Gesang, sondern mit dem Schwert. Die Atmosphäre war durchweg spannend. Zu keinem Moment des Buches hatte ich das Gefühl, dass es langweilig war oder ich hätte aufhören wollen zu lesen.

Die beiden Protagonisten Tacenda und Davriel mochte ich beide sehr gerne. Tacenda ist durch die vorgefallenen Ereignisse sehr aufgewühlt, was man ihr sehr gut anmerken kann. Sie ist nicht mehr der fröhliche Charakter, der sie vorher war, vielmehr ist sie angriffslustig und rachsüchtig geworden. Sie ist kein durchweg negativer Charakter, aber im Gegensatz zu Davriel ist sie nicht so humorvoll. Der Unterschied zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen, da es ein guter Kontrast war. Davriel selbst ist nicht der normale Herrscher. Er kümmert sich um seine Untergebenen und er hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Sein liebstes Hobby ist ein Nickerchen zu machen, das finde ich super :D

Die generelle Handlung war sehr spannend und konnte mich oft überraschen. Viele Wendungen konnte ich nicht voraussehen, was mir sehr gut gefallen hat. Die Reihe baut auf dem Spiel “Magic” auf, welches ich nicht kenne, aber bei diesem Band brauchte man auch kein Vorwissen. Soweit ich weiß sollte man für die anderen Bände, welche von anderen Autoren geschrieben werden, allerdings Vorwissen zu dem Spiel haben.

Ich freue mich sehr, dass ich durch dieses Buch einen tollen Autor kennenlernen konnte und ich werde definitiv weitere Bücher von ihm lesen! Das Buch bekommt von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Sehr kurzweilige, aber vollkommen überzeugende Fantasy

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Aufmachung:
Zwar gefällt mir die Farbgebung des Covers nicht so gut, aber es kann ja auch nicht jedes Cover in Pink oder Pastellfarben gehalten sein. 😉
Was mir gut gefällt, ist der Mann auf dem Cover, ...

Aufmachung:
Zwar gefällt mir die Farbgebung des Covers nicht so gut, aber es kann ja auch nicht jedes Cover in Pink oder Pastellfarben gehalten sein. 😉
Was mir gut gefällt, ist der Mann auf dem Cover, der vermutlich Davriel sein soll. Genauso habe ich mir den Magier jedenfalls vorgestellt! Durch die Totenkopf-Maske, die sein Gesicht halb verdeckt, bekommt er etwas Geheimnisvolles, Mystisches, was durchaus zu seinem Charakter passt. Am besten finde ich jedoch, dass das Cover gezeichnet ist! Normalerweise mag ich Gesichter auf Covern ja nicht so, weil ich es komisch finde, wenn mich auf dem Buch jemand anguckt, aber bei einer Zeichnung ist es wieder etwas anderes, weil dahinter kein „echter“ Mensch steckt.
Der Titel Die Kinder des Namenlosen passt sehr gut zum Inhalt.

Meine Meinung:
Das Buch ist mit seinen 270 Seiten für ein Fantasybuch sehr kurz, also wird am Anfang nicht viel Zeit „verschwendet“ um in die Welt einzuführen. Man wird quasi auf Anhieb in die Geschehnisse geworfen.
Dadurch braucht man zuerst zwar ein bisschen Zeit, um zu verstehen, was alles passiert und wie die Regeln des MAGIC-Multiversums lauten. Das Buch basiert nämlich auf dem Kartenspiel MAGIC: The Gathering, diejenigen, die das Spiel kennen, werden vermutlich noch schneller in die Geschichte finden. Ich kannte das Spiel bis dato nicht, aber ich hatte nach einer kurzen Eingewöhnung auch kein Problem, mich in der Welt zurechtzufinden. Man kann also auch dann viel Spaß beim Lesen haben, wenn man das Spiel nicht kennt!

Das Buch ist, wie gesagt, recht dünn, deshalb ist es von vornherein klar, dass Sanderson sich hier nicht groß ums Worldbuilding gesorgt hat. Wer dennoch enttäuscht davon ist, dass hier wenig zur Umgebung geschrieben hat, hatte also vielleicht nicht die richtigen Erwartungen, denn dann hätte das Buch viel dicker sein müssen, um die Komplexität einer High Fantasy-Welt zu erfassen. Eben so, wie man es normalerweise von dem Genre gewohnt ist.

Die Kinder des Namenlosen hat jedoch andere Qualitäten, mit denen es überzeugen kann, allen voran die beiden Protagonisten Tacenda und Davriel, deren Perspektiven wechseln.
Tacenda wirkt sehr erwachsen für ihr Alter, aber das hat mich nicht gestört. Ich bin ja immer für Authentizität, weshalb ich finde, dass man als Leser merken sollte, ob die Figur ein Kind oder schon älter ist. Aber obwohl Tacenda noch ein Kind ist, passt ihr reifes Verhalten meiner Meinung nach sehr gut zu ihrem Charakter, wenn man bedenkt, was sie durchgemacht hat und dass sie für ihr Dorf schon sehr früh Verantwortung übernehmen musste. Außerdem ist es auch mal erfrischend, eine junge Protagonistin zu haben, die vernunftbegabt ist und nicht völlig hitzköpfig.
Trotz allem muss ich sagen, dass sie, obwohl sie ein gut durchdachter, sympathischer Charakter ist, im Vergleich zu Davriel eher blass wirkt.

Dieser ist nämlich zwar sehr arrogant, herablassen und nur auf seinen Tee und Nickerchen fokussiert – was mit anderen passiert, kümmert ihn nicht groß. Allerdings – und das finde ich gerade so interessant – ist er nicht der typische Antiheld, der ja doch ein ganz weiches Herz hat und viel empathischer ist, als es zunächst den Anschein hat. Davriel ist tatsächlich genau der egoistische Mistkerl, der er anfangs zu sein scheint, der aber auch seine Prinzipien hat und nach diesen handelt.
Dabei sind seine Dialoge sehr amüsant, was ihn zu dem großen Highlight des Buches macht. Ich habe oft gelacht. Gleichzeitig erfährt man aber auch einiges über seine Vergangenheit, wenn auch nicht besonders viel. Er muss anscheinend etwas Schlimmes durchgemacht haben. Ich hoffe, man kann bald noch mehr von ihm lesen!

Die Kinder des Namenlosen führt ein wenig in das Gathering-Multiversum ein. Es nimmt Bezug auf andere Dimensionen und auch auf die „Wesenheit“, ein Etwas mit großen Mächten, anscheinend weder gut noch böse. Das macht Lust auf mehr, ich fand diese Thematik wirklich spannend.
Zum Schluss werden einige Fragen offengelassen, insbesondere was Davriels Schicksal angeht, aber das stört nicht weiter, da die Geschichte rund um Tacenda in sich geschlossen ist. Außerdem wird so die Hoffnung genährt, dass es tatsächlich bald noch mehr über Davriel zu lesen gibt. 😊

Sandersons Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Er hat es hervorragend geschafft, Tacendas und Davriels Charakter zu erfassen und über einen unterschiedlichen Stil zu transportieren. Besonders durch Davriel beweist Sanderson, wie erwähnt, dass er einen wunderbaren Humor hat. Das und sein insgesamt flüssiger, leicht zu lesender Schreibstil führt dazu, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Gerne möchte ich bald mehr von ihm lesen!


Fazit:
Die Kinder des Namenlosen ist eine gelungene, spannende Einführung in eine neue Buchreihe, die vor allem mit den Protagonisten, dem Schreibstil und viel Humor überzeugt. Man darf nicht so viel in puncto Worldbuilding erwarten, weil es so ein kurzes Buch ist, aber bei nur 270 Seiten bleibt eben nicht so viel Platz, um eine so komplexe Welt wie das Gathering-Multiversum zu beschreiben.
4,5/5 Lesehasen.

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