Cover-Bild Der Berg, der nie bestiegen wurde
16,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Buch&Media
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 200
  • Ersterscheinung: 21.11.2018
  • ISBN: 9783957801302
Gabor Laczko

Der Berg, der nie bestiegen wurde

Roman
In eindringlicher und atmosphärischer Weise erzählt Gabor Laczko realitätsnah die Geschichte des jungen Béla, der in das von politischen und gesellschaftlichen Unruhen gebeutelte Ungarn des 20. Jahrhunderts hineingeboren wird. Die Welt im Chaos des Krieges erlebend, setzt der Junge allen Rückschlägen zum Trotz seine Suche nach jenem versprochenen Berg fort, der ihn den Sinn dieser Welt erkennen lässt. Als die Lage zu gefährlich wird, begibt sich die Familie auf eine traumatische Flucht, wo der Junge ein neues Leben beginnen wird.
»Der Berg, der nie bestiegen wurde« zeichnet fein und nachdenklich die vielen Wendungen in Bélas Leben nach, malt Höhen und Tiefen eines Lebens voller Wendungen und hinterlässt den Leser berührt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2019

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

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„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ erzählt die Geschichte von Bela, welcher Zeit seines Lebens auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Als kleiner Junge erlebt er den 2. Weltkrieg und die politischen ...

„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ erzählt die Geschichte von Bela, welcher Zeit seines Lebens auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Als kleiner Junge erlebt er den 2. Weltkrieg und die politischen Unruhen in Ungarn mit. Schließlich flüchtet seine Familie in die Schweiz und baut sich ein neues Leben auf. Belas Leben ist jedoch gekennzeichnet durch Rückschläge, er sucht Zuflucht im Glauben und tritt in den Jesuiten Orden ein. Doch auch hier findet er keine Erfüllung und so tritt er einige Jahre später wieder aus. Er gerät an einen verräterischen Freund, der ihm erneut viel Leid zufügt und resümiert auf dem Sterbebett sein Leben, welches von vielen Wendungen und Unruhen geprägt war.
Zunächst hat mich das Cover des Buches mit seinen wunderschönen Pastelltönen in seinen Bann gezogen. Es zeigt Belas einsamen Blick in die Ferne auf der Suche nach dem lichtgefluteten Berg, dem Sinn des Lebens.
Der Anfang des Buches gefällt mir sehr gut. Die lebendigen Erzählungen des Autors haben mich gefesselt, der realitätsnahe Einblick in die Nachkriegszeit und das traurige Schicksal des jungen Bela haben mich sehr berührt. Die historischen Hintergrundinformationen empfand ich als gut in die Geschichte eingebunden und eine hilfreiche Unterstützung, wenn man nicht so gut über die geschichtliche Entwicklung Ungarns informiert ist. Besonders bei der riskanten Flucht nach Österreich konnte ich spüren, wie der Autor in dieser fiktiven Geschichte von Bela seine eigene Biografie verarbeitet. Der Autor gestattet dem Leser einen intimen Einblick in diese schwere Zeit. Mich hat die Flucht emotional sehr mitgenommen, doch bin ich zugleich dankbar, eine so realistische Darstellung der Ereignisse geboten bekommen zu haben. Mir ist ebenfalls positiv aufgefallen, dass es viele vorgezogene Rückblicke gibt, so dass Bela in einigen Situationen die er gerade durchlebt Rückblicke aufzeigt, in denen sein zukünftiges Ich erfährt was zwischenzeitlich woanders passiert ist. Nach der gelungenen Flucht in die Schweiz und seinem Schulabschluss tritt Bela in den Jesuitenorden ein. Bela erweist sich als eifriger Lehrling, doch nach anfänglicher Freude am Studium entwickeln sich zunehmend Zweifel am Glauben. Sein Wunsch, den Sinn des Lebens zu finden bleibt unerfüllt, doch es ergeben sich interessante Textpassagen die zum Nachdenken anregen. Bela tritt aus dem Kloster aus und findet nach einem weiteren schweren Schicksalsschlag seine Frau, welche ihm eine ungetrübt glückliche Zeit beschert und auch am Sterbebett zur Seite steht. Doch ohne zu viel verraten zu wollen, bin ich von dem abrupten Ende überrumpelt worden und sehr enttäuscht. Zum einen haben mich die zuvor ausführlichen Beschreibungen und Einblicke in Belas Leben fasziniert, welche am Ende des Buches nur sehr kurz dargestellt werden. Zum anderen sind die unruhigen Gedankengänge von Bela für mich nur mühsam greifbar, so dass die Pointe schwer zu verstehen ist. Insgesamt konnte mich „Der Berg, der nie bestiegen wurde“ jedoch überzeugen, da der Schreibstil große Freude bereitet hat und die geschichtlichen, sowie religiösen Einblicke durchaus lesenswert sind.

Veröffentlicht am 31.12.2018

Die Suche Bélas nach dem Sinn des Lebens

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„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ von Gabor Laczko erschien am 21.11.2018 im Verlag Buch & Media.
Das Cover ist wunder schön, mich haben die Pastellfarben sofort angesprochen. Der einsame Mann auf dem ...

„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ von Gabor Laczko erschien am 21.11.2018 im Verlag Buch & Media.
Das Cover ist wunder schön, mich haben die Pastellfarben sofort angesprochen. Der einsame Mann auf dem Berg, in Verbindung mit dem Titel des Buches, machte mich sofort neugierig auf den Inhalt.
Die Geschichte dreht sich um Béla der, mitten im zweiten Weltkrieg, in Ungarn geboren wird. Er erlebt hautnah, am eigenen Leib, die Schrecken des Krieges und die politischen Gegebenheiten danach mit. Als die politische Lage noch schwieriger wird fliehen seine Mutter, sein Bruder und er, unter Todesangst, nach Österreich. Dort hin ist der Vater am Ende des zweiten Weltkrieges geflohen, denn er war als ehemaliger Offizier eine Systemfeind, des sozialistischen Regimes. Die Familie beginnt nach einer langen Reise ein neues Leben in der Schweiz......

Der Autor hat mit seiner biografisch angelegten Geschichte, sehr eindrucksvoll, das Leben des Protagonisten Béla, von der Geburt bis zum Tode,erzählt.
Béla wird in die bedrohliche Zeit des zweiten Weltkrieges hinein geboren. Mit 4 Jahren erlebt er die erste Flucht seiner Familie, er sieht grausame Bilder , im KZ Mauthausen, die ihn sein Leben lang nicht loslassen. Mitreißend beschreibt Gabor Laczko die politische Unterjochung der Menschen in Ungarn. Mich hat die Geschichte tief beeindruckt und erschüttert, denn so hautnah hatte ich bis dato noch keine Berichte gelesen. Der Protagonist Béla ist zwar fiktiv, doch an die Lebensgeschichte des Autors angelehnt. Eindrucksvoll und realitätsnah berichtet der Autor, von der Zeit des zweiten Weltkrieges und dem politisch gebeutelten Ungarn nach 1945. Die Heimatlosigkeit Bélas sein Suchen nach dem Sinn des Lebens ist sehr facettenreich. Der sehr intelligente, sprachbegabte Béla sucht nach klaren Strukturen in seinem Leben, er findet sie im Jesuitenorden und dem Glauben an Gott. Doch während des Theologiestudiums revidiert er seine Einstellung und verlässt die Gemeinschaft.

Gabor Laczko hat einen sehr atmosphärischen Schreibstil, fast schon poetisch erzählt er das wechselvolle Leben des Béla, mit vielen Höhen und Tiefen, dabei verwendet er die auktionale Erzählperspektive. Diese Perspektive, aus Sicht Bélas, entfaltet eine besondere Wirkung so hatte ich Einblick in seine Gedanken und Gefühle.

Fazit: Eine Geschichte die tiefgründig und atmosphärisch das Leben des Protagonisten, von Geburt bis zu einem Tode, erzählt. Eine Suche nach dem Sinn des Lebens. Sehr gut geeignet für Leser die das Besondere lieben, biografische Geschichten mögen und etwas über die Geschichte Ungarns erfahren möchten. Mich hat der Autor mit seinem Buch hervorragend unterhalten und zum Nachdenken angeregt, denn den Sinn seines Lebens muss jeder selbst finden.

Veröffentlicht am 31.12.2018

Die ewige Suche nach dem Sinn

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„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ lässt mich die Lebensgeschichte von Béla begleiten. Sein Onkel hat ihn als Junge mit auf einen Berg genommen und ihm den Weg zum Sinn des Lebens veranschaulicht. Diesen ...

„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ lässt mich die Lebensgeschichte von Béla begleiten. Sein Onkel hat ihn als Junge mit auf einen Berg genommen und ihm den Weg zum Sinn des Lebens veranschaulicht. Diesen Berg hofft Béla auf seinem Weg zu erklimmen.

Im zweiten Weltkrieg geboren begleitet eine wechselvolle, geschichtsträchtige Zeit Bélas Lebensweg. Schon früh übernimmt er Verantwortung, gefördert durch die kriegsbedingte Abwesenheit des Vaters, in dem Bestreben, dass insbesondere die Mutter sich nicht zusätzlich sorgen müsse. Dies führt in jungen Jahren zu einer Abfolge von Entscheidungen, die seinen Weg formen und ihm die Suche nach „seinem Weg“ erschweren. Aber auch der letztlich selbst gewählte Lebenspfad will sich ihm nicht freundlich erschließen, ist geprägt von Selbstzweifeln, Rückschlägen und Manipulationen von außen.

Schon die Leseprobe zu diesem Buch hat mich angerührt, das Cover ließ mich zwischen den Buchdeckeln eine besondere, „andere“ Geschichte vermuten. Das Buch beginnt mit einer augenzwinkernden Leichtigkeit, einer anrührenden Sprache und zieht mich in seinen Bann. Gerne begleite ich den Weg von Béla, welcher umständehalber steinig und unbequem daherkommt. Auch die Sprache passt sich dem jeweiligen Lebensabschnitt, den aktuellen Umständen an; nimmt mich auch emotional an die Hand.

Gabor Laczko zeichnet in diesem Buch auch ein stückweit seine eigene Biographie nach, die mich tief berührt. Ich erlebe eine unfassbar schwere Zeit. So begleite ich Béla auf seinem Weg in der Hoffnung, dass er Erfüllung finden möge, seinen „Berg“ anvisieren und erklimmen darf. Ich fühle die Härte vorgegebener Gegebenheiten, die Ungerechtigkeit des vermeintlichen Schicksals, hadere mit Wegbegleitern, die ihm großes Unrecht angedeihen lassen und bleibe verwirrt zurück in seinem Wahn, dem er sich der Unabänderlichkeit eines Lebensweges ergibt.

Für mich ist „Der Berg, der nie bestiegen wurde“ eine absolut lesenswerte Zeit- und Mitmenschengeschichte.


Gabor Laczko, Der Berg, der nie bestiegen wurde, gebundene Ausgabe, Literatur, buch & media Verlag, 16,90 €, 200 Seiten, Erscheinungstermin 21.11.2018

Veröffentlicht am 16.12.2018

Atmosphärisch und tiefgründig

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„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ ist ein berührender und tiefgründiger Roman von dem Autor Gabor Laczko in dem er die Lebensgeschichte von Béla berichtet – einer fiktiven Geschichte, die auf wahren ...

„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ ist ein berührender und tiefgründiger Roman von dem Autor Gabor Laczko in dem er die Lebensgeschichte von Béla berichtet – einer fiktiven Geschichte, die auf wahren Erlebnissen des Autors beruht.

Bélas Leben beginnt in Ungarn mitten im zweiten Weltkrieg. Als die Situation zu gefährlich wird, begibt sich seine Mutter mit ihm und seinen Bruder auf die Flucht Richtung Westen. Mit gerade mal vier Jahren erlebt er bereits traumatische Situationen, die ihn sein ganzes Leben lang verfolgen. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens wendet er sich einem Kloster zu und tritt in den Orden ein. Aber auch dort findet er nicht, was er sucht.

Der Schreibstil von Gabor Laczko ist sehr ruhig. Die Sprache ist schön und angenehm zu lesen. Mir gefielen die detaillierten Beschreibungen, die direkt Bilder in meinem Kopf entstehen ließen.

Von Béla bekommt man schnell ein klares Bild und kann seine Zerrissenheit und seine Suche nachvollziehen. Bei allem was er tut ist er sehr zielstrebig und konsequent. Man durchlebt mit ihm seine Höhen und Tiefen und es ist beeindruckend wie er mit den Belastungen und den Herausforderungen in seinem Leben umgeht.

Mir hat das Buch gut gefallen, es hat mich berührt und nachdenklich gemacht.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Der Berg der nie bestiegen wurde

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Béla muss bereits als Kind viel durchmachen und die Unbeständigkeit und Ruhelosigkeit, die er zu dieser Zeit erlebt, begleitet ihn durch sein Leben als Erwachsener. Allzu oft scheint er weltfremd, aber ...

Béla muss bereits als Kind viel durchmachen und die Unbeständigkeit und Ruhelosigkeit, die er zu dieser Zeit erlebt, begleitet ihn durch sein Leben als Erwachsener. Allzu oft scheint er weltfremd, aber er versucht immer das Richtige zu tun, denn sobald er nicht mehr hinter seiner Überzeugung steht, trifft er eine Entscheidung die alles verändert. Mir persönlich war die Lektüre zweitweise etwas zu düster...