Cover-Bild Mord in Cornwall
(5)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Detektive
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 16.04.2018
  • ISBN: 9783608962383
John Bude

Mord in Cornwall

Kriminalroman
Eike Schönfeld (Übersetzer)

Reverend Dodd ist Vikar in einem sonnigen Fischerdorf an der Atlantikküste Cornwalls. Die Abende verbringt er damit, in seinem Lehnsessel Krimis zu schmökern. Gott bewahre!, dass der Schatten eines echten Verbrechens auf seine kleine Seegemeinde fällt. Doch der Frieden des Vikars wird in einer stürmischen Nacht empfindlich gestört, als der unbeliebte Richter Julius Tregarthan tot in seinem Haus aufgefunden wird.  

Der lokale Polizeiinspektor Bigswell ist verblüfft über das Fehlen jeglicher Spuren am Tatort. Und ihm mangelt es auch an jedweder Phantasie, was den Tathergang oder die Motive betrifft. Glücklicherweise hat der Vikar als eifriger Leser von Kriminalromanen davon mehr als genug. Und er ist bereit, seinen scharfen Verstand an dem Mordfall zu beweisen. Als jedoch Ruth, die Nichte des Ermordeten, und ihr Freund zu Hauptverdächtigen werden, verliert Vikar Dodd den Spaß am Detektivspiel. Nun gilt es, die beiden von jedem Verdacht zu befreien. Aber kann er auch den rätselhaften Mord ohne Spuren aufklären? Oder braucht er dafür göttlichen Beistand? 

»Mit einer tödlichen Brise Meeresluft zeichnet der Roman das faszinierende Porträt Cornwalls vor dem Einsetzen des Massentourismus.«
Daily Mail
 

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2018

Ein Arzt, ein Pfarrer und ein Inspector…. ermitteln

0

Dieser liebevoll gezeichnete Krimi erschien erstmals 1935 und spielt auch um diese Zeit. Es ist wunderbar, wiederentdeckte Geschichten heute zu lesen und sich am damaligen Schreib- und Erzählstil erfreuen ...

Dieser liebevoll gezeichnete Krimi erschien erstmals 1935 und spielt auch um diese Zeit. Es ist wunderbar, wiederentdeckte Geschichten heute zu lesen und sich am damaligen Schreib- und Erzählstil erfreuen zu können.

Wie auch “Geheimnis in Rot” gehört dieser Briten-Krimi zur neuen Auflage bei Klett-Cotta, mit wunderbar “altmodisch” gewählten Cover und Textileinband. Ein haptisches und emotionales Lesevergnügen bietet also der Roman, der in Boscawen, einem malerischen Fischerdorf, spielt.

Wie damals üblich, stellt hier nicht nur die Polizei in Gestalt von Inspector Bigswell eine Autorität dar, sondern auch der Pfarrer Dodd und dessen Freund, Pendrill, der Arzt des Dorfes. Die beiden lieben Kriminalromane und sind zuerst wie elektrisiert als sie erfahren, dass nun tatsächlich ein Mord verübt wurde.

Die beiden, vor allem Dodd, stehen dem Inspector, der nicht aus Boscawen stammt, mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, Ortsbewohner einzuschätzen oder die geografischen Gegebenheiten zu verstehen.
Action sucht man hier eher vergeblich, doch das angenehme Erzähltempo lässt den Leser selbst mitermitteln. Es gibt keine plötzlichen oder unglaubwürdigen Wendungen, dafür feine Deduktion, klassische Ermittlungsarbeit und humorvolle Dialoge.

Veröffentlicht am 13.05.2021

Ermittelnder Pfarrer in kleiner Gemeinde

1

Vor kurzem hatte ich große Freude an alten Krimis gefunden, zum Beispiel von Farjeon. Dieser Roman war in der Buchhandlung mal im Angebot und ich dachte, ich nehme ihn mal mit. Eine große Erwartung hatte ...

Vor kurzem hatte ich große Freude an alten Krimis gefunden, zum Beispiel von Farjeon. Dieser Roman war in der Buchhandlung mal im Angebot und ich dachte, ich nehme ihn mal mit. Eine große Erwartung hatte ich nicht, der Klappentext klang interessant, also habe ich ihn mir an einem ruhigen Abend mal vorgenommen.
Reverend Dodd und Dr. Pendrill treffen sich regelmäßig und verbringen den Abend mit dem Lesen und Lösen von Krimis, immer im Glauben, dass so etwas ja doch nicht einfach so in ihrem Umfeld passieren wird. Dann jedoch wird Julius Tregarthan, reicher Grundbesitzer, erschossen aufgefunden. Von der Tatwaffe fehlt jede Spur. Ruth, seine Nichte, die Angestellten und Ruths heimliche Liebe, ein Schriftsteller, gehören zum Kreis der Verdächtigen. Reverend Dodd beginnt zu ermitteln, gemeinsam mit dem scharfsinnigen Inspektor.
Das Klischee - Reverend ist schlauer als die Polizei - erfüllt sich hier zum Glück nicht. Das finde ich an diesem Roman wirklich sehr gut, denn der Inspektor ist durchaus intelligent und stellt seine Ermittlungen an. Natürlich wäre es kein unterhaltender Roman um den Reverend, wenn der nicht am Ende doch durch seine Ortskenntnis, die Kenntnis um seine Gemeinde und doch einiges Querdenken den Mordfall lösen kann.
Was mir nicht gefiel, als Leser hatte man eigentlich keine Möglichkeit, selbst die Mordmethode oder den Täter aufzuspüren. Denn ein klassisches Mitraten finde ich immer sehr spannend. Am Ende überrascht das Motiv hinter dem Mord und regt zum Nachdenken an.
Trotz kleiner Schwächen finde ich den Krimi empfehlenswert und mir persönlich gefällt so etwas besser, als die neuen Krimis oder Thriller.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2018

Charmanter Krimi

0

In Cornwall ist die Welt noch in Ordnung. In einem kleinen Fischerdörfchen kennen Reverend und Arzt Mord und Totschlag eigentlich nur aus den heißgeliebten Krimis. Bis der Richter Tregarthan im eigenen ...

In Cornwall ist die Welt noch in Ordnung. In einem kleinen Fischerdörfchen kennen Reverend und Arzt Mord und Totschlag eigentlich nur aus den heißgeliebten Krimis. Bis der Richter Tregarthan im eigenen Wohnzimmer erschossen wird. Plötzlich sind die beiden mit ihrem kriminalistischen Gespür gefragt, tappt die Polizei doch irgendwie völlig im Dunkeln.

John Bude schrieb diesen Krimi bereits 1930, trotzdem wirkte er auf mich keinesfalls überholt oder altbacken. Ich empfand ihn eher als sehr charmant, die Szenerie im idyllischen Cornwall passte ganz hervorragend zu diesem ruhigen Krimi. Atemberaubende Spannung sucht man zwar vergebens, trotzdem habe ich die Ermittlungen der beiden Möchtegern-Detektive sehr gerne verfolgt. Bude nimmt sich Zeit Land und Leute zu beschreiben und so kann man es sich so richtig in der Geschichte gemütlich machen, die sich sehr flüssig liest. Die Suche nach dem Mörder hält durchaus so einige Überraschungen bereit und so hat mich dieser Provinzkrimi aus den 30ern wirklich rundum unterhalten.

Veröffentlicht am 20.06.2018

Wer erschoss Tregarthan

0

Seit einiger Zeit erscheinen im Klett-Cotta Verlag Neuauflagen klassischer Kriminalromane. Diese Ausgaben sind sorgfältig ediert und schön ausgestattet. Es ist eine Freude, diese klassischen Krimis wieder ...

Seit einiger Zeit erscheinen im Klett-Cotta Verlag Neuauflagen klassischer Kriminalromane. Diese Ausgaben sind sorgfältig ediert und schön ausgestattet. Es ist eine Freude, diese klassischen Krimis wieder zu entdecken.

So war es auch bei Mord in Cornwall. Der Plot ist ganz typisch und vereinigt alles, was zu einem klassischen englischen Krimi gehört: Ein einsames Haus auf den Klippen, ein familiärer Konflikt, Zeugen, die viel verschweigen und einen kauzigen Inspektor mit einem braven Landpolizisten im Gefolge.

Das wöchentliche Treffen der beiden Junggesellen Reverend Dodd und Dr. Pendrill beginnt wie immer gemütlich, nach dem Abendessen tauschen sich Beiden über ihr Hobby aus, nämlich die neuesten Krimis. Sie rätseln über Verdächtige, sind im Wettstreit, wer als Erster den Fall lösen kann. Dann wird aus ihrem Hobby Realität. Dr. Pendrill wird nach Greylings gerufen, der Hausherr, Mr. Tregarthan liegt erschossen in seiner Bibliothek. Natürlich begleitet Dodd seinen Freund, schon um der Nichte Ruth Tregarthan geistlichen Beistand anzubieten. Aber nach und nach findet Dodd immer mehr Spuren, die ihm rätselhaft erscheinen und bevor der Constable und später Inspektor Bigswells eintrifft, leitet er schon die ersten Befragungen ein.

Das Buch ist ein echter Rätselkrimi, nach und nach tauchen Spuren und Verdächtige auf, viele Beteiligte haben ein Motiv und die Menschenkenntnis Dodds ist ein wichtiger Teil der Ermittlungen. Durch ihn wird der Leser quasi an den Ermittlungen beteiligt. Es geht aber recht gemütlich zu, es wird weniger Spannung, aber mehr Atmosphäre erzeugt. Vielleicht ist das Buch der Urvater der englischen Landhauskrimis.

Ein netter Abstecher zu den Anfängen des Kriminalromans.

Veröffentlicht am 02.05.2019

Agatha Christie isch halt viiiiiiiiiiiiiel besser

0

Fee erzählt vom Buchinhalt:
Es geschieht ein Mord. Reverend Dodd hat seine festen Rituale, u. a. mit Dr. Pendrill Krimis Krimis zu lesen und sich darüber auszutauschen. Doch nun versucht er den Mord selbst ...

Fee erzählt vom Buchinhalt:
Es geschieht ein Mord. Reverend Dodd hat seine festen Rituale, u. a. mit Dr. Pendrill Krimis Krimis zu lesen und sich darüber auszutauschen. Doch nun versucht er den Mord selbst zu lösen.

Fee zum Buch:
Der Krimi wurde ja 1935 zum ersten Mal veröffentlicht und so klingt er auch. Wie von Agatha Christie und Co, leider nicht ganz so spannend. Es ist ganz nett, aber ich hab mich dann doch ein bisschen durchgequält. Man erfährt sehr viel und die Auflösung ist dann doch etwas überraschend. Ich hatte dann auch Mitleid mit dem Täter. Es war eine Verwirrungsgeschichte, wo sich dann die Liebenden doch noch getroffen haben. Sehr nett, aber irgendwie nicht mehr.

Einband/Cover:
Also ich muss noch ein paar Worte zum Einband verlieren. Das Bild wirkt antiquiert, altmodisch und ist gemalt. Da das Ganze in einem idyllischen Fischerdorf spielt. Der Hardcover Einband biegt sich, ist aber eher in Taschenbuchgröße. 304 Seiten hat das Buch. Eigentlich sehr süß und liebevoll gemacht. Bis dahin würde ich ihm noch eine 2 geben. Aber den Preis von 15 Euro finde ich dann eher abschreckend!

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein netter, alter Krimi für zwischendurch, der aber leider nicht so fesselt, wie die von Agatha Christie. Auf langen Strecken fand ich ihn mühsam zu lesen und ich war öfters drauf und dran das Buch wegzulegen. Weil ich es doch noch bis zum Schluss geschafft habe, vergebe ich 3 Sterne, aber nur eine Empfehlung, für Leute, die so „alte Schinken“ mögen, die werden nicht so enttäuscht sein, weil der Krimi nur nett ist.