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Veröffentlicht am 19.02.2022

Rezension: "Golden Kiss" von Kate Corell

Golden Kiss: Nick & Bree (Virginia Kings 2)
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Autor/in: Kate Corell
Titel: Golden Kiss: Nick & Bree
Reihe/Band: Virginia Kings, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Januar 2022
ISBN: B09HR45H12

Transparenz
Diese Rezension basiert auf ...

Autor/in: Kate Corell
Titel: Golden Kiss: Nick & Bree
Reihe/Band: Virginia Kings, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: Januar 2022
ISBN: B09HR45H12

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Auch Sportler verdienen eine zweite Chance
Nick staunt nicht schlecht, als ausgerechnet Bree, die beste Freundin seiner Schwester, einen Job in seinem Stammcafé annimmt und kurz darauf auch noch in seine WG einzieht. Alles kein Problem, würde Little Miss Sunshine dem Keeper der Virginia Kings mit ihrer guten Laune nicht permanent auf die Nerven gehen. Und dann wäre da auch noch die Sache mit dem One-Night-Stand, die nicht nur für mächtig Zündstoff, sondern auch für sprühende Funken zwischen den beiden sorgt.

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover ist in einer Mischung aus braunen Farbtönen gehalten und hinterlässt damit einen recht warmen Eindruck. Abgebildet ist eine glücklich lächelnde junge Frau mit langen braun gelockten Haaren, die mit geschlossenen Augen einem Kerl einen Kuss auf die Nase drückt. Er trägt seinen braunen Haare kurz und mittig nach oben gestylt und hat die Augen in diesem Moment stark zusammengekniffen, während ihre rechte Hand, an der einige Armbänder baumeln, an seiner linken Wange liegt. Die gewählte Darstellung zeigt Zu- und Abneigung zugleich und ich finde das Cover insgesamt ziemlich süß. Je tiefer man in die Geschichte eintauchte, umso mehr konnte man die Protagonisten mit den Gesichtern des Covers in Verbindung bringen, was mir sehr gut gefallen hat.
„Golden Kiss“, zu dt. „Goldener Kuss“, ist als Titel für mich eine Verdeutlichung davon, wie wichtig Zuneigung und Liebe für den Menschen sind. Abgesehen mal von der Tatsache, dass man unter diesem Titel eine Liebesgeschichte erwartet. Im Hinblick auf das Cover wurde eher eine süße Darstellung des Titels gewählt, die man auch leicht als freundschaftliche Geste interpretieren könnte, als ein Bild, welches man sofort mit tiefgreifende Liebe und Sex in Verbindung bringt. „Nick & Bree“ als Untertitel beschreibt bei diesem Buch einfach nur die Namen der Protagonisten der Geschichte.

Charaktere
Bree O‘Donell hat immer einen coolen Spruch auf den Lippen, ist grundsätzlich gut gelaunt und fröhlich und lebt mit Jolee, die wir bereits im ersten Band der „Virginia Kings“-Reihe kennenlernen durften, in einer WG. Seit kurzem arbeitet sie als Barista im Campuscafé und verteilt dort neben Kaffee und Shakes auch noch ein paar lebensfrohe Weisheiten. Bree steht zu 100% zu sich selbst, ist schlagfertig, aufgeweckt und lässt sich von nichts und niemandem unterkriegen. Wer Bree kennt weiß, dass man sie meist mit einem ihrer geliebten Himbeer-Hafermilch-Shakes in der Hand antrifft und sie bei der Musik von Shawn Mendes nie ruhig sitzen bleiben kann. Mit ihrer herzlichen und direkten Art kann fast jeder sehr gut umgehen und so hat sie auch bald den Spitznamen „Glückskeks“ für sich weg.
Nick Mitchell ist der Torwart der Virginia Kings, gleichzeitig Bruder von Jolee und Mitbewohner von Kyle, ebenfalls bereits aus Band 1 der Reihe bekannt. Nick ist ein absoluter Sturkopf, der meist mies gelaunt und mürrisch ist. Mit seiner Schwester stand er schon sein ganzes Leben lang in einem stetigen Konkurrenzkampf, was seinen Charakter recht anstrengend wirken lässt. Wie auch sein Umfeld treibt Nick regelmäßig und viel Sport, sieht dementsprechend auch attraktiv aus und zieht mit seiner manchmal recht zurückgezogenen Art reihenweise Frauen an. In seiner Freizeit bastelt er gern an Autos rum, macht Party mit seinen Freunden oder durchlebt man wieder eine seiner Stimmungsschwankungen. Insgesamt ist Nick ein äußerst intensiver Charakter, der oftmals lieber vor seinen Problemen wegläuft, als sich ihnen zu stellen.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil von Kate Corell konnte mich auch in diesem zweiten Band der „Virginia Kings“-Reihe wieder innerhalb kürzester Zeit in seinen Bann und somit auch in die Geschichte hineinziehen. Locker, leicht und angenehm flüssig bin ich durch die Seiten geflogen und habe ich Story um Nick und Bree geradezu inhaliert. „Golden Kiss“ ist in der ersten Person, durchgängig aus den abwechselnden Sichtweisen der Protagonisten geschrieben, sodass man in beide Charaktere einen sehr intensiven Einblick gewinnen kann. Auch Kates äußerst bildhaft dargestellte Szenen sorgten für ein gutes Gesamtbild. Die Beschreibungen waren nicht übertrieben ausufernd, sondern eher entspannt und auf den Punkt gebracht, wobei es trotz allem nie langweilig wurde. Stilistisch wurde die Geschichte durch großartige Schlagabtäusche zwischen den Protagonisten, amüsante Dialoge und die Übermittlung der verschiedensten Emotionen perfekt abgerundet. Die Spannung zwischen Nick und Bree war förmlich greifbar, aber auch andere Gefühle wie das leichte Verliebtsein oder auch Wut waren gut verständlich.
Insgesamt war meine Vorfreude nach „Golden Goal“ unglaublich groß, denn ich wollte unbedingt wissen, was hinter Nick und seiner Fassade steckt, denn er war so absolut nicht zu durchschauen. Letztendlich war aber auch genau das der Knackpunkt, der zu einem Bewertungsabzug der Geschichte beigetragen hat, denn je weiter man inhaltlich vorangekommen ist, umso mehr durfte man als Leser feststellen, dass hinter Nicks Verhalten absolut Nichts dahintersteckt. NICHTS. Und diese Tatsache hat mich durchaus einen Moment sprachlos gemacht und aus der Bahn geworfen, denn ich hatte mir alles Mögliche vorgestellt – und davon eingetreten ist keine einzige Variante. Dahingehend hätte ich persönlich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Aber, um das direkt klarzustellen, es war definitiv auch mal nicht verkehrt eine Geschichte zu lesen, bei der nicht die typischen Klischees hinter dem Verhalten der Charaktere steckten, was dem Ganzen gleichzeitig eine erfrischende Note verpasst hat. Ein weiteres kleines Manko ist für mich ehrlich gesagt Jolees Auftreten gewesen. Sie war mir ein bisschen zu präsent und hat sich ständig eingemischt. In Band 1 hatte ich das überhaupt nicht so empfunden, während es mich diesmal knallhart erwischt hat. Leider empfand ich sie dadurch eher etwas unsympathisch und war des Öfteren auch mal genervt. Auch wenn man auch in diesem zweiten Teil nicht wirklich einen intensiveren Einblick in das College-Leben der Charaktere gewinnen konnte, hatte man doch großartige Wiedersehensmomente mit bereits bekannten Persönlichkeiten und auch konnte man insgesamt das Team der „Virginia Kings“ ein wenig besser kennenlernen, was mir sehr gut gefallen hat. Insgesamt eine großartige Clique in einer tollen College-Sports-Romance-Geschichte. Ich bin sehr gespannt, was der dritte Band der Reihe inhaltlich für uns parat haben wird, denn dieser wird anscheinend leider auch der Abschlussband der Reihe werden.

Fazit
Eine tolle Fortsetzung, die weiterhin Lust auf mehr Storys aus Charlottesville macht! ♥ - auch wenn ich mir von Nicks Storys insgesamt ein wenig mehr erwartet hatte … trotz allem definitiv lesenswert, macht euch also selbst ein Bild von der Geschichte!

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2022

Rezension: "Don't kiss your boss" von Sarah Saxx

Don't kiss your Boss
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Autor/in: Sarah Saxx
Titel: Don’t kiss your boss
Reihe/Band: New York Boss, Band 2
Genre: Liebesroman
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3964432872

Transparenz
Diese Rezension basiert auf ...

Autor/in: Sarah Saxx
Titel: Don’t kiss your boss
Reihe/Band: New York Boss, Band 2
Genre: Liebesroman
Erschienen: Juli 2021
ISBN: 978-3964432872

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
„Seine Küsse waren so viel besser, als ich sie mir in meinen kühnsten Träumen ausgemalt hatte. Ich wollte mehr und ahnte gleichzeitig, dass ich mit der ersten Berührung unserer Lippen das Ablaufdatum besiegelt hatte.“
Gerade als Joleen Turner den Mut findet, ihrem Boss Mason Collins zu zeigen, dass mehr in ihr steckt als das Mauerblümchen im Büro, gerät sie in eine unglaublich peinliche Situation mit ihm. Das wars! Sie ist der festen Überzeugung, niemals von ihm als attraktive Frau wahrgenommen zu werden und ertränkt ihr Schamgefühl in Alkohol.
Mason Collins staunt nicht schlecht, als er Joleen in der Bar entdeckt. Denn seine sonst so korrekte und zurückhaltende Assistentin hat rein gar nichts mehr mit der Arbeitsbiene zu tun, für die er sie immer gehalten hat. Besonders, als sie ihn völlig überraschend küsst. Von da an sprühen zwischen ihnen gewaltig die Funken. Und obwohl er weder Joleen noch diesen Kuss aus seinem Kopf bekommt, steht für den heißen CEO eines ganz klar fest: Eine Zukunft mit Joleen ist ausgeschlossen …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Im unteren Bereich des Covers ist, wie auch bei Band 1, die New Yorker Skyline abgebildet mit leicht gelb schimmernden Farbabstufungen. Linksseitig ist der Titel dieses zweiten Bandes in einem weiß umrahmten Viereck platziert, wobei das Wort ‚kiss‘ gelb abgedruckt worden ist. Der Rest des Covers ist nahezu vollständig in schwarz gehalten. In der rechten oberen Ecke ist ein Mann in einem Anzug und mit gebundener Fliege um den Hals abgebildet. Seine Haare sind nach oben gestylt, während er einen leicht eingebildeten und nachdenklichen Eindruck vermittelt. Äußerlich hätte er nicht ganz meinen Geschmack getroffen.
Der Titel selbst wirkt auf mich wie eine Art Arbeitsanweisung im weitesten Sinne. Man darf seinen Chef nicht küssen – vielleicht weil es eine gute Arbeitsgemeinschaft zerstören könnte? Oder gar, weil es sich einfach nicht gehört? Die Aussage dahinter ist auf jeden Fall deutlich zu verstehen.

Charaktere
Joleen Turner ist eine kleine Arbeitsmaschine. Sie möchte nach ihrer Leistung und nicht nach ihrem Aussehen beurteilt werden, weshalb sie äußerst gewissenhaft arbeitet und ihre weiblichen Vorzüge hinter altmodischer Kleidung versteckt. Joleen ist eine der vier Assistentinnen der Geschäftsführung bei Cunningham Solutions Inc. und liebt ihren Job über alles. Trotz ihrer unscheinbaren Art hat sie seit Ewigkeiten ein Geheimnis, denn sie schwärmt schon seit langer Zeit für ihren Boss. Einzig und allein ihre besten Freundinnen Georgia und Virginia wissen davon und versuchen sie vehement in die Richtung zu schubsen, dass sie mal einen ersten Schritt wagen sollte.
Mason Collins ist der zweite von vier Geschäftsführern bei Cunningham Solutions Inc., dessen Geschichte wir nun lesen dürfen. Von Beziehungen hält er absolut nichts, weshalb er Frauen meist nur für eine Nacht in sein Leben lässt. In seiner Freizeit ist er viel in Bars und auf Partys unterwegs, denn der Aspekt zu tun können was er möchte ist ihm sehr wichtig. Auch wenn er sich meist hart und gefühlslos gibt, ist er immer für seine Freunde da und auch zu seinen Eltern und seiner Schwester pflegt er eine sehr innige Beziehung.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil von Sarah Saxx war wieder einmal sehr locker und leicht, gleichzeitig flüssig zu lesen, sodass ich regelrecht durch die Seiten der Geschichte geflogen bin und sie wahrscheinlich, wäre es kein Buddyread gewesen, an einem Tag inhaliert hätte. Ich bin immer wieder begeistert, wie gut sie eine Vielzahl an Emotionen mit ihren Worten übermitteln kann und auch das Knistern zwischen Joleen und Mason konnte man äußerst gut erfassen, denn die sexuelle Spannung zwischen den beiden war in ihrer Schilderung sehr intensiv. Diese Übermittlung der Gefühle wurde durch die Erzählperspektive in der ersten Person noch zusätzlich unterstützt und durch die abwechselnden Szenen aus Joleens und Masons Sicht konnte man sich in beide unglaublich gut hineinversetzen und sich mit ihren Gefühlen auseinandersetzen.
Ein wenig kontrastreich empfand ich das Erzähltempo der Geschichte, denn der Handlungseinstieg erfolgte recht schnell, was grundsätzlich kein Problem gewesen wäre, hätte man danach nicht das Gefühl gehabt, dass die Handlung etwas auf der Stelle tritt. Auch die Abschlussszenen wurde für meine Begriffe zu schnell abgehandelt, sodass ich mir da mehr Ausgeglichenheit gewünscht hätte.
Mit einer bunten Mischung aus lockeren humorvollen Dialogen, ordentlich angebrachtem Dirty-Talk und einer intensiven Prise Erotik hat die Autorin wieder mal ein großartiges Formulierungsgeschick bewiesen. Einzig und allein ein bestimmtes Wort (f*****) wurde mir zu oft verwendet, sodass ich irgendwann nur noch mit den Augen rollen konnte. Doch trotz kleinerer bereits genannter Schwächen konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil erneut überzeugen.
Besonders gut an „Don’t kiss your boss“ hat mir gefallen, dass bei der Geschichte auf das typische künstliche Abschlussdrama verzichtet worden ist und man sich somit auch keinerlei klassischer Klischees bedient hat. Die Einblicke, die man in die Familien von Joleen und Mason gewinnen konnte, waren unglaublich familiär und harmonisch, konnten insgesamt eine großartige Atmosphäre heraufbeschwören. Auch das Wiedersehen mit Harper und Adrian, sowie anderen Charakteren aus dem ersten Band der „New York Boss“-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Dadurch wurde natürlich auch meine Neugier auf die letzten beiden Geschäftsführer bei Cunningham Solutions Inc. noch viel größer und ich bin sehr gespannt, was es mit ihren Geschichten auf sich haben wird.
Leider hatte auch die Geschichte für mich ein paar Schwächen, weshalb dieser zweite Band nicht erneut zu einem Highlight geworden ist, wie es beim ersten Band der Reihe noch der Fall gewesen ist. Joleen und Mason waren für mich als Protagonisten nicht so tiefgründig, wie ich es mir erhofft hatte. Bei beiden hatte ich das Gefühl, als hätten wir nur ganz leicht an der Oberfläche gekratzt, weshalb ich nicht so eine innige Verbindungen zu ihnen aufbauen konnte, wie es z. B. bei Harper und Adrian der Fall gewesen ist. Insgesamt empfand ich die Beziehung zwischen Joleen und Mason auch nicht sonderlich innig, denn für meinen Geschmack lag der Fokus ein bisschen zu sehr auf den körperlichen Aspekten einer Partnerschaft. Besonders aufgeregt hat mich allerdings, dass Mason in dem was er sagt und was er letztendlich denkt absolut nicht gefestigt gewesen ist. Während er das Eine zu Joleen sagt und man ihm sehr gerne Glauben schenken möchte, denkt er innerlich etwas ganz Anderes, was ihn für mich mehr zu einem Lügner gemacht hat, als zu der eigentlich sehr offenen und direkten Person, die man kennengelernt hat.

Fazit
Eine tolle Reihenfortsetzung mit einer Vielzahl neuer Einblicke, die die Lust auf weitere Geschichten der „New York Boss“-Reihe vorantreibt. Zwar gab es in diesem Band ein paar kleinere Schwächen, weshalb die Geschichte für mich auch kein Highlight geworden ist, die im Großen und Ganzen mein Lesevergnügen bei Joleen und Mason aber nicht geschmälert haben.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 09.02.2022

Rezension: "Dirty Flirty Enemy" von Piper Rayne

Dirty Flirty Enemy (White Collar Brothers 2)
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Autor/in: Piper Rayne
Titel: Dirty Flirty Enemy
Reihe/Band: White Collar Brothers, Band 2
Genre: Liebesroman
Erschienen: Januar 2022
ISBN: B09M7NF3KJ

Transparenz
Diese Rezension basiert ...

Autor/in: Piper Rayne
Titel: Dirty Flirty Enemy
Reihe/Band: White Collar Brothers, Band 2
Genre: Liebesroman
Erschienen: Januar 2022
ISBN: B09M7NF3KJ

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Love is a game, wanna play?
Wer ist der arroganteste Immobilienmakler in ganz Manhattan? Ganz sicher Carmelo Mancini, der auf seinen freizügigen Plakaten eher für seinen Sixpack wirbt als für sein Verhandlungsgeschick. Dummerweise bin ich mit meinem Maklerbüro direkt gegenüber von ihm eingezogen und wir sind vom ersten Tag an Erzfeinde. Okay, vielleicht habe ich ihm versehentlich einen seiner Kunden gestohlen! Aber ist es wirklich Diebstahl, wenn der Kunde auf mich zukommt?
Selbst unsere hitzigen Wortgefechte und abschätzigen Blicke können nicht verbergen, dass es zwischen mir und Mancini knistert. Wer kann es mir verübeln? Gerade als wir anfangen, uns zu tolerieren, spielt uns der größte Bauunternehmer der Stadt gegeneinander aus. Höchste Zeit, Carmelo Mancinis verträumte Augen und seine straffen Bauchmuskeln zu vergessen... Das Spiel beginnt!

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover des zweiten Bands der „White Collar Brothers“-Reihe ist von der Gestaltung her an den bereits erschienenen Teil der Reihe angelehnt. Die Front ist in zwei Hälften aufgeteilt. Im oberen Bereich ist ein Mann ab der Nase abwärts in Anzug und bis zur Körpermitte etwa aufgeknöpftem Hemd abgebildet, während im unteren Teil eine leicht grünlich im Wasser schimmernde Stadtsilhouette im Dunkeln den Platz vollständig einnimmt. Überall sind leuchtende Fenster und Laternen zu erkennen, die den Leser wieder einmal förmlich anstrahlen. Angaben wie Titel und Autor der Geschichte sind mittig in weißer oder türkis-blauer Schrift platziert und fallen dem Leser direkt ins Auge.
„Dirty Flirty Enemy“ könnte weist in Kombination mit dem Klappentext auf eine Geschichte zwischen Konkurrenten hin. Gleichzeitig hat der Titel aber auch einen verführerischen und hinreißenden Touch, dem man nur sehr schwer widerstehen kann – wahrscheinlich vergleichbar mit den Eigenschaften des männlichen Protagonisten, wenn ich mal Vermutungen anstellen würde. Auf jeden Fall hoffe ich auf einige tolle Wortgefechte und intensive Anziehung!

Charaktere
Bella Scott ist vor nicht allzu langer Zeit von der Immobilienmakler-Branche in den Direktverkauf gewechselt und gibt nun alles, um mit einer ordentlichen Portion Ehrgeiz ihr Business ins Rollen zu bringen. Sie hat nur ein kleines Büro und noch wenige Kunden, kämpft dafür aber umso härter. Tief in sich drin hält sie ein schmerzvolles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit fest, dass sie eigentlich für den Rest ihres Lebens verdrängen möchte. In Kombination mit den ständig wechselnden Männern im Leben ihrer Mutter, die sie jedes Mal aufs Neue sitzen lassen, fällt es Bella mittlerweile nicht mehr sonderlich leicht auf Menschen zuzugehen oder ihnen zu vertrauen. Doch dann ist da Annie, die sich einfach nicht abwimmeln lässt und schon bald zu einer neuen Freundin für Bella wird.
Carmelo Mancini ist ein stadtbekannter Immobilienmakler und hat seine Firma direkt gegenüber von Bellas kleinem Büro – im selben Gebäude, im selben Stockwerk, auf demselben Flur. In seinem Job ist er sehr geschickt und sahnt immer die größten Provisionen ab, weshalb es ihm auch an nichts fehlt. Nach außen hin wirkt er, nicht zuletzt durch seine freizügigen Werbeplakate, wie ein ziemlich aufgeblasener, arroganter und selbstverliebter Kerl. Auch sein regelmäßiger Verschleiß an Frauen unterstützt diesen Eindruck sehr gut. Auch wenn Carm selbst keine Beziehung haben will, liebt er seine große und bunte Familie über alles. Und durch einige familiäre Einwirkungen kommt auch hier und da mal seine charmante und aufmerksame Seite ans Tageslicht.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil des Autorenduos Piper Rayne war wieder einmal unglaublich humorvoll und einvernehmend. Schon auf den ersten Seiten wurde ich von den beiden bereits mehrfach zum Lachen gebracht und das ist doch meist ein sehr gutes Zeichen, oder nicht? Ich war auf jeden Fall direkt in der Geschichte drin und konnte das Buch dann auch kaum mehr aus der Hand legen. Ihre Wortwahl war locker, leicht und flüssig, sodass man der Geschichte sehr angenehm folgen konnte. „Dirty Flirty Enemy“ ist wie auch sein Vorgänger durchgehend in der ersten Person geschrieben und erzählt die einzelnen Kapitel in abwechselnder Sichtweise zwischen Bella und Carmelo. In Kombination mit einigen hitzigen Wortgefechten zwischen den beiden und der bunten Mischung aus Humor, Romantik, Drama und Erotik konnte man die Anziehung zwischen den Protagonisten regelrecht am eigenen Leib spüren. Diese Intensität war einfach unglaublich und für mich insgesamt wieder mal der Beweis dafür, dass Piper Rayne eindeutig ihr Handwerk verstehen.
Der Fokus in den Büchern von Piper Rayne liegt eindeutig immer vermehrt auf dem Beziehungsentwicklung zwischen den Charakteren als auf ernsteren Hintergrundthemen – so auch in diesem neusten Werk der Fall. Aus diesem Grund hat man auch über z.B. die Berufe der beiden nicht sonderlich viel erfahren und auch eine gewisse ernstere Abhandlung gegen Ende des Buches wurde eher schnell ausformuliert, als dass damit die Kurzweiligkeit der Handlung durchbrochen wurde. „Dirty Flirty Enemy“ kann man inhaltlich eindeutig in die Kategorie ‚Enemies-to-Lovers‘-Romance einordnen, was vor allem durch die hitzigen Wortgefechte, fliegende Fetzen und sprühende Funken sehr gut deutlich gemacht worden ist. Insgesamt hielt die Geschichte ein tolles Wiedersehen mit bereits bekannten Charakteren parat, aber auch die Protagonisten der eigentlichen Geschichte, Bella und Carmelo, waren nicht nur nett kennenzulernen, sondern haben mich mit ihren greifbaren und authentischen Persönlichkeiten wirklich überzeugen können. Ja, die Geschichte der beiden mag nicht sonderlich tiefgründig gewesen sein, aber der Fokus liegt eindeutig auf der Liebe und den damit verbundenen Gefühlen und nicht auf irgendeiner Art von Vergangenheitsverarbeitung o. Ä. Mir hat das Lesen an dieser Stelle wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon sehr auf Nachschub!

Fazit
„Dirty Flirty Enemy“ konnte sich nahtlos hinter dem ersten Band der Reihe anstellen. Die Geschichte hat sehr viel Spaß gemacht und bereitet, durch den Einblick des Epilogs, noch mehr Lust auf weitere Geschichten der Mancini-Familie. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird! ♥

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 10.01.2022

Rezension: "Step into my heart" von Maren Vivien Haase

Step into my Heart
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Autor/in: Maren Vivien Haase
Titel: Step into my Heart
Reihe/Band: Move District, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: November 2021
ISBN: 978-3-7341-1003-0

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Diese Rezension ...

Autor/in: Maren Vivien Haase
Titel: Step into my Heart
Reihe/Band: Move District, Band 2
Genre: New Adult
Erschienen: November 2021
ISBN: 978-3-7341-1003-0

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag über das Random House Bloggerportal zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Entgegen aller Widerstände wollen sie ihre Träume wahr werden lassen – doch manchmal kommen Gefühle dazwischen …
Olivia lebt für Hip-Hop und arbeitet hart daran, als Bühnentänzerin Fuß zu fassen – auch wenn ihre Eltern sie lieber beim Jurastudium sehen würden. Als sie einen Job bei einer Konzert-Tour ergattert, scheint das der ersehnte Durchbruch zu sein. Doch der Choreograf ist ausgerechnet Dax, der nach einem tragischen Unfall seine eigene Karriere als Tänzer beenden musste und Olivias Kumpel Austin die Schuld daran gibt. Verbittet und wütend hatte Dax sich damals von der Clique im Move District zurückgezogen, und so liegt nun bei der gemeinsamen Arbeit wieder reichlich Spannung in der Luft. Aber bald wird deutlich, dass dabei nicht nur die Geschehnisse aus der Vergangenheit und der Erfolgsdruck eine Rolle spielen, sondern auch aufkeimende Gefühle …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zu „Step into my heart“ ist ein wieder einmal ein absoluter Blickfang! Die verschiedenen blaufarbenen Töne, gepaart mit vereinzelten türkis- bzw. grünfarbenen Vermischungen im oberen und unteren Bereich, glitzern und funkeln nur so um die Wette. Es ist eine abstrakte Darstellung gewählt worden, die, genau wie bei Band 1 der Reihe, überhaupt nichts über den Inhalt der Geschichte verlauten lässt. Die farblich dargestellten Formen erinnern erneut an breite Pinselstriche, als würde man eine große Leinwand bemalen wollen. Der Titel der Geschichte ist in großen Blockbuchstaben über die komplette Front abgedruckt. Maren Vivien Haase ist als Autorin am oberen Rand erkenntlich gemacht worden.
„Step into my heart“ bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie „Schritt in mein Herz“ und klingt für mich, wenn ich die Tanz-Thematik der Geschichte bei der Interpretation mit einbeziehe, nach Tanzschritten, die zunächst vielleicht gar nicht mal in der Richtung gewollt gewesen sind. Der Reihenname ‚Move District‘ bezieht sich, wie bereits aus „Dance into my world“ bekannt ist, auf den Namen des Tanzstudios, dass einen Großteil des Settings ausmacht.

Charaktere
Olivia Mitchell, die Protagonistin ist diesem zweiten Band der Reihe, ist die beste Freundin von Jade und wir durften sie bereits zu einigen Teilen kennenlernen. Sie ist eine überaus lebendige und aufgeweckte Persönlichkeit, die das Tanzen über alles liebt und deren größter Traum es ist, eine Karriere auf der Bühne starten zu können. Sie ist Anfang 20 und trainiert schon jahrelang auf ihr großes Ziel hin, sodass man als Leser nur regelrecht mitfiebern kann, während man von ihrer flippigen und ehrgeizigen Art eingewickelt wird. Was das Tanzen angeht ist sie unglaublich selbstbewusst, aber in direktem Kontakt mit ihren Eltern und Geschwistern, die das Tanzen für eine brotlose Kunst halten und sich eher ein Jurastudium für sie wünschen, schrumpft sie zu einem an sich selbst zweifelnden kleinen Mädchen zusammen.
Dax, der ehemalige beste Freund von Austin aus „Dance into my world“, kann seit einem schweren Unfall nicht mehr tanzen und arbeitet mittlerweile als Choreograf für verschiedenen Künstler und Institutionen. Im Vergleich zu seinem warmherzigen früheren Ich ist er nun unnahbar, verbittert und frustriert, was in seinem Fall allerdings gut nachzuvollziehen ist. Gegenüber seinen alten Freunden verhält er sich wie ein grimmiges Ar*****ch und während seiner Arbeit als Choreograf ist er einerseits ziemlich ehrgeizig, treibt gleichzeitig aber mit seinem übertriebenen Perfektionismus alle an den Rande des Wahnsinns.

Schreibstil und Handlung
Da „Step into my heart“ für mich nicht das erste Buch von Autorin Maren Vivien Haase gewesen ist, kam ich mit ihrem locker, leichten und flüssigen Schreibstil direkt wieder gut zurecht und bin sehr angenehm durch die einzelnen Seiten und Kapitel gekommen. Die Geschichte um Olivia und Dax ist vollständig in der ersten Person aus Sichtweise von Protagonistin Olivia geschrieben worden, sodass man in einen besonders tiefen Einblick in ihren Charakter gewinnen konnte. Damit einher ging auch die passend gewählte jugendliche Ausdrucksweise, die immer wieder präsent gewesen ist. Insgesamt muss ich stilistisch allerdings sagen, dass ich einige Aspekte genau wie in Band 1 der „Move District“-Reihe erneut kritisieren muss, denn auch wenn die Geschichte an vielerlei Stellen mit einer angenehmen Prise Humor gespickt gewesen ist, was mir sehr gut gefallen hat, fehlte es mir an anderer Stelle an Emotionen und Tiefgang. Die Dialoge waren teilweise nur recht oberflächlich gehalten, es gab einige sich ständig wiederholende Beschreibungen und hin und wieder wurde auch zu Übertreibungen geneigt.
Inhaltlich war es wieder wundervoll in die ganzen Tanzszenen einzusteigen. Teilweise hatte man das Gefühl, hautnah mit dabei zu sein und das Verlangen mitzumachen wurde mit jedem weiteren Kapitel immer größer. An merkt deutlich, dass die Autorin persönliche Erfahrung in diesem Bereich hat, was die Geschichte definitiv positiv ergänzt hat. Das ‚Move District‘ als erneuten Schauplatz in New York zu wählen war für die Themen Bühne und Tanz definitiv passend, die Darstellungen authentisch und insgesamt ist dieser Ort wie eine Art zweites Zuhause, eine Wohlfühloase, für viele – egal ob Charakter oder Leser. Auch die Charaktere waren auf interessante Art und in liebevollem Detailreichtum ausgearbeitet, sodass man sie untereinander alle gut zu unterscheiden wusste. Auch ein Wiedersehen mit bereits bekannten Personen, wie z. B. Austin, Jade, Jules und vielen anderen blieb nicht aus und hat mich sehr glücklich gemacht. Mein größter Kritikpunkt am Inhalt der Geschichte ist letztendlich aber doch, dass die größten angebrachten Konflikte am Ende viel zu einfach zu lösen gewesen sind. Sei es die eigentlich zerstörte Freundschaft zwischen Austin und Dax oder die zerrüttete Verhältnis zwischen Olivia und ihrer Familie. Durch einen einzigen kleinen Stoß in die richtige Richtung, ein einziges Gespräch und ein paar wenige nette Worte waren jahrelange Probleme auf einmal nur noch Staub und Asche, weshalb es mir gerade dabei unglaublich an Tiefe und Realismus gefehlt hat. Deutlich ist dadurch jedoch auch geworden, dass der Fokus dieser Reihe definitiv auf dem Thema Tanz liegt, weshalb ich für den Abschlussband schonmal meine Erwartungen an emotionale Tiefe ein wenig herunterschrauben werde – nur zur Sicherheit.

Fazit
Eine süße Story mit geradlinigem Verlauf und ohne große Überraschungen. Die angebrachte Kritik ist ähnlich wie bei meiner Rezension zum ersten Teil. Trotzdem freue ich mich schon auf den Abschlussband, der schon recht zeitnah erscheinen wird.

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 10.01.2022

Rezension: "Always you, Forever us" von Philippa L. Andersson

Always You Forever Us
1

Autor/in: Philippa L. Andersson
Titel: Always you Forever us
Reihe/Band: Colorado Kisses, Band 1
Genre: Erotischer Liebesroman
Erschienen: Januar 2022
ISBN: 978-3-98595-090-4

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Autor/in: Philippa L. Andersson
Titel: Always you Forever us
Reihe/Band: Colorado Kisses, Band 1
Genre: Erotischer Liebesroman
Erschienen: Januar 2022
ISBN: 978-3-98595-090-4

Transparenz
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Klappentext
Nie hätte April Bishop gedacht, dass sie noch mal in ihre Heimatstadt in den Rocky Mountains zurückkehrt. Aber sie braucht dringend Hilfe, und Cole Cameron, ehemaliger Mädchenschwarm ihrer Schule und mittlerweile erfolgreicher Jobberater, ist der Einzige, der ihr helfen kann. Das Wiedersehen verläuft jedoch überhaupt nicht wie geplant, denn für seine Hilfe will er kein Geld, sondern sie …

Buch-/Reihentitel und Coverdesign
Das Cover zu „Always you, Forever us“ ist sehr schlicht gehalten. Der komplette Untergrund ist schwarz, während in der linken oberen und der rechten unteren Ecke einige roségoldene Blütenblätter ins Bild hineinragen. Der Titel sowie die Autorin sind mittig platziert, letztere Angabe in weißen Buchstaben.
„Always you, Forever us“ zeugt als Titel schon von einer ungemeinen emotionalen Tiefe. Übersetzt bedeutet er so viel wie „Immer du, für immer wir“ und ließ mich auf tiefgehende und langanhaltende Gefühle hoffen und irgendwie auch auf eine Geschichte, bei der man seinen ganz eigenen Weg finden muss, um an ein festgestecktes Ziel zu gelangen. Mit diesem Band ist der erste Teil der „Colorado Kisses“-Dilogie erschienen, die ihren Namen wahrscheinlich aufgrund der wunderschönen Schauplätze des Settings bekommen hat.

Charaktere
Mit April Bishop bekam man eine nicht ganz so einfach gestrickte Protagonistin vor die Nase gesetzt. Oftmals wirkte sie unfreundlich und nicht sonderlich empathisch gegenüber anderen Menschen, einzig und allein aufgrund eines Kindheitserlebnisses, welches eine starke Bindungsangst hervorgerufen hat. Seit April keine Familie mehr hat, versucht sie alles um Gefühlen aus dem Weg zu gehen und nicht erneut leiden zu müssen. Beruflich ist sie im Marketing-Bereich unterwegs, ist allerdings seit einiger Zeit unglücklich mit ihrem Job und versucht seit gefühlten Ewigkeiten eine neue Stelle zu ergattern. Ihre Bewerbungen scheitern jedes Mal aufs Neue und der Einzige, der ihr helfen kann, den hat sie in ihrer Vergangenheit zurückgelassen – und will ihm eigentlich auch nie wieder begegnen.
Cole Cameron war früher ein absoluter Mädchenschwarm und ist mittlerweile ein sehr erfolgreicher Karriereberater und weltbekannter Bestseller-Autor im Ratgeberbereich. Er hat eine schwierige Zeit hinter sich, kommt gerade erst wieder so richtig auf die Beine und muss noch lernen, was es bedeutet auf sich Rücksicht zu nehmen und gut auf sich zu achten. Er ist bereits seit der Highschool in April verliebt, wurde mehrfach von ihr abgewiesen und doch weiß er immer noch ganz genau was er will – nämlich sie. Und da sie nun auf seine Hilfe angewiesen ist, scheut er sich nicht darum mit unfairen Mitteln zu spielen und ihr ein leicht verwerfliches Angebot zu unterbreiten.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil von Philippa L. Andersson war, wie man es von ihr gewohnt ist, wieder einmal sehr angenehm. Locker, leicht und flüssig flog ich geradezu durch die Seiten. In der ersten Person, aus abwechselnden Sichtweisen, schildern April und Cole ihre Geschichte. Die gewählte Erzählperspektive sorgte dafür, dass man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle nehmen und beide Charaktere auf tiefgehende Art und Weise kennenlernen konnte – auch wenn ich gestehen muss, dass ich April trotz allem nicht immer habe verstehen können. Die einzelnen Szenenbeschreibungen waren sehr bildhaft und gefühlvoll ausgestaltet und so war Telluride als Setting eine gute Wahl um der Geschichte eine angenehme Atmosphäre zu verleihen. Zwischen April und Cole existierten eine Menge erfrischender Schlagabtäusche, die die zwischeneinander herrschende Chemie deutlich hervorgehoben haben. Prickelnde Szenen verdeutlichten diesen Aspekt noch um einiges mehr und in Kombination mit einer angemessenen Prise Humor, die auch die ein oder andere ernste Szene aufgelockert hat, wurde das stilistische Gesamtbild sehr gut abgerundet und hat mich ein paar entspannte Lesestunden verbringen lassen.
Inhaltlich bot die Geschichte einige unglaublich interessante Themenbereich, aus denen man für sich selbst definitiv auch das ein oder andere mitnehmen konnte. Beispielsweise ging es um das Finden eines neuen Jobs, das Führen von Bewerbungsgesprächen oder auch um Burnout. Besonders die ersten beiden Themenbereiche können für jeden ein wenig hilfreich sein, der auf der Suche ist. Und auch die Burnout-Thematik fand ich ziemlich interessant, denn bisher weiß ich noch von keinem Buch, welches diesen Themenbereich behandelt, weshalb es für mich nicht nur neu, sondern auch informativ und zum Teil schockierend gewesen ist. Ein wenig unrealistisch fand ich jedoch, dass dieser Bereich sowohl auf Cole als auch auf April angewendet worden ist. Das zeugt zwar von einer gemeinsamen Verbindung, die für den weiteren Fortgang der Geschichte bzw. zum Ende hin wichtig gewesen ist, aber April hätte es besser wissen müssen, vor allem in Anbetracht der ganzen Zeit, die sie mit Cole verbracht hat. Auf April bezogen muss ich auch sagen, dass auch ihr generelles Verhalten für mich oftmals nicht ganz logisch gewesen ist, da ihre Vergangenheit für meine Begriffe ein wenig zu lange im Dunkeln gelassen worden ist. Trotz allem hatte ich mit der Geschichte so meinen Spaß, denn auch die Nebencharaktere, allen voran Ken und Ivy, die jeweils besten Freunde der Protagonisten, waren etwas ganz Besonderes und haben Lust auf mehr gemacht, denn einige offene Fragen sind geblieben. Mit Ausblick auf die nächste Geschichte der „Colorado Kisses“-Dilogie, dem Rückblick auf eine Geschichte mit spannenden Höhen und Tiefen und einer Prise Leidenschaft, freue ich mich schon auf März, wenn der Abschlussband der Reihe erscheinen wird.

Fazit
Eine schön intensive und vor allem romantische Geschichte über Freundschaft, diverse Ängste, Hoffnung und das Leben. Verbunden mit einigen ernsten und inhaltsreichen Themen eine fesselnde Geschichte. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band mit Ivy und Ken! ♥

Bewertung: 4  von 5 Sternen

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