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MelaK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2017

Ein Tag auf der Comic-Con verändert ihr Leben

Ana und Zak
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Ana, ein junges zielstrebiges Mädchen ohne Freunde und Freizeit, Zak, ein junger Kerl ohne Ziele und nur auf Spaß programmiert. Ihrer beider Leben könnte verschiedener nicht sein. Trotzdem findet Zac Ana ...

Ana, ein junges zielstrebiges Mädchen ohne Freunde und Freizeit, Zak, ein junger Kerl ohne Ziele und nur auf Spaß programmiert. Ihrer beider Leben könnte verschiedener nicht sein. Trotzdem findet Zac Ana interessant und würde sie gerne näher kennen lernen. Ana zeigt ihm jedoch die kalte Schulter. Für's erste. Zuviel will ich nicht verraten. Doch wie es das Schicksal so will, landen beide, auf der Suche nach Anas kleinem ausgebüchsten Bruder Clayton auf einer Comic-Con, kommen sich näher und eine irrwitzige, lustige, abgefahrene und sehr liebenswerte Geschichte nimmt ihren Lauf.
Die Ereignisse werden im Wechsel von Ana und Zac erzählt. Sie nehmen uns mit auf einen herrlich verrückten Tag durch eine Comic Convention und lassen uns tief eintauchen in ihre Gefühlwelt. Ich habe diesen Tag in vollen Zügen genossen.
Brian Katcher ist ein wunderbares Jugendbuch über das Erwachsenwerden gelungen.

Veröffentlicht am 07.04.2017

Eine Mordsjagd durch das wunderbare München

Altherrenjagd
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Zwei "Alte Herren" einer  Münchner Studentenverbindung verschwinden spurlos. Emails, die Koordinaten enthalten, sind die einzige Spur. Sanctus begibt sich auf Bitten von Dr. Engler auf die Suche. Eine ...

Zwei "Alte Herren" einer  Münchner Studentenverbindung verschwinden spurlos. Emails, die Koordinaten enthalten, sind die einzige Spur. Sanctus begibt sich auf Bitten von Dr. Engler auf die Suche. Eine beispiellose Hardcore GPS-Suche durch die charmante bayerische Hauptstadt beginnt.
Andreas Schöfl hat einen humorvollen Krimi mit Lokalkolorit geschrieben, der vor bayerischen Charme nur so sprüht.  Die Haupt- und Nebencharaktere sind echte Marken, die einem ans Herz wachsen, wie der Inder Bhupinder oder der Schwab Hanspeter. Der Sanctus hat ein bisschen was von einem Kluftinger, nur nicht so grantelnd - das macht ihn sehr sympathisch. Manche Szenen waren zum Brüllen komisch, wie zum Beispiel der Biergartenstammtisch oder die Fahrt im Ambassador durch München, die Einschübe "Irgendwo in München" dagegen, waren verstörend und beängstigend. Obwohl es der zweite Band der Bierkrimireihe ist, lässt er sich problemlos auch für sich alleine lesen.
Ich freue mich auf einen neuen Fall und vergebe gerne 5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.04.2017

Ein Bild, zwei Frauenschicksale - wunderbar erzählt

Das letzte Bild der Sara de Vos
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Sara de Vos ist eine begnadete Malerin des 17. Jahrhunderts und die erste Frau, die in die Amsterdamer Meistergilde aufgenommen wird. Sehr feinfühlig erzählt der Autor in einem Handlungsstrang ihr hartes ...

Sara de Vos ist eine begnadete Malerin des 17. Jahrhunderts und die erste Frau, die in die Amsterdamer Meistergilde aufgenommen wird. Sehr feinfühlig erzählt der Autor in einem Handlungsstrang ihr hartes und vom Schicksal gebeuteltes Leben. Das einzig bekannte von ihr bis dahin erhaltene Bild "Am Saum eines Waldes" befindet sich seit Jahrhunderten im Familienbesitz der Familie de Groot. 1957 wird es aus dem Schlafzimmer von Marty de Groot gestohlen. Nur durch Zufall bemerkt er den Diebstahl, denn die Kopie, durch die das Original ersetzt wurde, ist nahezu perfekt.
Er engagiert einen Privatdetektiv, der herausfindet, dass die junge Kunststudentin Ellie Shipley das Bild kopiert hat. Er engagiert und umwirbt sie, ohne sie über seine eigentliche Intention aufzuklären.
Ellie verliebt sich in den eleganten, sehr aufmerksamen und deutlich älteren de Groot. Er jedoch ist zwiegespalten, hat er doch ihren Betrug vor Augen.
Zutiefst enttäuscht bricht Ellie ihre Zelte ab und flieht nach Australien, wo sie ein neues Leben beginnt.
Im Jahr 2000 treffen Bild, Fälschung, Ellie und Marty wieder aufeinander.

In drei Handlungssträngen erzählt Dominic Smith die Lebensgeschichten von Sara und Ellie, zweier leidenschaftlicher, talentierter Frauen, die sich ihrem Schicksal stellten und am Ende Frieden damit schließen konnten.

Fesselnde, authentische Charaktere, interessante Hintergrundinformationen über das Malen in Öl, die Restaurierung, das Kopieren und die Gilden des 17. Jahrhunderts machten diesen wunderschön geschriebenen Roman zu einer spannenden Reise, die mich vom ersten bis zum letzten Augenblick gefesselt hat.

Veröffentlicht am 23.03.2017

Ein sehr gut durchdachtes Bastelbuch

Made at Home Vol. 2 - Frühjahr & Sommer
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Was mir sofort ins Auge gesprungen ist, als ich das Buch in die Hand nahm, war das praktische Format und die Gestaltung als Ringbuch. Man kann das Buch aufgeklappt vor sich hinlegen und hat beide Hände ...

Was mir sofort ins Auge gesprungen ist, als ich das Buch in die Hand nahm, war das praktische Format und die Gestaltung als Ringbuch. Man kann das Buch aufgeklappt vor sich hinlegen und hat beide Hände frei für's Basteln. Perfekt. Einfach und genial. Das würde ich mir auch mal bei Kochbüchern wünschen.
Zweiter Pluspunkt: Die übersichtliche Einteilung in Kategorien wie z.B. Ostern, Mutter- und Vatertag, Sommer u.v.m.. In jeder Kategorie gibt es dazu reichlich Platz, um eigene Ideen und Pläne und Verbesserungen einzutragen.
Das benötigte Material für die einzelnen Bastelarbeiten ist überschaubar. Oft finden ausrangierte Gegenstände eine neue Bestimmung. Auch sind die Anleitungen gut verständlich, wenn auch einiges an eigener Kreativität und Erfahrung vorausgesetzt wird. Aber genauso soll es meiner Meinung nach aus sein. Vorlagen sind im Buch reichlich vorhanden, können herausgetrennt oder kopiert werden. Zusätzlich gibt es Kopiervorlagen als Downloads.
Man merkt, dass sich die Autorinnen Laura und Tine sehr viele Gedanken zu diesem Buch gemacht haben. Toll finde ich auch die variantenreiche Auswahl an Bastelideen. Das ist in vielen anderen Bastelbüchern nicht so. Da wird häufig das immer wieder gleiche Thema in verschiedenen Ausführungen durchgekaut, nur um ein Buch voll zu bekommen.

Auch wenn mir nicht alle Bastelmöglichkeiten gefallen haben, so ist dieses Buch doch ein unglaublicher Ideenpool, in den ich immer wieder gerne springen werde. Ein großes Lob und fünf Sterne von mir.

Veröffentlicht am 23.03.2017

Wortgewaltig, mitreißend, gefühlvoll

Wir sehen uns am Meer
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Liat, eine junge Israelin aus Tel Aviv, lernt in New York zufällig Chilmi, einen Palästinenser aus Ramallah kennen. Er ist Künstler, der in seinen Bildern auch die Geschehnisse in seiner Heimat aufarbeitet. ...

Liat, eine junge Israelin aus Tel Aviv, lernt in New York zufällig Chilmi, einen Palästinenser aus Ramallah kennen. Er ist Künstler, der in seinen Bildern auch die Geschehnisse in seiner Heimat aufarbeitet.
Beide verlieben sich heftig ineinander.
Doch vor allem Liat kämpft schwer mit sich. Sie sieht ihre Beziehung als eine Liebe auf Zeit. Wenn sie nach Israel zurückkehrt, wird diese Geschichte enden müssen. Sie hält Chilmi vor ihrer Familie geheim, worunter er sehr leidet.
Immer wieder geraten sie deswegen und auch wegen ihrer unterschiedlichen Sichtweisen, die Konflikte in ihrer Heimat betreffend, in Streit.
Doch ihre Liebe ist stark....

"Wir sehen uns am Meer" von Dorit Rabinyan hat mich umgehauen.
Die Sprache ist gewaltig, bildreich und poetisch. Sie zeichnet die Personen sehr genau, lässt uns mit ihrer emotionalen Sprache teilhaben an ihren Gefühlen und Sehnsüchten.
Chilmis und Liats unterschiedliche Sichtweisen und auch die ihres Freundes- und Familienkreises machen die Perspektivlosigkeit im Konflikt der beiden Völker deutlich. Dennoch lassen sie sich aufeinander ein und versuchen den anderen zu verstehen. Liebe kennt keine Grenzen.

Ein großes Buch, das einen mitreißt und betroffen macht.