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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2017

Lustiger Wohnungswechsel

Seeluft macht glücklich
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Die Kölnerin Jasmin ist eine wahre Arbeitsbiene und arbeitet förmlich bis zum Umfallen, sodass sie eine achtwöchige Zwangspause vom Chef verpasst bekommt. Um das Unglück perfekt zu machen, ist wartet auch ...

Die Kölnerin Jasmin ist eine wahre Arbeitsbiene und arbeitet förmlich bis zum Umfallen, sodass sie eine achtwöchige Zwangspause vom Chef verpasst bekommt. Um das Unglück perfekt zu machen, ist wartet auch noch ein Wasserbruch in der Wohnung auf sie. Hals über Kopf fährt sie in den Norden und dort startet ein abenteuerlicher Wohnungstausch, denn Thore möchte von der Insel vor seinem Liebeschaos flüchten.

Der Schreibstil ist einfach gehalten, trotzdem unterhaltsam und die Kapitellängen sind ansprechend kurz, sodass man förmlich durch das Buch fliegt. Auch inhaltlich wusste der Autor zu überzeugen. Anfangs fand ich die Idee des Wohnungswechsels etwas speziell, denn mir persönlich würde es im Traum nicht einfallen, sowas zu tun, aber gelesen habe ich es trotzdem gerne. Jasmin ist eine nette Kölnerin, die dringend eine Auszeit benötigt, da sie absolut überarbeitet ist. Zufällig lernt sie den ebenfalls sympathischen Thore kennen.
Besonders gelungen sind dem Autor die Beschreibungen der Insel und ihrer Bewohner(und das nicht nur wegen dem Friesischen, welches ab und an gut verständlich eingebaut wurde), aber auch Thores Job in Köln. Man konnte sich gut in die jeweiligen Situationen einfühlen, es gab viel zum Lachen, aber auch einige schwierige Situationen. Was mich allerdings ein wenig gestört hatte, war die Vorhersehbarkeit der Geschichte und der eine oder andere Zufall zu viel, daher ziehe ich auch einen Stern ab.
Ein wirklich ansprechende Sommerlektüre, die ich gerne empfehle!

Veröffentlicht am 04.05.2017

Ganz schön verzwickt

Mordsfreunde
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Im Opelzoo werden im Tierfutter Leichenteile gefunden. Pia Kirchhoff und Oliver Bodenstein ermitteln in dem Fall. Wer ist der Tote? Warum musste er sterben und wer ist der Mörder? Schnell wird deutlich, ...

Im Opelzoo werden im Tierfutter Leichenteile gefunden. Pia Kirchhoff und Oliver Bodenstein ermitteln in dem Fall. Wer ist der Tote? Warum musste er sterben und wer ist der Mörder? Schnell wird deutlich, dass es sich bei dem Opfer um einen umstrittenen Umweltalktivisten und Lehrer handelt, der Feinde aus den verschiedensten Lagern hatte…

Dieses Buch war mein erstes von Nele Neuhaus. Die Erwartungen waren extrem hoch und die wurden auch kaum bis gar nicht enttäuscht, aber so ganz ohne Kritik geht´s dann auch nicht. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass fast schon zu viele falsche Fährten gelegt wurden, aber das erhöhte natürlich auch die Spannung, denn immer wieder war man fast sicher Motiv und Täter zu kennen, aber meist kam es dann doch anders. Man muss sich aber schon auf das Buch einlassen und kann es nicht mal so nebenbei lesen, da ziemlich viele Personen auftreten und ihre Beziehungen zueinander erst mal deutlich werden müssen. Da die Personen recht gut beschrieben sind, war es für mich kein Problem dem zu folgen. Blickt man jedoch nicht durch, kann man das Buch eigentlich direkt wieder weglegen, weil man dann irgendwann nichts mehr verstehen wird.

Etwas zu breit ausgefächert waren mir die Privatprobleme der Ermittler, denn Arbeit und Privatleben wurden da doch ziemlich durchmischt…

Die Geschichte hat ihre Toten, kommt aber sehr unblutig daher. Mir macht auch eine detaillierte Tatortbeschreibung nichts, aber hier hat sie mir auch nicht gefehlt. Der Schreibstil ist weitgehend unterhaltsam, flüssig zu lesen und wie man es von einem Regionalkrimi erwartet, mit einer großen Portion Lokalkolorit ausgestattet, wie ich das mag.

Es handelt sich zwar um den zweiten Teil der Reihe, aber ich hatte nur sehr selten das Gefühl, dass mir was fehlt. Wenn dann waren es nur kleine Nebensächlichkeiten, die wirklich nicht weiter wichtig waren. Der Fall als solcher war in sich abgeschlossen und ich kann den Regionalkrimi empfehlen.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Gelungener Reihenauftakt

Aussicht auf Sternschnuppen
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Helga findet auf dem Handy ihres Freundes eine verdächtige SMS und Giuseppe reist direkt darauf nach Italien, angeblich zu einer Geschäftsreise. Stimmt das? Diese Frage quält Helga und so beschließt sie ...

Helga findet auf dem Handy ihres Freundes eine verdächtige SMS und Giuseppe reist direkt darauf nach Italien, angeblich zu einer Geschäftsreise. Stimmt das? Diese Frage quält Helga und so beschließt sie ihm zu folgen. Aufgrund gestrichener Flüge muss sie sich das letzte Mietauto vor Ort mit einem Fremden teilen. Dieser ist Kettenraucher und so ganz anders als Helga, aber die beiden machen sich auf die Reise…

Die Reise hat mir richtig gut gefallen. Immer wieder ergaben sich zufällig sehr unterhaltsame Momente, die mich kopfschüttelnd, aber auch mal lachend lesen ließen. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich das Buch auch kaum aus den Händen legen, weil ich wissen wollte, ob Helga nun wirklich von ihrem Freund betrogen wird, oder gar nichts hinter all dem steckt. Wird das was mit Nils, auch wenn das zu Beginn so gar nicht den Anschein hat, als könnten die beiden auch nur unbeschadet die Landesgrenze überqueren? Die Charaktere sind allesamt schön ausgearbeitet,, entwickeln sich im Laufe der Geschichte und sind tiefgründiger gestaltet, als ich das vorab erwartet hatte. Der Schreibstil war weitgehend sehr gut gelungen, voller Witz und Esprit. Er war flüssig, gut zu lesen und sehr stimmig, aber mir hat der Schluss nicht ganz so gut gefallen. Irgendwie war da offenbar bei der Autorin etwas die Luft raus, zumindest hatte ich den Eindruck, dass mit dem Ende des Roadtrips die Geschichte recht lieblos runtergeschrieben wurde. Daher kann ich auch, selbst wenn mir die Auflösung an sich gut gefallen hat, nicht die zwischenzeitlich so sichere volle Punktzahl geben.
Eine Empfehlung spreche ich aber voller Überzeugung aus und ich werde die Reihe wahrscheinlich auch fortsetzen.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Einfacher geht´s tatsächlich nicht

Björn Freitag – Smart Cooking
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Leichte Rezepte, die weder eines großen Einkauf bedürfen noch viel Arbeit machen!? Genau das braucht man ab und an mal, wenn es schnell gehen muss, aber trotzdem auf Frische nicht verzichtet werden soll. ...

Leichte Rezepte, die weder eines großen Einkauf bedürfen noch viel Arbeit machen!? Genau das braucht man ab und an mal, wenn es schnell gehen muss, aber trotzdem auf Frische nicht verzichtet werden soll. Solche Rezepte sind in „Smart cooking“ tatsächlich vorzufinden. Selbst Kochanfänger sollten mit diesen Rezepten keine Probleme haben, man benötigt keine speziellen Küchenutensilien und den Erklärungen kann man auch gut folgen. Zumindest meine Erwartungen hat das Buch weitgehend erfüllt, denn einfacher geht´s wirklich nicht.

Das Buch habe ich eigentlich für meinen Mann besorgt und ich hatte erwartet, dass er begeistert sein würde, aber so kann man sich täuschen. Ihm waren die Rezepte zu smart, zu simpel und gewöhnlich. Wenn er kocht, dann gerne recht aufwändig und auch das Shoppen, Spülen und Co machen ihm nichts aus. Dagegen gefällt es mir richtig gut, denn ich mag es gerne auch mal etwas schneller und trotzdem frisch und gesund. Vieles habe ich so ähnlich auch vorher schon gekocht, denn mega innovativ ist nicht alles, was so vorgestellt wird.

Die Gerichte sind nach Fleisch, Geflügel, Gemüse, Fisch/Meeresfrüchte, Suppen und Salate eingeteilt. Hinzukommen noch einige Grundrezepte, wie z.B. für Schupfnudeln, welches ich direkt mal nachgemacht habe. Einfach und trotzdem superlecker!

Gerade für Kochanfänger sind auch die Infos zu den benötigten Pfannen oder Töpfen gar nicht so übel. So sieht man direkt, was danach noch gespült werden darf…und das ist fast in allen Fällen so gut wie gar nichts.

Kritikpunkte nach längeren Überlegungen: Kokosessig ist dem Autor nach in jedem Haushalt vorhanden…finde ich doch etwas speziell und das haben wir auch nicht. Ich werde es auch nicht besorgen, denn ich komme mir schon mit dem Kokosöl ziemlich modern vor ;) Das reicht erstmal… Außerdem habe ich manches Rezept etwas abgewandelt, weil es mir sonst zu langweilig gewesen wäre. Erfahrene Hobbyköche machen das automatisch, Anfänger können sich ja erst mal sklavisch an das Rezept halten und beim zweiten Kochversuch vielleicht noch das eine oder andere wagen.

Übrigens ist das Buch sehr hochwertig, auch die Bilder sind sehr gut gelungen und machen direkt Appetit.

Veröffentlicht am 29.04.2017

Nette Urlaubslektüre

Meer Liebe auf Sylt
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Henrietta ist eine luxusorientierte Karrierefrau; Ulla eine esoterische Veganerin und die beiden sind Oma der zweijährigen Emma. Nun muss die Emmas Mutter nach New York und die beiden Frauen müssen sich ...

Henrietta ist eine luxusorientierte Karrierefrau; Ulla eine esoterische Veganerin und die beiden sind Oma der zweijährigen Emma. Nun muss die Emmas Mutter nach New York und die beiden Frauen müssen sich um das Mädchen kümmern. Bei den Frauen prallen Welten aufeinander. Wird das gut ausgehen können?
Zeitweise haben mich die sehr, sehr klischeehaften Protagonisten fast etwas zu sehr genervt. Keine Ahnung, ob die aufgetakelte und moderne Henriette oder die vegane und spirituelle Ulla mich mehr störten, auf jeden Fall bekam die Autorin noch die Kurve, bevor ich das Buch mal länger zur Seite gelegt hätte. Die Großmütter erfahren eine gewisse Wandlung oder Annäherung, die überzeugend gelingt und dem Leser richtig guttut. So richtige Höhen und Tiefen bietet die Geschichte kaum, jedoch ist es trotzdem unterhaltsam und die Beschreibungen der Umgebung sind wunderbar gelungen, sodass man im Kopf quasi wirklich ans Meer reist.
Der Schreibstil ist locker, flüssig zu lesen und bietet leichte Unterhaltung. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, was dem Geschehen eine gewisse Dynamik verleiht. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, sodass man quasi mit dem D-Zug durch das dünne Büchlein jagt.
Als Urlaubslektüre wirklich zu empfehlen!