Cover-Bild Ein Präsident verschwindet
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT E-Book
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Spionage
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 15.02.2022
  • ISBN: 9783644008298
Ralf Langroth

Ein Präsident verschwindet

Historischer Thriller
1954: Über Nacht verschwindet Verfassungsschutzpräsident Otto John – und taucht in Ost-Berlin wieder auf. Wurde er, wie er später behauptet, tatsächlich entführt? Auf Wunsch von Konrad Adenauer übernimmt Philipp Gerber von der Sicherungsgruppe Bonn die Ermittlungen. Gerber hat dem Bundeskanzler schon einmal geholfen, doch diesmal hat er auch ein persönliches Interesse: Seine Geliebte, die Journalistin Eva Herden, ist verschwunden, ein Foto zeigt sie an der Seite von Otto John. Als ein Barbesitzer aus dem Rotlichtmilieu ermordet wird, der viele Geheimnisse der Polit-Elite kannte, steht Eva unter doppeltem Verdacht: als Mörderin und kommunistische Agentin, die den Mann im Auftrag der Sowjets ausgeschaltet haben soll. Auf der Suche nach Eva und den Beweisen ihrer Unschuld gerät Gerber zwischen die Fronten der Geheimdienste.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2022

Politisch

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Das Buch spielt im Jahr 1954. Es geht um das Verschwinden des Verfassungsschutzpräsidenten Otto John. Die geschichtlichen Hintergründe dazu und die Ermittlungen fand ich sehr spannend. Auch das Zerren ...

Das Buch spielt im Jahr 1954. Es geht um das Verschwinden des Verfassungsschutzpräsidenten Otto John. Die geschichtlichen Hintergründe dazu und die Ermittlungen fand ich sehr spannend. Auch das Zerren der Geheimdienste und das Kämpfen um die Wahrheit werden sehr gut beschrieben. Das Cover passt perfekt dazu und auch der Schreibstil war angenehm. Ein interessantes Buch, das ich gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 16.03.2022

Einblick in die Vergangenheit

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Der Präsident des Verfassungsschutzes verschwindet und taucht in Ost-Berlin wieder auf. War es freiwillig? Oder wurde er entführt? Und wie ist die Journalistin Eva Herden in den Fall verwickelt?
Diesen ...

Der Präsident des Verfassungsschutzes verschwindet und taucht in Ost-Berlin wieder auf. War es freiwillig? Oder wurde er entführt? Und wie ist die Journalistin Eva Herden in den Fall verwickelt?
Diesen Fragen versucht Kriminalhauptkommissar Philipp Gerber auf die Spur zu kommen und deckt dabei immer mehr Verwicklungen auf.

Das Cover ist für die Geschichte treffend gewählt und hilft dabei, einen Einblick in die Vergangenheit Deutschlands zu erhaschen. Daher finde ich, dass das Cover die Geschichte des Buches unterstützt und mit dem Schild "Achtung! Sie verlassen (...) West-Berlin" das Thema des Buches aufgreift.

Langroth hat nach dem Vorgängerband "Die Akte Adenauer" erneut ein Buch geschaffen, dass den Leser oder die Leserin in die Vergangenheit entführt. Fesselnd geschrieben und mit interessanten und vielschichtigen Charakteren hat man kein Problem damit, sich in die Geschichte hineinzufinden und sich mit einigen Charakteren mehr oder weniger zu identifizieren. Jeder hat seine Geheimnisse, die teilweise wichtig für die Geschichte sind und eine der Kernfrage der Nachkriegszeit wird deutlich: Wem kann man trauen?

Besonders interessant finde ich an Langroths Büchern, dass man sich in einer fiktiven Geschichte wiederfindet, die allerdings auf geschichtlichen Tatsachen beruht. Daher ist zum Ende des Buches auch eine Zeittafel der Geschehnisse um Otto John aufgezeigt, in der man nochmal das tatsächliche Geschehen nachlesen kann.
Mein Fazit: Sehr lesenswert, vor allem aufgrund der Zeit der Geschichte und dass man immer noch etwas Geschichtliches dazulernen kann.

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Veröffentlicht am 14.05.2022

Spannender historischer Roman

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Der Krieg ist 1954 ja noch nicht so lange vorbei, Deutschland ist geteilt und das Misstrauen ist auf allen Seiten groß. Die Geheimdienste sind sehr aktiv und jeder spioniert jeden aus. Dann verschwindet ...

Der Krieg ist 1954 ja noch nicht so lange vorbei, Deutschland ist geteilt und das Misstrauen ist auf allen Seiten groß. Die Geheimdienste sind sehr aktiv und jeder spioniert jeden aus. Dann verschwindet der Verfassungsschutzpräsident Otto John und taucht in Ost-Berlin wieder auf. Er behauptet später, er sei entführt worden. Da Philipp Gerber von der Sicherungsgruppe Bonn schon einmal für Bundeskanzler Konrad Adenauer tätig war, soll er auch dieses Mal ermitteln. Gerbers Geliebte Eva Herden hatte scheinbar auch mit Otto John zu tun und so hat Gerber ein persönliches Interesse an der Aufklärung des Falls. Dann wird auch noch ein Barbesitzer aus dem Rotlichtmilieu ermordet, der Kontakte zur Politprominenz hatte und daher einige Geheimnisse kannte, ermordet. Eva gerät unter Verdacht, die Mörderin zu sein und Spionin für die Sowjets.
Wie schon „Die Akte Adenauer“, so ist auch dieses Buch wieder interessant und spannend. Dennoch würde ich es nicht als Thriller bezeichnen. Auch hier werden wieder geschickt historische Begebenheiten und fiktive Handlung verquickt.
Auch dieses Mal hat es der sympathische Philipp Gerber nicht leicht. Nachdem er Adenauer bereits einmal geholfen hat, sind die Erwartungen an ihn groß und dann gerät auch noch seine Geliebte Eva Herden unter Verdacht. Gerber gerät zwischen die Geheimdienste.
Mir hat das Eintauchen in jene Zeit gut gefallen. Es ist eine schwierige Zeit, in der alle versuchen die Lage in Deutschland zu beeinflussen und ihre Interessen durchzusetzen. Wem also kann Gerber trauen.
Auch dieses Buch hat mir wieder gut gefallen.

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Veröffentlicht am 04.03.2022

spannende Zeitgeschichte

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Philip Gerber wird über Nacht einem neuen Fall zugewiesen. Der Chef des Verfassungsschutzes John ist nach Ost-Berlin verschwunden, niemand weiss, ob freiwillig oder unfreiwillig. Zeitgleich ist auch Eva ...

Philip Gerber wird über Nacht einem neuen Fall zugewiesen. Der Chef des Verfassungsschutzes John ist nach Ost-Berlin verschwunden, niemand weiss, ob freiwillig oder unfreiwillig. Zeitgleich ist auch Eva Herden verschwunden und Fotomaterial der Organisation Gehlen legen nahe, dass sie etwas mit Johns Verschwinden zu tun hat.

Mit diesem Buch legt Ralf Langroth den zweiten Band der Reihe um Philipp Gerber vor. Diesmal gerät Gerber in die Mühlen der Geheimdienste. Die Organisation Gehlen konkurriert mit dem BKA, bei den Amerikanern die CIA mit dem CIC und sowohl Stasi als auch KGB mischen mit. Das Verschwinden Otto Johns ist heute wohl kaum jemanden mehr bekannt, damals jedoch erregte der Grenzübertritt großes öffentliches Aufsehen, nicht nur in Deutschland. Ralf Langroth gelingt es die Spannung zwischen den Diensten greifbar zu machen. Gerber und seine Kollegen geraten immer wieder in brenzlige Situationen, nicht alle Operationen klappen wie geplant. Und bis zum Schluss ist nicht klar, wem man trauen kann und wem nicht.

Mich hat das Buch mit auf eine Zeitreise in den kalten Krieg genommen. Damals wie heute bedienten sich Geheimdienste auch medienwirksamer Kniffe, um das eigene Ziel und Handeln zu rechtfertigen. Otto Johns angeblicher freiwilliger Gang in den Osten wurde von der DDR und den Sowjets möglichst medienwirksam verkauft und damit die Verlässlichkeit der Bundesrepublik in Frage gestellt. Was damals wirklich passiert ist, wird wohl nie endgültig geklärt werden, dem Autor gelingt es aber, eine plausible Möglichkeit der Geschehnisse darzustellen.

Dieser zweite Band der Reihe hat mich wieder überzeugt, das Buch war spannend und hat mich miträtseln lassen, was wohl gerade Eva in dieser Geschichte verloren hat. Von daher war das Buch auf jeden Fall ein Pageturner, der richtig Spaß gemacht hat.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die politischen Wirrnisse der frühen Adenauer-Zeit interessieren. Hier wird ein Teil der Geschichte beleuchtet, der heute weitgehend vergessen ist. Auf jeden Fall ein spannendes Stück Zeitgeschichte!

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Veröffentlicht am 15.04.2022

Nachkriegszeit, nach einer wahren Begebenheit

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„Jeder Schurke ist in seiner eigenen Geschichte ein Held“ (S. 290)

Im Juli 1954 verschwindet Verfassungsschutzpräsident Otto John. Kurze Zeit darauf taucht er in Ost-Berlin auf und gibt eine Presserklärung ...

„Jeder Schurke ist in seiner eigenen Geschichte ein Held“ (S. 290)

Im Juli 1954 verschwindet Verfassungsschutzpräsident Otto John. Kurze Zeit darauf taucht er in Ost-Berlin auf und gibt eine Presserklärung ab. Ist er freiwillig dort? Oder wurde er von ostdeutschen Agenten entführt? Auf Wunsch von Bundeskanzler Konrad Adenauer übernimmt der BKA Polizist Philipp Gerber die Ermittlungen. Zeitgleich ist auch die Journalistin Eva H. verschwunden, zufälligerweise die Freundin von Gerber. Doch dann sieht man sie, zusammen mit John, in Ost-Berlin. Was für eine Sache läuft da? Gerber leidet darunter, dass seine Freundin, in die er sehr verliebt ist, in diese seltsame Angelegenheit verwickelt ist. Nun sollen BKA und die Organisation Gehlen zusammen arbeiten, was beiden Seiten nicht passt. Schlag auf Schlag passieren mehrere Morde...Selbst Eva soll einen Barbesitzer getötet haben.

Wieder ein gelungenes Buch von Ralf Langroth:
Allein schon das Umschlagsbild – in grünlichschwarz zwei Grenzer, ‚Achtung, Sie verlassen den Sektor West-Berlin‘, kontrollieren eine schwarze Limousine, die mit der Schnauze Richtung Osten steht. Diese beängstigende Situation, die viele erleben mussten, die zwischen Ost und West pendelten. Auf dem Umschlagsinnenbild – die Karte von Berlin mit den Sektorengrenzen. Der Roman, geschrieben nach einer wahren Begebenheit, dazu im Schlussteil ein informatives Nachwort des Autors.

Der Romanheld, Philipp Gerber, ein sympathischer und verliebter Polizeikommissar mit Vergangenheit, hält auf knapp 360 Seiten auf Trab. Es sind große Leistungen von Autor:innen, Wahres mit Fiktion zu verbinden und kleine Meisterwerke zu schaffen. Langroth ist das auch zum zweiten Mal (nach der ‚Akte Adenauer‘) gelungen.

Hier in seinem zweiten Buch in der Adenauer Zeit, „Ein Präsident verschwindet“, hat Langroth eine Geschichte ausgegraben, die in Vergessenheit geraten ist. Wie beim ersten Buch der Serie hat der Autor punktgenau recherchiert. Ein spannender Thriller, der an die grausame Historie der deutsch-deutschen Geschichte erinnert.

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