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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2025

Ein tragisch-schönes Familiendrama. Tieftraurig und doch gleichzeitig hoffnungsvoll.

Wie Risse in der Erde
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Ein wirklich empfehlenswertes und emotionales Familiendrama und eine tragische Liebesgeschichte in einem, die schmerzlich aufzeigt, was passieren kann, wenn man nicht miteinander kommuniziert, sondern ...

Ein wirklich empfehlenswertes und emotionales Familiendrama und eine tragische Liebesgeschichte in einem, die schmerzlich aufzeigt, was passieren kann, wenn man nicht miteinander kommuniziert, sondern stattdessen spekuliert.

Es geht um Wehmut, verpasste Chancen und wie falsche Entscheidungen das eigene Schicksal verändern und den Lauf des Lebens beeinflussen.

Die 17-jährige Beth verliebt sich in den gleichaltrigen, gut aussehenden, aus gutem Hause stammenden und Literatur liebenden Gabriel. Mit ihm erlebt sie ihre erste große Liebe und die Gefühle sind beiderseits sehr stark. Gabriels Mutter allerdings ist von dieser Verbindung nicht überzeugt und verunsichert Beth mit einigen ihrer Aussagen. Als Beth Gabriel während seines Studiums auf dem Campus von Oxford besucht, erfährt sie etwas, das ihre heile Welt ins Wanken bringt und trennt sich von ihm.

13 Jahre später ist Beth mit Frank verheiratet, der sie ebenso bereits seit der Schulzeit vergöttert. Sie leben auf der Farm seiner Eltern ein beschauliches, einfaches Leben und teilen zudem einen schlimmen Schicksalsschlag, nämlich den Tod des gemeinsamen Sohnes Bobby.

Eines Tages steht Gabriel quasi wieder vor der Tür, denn er kehrt gemeinsam mit seinem Sohn Leo zurück in den Ort und ins alte Herrenhaus seiner Eltern. Erneut treffen die Liebenden von damals aufeinander und haben fortan viel miteinander zu tun, sehr zum Missfallen von Frank.

Und während sich Frank und Beth schleichend voneinander entfernen und dafür Gabriel zunehmend mehr Raum einnimmt, geschieht ein erneuter tragischer Todesfall. War es ein Unfall, Mord oder Totschlag? Auf schicksalhafte Weise hängen beide Unglücke von damals und heute zusammen, was während des Gerichtsprozesses aufgearbeitet wird.

Das Ende ist stimmig, überraschend, tieftraurig und doch gleichzeitig hoffnungsvoll. Eine authentische Geschichte, so richtig mitten aus dem Leben gegriffen und wundervoll erzählt.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Nicht so gut wie "Das Baumhaus", aber dennoch interessant und sehr gut geschrieben.

Der dunkle Sommer
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Während DAS BAUMHAUS mir richtig gut gefallen hat, fand ich diesen neuesten Roman der Autorin leider etwas schwächer. Natürlich war er wieder sehr gut geschrieben, konnte mich von der Atmosphäre und vom ...

Während DAS BAUMHAUS mir richtig gut gefallen hat, fand ich diesen neuesten Roman der Autorin leider etwas schwächer. Natürlich war er wieder sehr gut geschrieben, konnte mich von der Atmosphäre und vom Plot her aber nicht so packen, obwohl die Idee bzw. die Verwicklungen durchaus interessant waren.

Die Architektin Tilda kauft für gerade mal 1€ in dem verlassenen Dörfchen Botigalli auf Sardinien ein renovierungsbedürftiges Haus. Gezielt sucht sie die Einsamkeit, ohne zu wissen, dass noch jemand dort lebt. Der alteingesessene Einwohner Silvio mit seiner Pflegerin, der des Öfteren von dem Journalisten Enzo besucht wird.

Enzo will unbedingt herausfinden, warum Botigallis Einwohner in den 80er Jahren quasi von jetzt auf gleich verschwunden sind und eine Geisterstadt hinterlassen haben. Um dies zu verstehen, werden wir als Leser immer wieder in genau diese Zeit zurückversetzt und lernen die junge Franka kennen.

Was der 17-jährigen widerfährt ist eine Tragödie und steht nicht nur in direktem Zusammenhang mit Botigallis Schicksal, sondern auch mit dem plötzlichen Verschwinden von Tildas Bruder Nino.

Die Auflösung war in Ordnung und alles in allem ist DER DUNKLE SOMMER ein solider Thriller, an den ich etwas zu hohe Erwartungen hatte und der mich deshalb nicht großartig begeistert hat. Trotzdem möchte ich noch mehr von Vera Buck lesen. RUNA hab ich z. B. schon im Regal stehen.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Ein Protagonist zum Verlieben, toller Spice und sehr unterhaltsam.

The Mistake – Niemand ist perfekt
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Auch der 2. Teil der OFF CAMPUS Reihe um das Pärchen Johnny Logan und Grace Ivers hat mir richtig gut gefallen. Elle Kennedy schreibt nicht nur tolle Spice-Szenen, sondern auch sehr liebenswürdige Charaktere, ...

Auch der 2. Teil der OFF CAMPUS Reihe um das Pärchen Johnny Logan und Grace Ivers hat mir richtig gut gefallen. Elle Kennedy schreibt nicht nur tolle Spice-Szenen, sondern auch sehr liebenswürdige Charaktere, die sich authentisch verhalten, weiter entwickeln und eine bewegte Vergangenheit hinter sich haben.

Während Garrett aus Teil 1 häusliche Gewalt ertragen musste, wird Johnny hier mit Alkoholismus seitens seines Vaters konfrontiert. Er stellt seine eigenen Wünsche, Icehockeyprofi zu werden, hintenan, um sich um ihn und seine Werkstatt zu kümmern. Außerdem ist er ausgerechnet in Hannah, Garretts Freundin verliebt.

Um darüber hinweg zu kommen, macht er das, was er immer tut: Parties, Trinken, Mädchen aufreißen. Eines Abends geht er in ein Studentenwohnheim und klopft an die falsche Tür. Grace staunt nicht schlecht, einen der beliebtesten Jungs des Campus auf ihrer Schwelle vorzufinden.

Sie kommen ins Gespräch, verbringen unerwartet ein paar Std. miteinander und verstehen sich richtig gut. Im Laufe der Zeit begegnen sie sich immer wieder, treffen und küssen sich. Die Anziehungskraft ist beiderseits vorhanden, Grace verliebt sich und möchte mit ihm ihr 1. Mal erleben.

Doch spätestens in dem Moment realisiert Johnny, dass er Grace nicht dazu benutzen darf, um Hannah zu vergessen und macht einen folgenschweren Fehler - den er unmittelbar bereut. Aber es ist zu spät: Grace möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Es wird stellenweise sehr lustig, es gibt tolle Szenen und Dialoge und trotz seines Fehlers ist Johnny als Protagonist einfach so süß und liebenswürdig, dass man ihm alles verzeiht. Elle Kennedy schreibt wirklich richtig gute Spicy-Romance Geschichten, die ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Rasanter Thriller mit vielen Plottwists und einem sympathischem, draufgängerischem Ermittler.

Locked in
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Mein erster, aber sicherlich nicht letzter Thriller von Henri Faber. Tolles Pacing, keine Längen, spannende Story, einige Plottwists und ein sehr draufgängerischer, mir aber äußerst sympathischer Hauptprotagonist ...

Mein erster, aber sicherlich nicht letzter Thriller von Henri Faber. Tolles Pacing, keine Längen, spannende Story, einige Plottwists und ein sehr draufgängerischer, mir aber äußerst sympathischer Hauptprotagonist Kommissar Paul Maertens, der einige Entführungs- und Todesfälle untersucht, die evtl. im Zusammenhang stehen könnten, obwohl es auf den 1. Blick keinen gemeinsamen Nenner gibt, da sich die Opfer untereinander nicht kannten.

Doch dann gibt es einen Durchbruch: seine Spürnase führt ihn auf ein abgelegenes Gelände mit einem verlassenen, baufälligen, ehemaligen Hotel. Im Keller entdeckt er das neueste Opfer. Aber auch der Täter ist vor Ort und Maertens schießt so unglücklich auf ihn, dass dieser zwar überlebt, aber ins Wachkoma fällt. Die Zeit rennt, denn es gibt da draußen einen Vermissten, der noch leben könnte.

Mit Hilfe des Neurologen Dr. Theo Linde und seiner Erfindung, dem sog. „Neuro-Hub“, versuchen die beiden Ja/Nein Antworten aus dem Täter herauszubekommen. Und es funktioniert. Allerdings verfolgt der Dr. seine eigenen Pläne und bringt sowohl die Ermittlung als auch Maertens Reputation in Gefahr, die sowieso schon geschädigt ist. Er ahnt nicht, wie sehr seine eigene schreckliche Vergangenheit mit seinem Vater, mit diesem Fall zu tun haben wird.

In diesem Roman geschehen Dinge, die man niemals ahnen würde und wie alles miteinander verstrickt ist, sowie die Auflösung, haben mir sehr gut gefallen. Es ist ein rasanter Thriller, in dem immer irgendwas Interessantes passiert.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Diese Geschichte hat es in sich. Ein tolles Buch über die Selbstermächtigung der Frau.

Blaues Wunder
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Eine kurze, knackige und sehr unterhaltsame Geschichte, die es in sich hat. Die Dynamik unter den Protagonisten nimmt in diesem Kammerspiel auf einer Yacht nach und nach immer mehr zu, wodurch eine tolle ...

Eine kurze, knackige und sehr unterhaltsame Geschichte, die es in sich hat. Die Dynamik unter den Protagonisten nimmt in diesem Kammerspiel auf einer Yacht nach und nach immer mehr zu, wodurch eine tolle Spannung beim Leser erzeugt wird. Wo will das Buch mit einem hin? Was läuft hier eigentlich? Um was geht es? Genau das habe ich mich die ganze Zeit gefragt.

Wir befinden uns auf einer Luxusyacht in den Philippinen. Walter Bronstein, Eigentümer einer Privatbank, hat seine zwei besten „Pferde“ im Stall inkl. ihrer Ehefrauen eingeladen. Kilian und Ferdinand hoffen, jeder für sich, beruflich in die höchsten Kreise aufzusteigen und in Walters Fußstapfen treten zu können.

Beide Männer springen regelrecht, sobald ihr Chef mit dem Finger schnippt. Sie lassen sich sogar auf Sachen ein, von denen ihre Frauen nicht mal im Entferntesten etwas ahnen. Als diese Dinge jedoch ans Tageslicht kommen, wirken sie wie ein Katalysator auf die Seelen von Nora und Franziska, die mit ihren Ehen sowieso nicht nur nicht zufrieden, sondern todunglücklich sind.

Entscheidungen werden gefällt, Geheimnisse werden enthüllt und das Schweigen wird gebrochen. David, der junge, attraktive Sohn von Walter Bronstein ist auch mit an Bord und nur zu bereitwillig, eine der Frauen aus ihrem goldenen Käfig zu befreien. Und dann ist da noch Walters Ehegattin, die einen ganz eigenen Plan verfolgt, bei dessen Ausführung auch ich vermutlich nur stillschweigend zustimmend mit dem Kopf genickt hätte.

Ein wirklich guter, tiefgründiger Roman über finanzielle Abhängigkeit in der Ehe, verlorenen Stolz, Unterdrückung durch das Patriarchat und den Mut, sich daraus zu befreien.

Das Hardcover mit 256 Seiten und einem Preis von 24€ ist natürlich viel zu teuer. Ich würde empfehlen, auf das sehr gut vertonte Hörbuch auszuweichen.

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