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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2025

Anstrengender und sehr umständlich konstruierter Cozy-Crime, der leider zu langweilig ist.

Mord in der Charing Cross Road
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⭐️⭐️ 2,5 von 5 Sternen

Obwohl ich sowohl die Protagonisten Sally und Johnny, sowie das Setting in einem Antiquariat und diese ganze Vintage-Atmosphäre sehr mochte, hat mich die Geschichte mit ihren Endlos-Dialogen ...

⭐️⭐️ 2,5 von 5 Sternen

Obwohl ich sowohl die Protagonisten Sally und Johnny, sowie das Setting in einem Antiquariat und diese ganze Vintage-Atmosphäre sehr mochte, hat mich die Geschichte mit ihren Endlos-Dialogen dann doch größtenteils gelangweilt.

Gerade zum Ende hin, als der Kriminallfall gelöst ist, wird man als Leser geradezu vollgelabert, wie was vonstatten gegangen ist. Die Handlung wird quasi bis ins kleinste toterzählt, damit wir nachvollziehen können, was die jeweiligen Motive waren. Und währenddessen bin ich fast eingeschlafen.

Diese alten Cozy-Krimis haben ja meistens keinen sonderlich spannenden bzw. kreativen Plot und teilweise auch absurde Szenarien, aber hier wurde das wirklich ausgereizt. Um falsche Spuren zu legen wurde so um die Ecke gedacht, dass man zum Schloss einen Knoten im Gehirn hatte.

Ob ich die Reihe weiter verfolge, weiß ich jetzt noch nicht. Das Ermittlerpaar war ja ganz süß und vielleicht ist der nächste Fall mehr nach meinem Geschmack.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Viele Seiten, auf denen nichts passiert. Sehr misslungener Reihenauftakt. Schade.

Ruins of Love. Gefangen (Grace & Hayden 1)
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Ich habe lange überlegt, ob ich nicht doch 3 Sterne vergeben soll, aber da mich die Story weitestgehend enttäuscht hat, blieb mir nichts anderes übrig. Denn wenn ein Buch stolze 480 Seiten hat und im Grunde ...

Ich habe lange überlegt, ob ich nicht doch 3 Sterne vergeben soll, aber da mich die Story weitestgehend enttäuscht hat, blieb mir nichts anderes übrig. Denn wenn ein Buch stolze 480 Seiten hat und im Grunde eigentlich so gut wie nichts passiert, kann man nur sagen: Thema verfehlt.

Die Reihe wird als „spicy“ angepriesen - ähm, kommt das dann noch?? Denn hier im ersten Band ist das kaum der Rede wert, nur in Minimaldosen vorhanden und dazu noch relativ banal beschrieben. Die steigende Anziehungskraft wird zwar gut ausgearbeitet, aber irgendwie hat es mich im Grunde leider kaltgelassen, auch wenn die Protagonisten sympathisch sind und auch gut zusammen passen.

Grace und Hayden wachsen in einer Welt auf, in der die Menschen in Camps leben. Die Städte sind zerbombt und quasi ausgelöscht. Sie kämpfen täglich ums Überleben und laufen plündernd durch die Gegend auf der Suche nach Benzin, Nahrung, Medikamenten etc. Auf einem dieser Streifzüge gerät Grace in Gefahr und obwohl Hayden zum verfeindeten Lager gehört, hilft er ihr und nimmt sie mit nach Blackwing. Obwohl sie fortan eine Gefangene bleiben muss, entwickelt sich etwas zwischen den beiden.

Warum genau diese postapokalyptische Welt nun entstanden ist, wird in nur zwei Nebensätzen erwähnt. Durchaus möglich, dass in den Folgebänden noch darauf eingegangen wird. 480 Seiten begleiten wir Grace und Hayden eigentlich nur auf ihren Streifzügen. Es wird so gut wie nie richtig spannend, es fehlt bisher einfach ein handfester Plot, Gefahren, Twists, Intrigen etc.

Nur weil ich glaube, dass das womöglich noch kommt, werde ich mir Band 2 noch durchlesen und Band 1 als reine Einführung in die Rahmenhandlung ansehen. Jedoch sollte es dann auch mal in jeder Hinsicht zur Sache gehen.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Lohnt sich nicht. Langweilig & unkreativ.

Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord.
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Gleich vorweg: jeder, der hier einen spannenden Krimi erwartet, wird maßlos enttäuscht werden. Angepriesen wird das Buch für Leser ab 14 Jahren. Ähm - ich würde eher sagen, Leser BIS 12 Jahren wäre angemessener.

Eines ...

Gleich vorweg: jeder, der hier einen spannenden Krimi erwartet, wird maßlos enttäuscht werden. Angepriesen wird das Buch für Leser ab 14 Jahren. Ähm - ich würde eher sagen, Leser BIS 12 Jahren wäre angemessener.

Eines Tages wird an der Urban Promise School der Schulleiter Mr. Moore erschossen. Ins Visier geraten sofort 3 dunkelhäutige Schüler, die an diesem Tag nachsitzen mussten. Die Vorurteile werden immer lauter und die Cops versuchen ihnen Geständnisse zu erzwingen. Ramon, Trey und J. B. bleibt also nichts anderes übrig, als selbst dem Täter auf die Spur zu kommen, um ihre Unschuld zu beweisen.

Der Plot ist sowas von seicht, unspektakulär und unkreativ, sodass sich jeder Erwachsene früher oder später eigentlich nur langweilen kann und sich die wertvolle Lesezeit sparen sollte. Es passiert so gut wie gar nichts, die Auflösung ist gelinde gesagt ein Witz und zu keiner Zeit entsteht ein richtiger Spannungsbogen. Meiner Meinung nach ist PROMISE BOYS ein Jugendroman, mit dem wirklich nur sehr junge Kinder etwas anfangen können.

Der Schreibstil war flüssig und angenehm, wenn auch literarisch sehr, sehr einfach gehalten und ebenso die Idee, den Mordfall aus der Sicht versch. Protagonisten zu erzählen, hat mir gut gefallen. Die Charaktere waren in Ordnung, das College-Setting kam gut rüber, das Cover und der Farbschnitt sind schön. Nur aufgrund dieser Punkte habe ich 2,5 statt 2 Sterne vergeben. Von mir leider keine Leseempfehlung. Wer gute Krimis sucht, wird hiermit nicht glücklich werden.

Übrigens bekommt man auch nicht besonders viel Story für sein Geld, da es unheimlich viele Leerseiten gibt, wo dann nur 1-3 Wörter oder ein Titel steht, um die Abschnitte zu unterteilen. Es gibt viel Rand und wenig Text. Aber innen ist es immerhin ansprechend fürs Auge gestaltet.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Ein toller Plot, aber eher enttäuschend erzählt ... und leider viel zu lang.

Smoke
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Dieser dystopische Roman, der im England des 19. Jahrhunderts spielt, versprach vom Klappentext her sehr interessant zu werden, war am Ende jedoch leider eher unspektakulär und enttäuschend, obwohl der ...

Dieser dystopische Roman, der im England des 19. Jahrhunderts spielt, versprach vom Klappentext her sehr interessant zu werden, war am Ende jedoch leider eher unspektakulär und enttäuschend, obwohl der Schreibstil des Autors zugegeben sehr gut, flüssig und kurzweilig ist.⁣

Den Oxforder Internatsschülern Thomas und Charlie wird an ihrer privilegierten Schule beigebracht, den Rauch, der beim Lügen, während unreiner Gedanken oder im Zorn jeder Pore entweicht, zu kontrollieren bzw. zu unterdrücken und ihn letztendlich abzustellen. ⁣

Eines Tages stellen sie fest, dass diejenigen, die nicht rauchen, sich bestimmter Hilfsmittel bedienen und gar nicht so besondere Menschen sind, wie sie vorgeben zu sein. Nach einem Ausflug ins völlig dem Wahnsinn verfallene London, werden Thomas und Charlie noch skeptischer, als sie erfahren, was die Oxforder Ingenieure dort unterirdisch erbauen und stets fähige Gentlemen des Internats gesucht werden, um diese bestimmten Arbeiten auszuführen.⁣

Die beiden geraten irgendwann nicht nur in politische Machtspielchen, sondern auch in die Fänge von skrupellosen Ideologen. Es geht um nichts weniger als die Errettung bzw. Erlösung der Menschheit. Aber jede Partei hat davon eine ganz eigene, gefährliche Einstellung.⁣

Die düstere, beklemmende Atmosphäre, der Rauch und Gestank, die finsteren Gestalten und die Gewaltszenen wurden sehr gut bildlich dargestellt, aber m. E. war das Buch einfach zu lang. Das, was Dan Vyleta mit seiner Geschichte ausdrücken wollte, hätte nicht über 600 Seiten gebraucht.⁣

SMOKE hätte, anders erzählt, großes Potenzial gehabt. Die Story war zu metapherlastig, dabei hätte sie einen tollen Gothic-Horror-Thriller abgegeben. Letzten Endes war es mir einfach zu unspektakulär und eine zu große Lesezeitinvestition für das, was man bekommt.⁣

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Eine teure Graphic Novel mit relativ unschönen Zeichnungen, die einem nichts Neues erzählt.

Vor dem Vergessen
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Natürlich ist die Optik in Graphic Novels wie immer Geschmacksache. Die Zeichnungen hier hatten einen sehr eigenen, speziellen Stil, waren recht „einfach“ gehalten und wurden mit wenig Text versehen. Das ...

Natürlich ist die Optik in Graphic Novels wie immer Geschmacksache. Die Zeichnungen hier hatten einen sehr eigenen, speziellen Stil, waren recht „einfach“ gehalten und wurden mit wenig Text versehen. Das war aber OK, denn die Bilder sprechen für sich und sind leicht verständlich.⁣

In diesem apokalyptischen Szenario befinden wir uns wenige Tage vor dem Weltuntergang, da der Mond auf die Erde krachen und alles zerstören wird. Wir begleiten unterschiedliche Protagonisten bei ihren Gedankengängen und letzten Tätigkeiten.⁣

VOR DEM VERGESSEN ist eine Hommage an das Leben, es zu feiern, zu genießen und mit Sinnhaftigkeit zu füllen. Denn am Ende bleibt nichts von übrig, außer womöglich verpasste Gelegenheiten und falsche Entscheidung.⁣

Es gibt durchaus herzerwärmende Passagen, aber inhaltlich ist das alles natürlich nichts Neues. Nur eben kunstvoll umgesetzt und ganz schön zum Durchblättern, um sich 1 Std. die Zeit zu vertreiben. Das Buch würde m. E. auch gut in Wartebereiche oder Schulbibliotheken passen.⁣ Großer Minuspunkt: mit 26€ ist es einfach viel zu teuer.

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