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Veröffentlicht am 23.05.2025

Märchenhafte Fortsetzung

Cursed – Der Fluch des Mondes (Gilded 2)
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Für Serilda scheint die Lage aussichtsloser denn je zu sein, der Erlkönig zwingt sie, seine Frau zu werden und die Lüge zu verbreiten, dass das Kind, das sie erwartet, seines ist. Um die Geister der Kinder ...

Für Serilda scheint die Lage aussichtsloser denn je zu sein, der Erlkönig zwingt sie, seine Frau zu werden und die Lüge zu verbreiten, dass das Kind, das sie erwartet, seines ist. Um die Geister der Kinder aus ihrem Heimatdorf zu beschützen, muss sie das böse Spiel mit machen, obwohl sie sich insgeheim in jeder Minute nach Gild sehnt. Außerdem beobachtet sie voller Sorge, dass der Erlkönig sich bereit macht, beim Endlosmond einen der alten Götter einzufangen, ein Vorhaben, das Serilda unbedingt verhindern möchte. Doch kann es ihr und Gild gelingen, die finsteren Pläne des Unsterblichen zu durchkreuzen?

"Cursed – Der Fluch des Mondes" von Marissa Meyer ist der zweite Band einer äußerst fantasievollen Märchenadaption, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert hat. Zum Verständnis sehe ich es als unabdingbar an, zunächst den ersten Band "Gilded - Die Versuchung des Goldes" gelesen zu haben, da die Ereignisse unmittelbar aufeinander aufbauen. Schon im ersten Buch hatte mich die düstere und märchenhafte Atmosphäre bezaubert, genau so wie die Protagonistin. Serilda und auch der freundliche "Poltergeist" Gild waren mir schnell ans Herz gewachsen, zwischendurch konnte ich es kaum erwarten, endlich in den zweiten Band einzutauchen. Angelehnt an das Märchen vom Rumpelstilzchen entwickelt die Geschichte dennoch ihren ganz eigenen Charakter und hat mir damit einige wirklich wundervolle Lesestunden beschert.

Der Schreibstil hatte mich schon im ersten Teil für die (mir damals noch unbekannte) Autorin eingenommen, auch die Fortsetzung macht Lust, noch weitere Werke von Marissa Meyer kennen zu lernen. Ein paar Kleinigkeiten fand ich zwar etwas vorhersehbar, dem Lesevergnügen hat das meiner Meinung nach aber keinen Abbruch getan - im Gegenteil, ich habe mich gefreut, als sich eine Tatsache bewahrheitet hat, die ich bereits ein paar Kapitel vorher vermutet hatte. Trotz der düsteren Stimmung - die in meinen Augen ganz typisch für die Märchen der Brüder Grimm ist - fand ich Serildas Figur immer von Hoffnung umgeben, was mir die ganze Zeit über ein positives Lesegefühl vermittelt hat. Für diese wunderbare Märchenadaption spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Angelehnt an ein bekanntes Märchen der Brüder Grimm gelingt es der Autorin, eine ganz eigene Geschichte zu erzählen, die mir trotz der düsteren Hintergrundstimmung stets ein entspanntes, positives Leseerlebnis bereitet hat, den zweiten Band empfehle ich mit der selben Begeisterung weiter, wie es auch schon beim Vorgänger der Fall war.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Fesselnde Fortsetzung der fantasievollen Reihe

Glow of the Everflame
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Nach dem Tod des Königs ändert sich Diems Leben schlagartig, durch die Wahl der Crown muss sie sich der Welt der Descended öffnen und stellt bald fest, dass sie ihre bisherigen Vorstellungen von Gut und ...

Nach dem Tod des Königs ändert sich Diems Leben schlagartig, durch die Wahl der Crown muss sie sich der Welt der Descended öffnen und stellt bald fest, dass sie ihre bisherigen Vorstellungen von Gut und Böse auf einer sehr einseitigen Betrachtungsweise beruhten. Nach wie vor ist es ihr Ziel, die Lebensbedingungen der Mortals deutlich zu verbessern, dafür ist es wichtig, dass sie dreißig Tage überleben und anschließend zur Königin von Lumnos gekrönt werden kann. Allerdings ist es nicht immer einfach, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden und Diems Herz ist zerrissen zwischen alten Loyalitäten und neuen Emotionen.

"Glow of the Everflame" von Penn Cole ist der zweite Band einer vierteiligen Reihe, die meiner Meinung nach unbedingt in der chronologischen Ordnung gelesen werden sollte, da die Handlung fortlaufend erzählt wird. Nach dem Cliffhanger des ersten Teils bin ich schnell wieder in Diems Welt versunken, die Protagonistin war mir bereits ans Herz gewachsen, so dass ich mich gefreut habe, ihre Geschichte weiter verfolgen zu können. Sie selbst und sämtliche andere Figuren habe ich als authentisch und lebensecht empfunden, ich hatte von allen ein klares Bild vor Augen. Besonders gefiel es mir, einige Personen neu oder intensiver kennen zu lernen, die Diem zur Seite gestanden haben, wie z.B. die kluge Eleanor, den humorvollen Taran und die zuverlässige Alixe.

Der Schreibstil hat mich erneut in seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr los gelassen. Die Spannung zog sich für mich auf einem konsequent hohen Niveau durch das gesamte Buch, mich hat die Entwicklung fasziniert, die Diem während der Zeit im Palast durchgemacht hat, dabei war ich emotional immer an ihrer Seite. Natürlich gab es zum Schluss wieder einen Cliffhanger, der mich äußerst neugierig auf den nächsten Band zurück gelassen hat. Insgesamt hat mich diese fantasievoll geschriebene Fortsetzung gefesselt und begeistert, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Da mir Diem bereits im ersten Band ans Herz gewachsen war, fiel es mir leicht, erneut in ihre Welt abzutauchen, ich war emotional praktisch von der ersten Zeile wieder an ihrer Seite. Diese fesselnde Fortsetzung empfehle ich daher gern weiter.

Veröffentlicht am 24.04.2025

Romantasy mit klassischen Horrorelementen, ein fesselndes Lesevergnügen

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Als Ophelias und Genevieves Mutter überraschend stirbt, müssen sich die Schwestern einigen unangenehmen Ereignissen stellen. Nicht nur dass Ophelia viel zu früh die Nekromantenkräfte ihrer Mutter erbt, ...

Als Ophelias und Genevieves Mutter überraschend stirbt, müssen sich die Schwestern einigen unangenehmen Ereignissen stellen. Nicht nur dass Ophelia viel zu früh die Nekromantenkräfte ihrer Mutter erbt, sie erfahren auch plötzlich von den hohen Schulden, die auf dem Familienanwesen liegen. Um Grimm Manor zu retten, geht Genevieve in das Spukhaus Phantasma, wenn sie die tödlichen Teufelsspiele gewinnt, kann sie sich wünschen, was immer sie möchte. Als Ophelia Genevieves Verschwinden bemerkt, folgt sie ihr nach Phantasma und trifft kurz darauf auf den geheimnisvollen Blackwell. Der verspricht zwar, Ophelia zu helfen, allerdings verpflichtet sie sich dafür in einen Pakt, der sie Jahre ihrer Lebenszeit kosten könnte. Im Lauf der Spiele muss sie nicht nur gegen ihre inneren Ängste sowie alle möglichen Spuks und Gefahren zur Wehr setzen, sie erfährt auch, dass sie und Genevieve nicht die ersten Mitglieder ihrer Familie sind, die sich Phantasma stellen.

"Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe" von Kaylie Smith ist eine fantastische Geschichte, die in New Orleans beginnt und mich in ihren Grundzügen an klassische Horrorstorys erinnert. Überraschend schnell war ich dem Sog des Buches erlegen und mochte zwischenzeitlich kaum eine Lesepause einlegen, durch den klassische Hintergrund (New Orleans, Spukhaus usw.) hat sich die Atmosphäre für mich von Anfang an vertraut angefühlt. Ophelia, deren Alltag von ihren Ängsten und Zwangsstörungen geprägt ist, war mir schnell ans Herz gewachsen, sie selbst und alle Menschen und sonstige Wesen, denen sie begegnet, habe ich als authentisch und lebensecht empfunden.

Der fesselnde Schreibstil hat dafür gesorgt, dass die Handlung beinahe wie ein Film vor meinem geistigen Auge ablief, ich hatte immer eine farbenfrohe Vorstellung der Figuren und ihres Umfelds im Kopf. Dass eine Wendung zum Ende hin etwas vorhersehbar war und mich der große Plottwist nicht ganz so sehr überraschte, hat dem Lesevergnügen meiner Meinung nach absolut keinen Abbruch getan, nach Beendigung des Romans bin ich mit der Auflösung glücklich und zufrieden zurück geblieben. Ein gutes Maß an Erotik rundet die spannenden Spielelevel ab, das sollte man mögen um die Stimmung in Phantasma besonders zu genießen. Obwohl ein Fortsetzungsband angekündigt ist, auf den ich mich sehr freue - in dem Ophelias Schwester Genevieve im Mittelpunkt stehen wird - kann dieses Buch auch einzeln gelesen werden. Für diese fantasievolle und im wahrsten Sinne des Wortes "geistreiche" Geschichte spreche ich eine begeisterte Leseempfehlung aus.

Fazit: Mit klassischen Horrorelementen und farbenfroh dargestelltem Hintergrund hat mich dieser Roman von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, so dass ich dieses Lesevergnügen gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 09.04.2025

Gelungene Fortsetzung der magischen Spellbound-Reihe

Dämonenmagie und ein Martini
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Nach Ihrer offiziellen Aufnahme in die Gilde fühlt sich Tori im Crow and Hammer mehr zuhause als jemals zuvor. Wegen ein paar Kürbisdekorationen wurde sie kurzerhand verpflichtet, eine Halloween-Party ...

Nach Ihrer offiziellen Aufnahme in die Gilde fühlt sich Tori im Crow and Hammer mehr zuhause als jemals zuvor. Wegen ein paar Kürbisdekorationen wurde sie kurzerhand verpflichtet, eine Halloween-Party zu organisieren, doch mitten im Vorbereitungsstress erscheint ein bösartiger Dämon im Revier. Die Bar wird kurzerhand zur Einsatzzentrale umfunktioniert, denn um dieses magische Wesen zu bekämpfen, müssen die Gilden zusammen arbeiten. Noch ahnt niemand, worauf es der Dämon abgesehen hat, doch schon bald stecken Tori und ihre drei Lieblingsmagier wieder im Mittelpunkt des Geschehens.

"Dämonenmagie und ein Martini" von Annette Marie ist der vierte Band um die temperamentvolle Barkeeperin Tori und ihre Magier-Freunde. Sowohl die Protagonistin als auch viele der Figuren in ihrem Umfeld waren mir bereits im ersten Teil der fantasievoll geschriebenen Reihe ans Herz gewachsen, so dass sich die Geschichte für mich wie ein Wiedersehen mit alten Freunden angefühlt hat. Wer die Vorgängerbücher noch nicht kennt, sollte das meiner Meinung nach unbedingt in der chronologischen Reihenfolge tun, denn der Handlungsstrang um den Dämon ist zwar in sich abgeschlossen, die persönlichen Verflechtungen im Hintergrund werden aber fortlaufend weiter entwickelt - außerdem macht es einfach Spaß, Tori und die Gildemitglieder von Anfang an kennen zu lernen.

Den Schreibstil habe ich als gewohnt fesselnd empfunden, einmal angefangen mochte ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Die Kampfszenen, von denen es in jedem Band ein gutes Maß gibt, dominieren dieses Mal die Handlung, deswegen bleibt etwas weniger Platz für den Humor, der die Serie in meinen Augen so besonders macht. Dem Lesevergnügen hat das für mich keinen Abbruch getan, ich habe mich stattdessen sehr gefreut, endlich das große Geheimnis um Ezras Unberechenbarkeit zu erfahren. Für diesen wunderbaren Fortsetzungsband spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus und freue mich, dass der Second Chances Verlag bereits den nächsten Teil der Reihe für den deutschen Markt angekündigt hat.

Fazit: Auch der vierte Band der Spellbound-Reihe hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, ich freue mich auf jedes weitere magische Abenteuer mit Tori und ihren Lieblingsmagiern. Diese gelungene Fortsetzung empfehle ich daher gern weiter.

Veröffentlicht am 27.03.2025

Faszinierende Geschichte über die Besiedlung eines fernen Planeten

Lyneham
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An seinem zwölften Geburtstag landet Henry Meadows mit seinem Vater und seinen Geschwistern auf dem Mond Perm. Nachdem die Erde für Menschen unbewohnbar geworden war, sind sie gemeinsam mit vielen anderen ...

An seinem zwölften Geburtstag landet Henry Meadows mit seinem Vater und seinen Geschwistern auf dem Mond Perm. Nachdem die Erde für Menschen unbewohnbar geworden war, sind sie gemeinsam mit vielen anderen zu dieser fremden Welt gereist, 12.000 Jahre lang schlafend in Stasis-Kapseln. Henrys Mutter sollte mit einem anderen Raumschiff nachkommen, doch die Geschwister können sie nirgendwo finden - allerdings häufen sich im Lauf der Zeit die Anzeichen, dass sie schon lange vor ihnen hier gewesen ist. Obwohl angedacht war, dass Perms Bedingungen bereits bei der Ankunft der Siedler an die menschlichen Bedürfnisse angepasst sein sollte, ist die Atmosphäre immer noch giftig und enthält zu wenig Sauerstoff. Dazu kommen ungeahnte Gefahren durch unsichtbare Tiere, die sich den Menschen gegenüber aggressiv verhalten, so dass die Neuankömmlinge gezwungen sind, in abgegrenzten Biomen zu leben - was hat Henrys Mutter also mit Ihrer Forschung in der fremden Welt erreicht?

"Lyneham" von Nils Westerboer ist eine fantasievoll geschriebenen Science-Fiction Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert und begeistert hat, obwohl das Genre weit außerhalb meines bevorzugten Leseschemas liegt. Sowohl die fremdartige Welt des Mondes Perm als auch die handelnden Figuren fand ich vielschichtig und umfassend beschrieben, so dass die Handlung beinahe wie ein Film vor meinem geistigen Auge abgelaufen ist.

Der Großteil des Geschehens ist aus der Perspektive des zwölfjährigen Henry dargestellt, zwischendurch gab es Kapitel, die seine Mutter Mildred und ihre Forschungen zeigen. Durch verbesserte Antriebstechnologie war deren Raumschiff bereits 10.800 Jahre vor ihrer Familie auf Perm angekommen und zunächst richtet sich all ihr Bestreben darauf, die feindliche Atmosphäre an das menschliche Leben anzupassen. Erst als Mildred erkennt, welche Ziele der Leiter des Unternehmens, dessen Technologie die Reise erst ermöglicht hatte, wirklich verfolgt, stellt sie sich dem moralischen Konflikt, den ihre Arbeit verursacht: Darf man für das eigene Überleben so stark in das System eines anderen Planeten eingreifen, dass alles ursprünglich hier heimische Leben dafür ausgelöscht wird?

Den Schreibstil habe ich als äußerst spannend empfunden, obwohl weder Henry noch Mildred zu großartigen Sympathieträgern taugen, war ich emotional in jeder einzelnen Leseminute an ihrer Seite. Mit dem vielschichtigen Ökosystem des Mondes Perm und der Vielzahl seiner für das menschliche Verständnis so fremdartigen Bewohner fordert der Autor jederzeit die volle Konzentration seiner Lesenden - was mit einer außergewöhnlichen Geistesreise belohnt wird, dieses einzigartige Lesevergnügen stellt für mich bisher das Highlight des Jahres 2025 dar. Für diesen im wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Roman spreche ich daher eine begeisterte Leseempfehlung aus.

Fazit: Die fantastische Geschichte führt die Lesenden auf eine faszinierende Weltraum-Reise, die Spannung hat mich bis zum Ende hin gefesselt und begeistert. Dieses Lesehighlight empfehle ich gern weiter - auch an Leute, deren Lesepriorität nicht unbedingt im Science-Fiction Genre liegt.