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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2025

Schmerz voller Liebe

Kodiak Echoes – Trust me
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Da ich bereits den ersten Teil der Kodiak Reihe kenne und noch dazu sehr gemocht habe, war klar, dass ich dieses Buch nicht ungelesen lassen kann. Es ist sehr leicht ersichtlich, dass die beiden Bücher ...

Da ich bereits den ersten Teil der Kodiak Reihe kenne und noch dazu sehr gemocht habe, war klar, dass ich dieses Buch nicht ungelesen lassen kann. Es ist sehr leicht ersichtlich, dass die beiden Bücher zusammengehören, da sie im Cover nahezu ident sind, aber durchaus hübsch mit dem Wald und der schönen Schrift.

Die Handlung wird wieder aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten erzählt, dieses Mal Finn, Brynns Bruder und Keira, die Schwester der verstorbenen Ada, deren ungeklärter Tod eine wichtige Rolle in diesem Roman spielt. Zudem gibt es nach fast jedem Kapitel einen Auszug aus Adas Tagebuch von 2014. Finn ist charmant, gut aussehend, unabhängig, sieht fast überall das positive und ist irgendwie überall und nirgends daheim. Obwohl Keira die größere Rolle in der Erzählung der Geschehnisse einnimmt, ist eindeutig er der Sympathieträger der Geschichte. Keira wirkt in allem unzufrieden, hat natürlich eine sehr tragischen Hintergrund, strafft sich selbst mit ihrem Selbstmitleid und nervt zwischendurch leider sehr. Man rätselt immer wieder wer der/die TäterIn ist und dies trägt definitiv zur Spannung im gesamten Buch bei, wodurch ich innerhalb kürzester Zeit alles gelesen hatte.
Mir gefiel der erste Teil dieser Dilogie ein wenig besser, da einfach das Setting im Kodiak Nationalpark neu war und auch mehr auf die Umgebung und auch die Kodiakbären eingegangen wurde. Trotzdem hat mir der Roman sehr solide, fesselnde Lesestunden geliefert!

Fazit: Ich bin definitiv ein Fan der Autorin geworden und würde auch einen weiteren Roman von ihr lesen!

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Sehr spannender Plot

Vorsehung
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Eine gewöhnliche Dame, die auf einem Flug nach Sydney wie aus dem Nichts den anderen Passagiern ihr Todesalter und ihre Todesursache vorhersagt. Ohne es zu ahnen verursacht sie dadurch eine Reihe von Verkettungen ...

Eine gewöhnliche Dame, die auf einem Flug nach Sydney wie aus dem Nichts den anderen Passagiern ihr Todesalter und ihre Todesursache vorhersagt. Ohne es zu ahnen verursacht sie dadurch eine Reihe von Verkettungen und haben diese nun mit ihrer Vorsehung zu tun oder treffen sie ein, weil die Personen nun ihren Prophezeiungen zuarbeiten?! Bleibt es dem Schicksal überlassen oder können die Passagiere ihr Ende beeinflussen?

Zu diesem Buch griff ich, da ich bereits vor der deutschen Veröffentlichung schon einiges vom englischen Original gelesen und gehört hatte. Durch das gleiche Cover mit dem Schmetterling in beiden Sprachen, war sofort der Wiedererkennungswert gegeben und obwohl ich die Autorin Liane Moriarty zwar nicht kannte, hat sie einen sehr einprägsam Namen, der einem wohl wegen seiner Bekanntheit von Sherlock im Gedächtnis bleibt.

Den LeserInnen wird ein äußerst spannender und rasanter Start ins Buch geliefert mit vielen Wechseln der Erzählsicht und scheinbar auch in die Zukunft, aus Sicht "der Dame" in der das ominöse Ereignis schon stattgefunden hat. Ein genialer Schachzug der Autorin ist dadurch immer ein klein wenig mehr der Handlung Preis zu geben und sie fesselt einen damit richtiggehend an das Buch. Ich finde zudem, dass sie es ausgezeichnet schafft die verschiedenen Charaktere, die doch sehr unterschiedlich in ihren Hintergründen sind wie etwa eine Mutter von zwei kleinen Kindern, eine 60Jährige Krankenschwester, ein Karrierevater mit Familie oder ein 29jährigen Mann, authentisch und mit lebhaften Gedankengängen zu erschaffen. Ich habe bei allen Schicksalen irgendwie sehr stark mitfiebern können, weil sie alle mit normalen Problemen des Lebens zu kämpfen haben und ihr Alltag Parallelen zu dem Eigenem zulässt. Einige Kapitel regen zu existentiellen Fragen an und verändern möglicherweise den ein oder anderen Blickwinkel auf das eigene Sein. So eine Art von Geschichte kannte ich noch nicht und fand sie äußert interessant aufgebaut. Der spannende Schreibstil hat voll und ganz meinen Geschmack getroffen und mir vergnügliche Lesestunden bereitet.

Fazit: Es fiel mir sehr schwer das Buch von Anfang an aus der Hand zu legen und daher kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Trügerisches Urlaubparadies

The Island - Auf der Flucht
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Lola flieht für eine bessere Zukunft auf die karibische Resort Insel Keepers Island. Dort soll sie als Managerin ihrem alten Freund Moxham unter die Arme greifen. Dieser wird jedoch wenige Tage nach ihrer ...

Lola flieht für eine bessere Zukunft auf die karibische Resort Insel Keepers Island. Dort soll sie als Managerin ihrem alten Freund Moxham unter die Arme greifen. Dieser wird jedoch wenige Tage nach ihrer Ankunft Tod im Meer gefunden. Die Polizei geht von einem Unfall aus und die Insel findet sich rasch in ihrem Alltagstrott, jedoch sind Lola die Geschehnisse allzu mysteriös und sie versucht in allem eine logische Erklärung zu finden...

Das Cover dieses Thrillers ist ausgesprochen auffällig und knallt richtig ins Auge, mir gefallen die feinen Züge der Frau jedoch gut und die Farben sind gut gewählt, sodass sie miteinander wirken können.

Der Einstieg in das Buch ist irgendwie ganz schön verwirrend: es werden geheime Abmachungen erwähnt, die mysteriöse Vergangenheit von Lola, was ist ihr passiert, wie steht sie zu Moxham und was hat es überhaupt mit der merkwürdigen Insel mit super schicken Hotelanwesen auf sich?! Zahlreiche Fragen die den Leser gleich einmal an das Buch fesseln und relativ bald tun sich weitere Abgründe auf und mir stand währenddessen wahrscheinlich die Verwirrung ins Gesicht geschrieben. Es war mir fast ein wenig zuviel, aber natürlich wollte ich auch unbedingt schnell weiterlesen! Der Schreibstil ist schnell lebig, lässt an actionreichen Wendungen nichts offen und bietet viele verschiedene Charaktere mit fraglichen Hintergründen. Die Stimmung im Buch würde ich definitiv als merkwürdig beschreiben und zwischendurch konnte ich mir gut vorstellen, dass es sich um eine weitere Staffel der Serie American Horror Story handelt. Ich finde es so eigenartig, wie Lola nach immer neuen Erkenntnissen agiert und teilweise einfach weitermacht, wo man normalerweise sehr verstört zurückbleiben würde. Das führt dazu, dass ich den ganzen Roman als unauthentisch einordnen würde und auch keine Anknüpfungspunkte zu einer Person finden konnte, die mir irgendwie sympathisch gewesen wär.

Fazit: Dieser Thriller war am Ende ganz anders als sich zunächst vermuten ließe und ist in seiner Eigenheit sehr einzigartig. Daher eine Leseempfehlung für Leute, die etwas Besonderes in Thrillerform suchen und nichts gegen schräge Handlungsstränge haben.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Normal verrückt, schräg, originell, anders

Liebe ist niemals normal
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Julian braucht unbedingt einen festen Freund für seinen 22. Geburtstag im "Kuhdorf" seiner Eltern aka seinem Heimatdorf. Seit er mit seiner besten Freundin Antonia nach Wien gezogen ist, hatte er keine ...

Julian braucht unbedingt einen festen Freund für seinen 22. Geburtstag im "Kuhdorf" seiner Eltern aka seinem Heimatdorf. Seit er mit seiner besten Freundin Antonia nach Wien gezogen ist, hatte er keine Beziehung, die ihn erfüllte. Mit der Unterstützung seiner WG- Bewohner, ob nun gewollt oder nicht, begibt er sich in den Dating Dschungel der Queer- Community...

Dieses Buch ist tatsächlich mein erster Roman für Erwachsene von Thomas Brezina, obwohl ich seit Kindheitstagen ein riesiger Fan seiner unzähligen Kinderbücher bin.

Die Covergestaltung mit den bunten Farben und Schatten der unterschiedlichen Personen, sowie die Titelwahl gefielen mir sofort gut. Ich muss gestehen, dass ich das Nachwort gleich als Erstes gelesen habe und ich emotional stärker gerührt war, als ich angenommen hätte.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, sodass ich innerhalb kürzester Zeit durchs Buch geflogen bin- man erkennt den erfahrenen Autor. Es finden sich in der Handlung verschiedenste Personen mit den unterschiedlichsten Formen der Liebe und Beziehungen, gleichzeitig erschien es mir beim Lesen jedoch so alltäglich, was definitiv der Natürlichkeit in der Erzählsicht und dem humorvollen Umgang mit dem Thema zuzuschreiben ist.
Julians Charakter ist für mich im positivsten Sinn neutral, bedeutend er ist nicht klischeehaft in irgendeine Richtung geprägt, obwohl er natürlich trotzdem seinem Alter entsprechend eine gewisse Naivität und einen jung-erwachsenhaften Egoismus ausstrahlt. Zwischendurch gefiel mir aber, dass eine charakterliche Entwicklung bei ihm stattfindet und Ansätze für mehr Selbstreflexion sichtbar sind. Ein bisschen zu Grenz-überschreitend war mir einige Male Antonia, auch wenn sie es gut meinte, da sie Julians Privatsphäre nicht respektierte. Das Ende kam nicht überraschend, aber sehr rasch und war vielleicht ein wenig zu gehetzt. Alles in allem ein witziger Unterhaltungsroman, der mir Freude beim Leben bereitete.

Fazit: Dieser Roman bekommt von mir eine definitive Leseempfehlung, da ich in allen Aspekten positiv überrascht wurde!

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Kunterbuntes Monster names Alfred

Das einzig wahre Benimmbuch für Kindergartenmonster
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Das kleine Monster Alfred geht schon seit zig Jahren in den Kindergarten und hat daher in seinen Augen, die zehn besten Regeln für das richtige Benimmverhalten aufgestellt, aber ob man diesen schauerlichen ...

Das kleine Monster Alfred geht schon seit zig Jahren in den Kindergarten und hat daher in seinen Augen, die zehn besten Regeln für das richtige Benimmverhalten aufgestellt, aber ob man diesen schauerlichen Anweisungen wirklich genau so folgen sollte...

Mein Eindruck über das Buch ist eigentlich ein sehr positiver, besonders die Illustrationen mit den stilistisch sehr süßen Monstern und die kräftigen, bunten Farben haben es meinen Kindern und mir angetan! Die dickeren Pappseiten vermitteln eine angenehme Haptik und scheinen für kleinere Kinderhände ein wenig robuster.
Mein kleiner Kritikpunkt wäre vielleicht, dass ich das Alter für das Buch von 2 Jahren definitiv anheben würde. Meine Tochter ist 2 und nimmt alles noch sehr wörtlich und sowie z.B. das Monster Alfred isst, möchte ich dann doch nicht für sie als Tischmanieren und sie hatte nicht die Muße das Buch am Ende nochmal mit den Richtigstellungen mit mir anzusehen. Hingegen mein 4 Jähriger Sohn hat bereits beim ersten Lesen sofort aufgeschrien und geschimpft, aber nein so macht man das doch gar nicht!!! Er hatte auch genug Aufmerksamkeit und eigene Sprachkenntnis, um die Regeln für uns anzupassen! Alles in allem ist das Buch sehr lustig, braucht aber die Begleitung eines Erwachsenen mit dem die ulkigen Monsterregeln besprochen werden können!
Und ein schöner Abschlusssatz, den man nach dem 2.Durchlesen anschließt wär wirklich die perfekte Abrundung!

Fazit: Ein lustiges Kinderbuch, das zur gemeinsamen Richtigstellungen von Regeln in Gemeinschaften anregen soll!

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