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Veröffentlicht am 31.07.2025

"Einblicke in den Beruf eines Bestatters"

Wenn der Tod kommt, ist Sense
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Wieso wird man Bestatter? – Weil man mit Menschen arbeiten will, ohne direkt mit Menschen zu arbeiten.
Diesen Witz/Spruch habe ich schon unglaublich oft gelesen.
Dabei weiß ich jetzt, wie „falsch“ dieser ...

Wieso wird man Bestatter? – Weil man mit Menschen arbeiten will, ohne direkt mit Menschen zu arbeiten.
Diesen Witz/Spruch habe ich schon unglaublich oft gelesen.
Dabei weiß ich jetzt, wie „falsch“ dieser Satz eigentlich ist.
Johannes und Luis Bauer erzählen gleich zu Anfang des Buches, was der Beruf als Bestatters eigentlich alles in sich vereint und das ist alles andere als „menschenfern“.

Trotz des ernsten Themas schaffen es die beiden Autoren, Vater & Sohn, uns auf lustige Art und Weise einen Einblick in den Alltag eines Bestatters zu verschaffen.
Hierbei bauen Sie neben ihren Kurzgeschichten auch kleinere Fragerunden ein, wo sie häufig gestellte Fragen beantworten.
Sowohl bei ihren Kurzgeschichten, als auch bei vielen der Fragen musste ich schmunzeln.
Manchmal habe ich mich gefragt, wie man auf die Idee kommt, solche Fragen einem Bestatter zu stellen.
Aber mindestens genauso oft gab es „Aha-Momente“, die meinen Wissensschatz nachhaltig bereichern konnten.

Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung für alle, die etwas über den Bestatter-Beruf wissen wollen oder sich mit dem Thema Bestattung auseinandersetzen wollen.
Denn obwohl die beiden Autoren über ihren Alltag mit viel Humor berichten und dies einigen pietätlos erscheinen mag, merkt man, mit wie viel Leidenschaft und Respekt, die beiden ihren Beruf ausüben.
Und was will man mehr, als einen Bestatter, der einen im Todesfall so wertschätzend und respektvoll behandelt.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

"Emotionale Italienreise"

A Summer to Remember
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Vier Bücher, vier Freundinnen, vier Jahreszeiten und vier verschiedene Städte.
Und genauso sind die Geschichten auch: völlig unterschiedlich.
Oder anders gesagt: für jeden was dabei.
Jeder Teil ist einzigartig, ...

Vier Bücher, vier Freundinnen, vier Jahreszeiten und vier verschiedene Städte.
Und genauso sind die Geschichten auch: völlig unterschiedlich.
Oder anders gesagt: für jeden was dabei.
Jeder Teil ist einzigartig, bietet Abwechslung und viele Emotionen.

Der letzte Teil dieser wunderschönen New Adult-Reihe konnte mich, wie nicht anders erwartet, auch begeistern.
Es hat leider seine Zeit gedauert bis mich das Buch mitreißen konnte, aber irgendwann hatte ich einen Punkt erreicht, der mich ans Buch gefesselt hat.
Zwar war ich mit dem Handlungsverlauf nicht immer einverstanden, was den ein oder anderen Fluch als Folge hatte, aber das Buch hat mich emotional definitiv mitgenommen.
Auf emotionaler Basis konnte dieser Band eine Menge bieten.
Es gab einige Momente, die mich zu Tränen gerührt haben und eine Szene, die mich flennen lassen hat.
Morgane Moncromble hat das Thema, dass sie sich für diesen Roman ausgesucht hat, toll umgesetzt.
Mir hat es gefallen, wie sie eins zu eins die gesellschaftliche Debatte in dieses Buch übertragen hat und die, in meinen Augen, richtige Meinung vertreten hat.
In diesen Momenten habe ich mich oft gefragt, was Clemence eigentlich für eine beschissene Freundin ist.

Glücklicherweise hat die Handlung dann doch noch die richtige Richtung eingeschlagen und für das einzig richtige Ende gesorgt.
Ich werde die vier Freundinnen vermissen, weil sie mir über ein Jahr hinweg schöne Lesestunden beschert haben.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

"Flucht an den Lake Tahoe"

Lake of Lies – Hidden
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Leonie Lastella ist mit der „Seaside Hideaway“-Dilogie zu einer meiner liebsten Autorinnen im Romance-Suspense Genre geworden.
Da musste ich früher oder später meine Nase in ihren neusten Suspense-Roman ...

Leonie Lastella ist mit der „Seaside Hideaway“-Dilogie zu einer meiner liebsten Autorinnen im Romance-Suspense Genre geworden.
Da musste ich früher oder später meine Nase in ihren neusten Suspense-Roman stecken.
Und wie nicht anders von Leonie Lastella gewohnt, war es wieder ein pures Lesevergnügen.

Was als eine Flucht aus dem Alltag zum Lake Tahoe beginnt, entwickelt sich für Via zu einer Hexenjagd.
Dabei kommen mit jedem Kapitel immer mehr offene Fragen und Puzzleteile zum Vorschein.
Nach und nach ist man als Leser gut in der Lage die Puzzleteile größtenteils zusammensetzen.
Mit Betonung auf „größtenteils“, weil sich die Autorin nicht nimmt, noch ein paar Wissenslücken einzubauen und das Ende als kleinen Cliffhanger zu gestalten.
Die Thematik, die dieser Hexenjagd zu Grunde liegt, hat mir unglaublich gut gefallen, weil ich sie bisher noch nie irgendwo anders gelesen habe.

Die Charaktere, die Via dabei zur Seite stehen, sind allesamt toll ausgearbeitet.
Sympathieträger? – Nicht unbedingt alle, einzigartig und unterhaltsam? – definitiv!
Nur die typischen 0815-Helden wären auf Dauer auch Langweilig.

Bin richtig neugierig, was Leonie Lastella noch für den zweiten Teil bereithält.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

"Gegensätze ziehen sich an"

King of Pride
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Ich weiß nicht wieso, aber Ana Huang kann zweite Bände am besten schreiben.
Bei der „Twisted-Reihe“ war es nicht anders – dort hat mir der zweite Band auch am besten gefallen.

Isabelle und Kai sind die ...

Ich weiß nicht wieso, aber Ana Huang kann zweite Bände am besten schreiben.
Bei der „Twisted-Reihe“ war es nicht anders – dort hat mir der zweite Band auch am besten gefallen.

Isabelle und Kai sind die Verkörperung des Sprichworts: Gegensätze ziehen sich an.
Sie: Chaotisch und lebhaft; Er: kontrolliert und in sich gekehrt
Diese Kombination passt überraschenderweise wie die Faust aufs Auge.
Zwar kommt es dank dieser unterschiedlichen Charakterzüge oft zu Reibungspunkten, aber sie ergänzen sich genauso gut.
Mir gefiel die Vertrautheit, die zwischen den Beiden entsteht am besten.
Das wird durch die kleinen Neckereien, Insiderwitze und andere (schöne) Gesten im Lauf der Handlung immer deutlicher.
Es herrschte von Anfang bis Ende eine schöne, gesunde Spannung zwischen den beiden, die mich super unterhalten konnte.
Auch die gemeinsamen Hürden meistern die beiden ohne große Probleme.

Während das erste Pärchen durch ihre moralische Grauzone interessant ist, sind Isabelle und Kai es, weil sie einfach perfekt harmonieren.
Keine Red Flags, nicht zu viel Spice, kein toxischer Mist – einfach nur schön!
Ein Buch zum Zurücklehnen und Genießen.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

"Austauschjahr in London"

Girl Abroad
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Wenn es um Elle Kennedy geht, habe ich immer meine „Rosa-rote Sonnenbrille“ auf.
Jedes ihrer Bücher wird blind gekauft, weil ich es noch nie erlebt habe, dass mich eins ihrer Bücher nicht unterhalten konnte.
„Girl ...

Wenn es um Elle Kennedy geht, habe ich immer meine „Rosa-rote Sonnenbrille“ auf.
Jedes ihrer Bücher wird blind gekauft, weil ich es noch nie erlebt habe, dass mich eins ihrer Bücher nicht unterhalten konnte.
„Girl Abroad“ ist da keine Ausnahme, allerdings mit einem kleinen „aber“.

Für mich ist „Girl Abroad“ ein schönes Buch für zwischendurch.
Es ist durchweg unterhaltsam und geht dank des flüssigen Schreibstils gut von der Hand.
Das Buch zählt nicht zu den Büchern, bei denen man großartig viel Handlung verpasst, wenn man mal kurz unkonzentriert ist.
Die Handlung ist recht einfach gestrickt.
Ein typisches Liebesdreieck, junge Menschen, die aus der gewohnten Umgebung ausbrechen und ihren eigenen Weg suchen, Freundschaft, Familie und natürlich nicht zu vergessen: Liebe.
Trotz der Tatsache, dass es sich um einen 0815-New Adult-Roman handelt, hat Elle Kennedy der Geschichte nochmal ihren ganz eigenen Charme verliehen, den man nur zu gut von ihr kennt.
Die gesamten 544 Seiten hatte man einen Grund zum Lächeln.
Die Dialoge, die bunt zusammengewürfelte WG oder die Geschehnisse selbst – ich hatte immer ein Grund zum Schmunzeln.

Jetzt kommen wir zum kleinen „aber“: Da es sich im Kern doch um das klassische Beispiel eines New Adult-Romans handelt, war der Handlungsverlauf stellenweise vorhersehbar.
Damit gab es zwischendurch immer mal wieder Stellen, die sich beim Lesen gezogen haben.
Ich glaube dem Buch und der Handlung würden ein paar Seiten weniger nicht schaden.
Es würde die Geschichte etwas dynamischer machen.

Dennoch bekommt der Roman eine dicke Leseempfehlung, weil man beim Lesen dieses Romans super abschalten und den Alltag Alltag sein lassen kann.

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