Profilbild von Libby196

Libby196

Lesejury Profi
offline

Libby196 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Libby196 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Unsympathisch, verworren, enttäuschend

Adults
0

Den Klappentext des Buches fand ich interessant, leider konnte die „Geschichte“ mich wirklich überhaupt nicht abholen. Geschichte in Anführungszeichen, weil es eher lose aneinandergehängte Episoden aus ...

Den Klappentext des Buches fand ich interessant, leider konnte die „Geschichte“ mich wirklich überhaupt nicht abholen. Geschichte in Anführungszeichen, weil es eher lose aneinandergehängte Episoden aus dem Leben der Protagonistin Jenny waren, bei denen ich die meiste Zeit die Hälfte des Kapitels erstmal damit beschäftigt war, herauszufinden, in welcher Zeitebene wir gerade sind. Teils wird in der Gegenwart erzählt, teils aus ihrer vergangenen Beziehung oder irgendwelchen früheren Party-Episoden. Manchmal versteht man das erst am Ende eines Kapitels, es entsteht gar kein Lesefluss.
Jenny ist die unsympathischste Protagonistin, die ich seit langem (oder jemals) gelesen habe. Sehr unsympathisch, neidisch, nur am jammern, like-fixiert, total unsicher, wertet alle anderen ab, ist eine super schlechte Freundin und extrem egoistisch.
Sie mag irgendwie niemanden wirklich, weder ihre Freundinnen noch ihre Mitbewohnerinnen oder Kolleginnen, vergleicht sich die ganze Zeit und denkt ständig darüber nach, was andere von ihr denken – sogar wildfremde Menschen im Internet.
Sowieso geht es die meiste Zeit um Social Media und wer wessen Posts mit welcher Intention geliked oder nicht geliket hat. Vor allem auf eine gewisse Suzy Brambles ist sie total ungesund fixiert, bzw. auf deren Online-Präsenz.
Angeblich ist sie Mitte 30, klingt aber eher nach einer unsicheren Anfang 20-Jährigen, teils sogar eher einer Teenagerin. Soo bedürftig, so sehr von Anerkennung fremder Menschen abhängig, kein bisschen selbstreflektiert.
Am schlimmsten war aber die Szene, als sie den Sohn ihrer Freundin, den sie abholen sollte, alleine mitten auf der Straße stehen lässt, weil sie etwas auf Social Media gesehen hat (keine Spoiler), wegen dem sie eine absolut unverhältnismäßige Szene macht, sich einfach nur kindisch und selbstzentriert verhält. Und dann kann sie nicht mal verstehen, warum ihre Freundin sauer auf sie ist?!
Was mich noch gestört hat, war der Umgang mit Alkohol. Sie trinkt wirklich ständig und/oder nimmt Drogen, statt etwas in ihrem Leben zu ändern – und das, obwohl sie angeblich seit Jahren in Therapie ist, davon hat man leider nichts gemerkt.

Ich dachte mir wirklich die ganze Zeit MEINE GÜTE, mach bitte mal IRGENDWAS, das nicht mit Männern (oder Alkohol) zu tun hat und such dir ein Hobby!

Und was sollte das Ende? Sie hat einfach nichts gelernt, ich konnte da keine wirkliche Weiterentwicklung erkennen. Es geht nach wie vor um Likes von fremden Menschen.
Den Humor oder die „Witze“ im Buch habe ich auch überhaupt nicht verstanden, die allermeisten ergeben keinerlei Sinn.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2025

Unlogisch und sehr konstruiert

Pretty Dead. Wenn zwei sich lieben, stirbt die Dritte (Romantic Suspense meets Dark Academia)
0

Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, was schon mit dem für mein Empfinden anstrengenden Schreibstil anfängt. Oft liest es sich so, als hätte die Autorin einen Synonym-Generator bemüht, bspw. ...

Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, was schon mit dem für mein Empfinden anstrengenden Schreibstil anfängt. Oft liest es sich so, als hätte die Autorin einen Synonym-Generator bemüht, bspw. Adjektive passen oft nicht richtig oder lassen Sätze merkwürdig klingen, das gleiche gilt für viele Vergleiche oder Beschreibungen, die einfach übertrieben wirken.

Wie z. B. S. 85: "... starrte auf die Tausenden kleinen LEDs, die in die Decke des Schlafzimmers eingelassen waren [...]. - Wirklich, Tausende? Vielleicht Klebesterne, aber niemand lässt Tausende LED-Spots IN die Decke ein.
S. 209: "Brookes Haare peitschten hin und her, als sie den Kopf schüttelte [...]" - wie schüttelt sie denn den Kopf? Haare peitschen vielleicht, wenn man in einem orkanähnlichen Sturm steht, aber selbst bei starkem Kopfschütteln bewegen sie sich nur leicht.
S. 227: "[...] ehe sie ihre Persönlichkeit wieder wechselte wie den Sperrbildschirm am Handy." ?!
S. 340 "driftiger Grund" - hat mich nur gestört, denn es heißt "triftiger".

Worte "poltern" aus dem Mund, Leute stürmen mit "stampfenden" Schritten, Körper "erbeben" ständig. Das sind nur ein paar wenige Beispiele, die ich markiert hatte - ich bin über viele dieser Stellen gestolpert, die sprachlich für mich einfach nicht stimmig waren.

Zum Inhalt:
Ich lese sehr gerne Jugendbücher bzw. -thriller, dass dieser mir nicht gefallen hat liegt also nicht daran, dass ich etwas älter als die "typische" Zielgruppe bin. Die gesamte Geschichte war meiner Meinung nach sehr konstruiert und unglaubwürdig. Durch die verschiedenen Perspektiven kommt zwar etwas Spannung hinein, aber trotzdem ist der gesamte Inhalt sehr wirr und es wird nicht wirklich auf einen Höhepunkt hingearbeitet. Ich hatte schnell einen Verdacht, wer die Kraniche schickt, der sich auch als richtig erwiesen hat.

Sarah stirbt auf dem Halloween-Ball der Schule und alle ihre angeblichen Freunde haben irgendein Geheimnis, das sie verdächtig macht - würden alle einmal normal miteinander reden, hätte sich das ganz schnell geklärt (was im Rahmen der Geschichte natürlich nicht passiert, aber dadurch wirkt das Ganze sehr unglaubwürdig). Extrem merkwürdig fand ich auch, dass (außer Sarahs Mutter) niemand, wirklich niemand, um sie trauert. Alle sind einen halben Abend lang schockiert und gehen dann zur Tagesordnung über, selbst ihre angebliche beste Freundin Brooke. Das einzig Schlimme an Sarahs Tod ist für Brooke und Chase, dass sie ihre Beziehung noch weiter geheim halten müssen, um sich nicht verdächtiger zu machen, ansonsten sind alle irgendwie froh, dass sie weg ist.

S. 303: Brooke erinnert sich erst aufgrund der Erinnerung ihres Kalenders daran, dass der Zeitpunkt, an dem die mysteriöse Person ihre Geheimnisse enthüllen will, Sarahs Geburtstag bzw. Geburtszeit ist? Also bitte, welche Freundin vergisst das denn innerhalb von zwei Wochen?! Vor allem, wenn sie den Zeitpunkt jedes Jahr gefeiert und dazu extra Unterricht geschwänzt haben.
S. 316: 10:35 Uhr, noch über eine Stunde bis zur angeblichen "Enthüllung". Sarah läuft herum, um Chase zu suchen, S. 320: 11:41 Uhr. Als ob sie über eine Stunde in der Schule herumgerannt ist, in der Zeit wäre Chase doch längst weg gewesen, sie findet ihn aber kurz darauf auf dem Parkplatz.

Zur Auflösung, Achtung Spoiler:
Nicht, dass die Story schon unglaubwürdig genug war, das Ende war wirklich die Krönung. Sarah hat ihre Mutter gebeichtet, wie sie jeden um sich herum manipuliert hat, einschließlich ihrer Mutter selbst, damit diese sich von ihrem Freund trennt. Daraufhin mixt die Mutter einen giftigen Saft und stellt ihn einfach in den Kühlschrank. Auf die Idee, dass den jemand trinken könnte, der nicht weiß, was drin ist, kommt sie dabei nicht? Auf S. 356 sagt Emily: "[...] war ich mir sicher, mein Leben auch nach diesem Rückschlag wieder in den Griff zu kriegen." - Wozu hat sie den Saft dann überhaupt gemacht, wenn sie sich nicht umbringen wollte? Das wirkt einfach nur konstruiert, ich stelle doch keinen tödlichen Saft ohne Hinweis in den Kühlschrank und wundere mich dann, wenn die im selben Haus lebende Tochter davon trinkt.

S. 355: "Mir ist klar geworden, dass meine Tochter - mein einziges Kind - zu einem Monster geworden ist." - Sarah war ein Teenager, fast noch ein KIND. Offenbar hat sie die Trennung ihrer Eltern nicht verarbeitet, statt ihr also professionelle Hilfe zu holen, wird die gesamte Schuld auf sie abgewälzt. Ja, Kinder wollen nach einer Scheidung meistens, dass ihre Eltern wieder zusammenkommen. Statt ihr also zu sagen, dass ihr eigener Vater kein geteiltes Sorgerecht wollte ("Aber Sarah hat das nie verstanden, nie verstehen wollen.") hätte Emily ihr helfen müssen, es zu verstehen. Mit so etwas konfrontiert zu werden, steckt doch kein Kind einfach so weg. Also schlägt Sarah um sich, aus Schmerz, Frust, fühlt sich wahrscheinlich im Stich gelassen. Sorry, ich finde es fast unverantwortlich, die Geschichte damit enden zu lassen, dass Sarah halt einfach bösartig war und allen Menschen um sich herum nur Schlechtes wollte, sodass alle froh sein können, dass sie tot ist, um nun ihr glückliches Leben leben zu können. Wenige Menschen werden "einfach so" zu manipulativen Monstern, mit einem Hauch an Empathie hätte ihr Umfeld doch merken müssen, dass es ihr psychisch nicht gut geht. Aber das ist nur meine Interpretation, vielleicht war sie wirklich nur bösartig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2025

Zog sich sehr

Das Waldhaus
0

Irgendwie habe ich seit einiger Zeit eine Thriller-Flaute. Das war jetzt mindestens der 5. Thriller in Folge, der mich überhaupt nicht packen konnte. Und das liegt nicht daran, dass ich irgendwie "abgestumpft" ...

Irgendwie habe ich seit einiger Zeit eine Thriller-Flaute. Das war jetzt mindestens der 5. Thriller in Folge, der mich überhaupt nicht packen konnte. Und das liegt nicht daran, dass ich irgendwie "abgestumpft" bin, sondern dass das Buch einfach null Thrill hatte. Es war mit viel gutem Willen ein mittelmäßig spannender Roman, der aber auch mit der Hälfte der Seiten ausgekommen wäre.

Die Mutter der Protagonistin Hannah wurde vor 23 Jahren umgebracht, als sie noch ein Teenager war - der:die Täter:in wurde nie geklärt. Seitdem schlägt Hannah sich mehr schlecht als recht im Leben durch und hat ein krasses Alkoholproblem entwickelt. Nun kehrt sie in ihr Elternhaus zurück, um ihren dementen Vater zu pflegen. Dieser verwechselt sie immer öfter mit der Mutter und scheint etwas über den Tod seiner Frau zu wissen.

Der Plot klang eigentlich sehr spannend. Die Geschichte kommt aber leider gar nicht in Fahrt, es geht eigentlich nur um Familienverstrickungen, der entfremdete Bruder und die Nachbarn mischen auch mit und jeder hat irgendwie etwas zu verbergen. Das Ganze wird aber so langatmig erzählt, dass es irgendwann nur noch nervig ist. Hannah stolpert durch die Geschichte, ist die halbe Zeit betrunken und wirkt komplett lebensunfähig. Sie verdächtigt reihum jeden mal, dabei verstrickt sich die Geschichte aber in so viele unwichtige Details, die nichts mit der Haupthandlung zu tun haben, dass das Lesen einfach nur anstrengend ist.

Dazu sind sämtliche Charaktere einfach nur unsympathisch und die Story insgesamt absurd.

Die Auflösung war dann leider auch weder spannend noch überraschend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2025

Zog sich sehr

Das Waldhaus
0

Das Buch hat leider mMn null Thrill. Es war mit viel gutem Willen ein mittelmäßig spannender Roman, der aber auch mit der Hälfte der Seiten ausgekommen wäre.

Die Mutter der Protagonistin Hannah wurde ...

Das Buch hat leider mMn null Thrill. Es war mit viel gutem Willen ein mittelmäßig spannender Roman, der aber auch mit der Hälfte der Seiten ausgekommen wäre.

Die Mutter der Protagonistin Hannah wurde vor 23 Jahren umgebracht, als sie noch ein Teenager war - der:die Täter:in wurde nie geklärt. Seitdem schlägt Hannah sich mehr schlecht als recht im Leben durch und hat ein krasses Alkoholproblem entwickelt. Nun kehrt sie in ihr Elternhaus zurück, um ihren dementen Vater zu pflegen. Dieser verwechselt sie immer öfter mit der Mutter und scheint etwas über den Tod seiner Frau zu wissen.

Der Plot klang eigentlich sehr spannend. Die Geschichte kommt aber leider gar nicht in Fahrt, es geht eigentlich nur um Familienverstrickungen, der entfremdete Bruder und die Nachbarn mischen auch mit und jeder hat irgendwie etwas zu verbergen. Das Ganze wird aber so langatmig erzählt, dass es irgendwann nur noch nervig ist. Hannah stolpert durch die Geschichte, ist die halbe Zeit betrunken und wirkt komplett lebensunfähig. Sie verdächtigt reihum jeden mal, dabei verstrickt sich die Geschichte aber in so viele unwichtige Details, die nichts mit der Haupthandlung zu tun haben, dass das Lesen einfach nur anstrengend ist.

Dazu sind sämtliche Charaktere einfach nur unsympathisch und die Story insgesamt absurd.

Die Auflösung war dann leider auch weder spannend noch überraschend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2025

Gar nicht mein Fall

Der fürsorgliche Mr. Cave
0

Der Autor wird für einige Bücher hochgelobt, dies war als erstes Werk von ihm vielleicht nicht die beste Wahl. Anstrengend geschrieben und es geht im Prinzip um den - zäh geschriebenen - Versuch eines ...

Der Autor wird für einige Bücher hochgelobt, dies war als erstes Werk von ihm vielleicht nicht die beste Wahl. Anstrengend geschrieben und es geht im Prinzip um den - zäh geschriebenen - Versuch eines Psychopathen, sich in Briefform vor seiner Tochter für seine Taten zu rechtfertigen. Er kontrolliert und schränkt sie ein, wird dabei immer drastischer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere